Christian Wuntke

11. Januar 2010 | Von webMoritz | Kategorie: Kandidat

Der webMoritz hat am Montag, dem 4. Januar, allen Kandidaten für StuPa, Senat und Fakultätsräte per E-Mail einen Fragebogen zugesandt. Wir veröffentlichen alle Antworten, die uns bis Freitag, 18 Uhr zugegangen sind. Antworten, die später eingegangen sind, können unter Umständen nicht oder nur verspätet veröffentlicht werden.

Christian Wuntke

Christian Wuntke

1. Allgemeine Angaben zur Person (Name, Alter, Studienfach, Fachsemester)

- Christian Wuntke, geb. am 21.06.1984
- Studium der Rechtswissenschaften, 7. Semester
- Abitur und anschließende Berufsausbildung, seit 2006 an der Universität Greifswald
- derzeit Mitglied des AStA (Praktikantenstatus) mit Tätigkeitsschwerpunkt Hochschulpolitik

2. Für welche Gremien kandidierst du?

Ich kandidiere sowohl für den Senat und das Studierendenparlament als auch für den Fakultätsrat der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät.

3. Was machst du außer Studium und Gremienarbeit?

Manchmal bleibt kaum mehr als Essen, Schlafen und Körperpflege, was für mich allerdings ein Indiz dafür ist, dass beides nach wie vor Spaß macht.
Ansonsten lese ich gern mal ein Buch, treibe Sport oder verbringe Zeit mit anderen Menschen, in der Hoffnung auf ein interessantes Gespräch. Ausflüge in die nahe oder weitere Umgebung oder ein paar Stunden mit der Angel am Wasser bieten hin und wieder eine willkommene Abwechslung.

4. Warum kandidierst du bzw. willst du in das betreffende Gremium?

In jedem der drei Gremien stehen eine Menge inhaltlicher Herausforderungen an, die es im Sinne der Studierendenschaft auf den rechten Weg zu bringen und schließlich zu meistern gilt.
Daneben sehe ich eine grundlegende Herausforderung darin, die vorhandenen und zukünftigen Kräfte, die in diesen Gremien die Interessen der Studenten vertreten werden, in einem Prozess der Selbstreflexion auf eben den Auftrag hin zu fokussieren, der ihnen Kraft ihrer Wahl gegeben ist.
In der Parteipolitik verwurzelte Ressentiments oder sonst wie geartete Grabenkämpfe sind und waren nicht zielführend wenn es um das gemeinsame Erreichen von Zielen für die Studierendenschaft gegenüber Universitätsleitung, Stadt oder Land geht. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten.

5. In welcher politischen Richtung fühlst du dich verortet?

Nach Aristoteles ist Gerechtigkeit die Mitte zwischen Unrecht tun und Unrecht leiden oder die Mitte zwischen den Extremen, die das Unrecht hervorbringt.
Sie ist keiner politischen Richtung unterworfen und darf nicht in Teilgerechtigkeiten (etwa demokratische, soziale oder liberale) aufgelöst werden.
Ich habe auf meinem bisherigen Lebensweg jeden neu gewonnenen Standpunkt als Bereicherung empfunden und war dabei von Fragestellung zu Fragestellung, so man denn das jeweilige Ergebnis im Rückblick Parteiprogrammen zuordnen will, wohl schon in jeder politischen Couleur innerhalb der freiheitlich demokratischen Grundordnung zu „verorten“.
Die unbelastete, da lobbyfreie Antwort auf die Probleme der Studenten oder der Menschen an sich findet sich nicht in einer Farbe oder auch zwei. Sie liegt dazwischen.

6. Wie empfindest du die Debattenkultur in den universitären Gremien?

Auch hier überschattet die „Parteienpolitik“ mit den jeweiligen politischen Vorlieben, Vorurteilen und Vorsätzen zu oft den inhaltlichen Kern einer Auseinandersetzung.
Ich möchte nicht missverstanden werden. Unterschiedliche Ansätze und Standpunkte sind absolut legitim. Die Wichtigkeit einer Debatte wird jedoch durch das Anliegen selbst und dessen Bedeutung für die Studierendenschaft bemessen. Wer für sich gewisse Rechte beansprucht, muss diese auch anderen gewähren.
Klingt alles selbstverständlich, ist es aber nicht – zumal in einer Zeit in der die Diskussionskultur allgemein in der Verödung begriffen ist.

7. Welches Themenfeld siehst du in den Gremien/dem Gremium für die/das du kandidierst unterrepräsentiert?

Ganz platt formuliert: Die Studierendenschaft als solches.
Das Bedauern darüber, dass nur ein Bruchteil an Studenten in der studentischen Selbstverwaltung aktiv ist und eine viel zu geringe Wahlbeteiligung stattfindet, ist keinesfalls allein. Daneben gibt es viel zu viele Personen innerhalb der Universität, der Stadt und der Landesregierung, die die studentische Beteiligung an jedwedem Prozess als ein notwendiges Übel begreifen und all zu oft dementsprechend verfahren.
Wir müssen uns langfristig als unangenehme Stimme im Ohr derjenigen etablieren, die die Zukunft unserer Hochschule und aller damit verknüpfter Bereiche entscheidend beeinflussen. Diesbezüglich ist noch viel Arbeit zu leisten und ordentlich Raum zu schaffen.

8. Als wie groß siehst du die Rolle der Studenten und der studentischen Selbstverwaltung in universitären Entscheidungsprozessen?

So lange wie Hörsäle Tage und Wochen lang besetzt sein und Tausende Studenten auf der Straße Missstände kundtun und Veränderungen einfordern müssen, so lang ist unsere Rolle zu klein.  Siehe auch Erläuterungen zu 7.)

9. Eine der Hauptaufgaben des StuPa ist das Wählen und Kontrollieren des AStA. Was sollte sich hier verbessern?

Ich erlaube mir an dieser Stelle meine (gekürzten) Ausführungen aus der Wahlbroschüre zu zitieren:
„Der AStA ist der Muli bei den alltäglichen Bemühungen im Dienste der Studierendenschaft; er schuftet Tag für Tag, braucht jedoch auch Pflege und Aufmerksamkeit
Daher: Optimierung der Zusammenarbeit und weitere Verbesserung der Arbeitsatmosphäre, frei von Vorbehalten und eventuellen Ressentiments“

Es ist schwer nachvollziehbar, dass es immer noch Stupisten gibt, die nicht einmal pro Woche oder wenigstens alle zwei im Büro des AStA vorbeischauen und dort den Austausch suchen.

10. Was sind deine haushaltspolitischen Ziele?
Effizienz, Effektivität und Verantwortungsbewusstsein müssen die Grundsätze des Handelns sein. Es kommen  noch viel zu wenige Anträge aus dem Kreis derjenigen, deren Geld wir verwalten. Auch dies sollte sich zeitnah ändern.

Foto: privat

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2 Kommentare
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  1. Ich habe mich stets mit Wahlempfehlungen zurückgehalten, möchte hier aber mit meinem Tabu brechen und eine aussprechen: Christian Wuntke verdient das Prädikat "absolut wählbar"! Mir ist gegenwärtig kein Nachwuchshochschulpolitiker bekannt, der mehr Potential in sich bringt.

    Wer also seine 12 Stimmen noch nicht gänzlich verplant hat, kann ihn durchaus berücksichtigen. Vgl. http://senathgw.wordpress.com

  2. Ich habe mich stets mit Wahlempfehlungen zurückgehalten, möchte hier aber mit meinem Tabu brechen und eine aussprechen: Christian Wuntke verdient das Prädikat "absolut wählbar"! Mir ist gegenwärtig kein Nachwuchshochschulpolitiker bekannt, der mehr Potential in sich bringt.

    Wer also seine 12 Stimmen noch nicht gänzlich verplant hat, kann ihn durchaus berücksichtigen. Vgl. http://senathgw.wordpress.com

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