TITEL 68er light – Protest und keiner geht hin
26. Dezember 2009 | Von Moritz-Magazin | Kategorie: Hochschulpolitik, Moritz MagazinLaut skandierende Demonstranten mit Schildern und Transparenten – “Bildung ist keine Ware!”, “Wien ist überall!”, “Reiche Eltern für alle!” – ziehen ins Audimax ein und verkünden lauthals: Das Audimax ist besetzt! Euphorische Reden, tobende Massen und am Ende wird das ganze von einer Hundertschaft der Polizei aufgelöst.
So hatten sich das einige der knapp zehn Pressevertreter wohl erhofft, als sie sich am Montag dem 9. November in die Rubenowstraße begaben. Stattdessen fanden sie ein paar verirrte Gestalten, die rauchend vor dem Eingang des Auditorium Maximum standen und nichts von der Aktion gehört hatten. Drinnen sah es nicht wesentlich anders aus. Neben den studentischen Medien, der Ostseezeitung und GreifswaldTV waren selbst der Pressesprecher der Universität und der Kanzler vor Ort. Doch auch eine Stunde nach der über Mundpropaganda verabredeten Zeit, konnten sie kaum mehr als 30 angehende Aktivisten zählen.
Inzwischen machte die Nachricht die Runde, dass die Besetzung im Hörsaal 3 stattfinden soll, weil dieser im Moment frei war. Dort erklärte man jedoch der Presse, dass sie falsch informiert sei. Hierbei handele es sich nicht um eine Besetzung. Es soll nur in nicht öffentlicher Runde diskutiert werden, wie man an den anstehenden Bildungsstreik herangehen will. Nachdem die Kameras auf Bitten der Versammelten den Raum verlassen hatten, stellte sich heraus, dass das nicht so ganz der Wahrheit entsprach. Auf Initiative einiger hochschulpolitisch aktiven Studierenden wollte man sehen, wie viele Leute sich mobilisieren lassen würden, um eine Besetzung des Audimax in Angriff zu nehmen. Die unterste Grenze: 50 Studierende. (weiterlesen…)
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Über die Bildungsdemo in Rostock hat der webMoritz bereits gestern ausführlich berichtet. Die beiden webMoritz-Autoren Eric Schümann und Christine Fratzke, die die Greifswalder Delegation begleiteten, haben jedoch auch einen Podcast zur Veranstaltung erstellt. Darin kommen Greifswalder und Rostocker Organisatoren und Teilnehmer zu Wort – anhören lohnt sich






