Beiträge zum Stichwort ‘ IKuWo ’

polenmARkT: Konzert und Party mit Cukunft und DJ Lenar aus Warschau

24. November 2009 | Von Christine Fratzke | Kategorie: Kultur, Top-Themen

Im Rahmen des Polenmarktes gibt es am 25. November im IKuWo polnische Musik auf die Ohren. Zunächst spielt die Warschauer Band Cukunft – das jiddische Wort für Zukunft. Ihre Musik lässt sich am ehesten als Klezmer  mit zeitgenössischen Elementen bezeichnen. Einige Lieder sind ruhig, jazzig und mitunter melancholisch. Andere laden mit schnell gespielten Klarinetten zum Tanzen ein.

cukunft-250x188-cukunft

Die Band "Cukunft" - Foto: Pressematerial Polenmarkt

Die Idee hinter dem Projekt ist es nach eigenen Angaben, die lange Tradition der jüdischen Musik in all ihren Facetten darzustellen. Dabei bedienen sich die Künstler unter anderem bei Stücken aus der Vorkriegszeit. Das Repertoire wird dann meist spontan erstellt, oft improvisieren die Musiker.

Im Anschluss zeigt DJ Lenar sein Können. Wie Cukunft hat er eine Vorliebe für Musik jüdisch-polnischer Herkunft, die er experimentell mischt. Freie Improvisation schreibt der Warschauer ebenfalls groß.

Wer also Klezmer Jazz und Turntablism lauschen und dazu tanzen möchte: Ab 21 Uhr im IKuWo, Goethestraße 1, der Eintritt beträgt 5 Euro.

1 Kommentar »


Wie viel Nazi steckt im Bio-Essen?

19. November 2009 | Von Gabriel Kords | Kategorie: Top-Themen, Vereine & Initiativen

Die These, dass Neonazis sich in größerem Stil in die Öko-Lebensmittelszene eingeklinkgt haben, dürfte vielen neu sein. Dafür gibt es aber offenbar mindestens Anhaltspunkte, denn heute Abend findet im Ikuwo (Goethestr. 1) ein Vortrag mit anschließender Diskussion unter dem Titel “Wie viel Nazi steckt in Deinem Bioessen?” statt.

biomenue-200

Neulich gab's ein Bio-Menü in der Mensa. Hoffentlich war es nazifrei.

Die Referentinnen kommen vom Verein Soziale Bildung aus Rostock. Sie werden die Geschichte der rechten Ökologiebewegung erörtern und ausführen.

Die Veranstalter schreiben zu den Hintergründen:

“Nazistrukturen engagieren sich immer offensiver in den Bereichen der Umweltbewegung und positionieren sich demzufolge auch klar gegen Grüne Gentechnik, denn Umweltschutz ist Heimatschutz. Diese Veranstaltung bietet einen Einblick hinter die Kulissen brauner Ökos, die nicht nur auf Parteiebene zu beobachten sind, sondern auch vereins- und agrarökologische Strukturen betreffen, um somit immer mehr in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Diese Verflechtungen können dazu führen, dass unser „bewusster“ Konsum von Bionahrungsmitteln mitunter von braunen Ökobauer und –bäuerinnen stammt.”

Die Veranstaltung beginnt am heutigen 19. November um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Bilder: Carsten Schönebeck, Ikuwo

44 Kommentare »


Drei Medien – eine Party

12. November 2009 | Von Gastautor | Kategorie: In eigener Sache, Top-Themen

Am Freitag, dem 13.11.2009, freuen sich Moritz TV, das moritz-Magazin und der webMoritz darauf, zahlreiche Gäste im IKuWo (Goethestr. 1) begrüßen zu dürfen:

partyflyer550

Ab 21 Uhr könnt Ihr mit uns feiern und die Woche ausklingen lassen. Für 22 Uhr haben die Moritz-Medien einen Liveact eingeladen. Eine Stunde lang werden „John Silver and the Nude Family“ Euch mit Indie und Rock einheizen. Danach versorgen DJ Polyesther und DJ Gordon die Gäste mit Musik aus den Bereichen Elektro und Indie. Während auf der Tanzfläche gerockt wird, kann man einen Blick auf Berichte und Filme von MoritzTV sowie Fotos und Texte von Print- und webMoritz werfen.

Die Mitarbeiter freuen sich darauf, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, wie die Moritz-Medien nach außen hin wirken. Mit einem Unkostenbeitrag von 3 Euro seid Ihr dabei.

84 Kommentare »


Wenn man seine eigene Sprache nicht sprechen darf – Vortrag im IKuWo

6. November 2009 | Von Christine Fratzke | Kategorie: Kultur, Top-Themen

Wie ergeht es einem Volk, das seine eigene Sprache nicht sprechen darf? Welche Auswirkungen hat dieser Umstand auf seine Kultur, auf seine Bildung? Und was heißt eigentlich Unterdrückung?Die letzte Frage bewegte Landschaftsökologiestudent Malte, 26 Jahre alt, besonders – und ging am vergangenen Donnerstag spontan zum Vortrag „Bildung und Sprache – Menschenrechte, die verletzt werden“ im IKuWo.

Im Zusammenhang mit den entwicklungspolitischen Tagen wurde die Veranstaltung von der Save-me-Gruppe organisiert. Etwa 50 Gäste lauschten den Ausführungen von Feryad Fazil Omar. Der Präsident des Instituts für Kurdische Studien Berlin e.V. zeigte am Beispiel des Kurdischen Volkes, wie sich Sprechverbote äußerten. „Wir haben hier ein spannendes Thema“, sagte er, am Overheadprojektor stehend, eine Folie des Nahen Osten auflegend.

Verzicht auf die eigene Sprache

omar-250x252-christine_fratzke

Feryad Fazil Omar vom Instituts für Kurdische Studien Berlin e.V.

Zunächst widmete sich der Dozent für kurdische Sprache, Literatur und Geschichte (Freie Universität Berlin) der kurdischen Sprachgeschichte. Es ist eine Sprache, die allgemein zu den indoeuropäischen Sprachen zähle und die Sprache eines Volkes, dass in vielen Staaten lebe. „Bereits im siebten Jahrhundert, im Zusammenhang mit der Islamisierung“; erläuterte Omar, „ bildete sich mit dem Arabischen eine neue Schriftsprache aus. Das kurdische Volk musste auf einen Teil seiner Identität, nämlich seine Sprache, verzichten.“ Diese Entwicklung zog sich durch die Jahrhunderte und die weitere Geschichte des Kurdischen Volks. Neben dem historischen lieferte der Wissenschaftler auch einen geographischen Überblick.

Wie der Staatsfeind Nummer 1

Feryad Fazil Omar zeigte anschließend in den Ländern, in denen heute viele Kurden leben, Missstände auf. Beispielsweise sähen die Perser, dass Kurdische nur als einen Dialekt der persischen Sprache an. Im Irak, wo die Schriftsprache Arabisch vorherrscht, darf in der Schule bis zur sechsten Klasse in der Muttersprache unterrichtet werden. Danach galt es, Arabisch zu lernen. „Du hast sehr früh gemerkt, dass du unterdrückt wirst und deine Sprache unerwünscht ist“, betont Omar. Es gebe zwar vereinzelt kurdische Publikationen von Intellektuellen, doch seien auch politische Verfolgungen nicht ausgeschlossen. Einen thematischen Schwerpunkt seiner Ausführungen legte der Sprachwissenschaftler auf die Türkei und Syrien. So werden Kurden in der Türkei als „Bergtürken“ bezeichnet. In Syrien leben etwa 200.000 Kurden – ohne Pass. „Die werden wie der Staatsfeind Nummer eins behandelt“. Omar verlieh seinen Worten gelegentlich Nachdruck, er erläuterte sehr leidenschaftlich.

In seinem einstündigen Vortrag weist er neben den Problemen auch auf vereinzelte Lichtblicke hin, beispielsweise einen neuen türkischen Fernsehsender, der in kurdischer Sprache sendet. Anschließend hatte das Publikum die Gelegenheit, noch einige Fragen zu stellen. Die Erwartungen vom Landschaftsökologiestudent Malte wurden erfüllt. Er wollte  mehr über die Hintergründe erfahren. „Es war viel Historie und letztendlich erhellend, wie die Situation der Kurden im Nahen Osten ist“, äußerte er.

Fotos:

Christine Fratzke

3 Kommentare »


Mutmaßliche Burschenschafter bewerfen Ikuwo – *Update*

1. November 2009 | Von Gabriel Kords | Kategorie: Greifswald, Top-Themen

In der Nacht zu Sonntag haben mehrere Personen, angeblich Mitglieder der Burschenschaft “Rugia”, das IKuWo mit verschiedenen  Gegenständen, darunter eine Bierflasche, beworfen. Wie uns der Trägerverein auf Anfrage per E-Mail mitteilte, seien dabei Schäden am Putz des Gebäudes entstanden. Weiterer Sachschaden entstand nicht.

ikuwo-200

Das Ikuwo

Der Verein berichtete weiter, zum Tatzeitpunkt (gegen 2 Uhr) seien etwa 20 Personen im Haus gewesen, die auf den Angriff durch “dumpfe, klirrende Geräusche” aufmerksam geworden seien. Als die Täter flüchteten, nahmen fünf Teilnehmer der Veranstaltung ihre Verfolgung auf und verständigten die Polizei. Dabei beobachteten sie, wie einer der Täter an der Kreuzung Gützkower Str./Bahnhofstraße einen Hitlergruß zeigte. Die Polizei konnte die mutmaßlichen Täter in Höhe des Rubenowstraße dingfest machen und nahm ihre Personalien auf.

Die Verfolger beobachteten dabei, wie einer der mutmaßlichen Täter einen Schlagring fallen ließ und setzten die Beamten darüber in Kenntnis. Die Beamten stellten die in Deutschland verbotene  Handwaffe als Beweismittel sicher. Andere Personen beobachteten nach Angaben des IKuWo, wie die mutmaßlichen Täter anschließend das Haus der Burschenschaft Markomannia am Karl-Marx-Platz betraten.

wappen_rugia-screenshot-150

Wappen der Rugia

Woher die Mitglieder des IKuWos wissen, dass die Angreifer Mitglieder der Burschenschaft “Rugia” waren, wollten sie auch auf Nachfrage nicht präzise sagen, erklärten aber, man sei sich über die Zugehörigkeit der Angreifer zur Rugia sicher. Auf dem Haus der Burschenschaft war man zu einer telefonischen Stellungnahme zu der Tat nicht bereit. Auch einen Sprecher der Polizei konnten wir wegen des Sonntags nicht erreichen. Ob der Angriff in Verbindung zu der Attacke auf die Burschenschaft Markomannia am 3. Oktober steht, kann freilich nur spekuliert werden.

Update – 2. November 16:30 Uhr

Update von Carsten Schönebeck

Auf Nachfrage bestätigte die Polizeiinspektion Greifswald die beschriebenen Geschehnisse. Gegen den Besitzer des Schlagrings werde nun wegen Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt. Derweil wurde in den Kommentaren der Ruf nach einer Stellungnahme der Burschenschaft Markomannia lauter – diese erreichte uns vor Kurzem. Darin heißt es unter anderem:

Die Burschenschaft Markomannia Aachen Greifswald distanziert sich ausdrücklich von diesen Vorkommnissen. Das gezeigte Verhalten verurteilt die Burschenschaft Markomannia auf das schärfste als feige und unehrenhaft und ist sehr froh, dass niemand verletzt wurde.

Des Weiteren verurteilt die Burschenschaft Markomannia Aachen Greifswald alle verbalen Angriffe gegen die Burschenschaft Markomannia Aachen Greifswald und ihr Mitglied Christoph Böhm, und stellt dabei heraus, dass keine Mitglieder der Burschenschaft Markomannia an diesem Vorfall beteiligt waren oder diesen auch nur gutheißen.

Die vollständige Pressemitteilung der Markomannen findet ihr hier (PDF).

Bilder: Archiv/ Homepage des Trägervereins (“ikuwo.de”)

160 Kommentare »


Was sonst noch war: webMoritz kompakt (2)

27. August 2009 | Von Gabriel Kords | Kategorie: Greifswald, Top-Themen

Zwar ist die Zahl der Ereignisse in Greifswald derzeit sommerferienbedingt niedriger als zu den übrigen Jahreszeiten, aber es gab auch einige Nachrichten, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Die zweite Ausgabe von “webMoritz kompakt“, fasst zusammen, was sich in den letzten Wochen getan hat, auf dem webMoritz aber bisher keinen Eingang fand:

FDP: Stadthalle soll in städtischen Händen bleiben

fdp_logo-250x223-fdp_baden_wue

(Bild: FDP Greifswald)

Oft assoziiert man die FDP ja mit der Privatisierung gesellschaftlichen Eigentums. Im Fall der Greifswalder Stadthalle und der Greifswalder FDP-Fraktion sieht das allerdings anders aus: Die Liberalen fordern in einer Mitteilung, dass die WVG-Tochtergesellschaft “PSG” auch nach der Fertigstellung der Stadthalle für deren Betrieb zuständig sein soll. Die Frage der Betreiberschaft ist derzeit noch ungeklärt. Im vergangenen Jahr hatten die beiden FDP-Mitglieder in der Bürgerschaft allerdings für die Privatisierung der gesamten WVG gestimmt. Der Landtags- und Bürgerschaftsabgeordnete Sebastian Rathjen hatte dies später als Fehler bezeichnet. Dass sich die FDP mit Klaus-Peter Adomeit, dem Geschäftsführer der WVG, zu einem exklusiven “konstruktiven Meinungsaustausch” trifft, ist indes nicht verwunderlich. Im Zuge der Kommunalwahlen im Juni war Adomeit ursprünglich als FDP-Listenkandidat für die Bürgerschaft im Gespräch gewesen. Adomeit hatte dann allerdings auf die Nominierung verzichtet, nachdem es innerhalb der Stadtverwaltung Unmut darüber gegeben hatte.

Caspar-David-Friedrich-Denkmal entwickelt sich weiter (weiterlesen…)

6 Kommentare »


Arndt-Debatte im Ikuwo: Sachlich, aber etwas weichgespült

28. Juli 2009 | Von Carsten Schönebeck | Kategorie: Top-Themen, Universität

Am vergangenen Donnerstag lud die Initiative „Uni ohne Arndt“ gemeinsam mit dem Greifswalder AStA und der Amadeu-Antonio-Stiftung zu einer Podiumsdiskussion im IkuWo ein.

Mit Professor Herzig (Geschichte der frühen Neuzeit) und Professor Buchholz (Pommersche Geschichte und Landeskunde) saßen zwei ausgewiesen Arndt-Kritiker auf dem Podium, Prof. Stamm-Kuhlmann (Allgemeine Geschichte der neusten Zeit) gilt derweil als Arndt-Skeptiker, der eine klare Aussage zur Namensdebatte bisher aber unterließ. Mit Ankündigung verspätet traf dann noch Professor Bach (Romanistik) etwa 45 Minuten nach Beginn der Veranstaltung ein. Er hatte vor einigen Wochen in der Ostseezeitung den Namenspatron der Universität gegen Antisemitismus-Vorwürfe verteidigt und dafür viel öffentliches Lob, aber auch Kritik geerntet. Moderiert wurde die Veranstaltung durch den Studenten Marcus Unbenannt (Fraktionsgeschäftsführer der SPD in der Greifswalder Bürgerschaft).

Buchholz: „sehr unglückliche lokale Berichterstattung“

Im Gespräch mit dem webMoritz begrüßte Professor Buchholz die Möglichkeit des Austausches von Informationen, den die Veranstaltung ermögliche und griff dabei die lokalen Medien an:

„Wir haben dazu (Anm. d. Red.: Debatte um den Namenspatron) bisher eine sehr unglückliche lokale Berichterstattung gehabt, in der nicht über Arndt und nicht über die Initiative berichtet wurde. Information wurde dort mehr unterdrückt. (…) Wie sind mit dem Thema auch 2001 auf der lokalen Ebene ganz unsachlich untergebuttert worden. (…) Es macht auch keinen Sinn, der Ostseezeitung Interviews zu geben. Ich bin auch diesmal dort völlig gegensätzlich zitiert worden. Das war damals auch so.“

Wie erwartet, war die Veranstaltung gut besucht und etwa 150 Interessierte waren ins IKuWo gekommen um sich zu informieren. Glück gehabt: Die Veranstalter hatten im Vorfeld befürchtet, nicht genügend Plätze zu haben.

Fachkundig und eloquent tauschten sich die Diskutanten über die verschiedensten Aspekte des Namenspatrons aus: Arndt als „Propagandachef der Befreiungskriege“, als Abgeordneter der Nationalversammlung, als Dichter und Denker, als Hetzer gegen Juden und Franzosen, als Befreier der Bauern, als Held der pommerschen Bevölkerung etc. (weiterlesen…)

107 Kommentare »


Professoren diskutieren über Arndt

20. Juli 2009 | Von Gabriel Kords | Kategorie: Top-Themen, Vereine & Initiativen

“Arndt war kein Antisemit”, erklärte Professor Reinhard Bach vor zwei Wochen in der Ostsee-Zeitung und löste damit viel Streit aus. Ob er recht hat oder nicht, soll nun in einer Podiumsdiskussion geklärt werden.

HERZIG-1

Professor Herzig

Der AStA und die StuPa-AG “Namensgebung Uni Greifswald” laden dazu am Donnerstag um 20 Uhr (s.t.) ins Ikuwo ein. Die studentische Initiative “Uni ohne Arndt” will damit den Dialog und die Diskussion über den neuerdings wieder umstrittenen Namenspatron fördern. Die Debatte steht unter dem Titel: “Ernst Moritz Arndt – Fragen an Rassismus, Antisemitismus und völkischen Nationalismus im frühen 19. Jahrhundert”.

Als Gäste haben die Organisatoren neben Professor Bach auch den Historiker Prof. Arno Herzig aus Hamburg, Prof. Stamm-Kuhlmann, Lehrstuhlinhaber Neuste Geschichte sowie Prof. Werner Buchholz, Lehrstuhlinhaber für Pommersche Geschichte am Historischen Institut, gewinnen können.  Präsentiert wird die Debatte von der Amadeu Antonio Stiftung aus Berlin, die diese Diskussion als Teil ihres Rahmenprogramms zur Ausstellung “Antisemitismus in der DDR” (wir berichteten) veranstaltet.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion werden die Besucher auch die Möglichkeit haben, sich mit Fragen an die Teilnehmer zu richten. Die Veranstalter kündigen an, unter anderem auch danach zu fragen “warum Arndts “Antisemitismus” in der DDR so wenig beachtet wurde.” Darüber hinaus soll es aber vor allem um Arndts eigentliche Schaffenszeit, das frühe 19. Jahrhundert, und die Bewertung seiner Person gehen.

Die Veranstaltung wird vom Stadtradio “98eins” live im Radio und via Livestream ins Internet gesendet werden. Weitere Informationen sind auf der Homepage der Initiative verfügbar.

Kurz & knapp:

  • Ort: Internationales Kultur und Wohnprojekt (IkuWo)
  • Zeit: 20 Uhr (s.t.), diesen Donnerstag, 23.7.09
  • Eintritt: kostenlos
  • Gäste: Prof. Dr. Arno Herzig (Hamburg), Prof. Dr. Reinhard Bach (Greifswald), Prof. Dr. Werner Buchholz (Greifswald). Angefragt wurden, aber noch nicht zugesagt haben: PD Dr. Birgit Aschmann (Kiel – angefragt), Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann (Greifswald – angefragt) und die Vorsitzende der Amadeus Antonio Stiftung Anetta Kahan (Berlin – angefragt)
  • Moderation: Marcus Unbenannt

Text & Bildquelle: Pressemitteilung der Initiative
Bild Startseite: sven_kindler via Flickr

41 Kommentare »


Semesterabschluss mit der Uni Big Band

19. Juli 2009 | Von Timo David | Kategorie: Kultur, Top-Themen

Nicht nur draußen war es warm, als die Big Band der Universität Greifswald am vergangenen Donnerstag zum Semesterabschlusskonzert ins Internationale Kultur- und Wohnprojekt (IKuWo) in der Goethestraße einlud, um sich musikalisch in die vorlesungsfreie Zeit zu verabschieden. Denn auch im IKuWo selbst heizte die Big Band mit einem engagierten Auftreten den knapp einhundert Gästen ein und bot ein buntes Musikprogramm.

So startete das Programm mit dem eingängigen Thema der „Rocky”-Filme und ließ in gleicher Weise im weiteren Verlauf des zweistündigen Auftritts bekannte Soundtracks wie Quincy Jones’ „Soul Bossanova“ aus der Austin Powers-Reihe oder die „Simpsons“-Titelmelodie folgen. Für Abwechslung sorgten Jazz-Balladen als ruhigere Nummern und eine Interpretation von Carlos Santana’s „Evil Ways“.

Big Band der Uni Greifswald

Die Big Band der Uni Greifswald

Aber auch viele swinglastigere Nummern fanden bei dem Auftritt ihren Weg in die Show unter dem Motto: „It Don’t Mean a Thing if It Ain’t Got That Swing“ inklusive des gleichnamigen Songs. Dabei setzte man auf Stücke des Pianisten William „Count“ Basie und seines “Count Basie Orchestras”, einer der bekanntesten Formationen der Jazzgeschichte.

Speziell das von Dirigent und Leiter Hendryk Wörlitz als „besondere Herausforderung für die Band“ angekündigte Stück „Lil’ Darlin“ rief hier bei den Zuschauern eine sehr  positive Resonanz hervor. Und so durfte die Band sich selbst belohnen mit dem Titel „Swing Machine“, der den Trompetern, Posaunenspielern und Bassisten reichlich Freiraum für die improvisierten und jazztypischen Soli gab, die den Bandmitgliedern sichtlich Freude bereiteten – und in der Tat: Auch der Dirigent zog das Fazit, dass „der Auftritt heute Abend sehr viel Spaß gemacht hat und ein schöner Abschluss des Semesters war“. Zugleich appelliert er an Interessierte, die musikalische Erfahrung haben, diese in die Band einzubringen: „Leute, die Spaß an Musik – besonders am Swing – haben, sind herzlich eingeladen, während der Vorlesungszeit dienstags zu unseren Proben in die Domstraße 20a zu kommen und sich das Ganze mal anzuschauen und mitzumachen.“

Alles in allem ein sehr gelungener Auftritt, der nach zwei Zugaben sein Ende fand und den Zuschauern die Möglichkeit gab, wieder an die frische Luft zu gehen oder den Abend im IKuWo bei einem Kaltgetränk ausklingen zu lassen.

Foto: Timo David

2 Kommentare »


Ausstellung über Antisemitismus in der DDR

9. Juli 2009 | Von Gabriel Kords | Kategorie: Kultur, Top-Themen

Unter dem Titel „Das hat’s bei uns nicht gegeben” – Antisemitismus in der DDR wird am heutigen Donnerstag um 18 Uhr im Ikuwo eine viel diskutierte Wanderausstellung der Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung eröffnet. Für den Aufenthalt der Ausstellung in Greifswald wurde mit örtlichen Studenten zusammengearbeitet.

antisemitismus-ddr-amadeu-antonio-stiftung-200

Motiv aus der Ausstellung

Die Veranstalter schreiben:

Erklärungen für heutigen Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern suchen Politik und Wissenschaft meist in sozialen Kontexten. Außer Acht gelassen wird jedoch häufig ein anderer Aspekt: Auch der Osten Deutschlands war Teil des nationalsozialistischen Täterlandes. Somit hatte auch die DDR sich mit diesem Erbe auseinander zu setzen. Der Staat aber erklärte die Bevölkerung zu einem Volk von Antifaschisten. So blieb der Bodensatz des Antisemitismus unangetastet. Noch bis heute hält sich der Mythos, es hätte in der DDR keinen Antisemitismus gegeben.

Die Ausstellung ist Ergebnis eines Rechercheprojekts, bei dem Jugendliche in acht ostdeutschen Städten der Frage nachgegangen sind, wie sich Antisemitismus in ihrer Heimatstadt geäußert hat. Hierfür haben sie mit Zeitzeugen gesprochen, in Archiven recherchiert und in ihren Familien nachgefragt. Wo befindet sich der jüdische Friedhof und wo sind nach 1950 seine Grabsteine geblieben? Was wurde in der Regionalzeitung über Israel geschrieben? Wie wurde öffentlich an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert? Ihre Ergebnisse werden in dieser Ausstellung präsentiert.

Eröffnet werden wird die Ausstellung durch Heike Radvan, Mitarbeiterin der Amadeu-Antonio-Stiftung und Initiatorin der Ausstellung.

Anschließend wird die Ausstellung, die vom 09. bis 30. Juli im „IKuWo”, Goethestraße 1, in Greifswald zu besichtigen sein. Geöffnet ist sie mittwochs und donnerstags von 12 – 18 Uhr sowie freitags und samstags von 17 – 20 Uhr.

Weitere Informationen:

Bilder: Amadeu-Antonio-Stiftung

13 Kommentare »