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	<title>webMoritz.de &#187; Kino</title>
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	<description>webMoritz.de ist das studentische Onlineportal für und von Studenten der Universität Greifswald. Hier erfahrt ihr täglich Infos über Greifswald, Kultur, Uni und Politik. Unser podcast hält Euch auf dem Laufenden. Jede Folge könnt ihr natürlich auch online kommentieren.. Mitmachen ist erwünscht... Viel Spaß!!</description>
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		<title>Das Magazin &#8211; am Puls der Stadt Mittwoch</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 16:52:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>radio 98eins</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute erwartet euch eine tolle Sendung die durch zogen ist mit dem WM-Fußballfieber. Unsere Redakteurin Stephanie Holke hat sich schlau gemacht um das Verbot und die Konfrontation bezüglich der Vuvuzelas. Rund geht es weiter bei unserem dies wöchigen WM Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es Bücher aus dem Themenbereich Fußball und Fußballhörspiele. Was ihr tun müsst: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute erwartet euch eine tolle Sendung die durch zogen ist mit dem WM-Fußballfieber. Unsere Redakteurin Stephanie Holke hat sich schlau gemacht um das Verbot und die Konfrontation bezüglich der Vuvuzelas. Rund geht es weiter bei unserem dies wöchigen WM Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es Bücher aus dem Themenbereich Fußball und Fußballhörspiele. Was ihr tun müsst: Unser Gewinnspielfrage beantworten und richtige Antwort an wm@98eins.de senden! Unsere Frage lautet: Welcher Spieler schoß das legendäre Wemblytor bei der WM 1966 in England? Die Gewinner werden ausgelost und werden kommenden Montag bekannt gegeben. Unser Kinoexperte hat für euch geschaut, ob es auch Fußball Kinofilme gibt. Welche das sind und ob dort tatsächlich wirkliche Fußballer mitspielen, beantwortet Jakob Rüger euch in der Sendung. Natürlich gibt es wie jeden Mittwoch Kinokarten zu gewinnen. Also rein hören und mitmachen.</p>
<p>Natürlich haben wir für euren heutigen Abend viele Veranstaltungstipps heraus gesucht, damit  die Fußball-Muffel unter euch nicht zu kurz kommen. Nachrichten kurz und kompakt aus und um Greifswald, hört in unseren Spotlights, sowie den aktuellen Wetterbericht.</p>
<p>Unsere CD diese Woche ist Bonaparte mit seinem neuen Album &#8221; My horse likes you&#8221;. Weitere Infos zu dem Album bekommt ihr auf unsere Homepage.</p>
<p>Also einschlaten unter 98,1 UKW oder zu hören über Livestream unter www.98eins.de</p>
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		<title>„Das Leben rennt wie die Gazell&#8217;&#8230;“ &#8211; Eine Betrachtung zum Film &#8220;Prince of Persia&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 14:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arvid Hansmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Ben Kingsley]]></category>
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		<category><![CDATA[Jake Gyllenhal]]></category>
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		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Prince of Persia]]></category>

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		<description><![CDATA[Derzeit läuft die Computerspielverfilmung "Prince of Persia" in den Kinos. Arvid Hansmann betrachtet den Film in größeren Zusammenhängen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war die große Erzählkunst der schönen Schahrasad die den grimmigen König Schahriyar dazu brachte, sie nicht nach der ersten gemeinsamen Nacht zu töten, sondern tausend weitere Nächte ihren spannenden und aufregenden Geschichten zu lauschen, bis er ihr Gnade gewährte.</p>
<p>Und was sie in ihren weit verzweigten Erzählungen ausbreitete, hat sich wie das verschlungene Muster eines Teppichs über das Bild dessen gelegt, was nebulös mit „Orient“ überschrieben wird. Jene Erzählungen, über Jahrhunderte tradiert, transformiert und ergänzt, haben Imaginationen in Form, Farbe und Klang geschaffen, die in immer wieder neuen Stereotypen fixiert wurden. Selbst für die frühmittelalterlichen Araber waren viele Geschichten schon Exotismen, die sie von den Persern (Sassaniden) übernahmen.</p>
<div id="attachment_37051" class="wp-caption alignright" style="width: 259px"><img class="size-full wp-image-37051" title="prince_persia_computerspiel-249x313-clf_via_flickr" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/prince_persia_computerspiel-249x313-clf_via_flickr.jpg" alt="" width="249" height="313" /><p class="wp-caption-text">Das erste &quot;Prince of Persia&quot;-Computerspiel</p></div>
<p>Von jenen exotischen Stereotypen ließ sich auch der Spieleentwickler Jordan Mechner (geb. 1964) leiten, als der Ende der 1980er Jahre das Computerspiel „<em>Prince of Persia</em>“ entwarf. So abstrakt verpixelt und grobmotorisch die Szenerie und die einleitend untermalenden Klänge auch waren, sie genügten in ihrer Zeichenhaftigkeit, um die simple Rahmenhandlung vom inhaftierten Helden, der die Sultanstochter aus den Fängen des Bösen Großwesirs befreien muss, ausreichend zu unterstreichen, sodass eine fundierte Imaginationsfläche gegeben war. Den klar definierten Bewegungsabläufen des Protagonisten, dem Schematismus der Gefahren in den Labyrinthen der zwölf Level steht ein immer wieder auftretendes Überraschungsmoment gegenüber, dass auch vor Selbstironie nicht zurückschreckt.</p>
<p>Sicher war Schauspieler Jake Gyllenhaal (geb. 1980) in seiner Kindheit ebenso von diesem Spiel begeistert, was durch Trotz gegenüber dem möglichen väterlichen Vorwurf der „Volksverdummung“ noch unterstrichen wurde. Nun ist der selbst in die Rolle des Protagonisten geschlüpft und mag damit zu einer Imaginationsfigur der heutigen Jugend werden – zumindest, wenn die Rechung des Disney-Konzerns aufgeht.</p>
<h3>„Sein oder nicht sein &#8230;“ – aber nichts mit „Play it again, Sam.“<span id="more-37050"></span></h3>
<p>Für „<em>Prince of Persia – Sand der Zeit</em>“ (Regie: Mike Newell) ist das alte Spiel jedoch nur noch ein ferner Mythos. Den narrativen und vor allem den visuellen Rahmen bildet die Neukonzeption der Spielserie unter der Ägide der Softwarefirma Ubisoft Montreal ab 2003. Die über eine Trilogie verteilte Handlung von einer magischen Sanduhr und einem damit verbundenen Dolch wird für den Film weitgehend gestrafft.</p>
<p>Würde er losgelöst von all dem, was in unserer blockbustergeschwängerten Welt bereits existiert erscheinen, so könnte man ihm durchaus einen abgerundeten und visuell einfallsreichen Charakter zugestehen. Doch ebenso wie hier die (vor allem architektonische) Formensprache lediglich aus Eklektizismen besteht, sind auch die narrativ-dramaturgischen Elemente eine Zitatkollage, die sich in den erwähnten Stereotypen zusammenfügt. Für den königlichen Bruderzwist braucht man nicht bis zu Shakespeare zurückzuschauen – die Tragik vom neidisch-bösen Onkel (hier von Ben Kingsley mit der selben Leichtigkeit gespielt, mit der einst Alec Guinness den Obi-Wan Kenobi wiedergab) gab es mit weitaus triefenderer Theatralik bereits beim „<em>König der Löwen</em>“ (1994). (Damals hatten die epischen Klänge eines Hans Zimmer noch innovativen Charakter.)</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/4diwmbj2ByY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/4diwmbj2ByY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>So wie dort die zwielichtigen Hyänen agieren hier die Hassasinen (mit dem Klischee der bereits lebend verdammten Attentäter, die sich als tanzende Derwische mit Drogenkonsum in Transzendenzahnung begeben) als willige Handlanger. Wenn der „Outlaw“ Scheich Amar als humoristisches Element eingeführt wird, so mag die Hakuna-Matata-Mentatlität mit der er ein (steuerfreies) Straußenwettrennen veranstaltet nur bedingt als „witzig“ überzeugen, zumal man die Großvögel mittlerweile schon in etlichen Farmen in Mecklenburg sieht. Dass diese Rolle von Alfred Molina und nicht von beispielsweise Johnny Depp verkörpert wird, wie es Produzent Jerry Bruckheimer in seinem ausufernden „<em>Pirates of the Caribbean</em>“-Projekt konzipierte, ist nur ein Aspekt der diesem Film eines der üblichen Hauptkonfliktszenarien raubt: Keine der agierenden Figuren stellt die Zusammengehörigkeit vom Helden und der schönen Prinzessin (Gemma Arterton) ernsthaft in Frage.</p>
<p>Das Potential des Bruderneids hätte hier auf die nächste Generation übertragen werden können. Doch hier wird das alttestamentarische Prinzip des gesegneten Zweitgeborenen mit der mosaischen Adoption verwoben und durch einen dritten Bruder verwischt. Während der jüngere der beiden leiblichen Königssöhne (Toby Kebbell) als militärischer Hitzkopf stilisiert wird, ist sein älterer Bruder (Richard Coyle) stets in die Melancholie gehüllt, die ihm die Last der Thronfolge abverlangt. (Hier dienten die beiden Feldherrn Saladins in „<em>Königreich der Himmel</em>“ (2005) als Vorbild.) Sein politischer Herrschaftsanspruch bleibt auch am Schluss bestehen was den draufgängerischen Helden (Gyllenhaal) von dieser Pflicht befreit.</p>
<h3>„Und was bekam des Soldaten Weib?“</h3>
<p>Wie Tim Burtons „<em>Alice im Wunderland</em>“ fährt dieser Film die Erwartungen an ein „mitgewachsenes“ Disney-Publikum zurück, indem er sich mit seiner Umschiffung von „reiferem“ Konfliktpotential wiederum an jüngere (um es doch so resignierend zu verwenden: „unverbrauchte“) Kinogänger richtet. Jedem, der die filmische Vorgeschichte von Jake Gyllenhaal kennt, wird dies besonders bewusst. Als introvertierter Jugendlicher gab er Richard Kellys „<em>Donnie Darko</em>“ (2001) ein Gesicht; in Ang Lees „<em>Brokeback Mountain</em>“ den konventionsübergreifenden Partner von Heath Ledger und in Sam Mendes’ „<em>Jarhead</em>“ (beide 2005) den Soldaten mit mentaler Grenzerfahrung.</p>
<div id="attachment_37062" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/prince_persia-337x500-sinemabed_via_flickr.jpg"><img class="size-full wp-image-37062" title="prince_persia-337x500-sinemabed_via_flickr" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/prince_persia-337x500-sinemabed_via_flickr.jpg" alt="" width="270" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Filmplakat</p></div>
<p>Vor diesem Hintergrund ist sein letzter Film vor „Prince of Persia“ geradezu als antithetisch dazu zu bezeichnen: die amerikanische Neuverfilmung von Susanne Biers „<em>Brødre</em>“/“<em>Brothers</em>“ (dänisches Original 2004). Es mag der Grundtenor bezüglich des Afghanistaneinsatzes sein, der diesen Film, der in den USA bereits im Dezember 2009 anlief, in Deutschland bisher noch nicht in die Kinos brachte.</p>
<p>Diesmal ist die Grundkonstellation weitaus „klassischer“: Es ist der strebsame Erbsohn, der die Prinzessin bekommen hat und als Held in den Krieg zieht – und dann, allem Anschein nach, nicht wiederkehrt. Tobey Maguire, der sich hier sein verschmitztes „Spiderman“-Grinsen radikal abtrainiert hat, kann in der zur „Hölle am Hindukusch“ stilisierten Taliban-Gefangenschaft nur durch die Sehnsucht nach der fernen Braut überleben, die Natalie Portman als zweifache Mutter mit jener profunden Schwermut mimt, die man ihren Rollen nicht nur als gespielt abnimmt, sondern aus einem tiefen Nukleus der Authentizität zu kommen scheint.</p>
<p>An jenen Kern der Trauer versucht nun Jake Gyllenhaal als jüngerer Bruder mit „Looser-Allüren“ zaghaft vorzudringen. Doch gerade als man sich allmählich den vermeintlichen Tod von Ehemann und Bruder abgefunden hat, steht jener wieder vor der Tür.</p>
<h3>„Was Brecht oder David Lean gemacht haben, ist mir egal.“</h3>
<p>Die lediglich zu erahnende Hoffnung am Ende von „Brothers“ gibt ihm jenes „Gewicht“, dass „Prince of Persia“ trotz der Bildgewalt fehlt. Man mag es dem Disney-Werk auch von vornherein nicht abverlangen, da man hier ja den Topos der „Komödie“ vor sich hat, die sich durch vermeintliche „Leichtigkeit“ auszeichnen soll. Doch dass sich narrative und rhetorische Komplexität fast immer diametral entgegengesetzt zur audiovisuellen Ausstattung eines Filmes verhalten, ist das große Dilemma Hollywoods.</p>
<p>Das stets um gesteigerte Hybris bemühte Bolero-Schema der Kinotrailer zwingt auch den Verlauf des entsprechenden Langfilms zum Ende in einem exponential gesteigerten Bilderrausch davonzurennen. Eine größere Dialoglastigkeit wird beispielsweise Quentin Tarantino nur durch das um so brutalere Gegengewicht der Actionszenen gestattet. (Dass sich verzweigte Handluststränge auch durch ein mitreißendes Setting ziehen können, hat zuletzt Christopher Nolan mit „<em>The Dark Knight</em>“ (2008) gezeigt.)</p>
<p>Wenn die großen Filmemacher sich nicht bald bekehren und sich ihrer Aufgabe als Geschichtenerzähler wieder in angemessen bewusst werden – sei es, indem sie die Rezipienten wieder in der Konzentration auf ausführliche Dialoge schulen, oder das Auge länger in Großaufnahmen ruhen lassen (David Leans Blick in die Weite der Wüste wiegt hundertmal mehr als die noch so diffizil gepuzzelte „Heilige Stadt Alamut“) – dann wird der „König Kunde“ ihnen bald nicht mehr folgen und keine Gnade mehr gewähren &#8230;</p>
<p>Bilder:</p>
<p>Computerspiel &#8211; <a href="http://www.flickr.com/photos/clf/3165795116/" target="_blank">CLF via flickr</a></p>
<p>Filmplakat &#8211; <a href="http://www.flickr.com/photos/34468979@N07/3762310433" target="_blank">sinemabed via flickr</a>/Disney</p>
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		<item>
		<title>Greifswald bekommt 3D-Kino</title>
		<link>http://www.webmoritz.de/2010/06/04/greifswald-bekommt-3d-kino/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 06:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Kendzia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bis Ende dieses Jahres wird das Cinestar Greifswald mit einem Kinosaal mit 3-D Technik ausgestattet. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bis zum Ende des Jahres wird im Cinestar-Kino in Greifswald ein Kinosaal mit 3-D Technik ausgestattet. Der webMoritz blickt zurück auf über 100 Jahre Kino-Tradition in Greifswald &#8211; und wirft einen Blick in die Zukunft.<br />
</strong></p>
<div id="attachment_35743" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/Kinos_in_Greifswald_600x450_Alexander_Kendzia_nichtCC.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-35743" title="Kinos in Greifswald, Alexander Kendzia" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/Kinos_in_Greifswald_600x450_Alexander_Kendzia_nichtCC-250x187.jpg" alt="Kinos in Greifswald, Alexander Kendzia" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Standorte der ehemaligen Kinos in Greifswald</p></div>
<p>Das Greifswalder Kino hat eine über hundertjährige Tradition. Angefangen hat alles in einem kleinen Raum mit wenigen Sitzplätzen. Kurz nach der Jahrhundertwende gab es sogar für einige Jahre Kinofilme im Stadttheater zu sehen. Seine Blütezeit erreichte das Kino allerdings erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Gleich drei Kinos, die alle ein und derselben Familie gehörten, unterhielten das Greifswalder Publikum mit Kinofilmen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Kinoeigentümer enteignet. Mit dem Bau der Dompassage kam auch ein Multiplex-Kino der &#8220;Cinestar&#8221;-Gruppe nach Greifswald und ist seither der einzige „Filmpalast“ der Stadt.<span id="more-35134"></span></p>
<h3>3-D Kino in Greifswald</h3>
<p>Der aktuelle Trend der 3-D Kinofilme soll noch in diesem Jahr auch in Greifswald Einzug halten: „Voraussichtlich Ende des Jahres werden wir eine 3-D Kinoanlage im Greifswalder Cinestar installieren.“, so Oliver Fock, einer der Geschäftsführer der Cinestar-Gruppe. Derzeit ist die Cinestar-Gruppe dabei, 50 3-D Anlagen zu beschaffen und in ihren Theatern zu installieren. Dazu laufen zurzeit noch Ausschreibungen. Die neue Anlage wird zwischen 120.ooo und 140.ooo Euro kosten und im größten Saal des Greifswalder Kinos, der 266 Sitzplätze bietet, installiert werden.</p>
<div id="attachment_35731" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/Dompassage-Greifswald_26.05.2010_600_450_Alexander_Kendzia-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-35731" title="Dompassage Greifswald_26.05.2010_600_450_Alexander_Kendzia (3)" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/Dompassage-Greifswald_26.05.2010_600_450_Alexander_Kendzia-3-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Cinestar Greifswald</p></div>
<p>„Es wird ein neuer Projektor und eine neue Leinwand mit Silberbeschichtung installiert. Wir werden das System <a href="http://www.reald.com/" target="_blank">RealD </a>einsetzen.“, so Fock. Die zusätzliche räumliche Darstellungsdimension wird 3€ Aufschlag pro Film kosten. Ebenfalls muss sich der Kunde eine 3-D Brille kaufen. „Die 3-D Brille kostet einmalig einen Euro. Der Kunde kann sie behalten und zum nächsten Besuch wieder mitbringen“, so Fock.</p>
<p>Obwohl viele Studenten die hohen Preise bemängeln und webMoritz im <a href="http://www.webmoritz.de/2009/01/08/ist-greifswalds-kino-in-gefahr/" target="_blank">letzten Januar</a> darüber berichtete, dass die Cinestar-Gruppe mit dem Geschäft nicht vollkommen zufrieden war, blickt Fock positiv in die Zukunft. „Wir hatten 2009 17% mehr Besucher als im Vorjahr. 2010 haben wir bis jetzt ebenfalls ein Besucherplus von 11%“, so Fock. Lediglich die bevorstehende WM macht Fock sorgen. „Das wird eine harte Zeit. Während der WM werden viele unserer Besucher wahrscheinlich nicht ins Kino gehen.“, so Fock. Grundsätzlich sieht er das Kino in Greifswald aber gut aufgestellt und hofft auf gute Besucherquoten nach der WM. Nach Unternehmensangaben geht es der Cinestar-Gruppe also inzwischen besser als im Januar 2009, wo über drastische Einschnitte in Mecklenburg-Vorpommerns Kinolandschaft <a href="http://www.webmoritz.de/2009/01/08/ist-greifswalds-kino-in-gefahr/">spekuliert worden war</a>.</p>
<h3>Günstig ins Kino</h3>
<p>Auf die Höhe der Eintritts-Preise angesprochen, verweist Fock auf die aktuellen Angebote des Kinos: „Wir bieten Vorteilsangebote. Das ist vor allem für Studenten interessant.“, so Fock.</p>
<p>Wer trotzdem nicht genug Geld für einen Kinobesuch hat, der sollte beim Sudoku-Rätsel bei den Kollegen vom MoritzMagazin mitmachen. Jeden Monat werden dort zwei mal zwei Kinokarten für das Cinestar Greifswald verlost. Eine weitere Alternative bieten das Mensa-Kino und das Kiste-Kino, die mit günstigen Preisen locken. Ebenfalls gibt es in Greifswald seit Jahren den <a href="http://www.kulturserver-mvp.de/home/filmclub-hgw/" target="_blank">Filmclub Casablanca</a>, der in regelmäßigen Abständen Filme vorführt.</p>
<p><strong>Links:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/RealD  " target="_blank">RealD (Wikipedia)</a></li>
<li><a href="http://www.cinestar.de/de/kino/greifswald-cinestar/" target="_blank">Cinestar Greifswald</a></li>
</ul>
<p>Bilder: Alexander Kendzia (Karte mit Material von Google Maps)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Max Manus&#8221;: Zynischer Mechanismus des Kriegsspiels</title>
		<link>http://www.webmoritz.de/2010/05/20/max-manus-zynischer-mechanismus-des-kriegsspiels/</link>
		<comments>http://www.webmoritz.de/2010/05/20/max-manus-zynischer-mechanismus-des-kriegsspiels/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 May 2010 19:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Zweiter Weltkrieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Schluss des Nordischen Klangs gab es mit dem norwegischen Kriegsfilm "Max Manus" noch einen filmischen Höhepunkt des Kulturfestivals.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Ein Beitrag von Christopher Denda</em></p>
<div id="attachment_34851" class="wp-caption alignright" style="width: 189px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/max-manus-filmplakat.jpg"><img class="size-medium wp-image-34851 " title="max-manus-filmplakat" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/max-manus-filmplakat-179x250.jpg" alt="" width="179" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Filmplakat</p></div>
<p>Gegen Ende des Nordischen Klangs gab es am vergangenen Freitag noch einmal ein richtiges Highlight im Cinestar Greifswald zu bestaunen. Der in Norwegen überaus beliebte und sogar als bester Nicht-englischsprachiger Film für den Oskar vorgeschlagene Film „Max Manus“ wurde in zwei Vorstellungen in Originalsprache mit deutschen Untertiteln gezeigt.</p>
<p>Die Handlung des Films basiert auf zwei autobiografischen Büchern des im zweiten Weltkrieg als Untergrundkämpfer und Saboteur tätigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Manus" target="_blank">Max Manus</a> und nähert sich der Figur zunächst auf einer Handlungsebene: Max Manus (gespielt von Aksel Hennie) ist ein Mann, der nicht durch besondere Eigenschaften hervorsticht. Sein Handeln ist gezeichnet vom grundfesten Glauben an die Richtigkeit seines Tuns. Egal, ob er als Freiwilliger im Sowjetisch-Finnischen Winterkrieg 1939 teilnimmt oder als jugendlicher Kämpfer zu den Ersten im norwegischen Untergrund gehört, der sich aus der Ohnmacht um die Kapitulation Norwegens im Juni 1940 eher als  spontane Gegenreaktion bildet.<span id="more-34849"></span></p>
<p>Im Folgenden verfolgt der Film die linearen biografischen Stationen, wie der Flucht in den Untergrund, der militärischer Ausbildung in Schottland bei den Special Forces der Alliierten und Sabotageaktionen in der besetzten Heimat. Dabei wird die Figur zunächst auf geradezu propagandistische Höhe gehoben – ein geradliniger, königstreuer und patriotischer Kämpfer. Er wird geradewegs zum Saubermann hochstilisiert. Dabei handelt es sich um ein notwendiges dramaturgisches Mittel, um eine Fallhöhe für den sich allmählichen anbahnenden Perspektivwechsel zu schaffen.</p>
<div id="attachment_34854" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/max_manus_john_erling_blad_via_wikimedia.jpg"><img class="size-medium wp-image-34854" title="max_manus_john_erling_blad_via_wikimedia" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/max_manus_john_erling_blad_via_wikimedia-250x155.jpg" alt="" width="250" height="155" /></a><p class="wp-caption-text">Bei den Dreharbeiten in Oslo</p></div>
<p>Der Gegenspieler zu Max Manus ist der brutale Gestapo-Chef Siegfried Fehmer (Ken Duken; bekannt aus  <em>Zweiohrküken</em> und <em>Inglourious</em> <em>Basterds</em>); ein skrupellos kalkulierendes und erschreckend jugendliches Antlitz: Er betreibt die Ausrottung des Widerstandes mit einer geradezu besessenen Passion. Und je mehr Freunde und Kameraden fallen, desto enger wird der Fokus auf den zunehmend verbitterten Max…</p>
<p>Dessen großer innerer Konflikt fußt auf der Selbstbeschuldigung, den Tod der Freunde und Kameraden verschuldet zu haben. Als Max im sicheren Schweden tatenlos zusehen muss, wie Fehmer die im Land verbliebenen Freunde praktisch völlig vernichtet, bricht er auf der Stelle auf, um weitere Rettungs- und Sabotageaktionen zu starten. Antrieb ist nun seine Verzweiflung getreu dem Motto: „Lieber im Kampf sterben, als nichts tun.“ Kameramann Geir Hartly Andreassen visualisiert das Zerbrechen der rissigen Heldenfassade eindringlich, indem er unmerklich von Hochglanztableaus zur Handkamera wechselt.</p>
<p>Diese eigentliche Tragik treibt der Film auf die Spitze, als Max nach Kriegsende den inhaftierten Fehmer in der Zelle aufsucht. Fehmer reicht Max die Hand, um dem Sieger den Respekt zu bezeugen. Manus nimmt an und degradiert sich somit zum bloßen systemischen Antagonisten. Gegen Ende des Films wird Max Manus selbst klar, dass er, der zur Selbstaufopferung bereite Kämpfer bloß ein glücklicher Überlebender im zynischen Mechanismus des Kriegsspiels gewesen ist. Das Bewusstsein, nichts anderes zu können, als zu kämpfen, führt folgerichtig mit Kriegsende auch zum Wegfall des Existenzzwecks und zur schweren Identitätskrise.</p>
<p>Auffällig ist, dass sich die Figur nie vollständig öffnet, vielmehr bleiben die Einblicke in die Innenwelt nur bruchstückchenhaft. Diese letztendlich verunsichernde Undurchsichtigkeit verstärkt die Ambivalenz des Protagonisten und zeichnet ihn weniger in heroischem Format denn als normalen Menschen. Die relativierende Destruktion des Kämpfers durch den Mechanismus des Krieges vorzuführen ist denn auch die eigentliche Leistung von <em>Max Manus</em>.</p>
<h3>Trailer</h3>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/e5cAHcCLgmY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/e5cAHcCLgmY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Bilder: Filmplakat, John Erling Blad via wikimedia (Dreharbeiten).</p>
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		<title>„I’m with you in Rockland“ &#8211; Gedanken zur 60. Berlinale</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 13:18:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arvid Hansmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[A somewhat gentle man]]></category>
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		<category><![CDATA[Shutter Island]]></category>
		<category><![CDATA[Wenn ich pfeifen will]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Berlinale ist eines der renomiertesten Filmfestivals der Welt. Wie auch in den vergangenen Jahren berichtet Arvid-Hansmann für uns aus den Kinosäälen der Hauptstadt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn ich das Filmprogramm wieder nur in bruchstückhaften Auszügen wahrnehmen konnte, so schien darüber in diesem Jubiläumsjahr der Grundtenor von „Gefangenschaft“ und „Befreiung“ zu schweben. Sei es der konkrete Umgang mit der dem Motiv der Haftanstalt, oder die Skizzierung sozialer Normen und Schranken, gegen die die Protagonisten ankämpften, an denen sie scheiterten, die sie überwanden.</p>
<h3>„Und sperrt man mich ein</h3>
<h3>Im finsteren Kerker (&#8230;)“</h3>
<div id="attachment_31413" class="wp-caption alignright" style="width: 230px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/somewhat_gentle_man_skaarsgard-436x631-berlinale.jpg"><img class="size-full wp-image-31413 " title="somewhat_gentle_man_skaarsgard-220x318-berlinale" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/somewhat_gentle_man_skaarsgard-220x318-berlinale.jpg" alt="" width="220" height="318" /></a><p class="wp-caption-text">Filmplakat &quot;A somewhat gentle man&quot;</p></div>
<p>Der norwegische Wettbewerbsbeitrag „<em>En ganske snill mann</em>“ („<em>A somewhat gentle man</em>“) von Hans Petter Moland stellte dabei mit seinem grotesk-lakonischen Humor eine gewisse Ausnahme dar, da die tragische Situation des entlassenen Schwerverbrechers – so viel sei verraten – in einem gewissen „Happy End“ der Frühlingssonne ausklingt. Um dem Klischee zu folgen, dass Verbrecher meist „Ausländer“ seien, besetzte Moland die Hauptrolle mit dem Schweden Stellan Skarsgård, der hier in seiner gebrochenen Vaterfigur an den „Fluch der Karibik“ erinnert.</p>
<p>Den digitalen Arabesken aus untotem Seemannsgarn steht hier aber die nüchtern-realistische Welt Skandinaviens gegenüber, die jedoch mit ihren schrägen Charakteren und „desperate housewives“ ebenso zu Amüsement und Gruseln einlädt: Dieser Film ist wärmstens für den „Nordischen Klang“ zu empfehlen!</p>
<p>In puncto Realismus ging der Rumäne Florin Şerban in „<em>Eu cand vreu sa fluier, fluier</em>“ („<em>Wenn ich pfeifen will, dann pfeife ich</em>“) noch einen Schritt weiter. Für die Geschichte eines jugendlichen Sträflings, die fast ausschließlich in der Barackenlandschaft einer Zuchtanstalt mit „agrarischer Ausrichtung“ spielt, wurden teils echte „Knastbrüder“ und Wärter eingesetzt.<span id="more-31410"></span></p>
<p>Die Intimität mit der die beengte Lebenswelt des jungen Mannes (George Pişereanu) beleuchtet wird, führt einem den tagtäglichen Kampf um Essentialitäten vor Augen, denen wir augrund der vermeintlichen Selbstverständlichkeit kaum noch Beachtung schenken. Die Erniedrigung, die der Protagonist in Kauf nimmt, nur um sich ein Handy-Telefonat mit seinem kleinen Bruder zu erbitten, wirkt ähnlich intensiv, wie die Begegnung mit einer jungen Psychologiestudentin (Ada Cordeescu). Ebenso kalkulierbar wie die sexuelle Energie, die diese Konfrontation zweier Welten freisetzt, so menschlich-irrational wirkt der emotionale Ausbruch mit dem er sie als Geisel nimmt. Doch auch in den animalischsten Reaktionen werden hier Züge der Achtung des Gegenüber zum Vorschein gebracht. Während die Mithäftlinge den Flüchtenden grölend zur „Sache“ animieren, ist er bestrebt durch ein „Zeichen“ – auch wenn es nur eine gemeinsame Tasse Kaffee ist – einen Ritus zu schaffen, der als Erinnerung über den Nihilismus seiner Situation hinaus Bestand hat.</p>
<h3>„Dies alles sind nur</h3>
<h3>Vergebliche Werke (&#8230;)“</h3>
<div id="attachment_31417" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/killer_inside_me-405x270-revolution_films.jpg"><img class="size-full wp-image-31417 " title="killer_inside_me-250x167-revolution_films" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/killer_inside_me-250x167-revolution_films.jpg" alt="" width="250" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Kate Hudson, Casey Affleck - &quot;The Killer Inside Me&quot;</p></div>
<p>Gerade zu reziprok dazu scheint „<em>The killer inside me</em>“ von Michael Winterbottom zu sein – den ich mir nicht antat. Während der Brite zuvor seinen Realismus nutzte, um politische Missstände anzuprangern („<em>The road to Guantanamo</em>“, 2006), hat er sich hier darauf konzentriert, den Sadismus eines amerikanischen Polizisten (Casey Affleck) in den 1950er Jahren zu sezieren. Da die Geschichte von Jim Thompson 1976 schon einmal verfilmt wurde, scheint diese Drastik, unter der auch die nette Jessica Alba zu leiden hat, als vermeintliches „innovatives Moment“ betrachtet zu werden – doch dem Hoffen auf den kathartischen Effekt steht die latente Gefahr der Trivialisierung, oder gar Übernahme der Gewalt gegenüber. (Dazu ein Zitat eines Kommilitonen: „<em>Filme machen nicht verrückt, aber Verrückte kreativer.</em>“)</p>
<p>Auch wenn mir das Schicksal des Protagonisten nicht bekannt ist, so scheint er doch ein idealer Kandidat für die mysteriöse Anstalt in Martin Scorseses „<em>Shutter Island</em>“ zu sein. Die hier wieder routinierten Sehgewohnheiten Hollywoods geben in der anfänglichen Konstellation, auch visuell, direkte Bezüge zu Jean-Jacques Annauds „<em>Der Name der Rose</em>“, die dann jedoch in einer Dekonstruktion begriffen sind, die sich nur bedingt wieder zu einem stimmigen neuen Bild zusammensetzen lässt.</p>
<div id="attachment_31444" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/howl-405x269-berlinale.jpg"><img class="size-full wp-image-31444" title="howl-250x166-berlinale" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/howl-250x166-berlinale.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">James Franco in &quot;Howl&quot;</p></div>
<p>Während hier die überladene Mehrschichtigkeit – sei es bewusst oder unbewusst – zur Verwirrung führt, mag die Parallelität der einzelnen Handlungsstränge in „<em>Howl</em>“ („<em>Geheul</em>“) von Rob Epstein und Jeffrey Friedman zunächst etwas nüchtern erscheinen. Die Rezitation dieses epischen Gedichtes durch den Autor Allen Ginsberg (gespielt von James Franco) in einem verrauchten Club wird mit einem späteren Interview sowie einer Gerichtsverhandlung über die vermeintliche Obszönität des Werkes verwoben, wobei jeder Teil als eigenständiges Narrativ stehen bleibt. Als eine vierte Ebene kommt jedoch eine computeranimierte Illustration der rezitierten Zeilen hinzu. Man mag es als Errungenschaft des digitalen Zeitalters oder als Verlust des literarischen Abstraktionsvermögens bewerten, wenn die ebenso plastischen, wie transzendentalen Zeilen in ekstatischen Bildern hervorbrechen. Ihre Homosexualität mag zwar etwas befremden, jedoch bewegen sie in ihrer, von kulturell-religiöser Tiefe durchdrungenen, Sehnsuchtsbekundung das Herz jeden Romantikers.</p>
<p>Mit diesem dritten Beitrag zu den amerikanischen 1950er Jahren wird deren Übergang vom kommunikativen zum kulturellen Gedächtnis manifestiert. Die hier aufgezeigte geistig-soziale Welt macht einem die direkten Traditionslinien in eine Zeit deutlich, die uns Deutschen längst in verklärte Sphären entschwunden ist: die urbane Kultur der „Goldenen 20er“.</p>
<p><a href="http://www.webmoritz.de/2010/03/07/„i’m-with-you-in-rockland“-gedanken-zur-60-berlinale/2/" target="_self">(weiter im text und zur Berlinale-Galerie auf der nächsten Seite</a>)</p>
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		<item>
		<title>Shutter Island &#8211; Aus der Sicht eines Psychologen</title>
		<link>http://www.webmoritz.de/2010/03/04/shutter-island-aus-der-sicht-eines-psychologen/</link>
		<comments>http://www.webmoritz.de/2010/03/04/shutter-island-aus-der-sicht-eines-psychologen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 12:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandro Teuber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Leonardo DiCaprio]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Scorsese]]></category>
		<category><![CDATA[Shutter Island]]></category>

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		<description><![CDATA[Martin Scorsese neuer Film "Shutter Island" feierte vor Kurzem auf der Berlinale seine Weltpremiere. Seit letzter Woche läuft er regulär in den deutschen Kinos.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gab schon einige Filme über Psychiatrien. Nun setzt <a href="http://www.imdb.de/name/nm0000217/" target="_blank">Martin Scorsese</a> eins drauf mit diesem dunklen <a href="http://www.imdb.de/title/tt1130884/" target="_blank">Psycho-Thriller</a>, über eine auf einer Insel gelegene &#8220;Nervenheilanstalt&#8221;. Der Plot, welcher in den 50ern spielt rollt alsbald auch fast alle Klischees über &#8220;Verrückte&#8221; und die dazugehörigen Anstalten in altbekannter Weise aus.</p>
<p>Aber erstmal ganz gemächlich der Reihe nach:  Der US-Marshal Edward „Teddy“ Daniels, gespielt von <a href="http://www.imdb.de/name/nm0000138/" target="_blank">Leonardo DiCaprio</a>, untersucht mit seinem Partner Chuck Aule (<a href="http://www.imdb.de/name/nm0749263/" target="_blank">Mark Ruffalo</a>) das Verschwinden der Patientin Rachel Solando aus einer, heute würden wir sagen, Forensischen Anstalt. Hier werden Menschen untergebracht, die für sich oder für Andere eine Gefahr darstellen. Die Insassen sind keine Gefangenen sondern Patienten.</p>
<h3>Handlung mit Längen</h3>
<div id="attachment_31389" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/shutter_island_300x200.jpg"><img class="size-full wp-image-31389 " style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="shutter_island_300x200" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/shutter_island_300x200.jpg" alt="Le" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Leonardo DiCaprio, Ben Kingsley und Mark Ruffalo im Gespräch</p></div>
<p>Ob man davon auch auf einer Insel sprechen kann sei dahingestellt. Zurück zum Film. Diese, auf der Insel &#8220;Shutter Island&#8221;, vor Massachusetts gelegene  &#8220;Nervenheilanstalt&#8221;, wird beim Eintreffen der FBI Marshalls von einem Sturm heimgesucht, der verhindert, dass die zwei die Insel verlassen können und die Zwei müssen so zwangsweise ihre Ermittlungen fortsetzen. Mit jeder Szene wird Edwards misstrauischer, niemand scheint die Wahrheit zu sprechen.  Auch er selbst nicht. Denn eigentlich ist Edward wegen jemand ganz anderen auf die Insel gekommen. Edward vermutet den Mörder seiner Frau auf dieser Insel.</p>
<p>Aha. Sehr plausibel. Liest sich für mich nach einem zweitklassigem  Roman. So ist es auch. Scorsese entnahm diese Handlung vom gleichnamigen Roman des US-amerikanischen Schriftstellers Dennis Lehane. Da hat er sichs zu leicht gemacht, denn die Handlung hat vor allem im Mittelteil ihre Längen. Merkbar auch beim Greifswalder Publikum, das unbedingt in den stillsten Momenten für Unruhe sorgte. Mein Tipp: Lieber in der Nachtvorstellung oder alleine gucken.<span id="more-31387"></span></p>
<p>Die Handlung kann auch im Ganzen nicht überzeugen und bleibt weit hinter der Leistung von Leonardo DiCaprio, der hier zu Höchstform aufläuft, zurück. Leider vermögen er sowie die anderen hochkarätigen Nebendarsteller (Ben Kingsley, Max von Sydow) dieses Manko nicht auszugleichen. Vieles bleibt auf einem Klischeehaften Niveau, spiegelt sich in den Vorurteilen des Zuschauers und erhebt nie den Anspruch wirklich Neues zu zeigen.</p>
<h3>Gezielte Desinformation</h3>
<p>Aus psychologischer Sicht trägt dieser Film leider weiter zur gezielten Desinformation bei. Hollywood hat ganze Batterien an Beratern für Science-Fiction oder historische Filme. Wenn es aber um &#8220;alltägliches&#8221; wie psychische Krankheiten geht, wird einfach hingeklatscht, was an Stereotypen zu finden ist.</p>
<div id="attachment_31395" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/shutter_island2_300x200.jpg"><img class="size-full wp-image-31395 " style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="shutter_island2_300x200" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/shutter_island2_300x200.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Leo mit seinem &quot;Chef&quot; im Gespräch</p></div>
<p>Es werden bunt Krankheitsbilder hin und her gewürfelt, von Schizophrenie zu Depression und Drogenabhängigkeit. Und alle diese Krankheitsbilder müssen herhalten für irgendwelche bestialischen Taten. Nein! So funktioniert das nicht. Die Verkürzung: Krankheit = bestialische Mörder läuft ins Leere und gehört ins Antiquariat der Filmhandlungen. Ich meinerseits warte auf einen Film, der die Person und die Krankheit als Ganzes versucht zu erfassen. Oder gibt es den schon?</p>
<p>Eines möchte ich aber festhalten. Kamera und Schnitt sind hervorragend. Scorsese und sein Kameramann fangen die bedorhliche Kulisse wunderbar kalt und Dunkel ein. Der Schnitt und die Musik bedrängen einen förmlich mit Schauern und Frösteln.</p>
<p>Leider &#8211; und da bleibt der fade Nachgeschmack &#8211; hat dieser Film nichts Neues zu sagen. Die Wendungen, das Thema, die Handlung. Alles schon mal da gewesen.  Wer einen Film über Psychatrien sehen möchte, dem sei mal wieder &#8220;Einer flog übers Kuckucksnest&#8221; oder &#8220;K-PAX&#8221; ans Herz gelegt. Wer sich richtig gruseln möchte, schaut sich mal wieder &#8220;Sieben&#8221; an. Wer schaurig schöne Filmaufnahmen und auch einen grandiosen Leonardo DiCaprio sehen möchte, der geht ins Kino zu &#8220;Shutter Island&#8221;.</p>
<p><strong>Links:</strong></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Shutter_Island_%28Film%29">Wikipedia</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=7IJaLW6tu-I" target="_blank">Trailer</a></p>
<p><a href="http://www.shutterisland.com/#/home" target="_blank">Film HP</a></p>
<p><strong>Bilder:</strong></p>
<p>Pressefotos Concorde Filmverleih (nicht unter CC-Lizenz)</p>
<p>Logo &#8211; Jakob Pallus</p>
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		<item>
		<title>Das  Magazin &#8211; am Puls der Stadt</title>
		<link>http://www.webmoritz.de/2010/01/27/das-magazin-am-puls-der-stadt-3/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 15:15:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>radio 98eins</dc:creator>
				<category><![CDATA[on air check]]></category>
		<category><![CDATA[radio 98eins]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[gewinnen]]></category>
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		<category><![CDATA[Kreidgebietsreform]]></category>
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		<category><![CDATA[Sherlock Holmes]]></category>
		<category><![CDATA[Surrogates]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Abend erwartet euch in der Sendung ein Bericht über die Kreisgebietsreform. Was in und um Greifswald aktuell noch passiert ist, erfahrt ihr in den Spotlights. In unser Rubrik Lichtspiel stellt euch unser Kinoexperte den neuen Film mit Bruce Willis &#8220;Surrogates&#8221; vor. Zudem bekommt ihr eine Einschätzung für den Film &#8220;Sherlock Holmes&#8221;. Für diesen Film [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Abend erwartet euch in der Sendung ein Bericht über die Kreisgebietsreform. Was in und um Greifswald aktuell noch passiert ist, erfahrt ihr in den Spotlights.<br />
In unser Rubrik Lichtspiel stellt euch unser Kinoexperte den neuen Film mit Bruce Willis &#8220;Surrogates&#8221; vor. Zudem bekommt ihr eine Einschätzung für den Film &#8220;Sherlock Holmes&#8221;. Für diesen Film könnt ihr Karten gewinnen. Alles was ihr tun müsst, ist ab 19.00 Uhr &#8220;Das Magazin&#8221; hören und im richtigen Moment anrufen. </p>
<p>Zu hören sind wir auf 98, 1 oder über Livestream unter www.98eins.de</p>
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		<item>
		<title>Das Kabinett des Dr. Parnassus</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 16:59:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten Schönebeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Das Kabinett des Dr. Parnassus]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Heath Ledger]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Gilliam]]></category>

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		<description><![CDATA["Das Kabinett des Dr. Parnassus" ist endlich der große Wurf, den man Regisseur Terry Gilliam schon seit dreißig Jahren zugetraut hat. Das liegt vor allem daran, dass er die Schwächen seines Werks annimmt statt sie zu vertuschen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ehemalige Monty-Python-Mitglied Terry Gilliam hat mit „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ seine fünfzehnte Regie-Arbeit abgeliefert. Filme wie „Brazil“ oder „Tideland“ erfreuen sich in Amerika und Europa einer eingeschworenen Fangemeinschaft, für Kassenschlager ist Gilliam allerdings nicht bekannt. Der Regisseur hat sich zudem einen Namen damit gemacht, dass er mit seinen Projekten vom Pech verfolgt scheint und hat es sogar schon zu einem Dokumentarfilm über sein gescheitertes Projekt „The Man Who Killed Don Quixote“ gebracht.</p>
<div id="attachment_30762" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/gilliam-800x533-concorde_kein_cc.jpg"><img class="size-full wp-image-30762 " title="gilliam-250x351-concorde_kein_cc" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/gilliam-250x351-concorde_kein_cc.jpg" alt="gilliam-250x351-concorde_kein_cc" width="200" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Vom Pech verfolgt: Regisseur Terry Gilliam</p></div>
<p>Auch „Parnassus“ stand kurz vor dem Aus, als inmitten der Dreharbeiten Hauptdarsteller Heath Ledger an einer Überdosis Tabletten verstarb. Doch schließlich entschloss sich Terry Gilliam, das Drehbuch abzuwandeln und seinen Hauptdarsteller in einigen Szenen durch dessen Freunde Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell zu ersetzen.</p>
<h3>Unsterbliche Spieler &#8211; Die Handlung des Films</h3>
<p>Dr. Parnassus (Christopher Plummer) hat ein etwas ungewöhnliches Hobby: Er spielt mit dem Teufel (Tom Waits). Vor eintausend Jahren gewann Parnassus Unsterblichkeit. Als er sich im Werben um eine Frau noch einmal der Fähigkeiten des Leibhaftigen bediente, musste er versprechen, dass jedes künftige Kind mit Vollendung des sechzehnten Lebensjahres an „Mr. Nick“, wie Parnassus ihn nennt, übergeben wird.</p>
<p>In der Gegenwart ist der alte, aber unsterbliche Mann mit einer Schaustellertruppe unterwegs und präsentiert sein magisches Kabinett. Darin ringen er und Mr. Nick um die Seelen der Freiwilligen die es betreten. Die werden mit ihren Träumen, aber auch mit Ängsten und Lastern konfrontiert. Je nach dem, wie sie sich entscheiden, überleben sie ihren Ausflug nicht oder kommen geläutert aus dem Kabinett.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/MC2LhOlN3hM" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/MC2LhOlN3hM"></embed></object></p>
<p>Parnassus verliert zunehmend das Interesse an seiner eigenen unsterblichen Existenz. Auch das Leben anderer Menschen, mit Ausnahme seiner Tochter Valentina (Lily Cole), spielt für ihn immer weniger eine Rolle. Umso öfters gelingt es Mr. Nick, die Schaulustigen im Kabinett zu behalten. Als Parnassus Schaustellertruppe unter einer Brücke einen halbtoten Fremden (Heath Ledger) findet, nehmen und päppeln sie ihn auf.</p>
<p>Gleichzeitig naht der 16. Geburtstag von Valentina und der Teufel bietet eine neue Wette an: Wer zuerst fünf Seelen auf seine Seite zieht, bekommt Parnassus Tochter. Der Fremde, der sich weder an seinen Namen noch an seine mysteriöse Vergangenheit erinnern kann, will Parnassus helfen und die Tochter des alten Mannes retten.</p>
<h3>Die Schwächen konsequent genutzt</h3>
<div id="attachment_30757" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/parnassus-565x423-concorde_nicht_cc.jpg"><img class="size-full wp-image-30757 " title="parnassus-250x170-concorde_nicht_cc" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/parnassus-250x170-concorde_nicht_cc.jpg" alt="parnassus-250x170-concorde_nicht_cc" width="250" height="170" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Parnassus (l., Christopher Plummer) und Mr. Nick (Tom Waits) sind wahre Spielernaturen</p></div>
<p>Fantasyfilme kranken oft an ihrer mangelnden Charakterentwicklung. Bei „Parnassus“ ist das nicht anders, doch die Macher haben aus der Not eine Tugend gemacht und setzen konsequent auf die Geschichte und die Beziehungen der agierenden Figuren zueinander. Keiner der Schauspieler schafft es dadurch, sich in den Vordergrund zu spielen, was dem Film spürbar gut tut. Heath Ledger setzt kleine Glanzpunkte, doch der Schauspielerwechsel bremst seine Figur noch rechtzeitig aus, bevor er sich zu sehr exponiert. Auch Tom Waits als Teufel ist absolut sehenswert, Christopher Plummer (Dr. Parnassus) hat es mit seiner titelgebenden Rolle schwer, schlägt sich aber passabel. Seine Rolle ist mehr als roter Faden denn als treibende Kraft angelegt.</p>
<p>Auch die Geschichte selbst balanciert auf einem schmalen Grad, auch hier beweist das Team allerdings Präzision und Sicherheit. Natürlich kann man kritisieren, dass nicht jedes Detail der Story aufgeklärt wird, damit entgeht der Film aber der Gefahr einer zu langen Laufzeit. Zu keinem Zeitpunkt wird die Geschichte langweilig.</p>
<p>Heath Ledgers letzter, ist möglicherweise Gilliams bester Film, schafft er es doch diesmal nicht nur, den Zuschauer mit surrealen Fantasien zu beindrucken, sondern ihn  auch wirklich mitzunehmen in die Welt seiner Geschichte. „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ ist vielleicht kein Meisterwerk, aber mit Sicherheit hochgradig sehenswert.</p>
<p><strong>Bilder:</strong></p>
<p>Pressefotos Concorde Filmverleih (nicht unter CC-Lizenz)</p>
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		<title>Französische Woche im Greifswalder Kino</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 17:07:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten Schönebeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Cinestar]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Cinestar lädt ab Freitag wieder zur Woche des französischen Films und präsentiert drei Werke aus dem Nachbarland. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 22. Januar startet im Greifswalder Cinestar in der Dompassage die schon traditionelle französische Filmwoche. Drei Produktionen des westlichen Nachbarn (teilweise in Kooperation mit anderen Ländern) werden in Originalsprache mit deutschen Untertiteln gezeigt.</p>
<div id="attachment_30574" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/train_of_life-404x600-paramount.jpg"><img class="size-full wp-image-30574" title="train_of_life-250x371-paramount" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/train_of_life-250x371-paramount.jpg" alt="train_of_life-250x371-paramount" width="250" height="371" /></a><p class="wp-caption-text">Englisches Filmplakat von &quot;Train de vie&quot;</p></div>
<h3>Train de vie</h3>
<p>Den Anfang macht am Freitag die Tragikkomödie &#8220;Train de vie&#8221; (Zug des Lebens) aus dem Jahr 1998 &#8211; der Debütfilm des französisch-rumänischen Regisseurs Radu Mihaileanu. Darin geht es um die fiktive Geschichte eines kleinen osteuropäischen Örtchens im Jahre 1943. Um der Deportation der jüdischen Bevölkerung durch die Nazis zu entgehen entwickeln die Bewohner einen tollkühnen Plan. Mit einem falschen Deportationszug wollen sie über die Sowjetunion nach Palästina fliehen. Auf dem Weg nach Russland werden sie sowohl von Nazis und Widerstandskämpferngleichermaßen in Bedrängnis gebracht und auch im Zug selbst geraten die Emotionen in Wallung. Der Film gewann Publikumspreise in Cottbus und Salt Like City (Sundance Film Festival) sowie den goldenen Löwen von Venedig als bester Debütfilm.</p>
<p><em>&#8220;Train de vie&#8221; läuft am Freitag und Sonntag um 20:15 Uhr, Montag um 9:30 Uhr, Dienstag um 9 Uhr und am Mittwoch um 17 Uhr.</em></p>
<h3>Mon meilleur ami<em><br />
</em></h3>
<p>Ab Sonntag läuft in insgesamt fünf Vorstellungen die Komödie &#8220;Mon meilleur ami&#8221; (Mein bester Freund). Der bekannte französische Autorenfilmer Patrice Leconte erzählt darin die Geschichte des Antiquitätenhändlers Francois (Daniel Auteuil), der seit Jahren seine Arbeit vor sein Privatleben stellt. Dementsprechend wird ihm zu Beginn des Films klar, dass sämtliche seiner vermeintlichen Freunde wohl eher Bekannte oder Geschäftspartner sind. Nach einer Wette mit seiner Kollegin muss Francois schnellstmögliche echte Freundschaften schließen. Mit seinem Grundsatz &#8220;Bei Geld fängt die Freundschaft an&#8221; kommt er jedoch nicht weit. Also engagiert er den gebildeten wie überall beliebten Taxifahrer Bruno (Dany Boon &#8211; Willkommen bei den Sch&#8217;tis) um ihm zu zeigen wie man Freunde gewinnt.<span id="more-30558"></span></p>
<p><em>&#8220;Mon meilleur ami&#8221;, der vor allem in Italien mit vielen Auszeichnungen bedacht wurde, läuft am Sonntag um 17:15 Uhr, Montag um 9 Uhr, 11 Uhr und 17:15 Uhr und am Dienstag um 9:30 Uhr.</em></p>
<div id="attachment_30591" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/ilyalongtempsquejetaime-500x667-alamode_keincc.jpg"><img class="size-full wp-image-30591" title="ilyalongtempsquejetaime-250x333-alamode_keincc" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/ilyalongtempsquejetaime-250x333-alamode_keincc.jpg" alt="ilyalongtempsquejetaime-250x333-alamode_keincc" width="250" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Filmplakat &quot;Il Y A Longtemps Que Je T&#39;aime&quot;</p></div>
<h3>Il y a Longtemps Que Je T&#8217;aime</h3>
<p>Den Abschluss bildet ab Montag &#8220;Il y a Longtemps Que Je T&#8217;aime&#8221; (So viele Jahre liebe ich dich) von Regisseur Philippe Claudel: Juliette (Kristin Scott Thomas) hat 15 Jahre als verurteilte Kindsmörderin im Gefängnis gesessen.  Ihre jüngere Schwester Léa (Elsa Zylberstein) nimmt sie bei sich und ihrer Familie auf. Ihr Mann Luc (Serge Hazanavicius) ist davon gar nicht nicht begeistert, zumal seine emotional verschlossene Schwägerin ein auffällig gutes Verhältnis zu ihren beiden kleinen Nichten aufbaut. Juliette versucht entgegen ihrer eigenen aber auch der familiären und gesellschaftlichen Vorbehalte ihr Leben neu zu Beginnen.</p>
<p>Der Film und seine Hauptdarstellerinnen erhielten Nominierungen für den César, den europäischen Fillmpreis und den Golden Globe Award. <em></em></p>
<p><em>Das Cinestar zeigt &#8220;Il Y A Longtemps Que Je T&#8217;aime&#8221; am Montag um 9 Uhr und um 20:15 Uhr, am Dienstag um 11 Uhr und Mittwoch um 20:15 Uhr.</em></p>
<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>
<p><a href="http://cinestar.de/de/kino/greifswald-cinestar/" target="_blank">Cinestar Greifswald</a></p>
<p><strong>Bilder</strong></p>
<p>Filmplakat &#8220;Train of Life&#8221; &#8211; Paramount Pictures via wikimedia (nicht CC-Lizenz)</p>
<p>Filmrolle (Startseite) &#8211; Frieder Knabe via jugendfotos.de</p>
<p>Filmplakat &#8220;Il Y A Longtemps Que Je T&#8217;aime&#8221; &#8211; <span>Alamode Filmverleih </span>(nicht CC-Lizenz)</p>
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		<title>Ein Hoch auf die Freundschaft: „Friendship!“ von Markus Goller</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 16:36:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Fratzke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Friendship]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Schweighöfer]]></category>

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		<description><![CDATA[20 Jahre nach der Wende haben Ost-West-Klischees im Kino Hochkonjunktur. "Friendship" mit Matthias Schweighöfer und Friedrich Mücke kann jedoch deutlich mehr...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, mit der Ost-West-Thematik wird man nicht erst seit dem Mauer-Jubiläum überschwemmt. Ein Kinofilm, der wie der Trailer zu „Friendship!“ zeigt, kaum ein DDR-Klischee auslässt, könnte dementsprechend anstrengend werden. Überraschender Weise ist „Friendship!“ doch viel mehr als nur ein Film mit aufgewärmten Ossi-Witzen. Es ist eine Ode an die Freundschaft.</p>
<h3>Go West!</h3>
<div id="attachment_30528" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-30528" title="friendship-250x265-sony_pictures" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/friendship-250x265-sony_pictures.jpg" alt="friendship-250x265-sony_pictures" width="250" height="265" /><p class="wp-caption-text">Gestrandet in New York Tom (Matthias Schweighöfer, l.) und Veit (Friedrich Mücke)</p></div>
<p>Die Geschichte ist schnell erzählt. Zwei junge Männer, Anfang 20, zieht es kurz nach der Wende zum  „westlichsten Ort der Welt“: zur Golden-Gate Brücke in San Francisco. Doch das Begrüßungsgeld reicht nur bis nach New York. Von dort aus schlagen sich Tom (Matthias Schweighöfer) und Veit (Friedrich Mücke) quer durch das Land. Auf dem Weg Richtung Westen sehen die Protagonisten Land und Leute, erleben Lustiges, Schräges und Schönes. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit: Produzent Tom Zickler trieb es zusammen mit seinem besten Freund nach der Wende in die USA.</p>
<p>„Friendship!“ ist ein gelungenes Road-Movie. Neben wunderschönen Landschaftsaufnahmen, einem gelungenen Soundtrack und den authentischen Hauptdarstellern gibt es zahlreiche amüsante Anekdoten, die die beiden erleben. Angefangen von ihren kaum vorhandenen Englischkenntnissen bis hin zu den verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten. Sie fälschen beispielsweise Mauerreste und verkaufen diese oder strippen in voller „Kommunisten“-Montur in Las Vegas. Schnell greift der Film wieder zu einigen Klischees – sowohl was Tom und Veit, als auch die Darstellung der US-Amerikaner betreffit. Mit einigen Klischees wird aber auch gespielt: Beispielsweise müssen die beiden Protagonisten überraschend feststellen, dass nicht alle Amerikaner nur Englisch sprechen.<span id="more-30185"></span></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ZG9seh0FvSA" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/ZG9seh0FvSA"></embed></object></p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Über alle Hindernisse hinweg hält die Freundschaft zwischen Tom und Veit, trotz Geldsorgen und einer Frau, die zwischen beiden steht. In „Friendship!“ geht es darüber hinaus auch um die Familie und um Heimat. Der Film lässt als Fazit zu, dass egal ist, was kommt. Die Schulter eines guten Freundes ist immer zum Anlehnen da.</p>
<p>Ein sehenswerter Film, der sich trotz bekannter Ost-West-Thematik lohnt. Vor allem, wenn man ihn mit einem guten Freund sieht.</p>
<p><strong>Bilder:</strong></p>
<p>Sony Pictures/ <a href="http://www.friendship-derfilm.de" target="_blank">Website des Films</a></p>
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