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	<title>webMoritz.de &#187; Lubmin</title>
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	<description>webMoritz.de ist das studentische Onlineportal für und von Studenten der Universität Greifswald. Hier erfahrt ihr täglich Infos über Greifswald, Kultur, Uni und Politik. Unser podcast hält Euch auf dem Laufenden. Jede Folge könnt ihr natürlich auch online kommentieren.. Mitmachen ist erwünscht... Viel Spaß!!</description>
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		<title>Strände im Visier</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 13:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Wagner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Über den Tellerrand]]></category>
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		<description><![CDATA[Der webMoritz hat die Strände der Umgebung näher unter die Lupe genommen. Besucht wurden Badestellen in Eldena, Wampen, Loissin, Lubmin an der Boddenküste und Zinnowitz auf Usedom.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Wochen ist nun schon vorlesungsfreie Sommerzeit. Wem bei 25 Grad, blauem Himmel und Sonnenschein nicht danach ist, in der stickigen Bibliothek zu lernen oder Hausarbeiten zu schreiben, der oder die wird sicherlich etwas anderes mit der Zeit anfangen wollen.</p>
<p>Die einen fahren in den Urlaub, andere bleiben hier, unternehmen Tagesausflüge, erkunden das Land oder fahren an den Strand. Vielen Studierenden dürfte die eine oder andere hier im Strandtest vorgestellte Badestelle bereits bekannt vorkommen. Es wurden ausschließlich Strände aus der nähren Umgebung unter die Lupe genommen. Der am nächsten gelegene Strand ist Eldena.</p>
<h3>Zwischen Kloster und Fischerdorf: Strandbad Eldena</h3>
<div id="attachment_40555" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/08/Kloster_Eldena_im_Mai-wikipedia.jpg"><img class="size-medium wp-image-40555" title="Kloster_Eldena_im_Mai-wikipedia" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/08/Kloster_Eldena_im_Mai-wikipedia-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Nur einen Steinwurf vom Strand in Eldena entfernt, liegt das Kloster</p></div>
<p>Der Boddenstrand liegt zwischen dem Kloster Eldena und dem Fischerdorf Wieck. Mit dem Fahrrad fährt man etwa zwanzig Minuten. Im Gegensatz zu den übrigen vorgestellten Stränden muss für diesen bezahlt werden. 1,50 Euro muss man löhnen, wenn man Studierender ist und in das kühle Nass springen will.</p>
<p>Nachdem ein Damm als Schutz vor Sturmfluten quer über das Strandareal aufgeschüttet wurde, hat das Bad leider einiges an Flair einbüßen müssen. Während es zuvor einen breiten Strandstreifen gab, der dann in kleinere Baumgruppen mündete, muss man nun erst einmal über den Deich um an den Strand zu gelangen. Daher wirkt alles sehr künstlich angelegt. Dennoch, zum Sonnen und Beachvolley-Ball spielen ist Eldena auf jeden Fall geeignet.</p>
<p>Wem es nichts ausmacht, durch einen Algenteppich zu schwimmen, der kommt auch hier voll auf seine Kosten. Der Weg, bis man wirklich schwimmen kann, ist jedoch ausgesprochen weit. Dennoch: Wenn man wenig Zeit hat, aber zwischendurch oder am Abend mal am Strand entspannen will, lohnt sich Eldena auf jeden Fall.</p>
<h3>Wampen &#8211; Strand im Naturschutzgebiet</h3>
<p>In entgegengesetzter Richtung ist in Wampen im Naturschutzgebiet noch ein weiterer Strand gelegen. Geld muss man hier nicht bezahlen. Dafür gibt es auch keinen Imbisswagen, ein Rettungsturm fehlt genau so, wie Beach-Volleyball-Plätze. Dafür bekommt man hier besonders viel Natur geboten. Vom Dorf aus muss noch eine etwa 500 Meter lange Strecke über einen Feldweg und anschließend über einen schmalen Trampelpfad durch Wildwuchs zurück gelegt werden. Der Sand ist etwas steiniger, als in Eldena. Da der Strand relativ weit abgeschieden liegt, ist er auch nicht ganz so voll, wie die meisten anderen.</p>
<p>Badegäste sind jedoch nicht nur Menschen und &#8211; was auch recht oft vorkommt &#8211; Hunde, man kann hin und wieder auch einmal sehen, wie Reiterinnen und Reiter ihren Pferden eine Abkühlung gönnen. Insgesamt strahlt der Wampener Strand mit Umgebung sehr viel Ruhe aus, wenngleich es durch die emsig umher fliegenden Vögel aus dem in unmittelbarer Nähe gelegenen Naturschutzgebiet keineswegs leise ist. Fürs Entspannen, Lernen und FKK ist Wampen bestens geeignet. Im Wasser sollte man aber schon hin und wieder mal aufpassen und nicht zu schnell rein rennen. Andernfalls kann es passieren, dass man über eines der zwei im Wasser liegenden Rohrleitungen stolpert. Am Uferrand sind zahlreiche Algen angeschwemmt. Das Wasser ist jedoch größtenteils von Algen befreit. Von Greifswald aus braucht man über Neuenkirchen nach Wampen etwa 20 Minuten bis eine halbe Stunde zum Strand.</p>

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<p>Mit einer kleinen Steilküste ausgestattet ist hingegen der Strand von Loissin, zwischen Ludwigsburg und Lubmin gelegen. Mit dem Rad fährt man eine halbe bis dreiviertel Stunde. Der Sand ist nicht gerade der Feinste, das Wasser auch nicht am Klarsten. Dafür ist es nun mal ein Naturstrand und wird mit einer reizvollen Umgebung belohnt. Und sollte es doch einmal so warm sein, dass man krebsrot gebrannt wird, kann man sich ohne weiteres für kurze Zeit in eines der vielen schattigen Plätze unterhalb des Hanges zurück ziehen. Oberhalb des Hanges führt vom Zeltplatz ausgehend ein schmaler Weg in Richtung Ludwigsburg. Aufgrund der Verwildertheit wäre es unangemessen, diesen Weg als Strandpromenade zu bezeichnen. Für einen kleinen Naturspaziergang ist er hingegen bestens geeignet.</p>
<h3>Lubmin &#8211; einziges Seebad an der Boddenküste</h3>
<p>Nur wenige Kilometer weiter südöstlich gelegen ist das hier in der Umgebung vermutlich bekannteste Strandbad: Lubmin. Wer besonders viel Zeit hat, kann auch in Loissin baden gehen und dann immer die Küste entlang nach Lubmin laufen, schließlich sind beide Strände miteinander verbunden. Unterwegs werden die Strände in Gahlkow, Vierow sowie der dortige Hafen durchstreift. Lubmin kann sich zurecht mit stolz als das einzige Seebad entlang der Ostseeküste bezeichnen. Das Dorf kann mit einer Strandpromenade zum Flanieren, zahlreichen Restaurants, Cafes und Bäderarchitektur aufwarten. Der Strand ist sehr weitläufig und auch während der Hochsaison nicht so überfüllt, wie mancher &#8220;richtiger&#8221; Ostseestrand. Der Sand ist sehr weich, das Wasser algenfrei. Mehrere Beachvolleyball-Felder sind am Strand aufgebaut. Lubmin ist auch der einzige Ort an der Boddenküste mit einer Seebrücke. Von hier aus kann man einen Blick übers Meer nach Rügen schweifen lassen.</p>
<h3>Blick über den Peenestrom: Strand in Zinnowitz auf Usedom</h3>
<p>Die zweitgrößte Insel Mecklenburg-Vorpommerns soll nun auch unter die Lupe genommen werden. Die Wahl fiel auf Zinnowitz. Eine Anfahrt mit dem Auto ist zur Zeit alles andere als empfehlenswert &#8211; es sei denn, man fährt besonders frühzeitig los. Mit der Bahn lässt es sich deutlich entspannter, bequemer und zudem auch umweltfreundlicher nach Usedom fahren. Die Usedomer Bäderbahn (UBB) fährt von Greifswald im Zweistundentakt auf die Insel. In Zinnowitz angekommen, empfängt dem Besucher ein hübsch gestalteter Bahnhof, indem ein kleines Museum untergebracht ist. Über eine lange Allee läuft man anschließend &#8211; an zahlreichen Hotels, Restaurants, Pensionen und Cafès vorbei &#8211; zum Strand. Dieser ist insbesondere um die Mittagszeit und frühe Nachmittagszeit außerordentlich gut belegt. Wie die Ölsardinen wird hier Seite an Seite gelegen. Viel Ruhe und Entspannung hat man nicht, schließlich kommt ständig noch jemand, um zu baden oder sich zu sonnen. Insgesamt also alles sehr hektisch. Der Ganze Strand ist von Strandzelten übersät, die traditionellen Strandkörbe machen sich, nicht zuletzt aufgrund doch recht hoher Mietpreise, rar. Es bietet sich also an, den Strand von Zinnowitz erst in den frühen Abendstunden aufzusuchen. Ansonsten ist die Badestelle ähnlich ausgestattet wie Lubmin. Die obligatorische Seebrücke darf auch hier für ein Ostseebad nicht fehlen. Der Weg zum schwimmen im Wasser ist hingegen deutlich kürzer. Wer also vorrangig zum schwimmen an den Strand fährt, kommt hier voll auf seine Kosten.</p>
<p>Fotos: Marco Wagner</p>
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		<title>Was sonst noch war: webMoritz kompakt (10)</title>
		<link>http://www.webmoritz.de/2010/04/16/was-sonst-noch-war-webmoritz-kompakt-10/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 12:52:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob Pallus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[webMoritz kompakt]]></category>

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		<description><![CDATA[Der webMoritz-Nachrichtenüberblick gibt einen Überblick über die Themen der letzten Wochen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ersten beiden Vorlesungswochen  sind vorbei und die webMoritz-Berichterstattung läuft inzwischen wieder auf Hochtouren. Dennoch gibt es auch diese Woche wieder einige Meldungen,  die nicht groß genug für einen eigenen Artikel waren. Wir stellen im  Folgenden zusammen, was sich in den letzten Tagen ereignet hat und  bisher noch keinen Eingang in den webMoritz fand.</p>
<p><em>Hinweis: An manchen Stellen sind Artikel aus Online-Medien  verlinkt, die nur für Abonnenten zugänglich sind oder nur für einen  begrenzten Zeitraum kostenlos im Netz stehen. Daher kann es beim  Aufrufen der Links zu Fehlermeldungen kommen.</em></p>
<h3>Kostenlose Fahrradcodierung</h3>
<p><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2008/08/fahrrad1.jpg"><img class="size-full wp-image-1389 alignright" style="margin: 5px;" title="fahrrad1" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2008/08/fahrrad1.jpg" alt="" width="224" height="120" /></a>Greifswald ist bekannt für die Zahl der Fahrraddiebstähle &#8211; die Quote ist die höchste in Deutschland. Gerade Studenten sind betroffen, nehmen doch viele für den Weg zur Vorlesung oder zum Seminar den Drahtesel. Das Landeskriminalamt bietet seit Dienstag kostenlose Fahrradcodierungen als Diebstahlschutz an. Mitglieder der ABS GmbH sind jeden Dienstag von 9 bis 17 Uhr und jeden Donnerstag von 9 bis 15 auf dem Marktplatz mit einem eigenen Stand zu finden. Dort kann jeder sein Fahrrad kennzeichnen lassen. Die Codes schrecken sowohl Diebe ab, helfen aber auch, das Rad im Falle eines Diebstahl schnell wiederzufinden. Die Wirksamkeit der Codierung ist umstritten, das Landeskriminalamt kann mithilfe der Kriminalstatistik nachweisen, dass codierte Räder seltener gestohlen werden.</p>
<p>Die Provinzial-Versicherung unterstützte diese Aktion mehreren tausend Euro. Von dem Geld wurden neue Fräsmaschinen angeschafft.</p>
<h3>War mal da: &#8220;Binschonda&#8221; fährt nicht mehr</h3>
<p>Nicht mal ein Jahr hat sich die Schnellbusverbindung zwischen Greifswald und Rostock halten können. Die zunächst stündlich, später mehrfach täglich angebotene Verbindung zwischen den Hansestädten über die Autobahn war im vergangenen Juli mit großem Werbeaufwand eingerichtet worden (webMoritz berichtete <a href="http://www.webmoritz.de/2009/05/20/schon-fast-da-express-bus-nach-rostock-ab-juni/">hier</a> und <a href="http://www.webmoritz.de/2009/06/02/schon-da-ab-heute-fahrt-der-rostock-schnellbus/">hier</a>), sogar der Oberbürgermeister fuhr zur Premiere mit nach Rostock und zurück.</p>
<div id="attachment_21285" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/binschonda1.jpg"><img class="size-medium wp-image-21285" title="binschonda1" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/binschonda1-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Einweihung im März</p></div>
<p>Bereits kurze Zeit nach der Eröffnung hatte das Unternehmen seinen Fahrplan <a href="http://www.webmoritz.de/2009/07/13/sommerfahrplan-rostock-schnellbus-fahrt-deutlich-seltener/">deutlich reduziert</a> und dies auf den Beginn der Semesterferien geschoben. Nach den Ferien dann war der Betrieb allerdings <a href="http://www.webmoritz.de/2009/10/23/ab-montag-studenten-fahren-kostenlos-schnellbus/">nur mäßig verstärkt</a> wieder aufgenommen worden. Wie das Unternehmen auf seiner Homepage mitteilt, wurde der Betrieb zum 31. März eingestellt. Das Unternehmen ist dabei nicht insolvent, sondern wegen wirtschaftlichen Misserfolges nicht mehr bereit, den Betrieb fortzuführen.</p>
<p>Die Verbindung nach Rostock ist damit nun wieder alleinige Sache der Deutschen Bahn, die ihr Angebot auf dieser Route im vergangenen Jahr ausgebaut hat &#8211; wenn auch im bescheidenen Umfang. Seit Dezember 2008 fährt werktags morgens ein Intercity von Greifswald nach Rostock und abends einer in die Gegenrichtung. Seit Dezember 2009 gibt es einen weiteren späteren Zug, der abends aus Richtung Rostock fährt.</p>
<h3>Keine Strandabende mehr? Lubmin will nächtlichen Lärm unterbinden</h3>
<p>Was gibt es schöneres, als im Sommer abends am Strand zu feiern? Für viele Lubminer Bürger ist die Antwort: ruhige Nächte.</p>
<p>Bürger des Seebads reichten in den letzten Jahren immer wieder Beschwerde ein ob eines nicht zu ertragenden, nächtlichen Lärmpegels. <a href="http://www.ostsee-zeitung.de/greifswald/index_artikel_komplett.phtml?SID=bd4f273d867608a88159e935bd1420ab&amp;param=news&amp;id=2743812" target="_blank">Wie die Ostsee-Zeitung berichtet</a>, diskutieren die Gemeindevertreter nun, ob und wie die Lautstärke nächtlicher Veranstaltungen an der Seebrücke und im Ortskern einzuschränken sei. Es wurde vorgeschlagen, nur noch 14 Veranstaltungen im Jahr, die erst nach 22 Uhr enden, zu erlauben. Um 1 Uhr soll prinzipiell Schluss sein. Auch wird über die Einführung einer Höchstlautstärke von maximal 55 Dezibel debattiert. Die Polizei wäre dann dafür zuständig, für die Einhaltung dieser Regeln zu sorgen.</p>
<p>Bisher wurde allerdings noch nie eine Lautstärkemessung durchgeführt. Ob bisherige Strandfeiern diesen Wert überhaupt überschritten haben, weiß also niemand genau. Die Angelegenheit wird weiterhin in den Gemeindeausschüssen beraten. Ob schon in diesem Jahr mit einer Regelung zu rechnen ist, bleibt fraglich.</p>
<h3>Ratjen und König erwägen Klagen gegen Kreisgebietsreform</h3>
<p><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/04/Kreisgebietsreform-MV-GrafikDaniel-Focke.jpg"><img class="size-full wp-image-31965 alignright" style="margin: 5px;" title="Kreisgebietsreform" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/04/Kreisgebietsreform-MV-GrafikDaniel-Focke_klein.jpg" alt="" width="400" height="153" /></a>„SVP – nein danke! Greifswald soll kreisfrei bleiben!“ So denken nicht nur viele Bürger der Universitäts- und Hansestadt, auch die Lokalpolitiker wollen mehrheitlich am Sonderstatus der Stadt festhalten. Wenn es allerdings nach Schwerin geht, wird Greifswald im Zuge der Kreisgebietsreform Teil des neuen Großkreises Südvorpommern. Selbst ob Greifswald Kreisstadt bleibt, ist ungewiss. Neben der Hansestadt konkurrieren auch Anklam und Pasewalk um den Posten.<span id="more-32141"></span></p>
<p>Der Greifswalder Kommunalpolitiker Sebastian Ratjen (FDP) will gegen die Kreisgebietsreform klagen. Als Begründung nennt er preußisches Recht, das aber immer noch seine Gültigkeit habe. Ratjen sagte der Ostsee-Zeitung, der Stadt seien 1815 vom preußischen König „für immer [...] Rechte, Privilegien und Freiheiten“ verliehen worden, die Greifswald bereits unter schwedischer Herrschaft erlangt hatte. Zu diesen Rechten zählte etwa auch der Anspruch, seine Verfassung selbst ändern zu dürfen.</p>
<p>Diese Rechte wurden 1913 mit der Einführung preußischer Gesetze zwar nicht erhalten, der Stadt aber zum Ausgleich die Kreisfreiheit verliehen. Ratjen beruft sich auf die Tatsache, dass Bayern und Rheinland-Pfalz bei ihrer Kreisaufteilung solche Rechte von vor 1933 berücksichtigten.</p>
<p>Auch Oberbürgermeister Dr. Arthur König erwägt, gegen die Kreisgebietsreform gerichtlich Einspruch zu erheben, sollte es bei der bisherigen Form bleiben. Diese Ankündigung des OBs steht im Widerspruch zu den Ansichten von Ministerpräsident Erwin Sellering, der vergangene Woche gegenüber der Presse gesagt hatte, prinzipiell seien er und der OB sich einig über die Grundsätze der Kreisgebietsreform. Er ergänzte, dass es auch in seinem Interesse liege, dass Greifswald die Kreistadt bleiben solle.</p>
<h3>Ideenwettbewerb zum Klimaschutz</h3>
<p>Die Stadt Greifswald hat einen Ideenwettbewerb zum Klimaschutz ausgelobt. Schüler und Studenten sind aufgerufen, ihre Ideen oder konkreten Projekte einzureichen. Erlaubt ist alles, was auf die eine oder andere Weise dem Umweltschutz hilft. Als Preis stehen insgesamt 2500 Euro zur Verfügung, wovon jeweils die Hälfte an ein Schüler- und ein studentisches Projekt geht.</p>
<p>Ideen können beim Stadtbauamt Greifswald, Abteilung Umwelt- und Naturschutz eingereicht werden. Dort findet auch eine Betreuung und Unterstützung der Wettbewerbsteilnehmer statt. Abgabetermin für Einreichungen ist der 21. Juni. <a href="http://www.greifswald.de/standort-greifswald/bauenumwelt/umweltschutzklimaschutz/klimaschutz/ideenwettbewerb-junge-klimaschuetzer-gesucht.html" target="_blank">Hier geht&#8217;s zu den Information auf der Homepage der Stadt</a>.</p>
<h3>Physikinstitut erhält Architekturpreis</h3>
<p>In Schwerin wurde letzte Woche der Preis des Bundes Deutscher Architekten in Mecklenburg-Vorpommern verliehen. Er ging an den Neubau des Instituts für Physik der Greifswalder Universität. Das Gebäude befindet sich auf dem Neuen Campus an der Pappelallee. Entworfen wurde es von Peter Goral vom Hannoveraner Architektenbüro BKSP Bahlo Köhnke Strosberg und Partner. Der Bau wurde nicht nur von der Jury für seine Klarheit gelobt, auch Bauminister Volker Schlotmann zeigte sich beeindruckt. Der Preis wird alle drei Jahre verliehen.</p>
<p>Foto: alle webMoritz-Archiv (Karte Kreisgebietsreform: Daniel Focke, binschonda: Gabriel Kords) außer Motivbilder Startseite: Hermann Radeloff via jugendfotos.de</p>
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		</item>
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		<title>Kraftwerkspläne: Trotz Rückzug noch kein Aus</title>
		<link>http://www.webmoritz.de/2010/03/31/kraftwerksplane-trotz-ruckzug-noch-kein-aus/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 04:15:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tjorven Hinzke</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Über den Tellerrand]]></category>
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		<category><![CDATA[WV Energie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Genehmigungsverfahren für das Kohlekraftwerk in Lubmin ruht derzeit auf Wunsch der Antragsteller. Die nach dem Rückzug von Dong übriggebliebenen Investoren wollen sich aber noch nicht geschlagen geben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das umstrittene Steinkohlekraftwerk Lubmin ist trotz des <a href="http://www.webmoritz.de/2009/12/11/eilmeldung-dong-gibt-kraftwerksplane-fur-lubmin-auf/">Rückzugs des dänischen Investors Dong Energy</a> am 11. Dezember 2009 und des <a href="http://www.webmoritz.de/2009/12/16/wir-lieben-die-danen-aber-ohne-kohle/">darauffolgenden Jubels</a> der Kraftwerksgegner noch nicht zu Grabe getragen.</p>
<p>Wie in den letzten Wochen mehrfach den Medien zu entnehmen war, läuft das Genehmigungsverfahren weiter. In einer Pressemitteilung von Dong Energy heißt es: „Während dieser Phase beabsichtigt die Projektgesellschaft, keine Schritte zu unternehmen, die der Realisierung des Kraftwerksprojekts entgegenstehen. Insbesondere werden die gestellten Genehmigungsanträge nicht zurückgezogen&#8221;.</p>
<div id="attachment_24074" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/dongenergy-kraftwerke-greifswald-lubmin-screenshot.jpg"><img class="size-medium wp-image-24074" title="dongenergy-kraftwerke-greifswald-lubmin-screenshot" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/dongenergy-kraftwerke-greifswald-lubmin-screenshot-250x73.jpg" alt="" width="250" height="73" /></a><p class="wp-caption-text">Die Projektgesellschaft gibt es nach wie vor.</p></div>
<p>Die Projektgesellschaft Kraftwerke Greifswald, an der Dong Energy 74,9 Prozent der Anteile hielt, die Frankfurter Aktiengesellschaft WV Energie das restliche Viertel, sucht aktiv nach weiteren Investoren. Äußern will man sich dazu aber derzeit nicht: Ein Sprecher der WV Energie, <a href="http://www.wvag.de/" target="_blank">auf deren Website</a> das Projekt noch in der alten Form mit DONG als Hauptbeteiligtem zu finden ist, teilte mit, es würden aufgrund des noch laufenden Ausstiegsverfahrens derzeit keine Auskünfte an die Medien gegeben.<span id="more-31617"></span></p>
<p>Nach den Worten des Dong-Sprechers Michael Deutschbein ist der Rückzug des dänischen Investors mit einem „Mangel an Unterstützung auf politischer Ebene“ zu begründen. Der folgende Strategiewechsel Dongs sei ein „normaler Prozess in der Projektentwicklung“. Sowohl die WV Energie als auch Deutschbein wollten keine näheren Angaben zum laut Ostseezeitung „unübersichtlichen Firmengeflecht“ von Dong Energy in der Region machen, welches aus der Projektgesellschaft, der Kraftwerke Greifswald GmbH&amp;Co.KG sowie der Kraftwerke Greifswald Verwaltungs-GmbH und der Kraftwerke Greifswald Beteilgungs-GmbH besteht. Deutschbein betonte gegenüber dem webMoritz lediglich: „Es geht hier durchaus alles mit rechten Dingen zu“.</p>
<h3>Genehmigungsbehörde: Verfahren wird derzeit nicht aktiv weitergeführt</h3>
<div id="attachment_16213" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/01/moritz-print-mm75-31-greifswelt-kohlekraftwerk-lubmin-bi-kein-steinkohlekraftwerk-lubmin.jpg"><img class="size-medium wp-image-16213" title="moritz-print-mm75-31-greifswelt-kohlekraftwerk-lubmin-bi-kein-steinkohlekraftwerk-lubmin" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/01/moritz-print-mm75-31-greifswelt-kohlekraftwerk-lubmin-bi-kein-steinkohlekraftwerk-lubmin-250x177.jpg" alt="" width="200" height="142" /></a><p class="wp-caption-text">So viel Dreck wie in dieser Darstellung der Kraftwerksgegner würde das Kraftwerk wohl nicht ausstoßen.</p></div>
<p>Laut Horst Wroblewski, Amtsleiter der Staatlichen Ämter für Umwelt und Natur (StAUN) Stralsund und Ueckermünde, ist das Genehmigungsverfahren zwar nicht beendet, wird aber derzeit auf Bitte der Antragstellerin auch nicht aktiv weitergeführt. „Wir warten momentan darauf, dass sich die Projektgesellschaft positioniert“, so der Leiter. Es handele sich zudem nicht um ein Einzelverfahren. Vielmehr seien Genehmigungen im Bereich des Bundesemissionsschutzgesetzes, des Naturschutzes, der Nutzung des Boddens, der Grundwasserabsenkung für Kraftwerksbau und -betrieb sowie je nach noch ausstehenden Unterlagen des Artenschutzes notwendig. Jedes dieser Verfahren sei nur genehmigungsfähig, wenn auch die anderen es sind.</p>
<p>Wenn die Anstragsteller zu zahlreichen Punkten wie etwa dem Artenschutz noch fehlende Unterlagen nachreichten, würde das Verfahren noch etwa ein Dreivierteljahr beanspruchen, schätzt der Amtsleiter: „Was wir hier machen, ist umweltschutzrechtlich europäische Spitzenliga. Es sind einerseits sehr viele Richtlinien zu beachten, andererseits gibt es auch Fragen, die derzeit noch nicht ausreichend geklärt sind oder in denen wir uns an aktuellen Gerichtsbeschlüssen orientieren müssen. Nach dem derzeitigen Stand der naturschutzfachlichen Unterlagen wäre das Projekt nicht genehmigungsfähig“.</p>
<h3>Erhebliche Mehrkosten gegenüber ursprünglicher Planung</h3>
<div id="attachment_26349" class="wp-caption alignright" style="width: 194px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/11/oskar_gulla-195x264-homepage_kein_kohlekraftwerk.jpg"><img class="size-medium wp-image-26349" title="oskar_gulla-195x264-homepage_kein_kohlekraftwerk" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/11/oskar_gulla-195x264-homepage_kein_kohlekraftwerk-184x250.jpg" alt="" width="184" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Oskar Gulla</p></div>
<p>Sollte das Steinkohlekraftwerk genehmigt und genügend Investoren gefunden werden, würden sich bei Inbetriebnahme erhebliche Mehrkosten gegenüber dem ursprünglich geplanten Betreibungsbeginn ergeben. Ab dem Jahr 2013 müssen Energiekonzerne den vollen Preis für CO2-Zertifikate zahlen. Hinzu kommen Kosten für die Vorratseinspeisung.</p>
<p>Oskar Gulla, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Kein Steinkohlekraftwerk in Lubmin“ Greifswald formulierte diese Schwierigkeiten für den Steinkohlekraftwerksbau gegenüber dem webMoritz so: „Bei der Ankunft Dongs war die Hürde für den Kraftwerksbau 70 Zentimeter hoch. Jetzt ist sie zwei Meter höher“. Das liege nicht nur an den Mehrkosten, sondern auch an der Arbeit der Kraftwerksgegner sowie den zahlreichen Umweltauflagen, ist sich Gulla sicher.</p>
<p>Sowohl ökologisch wie auch ökonomisch könne kein Konzern den Kraftwerksbau noch rechtfertigen, sagt der Greifswalder. Sollte wider den derzeitigen Erwartungen das Genehmigungsverfahren dennoch positiv für den Bau des Kraftwerks ausfallen, so seien die Bürgerinitiativen noch immer zu einer Klage bereit. Diese könnte den Baubeginn noch erheblich verzögern.</p>
<p>Ein Gutachten des emerittierten Greifswalder Wirtschaftsprofessors Manfred Jürgen Matschke zur Wirkung des Kraftwerks auf die (regionale) Wirtschaft sei nur ein müdes Lächeln wert, sagte Gulla. Matschke hatte im Februar eine Untersuchung im Auftrag des Rats für Technik, Energie und nachhaltige Entwicklung im Unternehmerverband vorgelegt, die zu dem Schluss kommt, hätte ein Kraftwerksbau erhebliche positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in der Region.</p>
<p>„Professor Matschke muss dieser Region böse sein.“, konstatiert Gulla. Auch bei anderen Gegnern des Kraftwerks wie den Greifswalder Grünen <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2010/02/25/sachverstand-beim-cdu-wirtschaftsrat/" target="_blank">stieß Matschke auf scharfe Kritik</a>. Es handle sich um &#8220;Stammtisch-Gaukeleien&#8221;, Matschke sei nicht ernst zu nehmen. Gulla sagte dem webMoritz, seiner Ansicht nach würden durch ein Steinkohlekraftwerk insgesamt rund 300 Arbeitsplätze in einer Region entstehen, in welcher mithilfe regenerativer Energieerzeugung 3.500 möglich wären. Gulla abschließend: „Jetzt ist die Politik gefragt. Der Platz sollte so schnell wie möglich anderen Unternehmen zur Verfügung stehen.“</p>
<p>Professor Matschke nahm zu den Vorwürfen Stellung gegenüber dem webMoritz. Da er darauf besteht, dass seine Antworten an dieser Stelle vollständig wiedergegeben werden, folgen diese nun in Interviewform:</p>
<h3>Interview mit Professor Matschke</h3>
<div id="attachment_31619" class="wp-caption alignleft" style="width: 130px"><em> </em><em><img class="size-medium wp-image-31619" title="Manfred Matschke" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/Manfred_Matschke.jpg" alt="" width="120" height="160" /></em> <p class="wp-caption-text">Professor Manfred J. Matschke</p></div>
<blockquote><p><strong>webMoritz:</strong> Zunächst wäre es sehr interessant, warum Sie dieses Gutachten übernommen und in wessen Auftrag.</p>
<p><strong>Prof. Matschke:</strong> Man hat mich im August 2009 gefragt, und ich habe nach Klärung der Voraussetzungen im Oktober 2009 den Auftrag angenommen, weil es keinen sachlichen Grund gibt, einen Auftrag zu einer regionalwirtschaftlichen Analyse eines bedeutenden Investitionsvorhabens nicht anzunehmen. Der Auftraggeber war der Rat für Technik, Energie und nachhaltige Entwicklung im regionalen Unternehmerverband.</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Sie nennen vorab ja einige Aussagen, die diejenigen des Investors DONG noch übertreffen. Sind dies Schätzungen oder schon genaue Berechnungen? Worauf basieren sie?</p>
<p><strong>Matschke:</strong> Der Investor hat sicherlich keine regionalwirtschaftliche Analyse durchgeführt. Ein Ausschreibungsverfahren gab es auch noch nicht. &#8220;Versprechungen&#8221; des Investors kenne ich nicht. Sie wären für mich als Gutachter auch bedeutungslos gewesen. Meine Kernaussagen sind Ergebnisse von Berechnungen auf Basis von Input-Output-Analysen, Multiplikatoranalysen, Variantenrechnungen sowie Monte-Carlo-Simulationen. Diese Berechnungen beruhen &#8211; soweit inhaltlich erforderlich &#8211; auf Angaben des Investors, die auf ihre Plausibilität überprüft wurden, ferner auf einer im Auftrag der Landesregierung Nordrhein-Westfalen erstellten umfangreichen Studie zu Kraftwerksinvestitionen und vielen weiteren statistischen und literarischen Informationen.</p>
<p>Hinsichtlich der deutschlandweiten Input-Output-Analysen beruhen die Berechnungen auf volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes und dessen Veröffentlichungen zu so genannten Leontieff-Inversen, die man für Input-Output-Analysen benötigt. Es sind Matrizen mit 71 Zeilen und 71 Spalten, die die volkswirtschaftlichen Sektoren und deren Verflechtungen in 5.041 Koeffizienten abbilden. Grundlage der M-V-bezogenen Input-Output-Analysen ist eine Forschungsarbeit, deren Brauchbarkeit und deren Konsistenz zur deutschlandweiten volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung von mir überprüft wurden. Vergleichbare volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen und Leontieff-Inversen wie auf Bundesebene stellt das Statistische Landesamt für M-V nicht zur Verfügung. Solche gibt es übrigens für die meisten Bundesländer nicht.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Abschließend: Wie stehen Sie selbst zu diesem Projekt?</p>
<p><strong>Matschke:</strong> Meine Aufgabe war eine gutachterliche Sachaussage, nicht eine politische Meinungsäußerung. In der Politik agiert man für mich zu sehr auf Basis von &#8220;Meinungen&#8221; &#8211; der eine meint halt das, der andere eben was anderes &#8211; und zu wenig auf Sachaussagen. Basisannahmen waren für mich die Genehmigung nach dem Bundesimmissionschutzgesetz und der nachfolgende Bau durch den Investor. Man kann schließlich keine regionalwirtschaftliche Analyse machen, wenn man nicht voraussetzt, dass es zur Investition kommt. Aus meinen gutachterlichen Sachaussagen ergibt sich, dass die Kraftwerksinvestition und die damit verbundenen und mir bekannten Folgeinvestitionen etwa im Bereich des Umweltschutzes und der Ausgleichsmaßnahmen aber auch des Schiffbaus in der Bauphase von herausragender regionalwirtschaftlicher Bedeutung für Mecklenburg-Vorpommern gewesen wären. Dieses Gesamtinvestitionsvolumen in der etwa vierjährigen Bauphase macht das 7,2-fache des Investitionsvolumens der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und des Landkreises Ostvorpommerns zusammen im Zeitraum von 2007 bis 2010 aus. Das beträgt auf Basis von Istgrößen für die Jahre 2007 und 2008 und von Plangrößen für die Jahre 2009 und 2010 zusammen 122,4 Millionen Euro. Der berühmte „Peanuts-Maßkrug“ vom Chef der Deutschen Bank Ackermann im Umfang 50 Millionen Euro würde also fast 18 Mal gefüllt werden können. <img src='http://www.webmoritz.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Übernachtungsbedarf der bis zu 1500 Beschäftigten auf der Baustelle wird von mir auf rund 642.000 Übernachtungen in der Bauphase geschätzt. Bei einem Übernachtungspreis von 25 Euro pro Übernachtung sind das etwa 16 Millionen Euro. Das ist mehr als das 10-fache des Umsatzes des statistisch erfassten Gastgewerbes in Lubmin im Jahr 2008, der von mir auf Basis von 34.111 Übernachtungen und einem geschätzten durchschnittlichen Übernachtungspreis von 45 Euro pro Übernachtung auf ungefähr 1,54 Millionen Euro geschätzt wird. Im Jahr 2008 hatte dieses Gastgewerbe in Lubmin eine jahresdurchschnittliche Auslastung von ca. 23 Prozent der Bettenkapazität. Schade, dass man nicht hört, wie laut die Betten in der Region, nicht bloß in Lubmin, schreien: „Wir stehen leer!“</p>
<p>Die direkten Beschäftigungswirkungen in der Betriebsphase entsprächen derjenigen des gesamten Konzerns der Stadtwerke Greifswald, also von der Holding über die Gas-, Strom-, Fernwärme-, Wasserversorgung, der Entsorgung, des Verkehrsbetriebs, ferner von BIG-Bildungszentrum und Schwimmbad. Sind das Peanuts?</p></blockquote>
<p>Der webMoritz hatte Profesor Matschke übrigens schon einmal zu seiner Haltung zum Kraftwerksprojekt befragt &#8211; damals allerdings als Kandidaten bei der Kommunalwahl und nicht als Wissenschaftler. <a href="http://www.webmoritz.de/2009/05/28/wahlinterviews-3-prof-manfred-matschke-fdp/">Damals</a> sagte er auf die Frage, was er von den Plänen des Investors halte unter Anderem:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich stehe [...] dem Umweltschutzgedanken sehr aufgeschlossen gegenüber. In der Vorlesung habe ich den Studenten unter anderem beigebracht, dass das, was jetzt mit Blick auf das Kraftwerk in Lubmin abläuft, ein Genehmigungsverfahren nach Recht und Gesetz und nicht nach politischem Gusto, also keine politische Geschmackssache, ist. Denn ein Antragsteller hat einen Rechtsanspruch auf Genehmigung, wenn die Genehmigungsvoraussetzungen erfüllt sind.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bilder: Screenshot der Betreiber-Homepage (oben) via webMoritz-Archiv, alle anderen: webMoritz-Archiv</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bau der Ostseepipeline verzögert sich</title>
		<link>http://www.webmoritz.de/2010/02/11/bau-der-ostseepipeline-verzogert-sich/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 20:38:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandro Teuber</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Über den Tellerrand]]></category>
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		<category><![CDATA[Gaspipeline]]></category>
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		<category><![CDATA[WWF]]></category>

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		<description><![CDATA[WWF Deutschland und BUND gehen gegen den Bau der Gaspipeline  vor und klagen gegen die Genehmigung der Ostseepipeline.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wwf.de/presse/details/news/klage_gegen_ostseepipeline/" target="_blank">WWF </a>Deutschland und BUND gehen gegen den Bau der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nord_Stream" target="_blank">Gaspipeline</a> vor und legen gegen die Genehmigung der Ostseepipeline eine Klage im Oberverwaltungsgericht Greifswald ein. Wie die Umweltverbände berichten, werde die Ostsee durch die geplanten Eingriffe des Pipelineprojekts weitaus stärker belastet als im Planfeststellungsbeschluss des Bergamt Stralsunds im Dezember 2009 dargestellt. Die Umweltschützer fordern weitere Ausgleichsmaßnahmen für die rund 7,4 Milliarden Euro teure Erdgastrasse von Wyborg nach Lubmin bei Greifswald.</p>
<div id="attachment_31252" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/02/Nordstream.png"><img class="size-medium wp-image-31252" title="Nordstream_Samuel Bailey" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/02/Nordstream-250x143.png" alt="Verlauf der Ostseepipeline - (c) Samuel Bailey" width="250" height="143" /></a><p class="wp-caption-text">Verlauf der Ostseepipeline - (c) Samuel Bailey</p></div>
<p>Lediglich 40% der gesamten Ausgleichsmaßnahmen sind abgedeckt. Hier müsse nachgebessert werden, so Jochen Lamp Ostsee-Experte des WWF, damit die geplanten Eingriffe in die Meeresumwelt voll ausgeglichen werden. Der Ostsee drohten ansonsten massive Schäden durch die Freisetzung großer Mengen Stickstoff und Phosphor.</p>
<p>Der Baubeginn der Gaspipeline durch die Ostsee ist für April 2010 geplant. Die 1.220 Kilometer lange Gaspipeline soll ab 2012 jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Westeuropa liefern.</p>
<p>Foto Pipelines: Morat Faxe</p>
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		</item>
		<item>
		<title>„Wir lieben die Dänen – aber ohne Kohle!“</title>
		<link>http://www.webmoritz.de/2009/12/16/wir-lieben-die-danen-aber-ohne-kohle/</link>
		<comments>http://www.webmoritz.de/2009/12/16/wir-lieben-die-danen-aber-ohne-kohle/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 18:35:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bürgerinitiative]]></category>
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		<category><![CDATA[Klimakonferenz Kopenhagen]]></category>
		<category><![CDATA[Kohlekraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Lubmin]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem Weg zum Klimagipfel nach Kopenhagen erhält eine Gruppe Umweltaktivisten die Nachricht, dass sich DONG-Energy von seinen Plänen für den Bau eines Kohlekraftwerks in Lubmin verabschiedet hat. Wie fühlt es sich an, wenn man sein Ziel erreicht hat?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Ein Gastbeitrag von Elena Vogt</em></p>
<p><em>Am vergangenen Wochenende reisten Umweltaktivisten aus der Region nach Kopenhagen, um am Rande des Umweltgipfels unter anderem gegen die Baupläne für ein Kohlekraftwerk in Lubmin zu protestieren. Schon auf der Hinfahrt stand dann plötzlich fest: <a href="http://www.webmoritz.de/2009/12/11/eilmeldung-dong-gibt-kraftwerksplane-fur-lubmin-auf/" target="_blank">Das Kraftwerk wird nicht gebaut</a>. Unsere Gastautorin Elena Vogt war bei der Fahrt dabei und porträtiert einen der zahlreichen Kämpfer gegen das Steinkohlekraftwerk.</em></p>
<p>Auf dem Weg zum Klimagipfel nach Kopenhagen erhält am 11. Dezember 2009 eine Gruppe von rund 100 Umweltaktivisten, vorwiegend aus Norddeutschland kommend, die Nachricht, dass sich DONG- Energy von seinen Plänen für den Bau eines Kohlekraftwerks in Lubmin verabschiedet hat. Erst wenige Minuten auf dänischen Straßen unterwegs, bedeutet dies für alle ein enormen Gewinn für den Klimaschutz. Für viele aber auch das Ende eines langen kräftezehrenden Weges.</p>
<p>Peter Freygang erzählt, wie es ist, für die eigenen Ideale zu kämpfen und wie es sich anfühlt, wenn man ein jahrelang verfolgtes Ziel gerade erreicht hat. Er ist einer der Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative Usedom gegen das Steinkohlekraftwerk.</p>
<h3>Weihnachtsbitte an die Dänen<span id="more-28522"></span></h3>
<div id="attachment_28710" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/peter-freygang-privat-kein-cc.jpg"><img class="size-full wp-image-28710" title="peter-freygang-privat-kein-cc-225" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/peter-freygang-privat-kein-cc-225.jpg" alt="peter-freygang-privat-kein-cc-225" width="225" height="338" /></a><p class="wp-caption-text">Peter Freygang passt nicht unbedingt zum Klischee eines Umweltaktivisten</p></div>
<p>Unter den vorwiegend jungen Erwachsenen fällt Peter Freygang auf. Statt Dreadlocks oder Seitenscheitel ist sein Haar kurz und vor allem grau. Lachend bekennt er, er sei wohl einer der „Oldies“ in den zwei Bussen, die in drei Tagen von Rostock nach Kopenhagen und wieder zurück fahren. Seit zwei Jahren und acht Monaten hat er sich in der Bürgerinitiative, seiner Heimat gegen das geplante Kraftwerk, engagiert. In seinem Gepäck befinden sich 5000 Flugblätter mit dem Titel „Weihnachtsbitte an die Dänen“. Diese wollte er mit den anderen Aktivisten an die dänischen Bürger verteilen, denn die meisten wüssten nichts von den Machenschaften des zu 75 Prozent staatseigenen Konzerns auf der anderen Seite der Ostsee.</p>
<p>Doch trotz legerer Weste habe er auch schon an anderen „Fronten“ gekämpft, erzhält Freygang. Im Schatten der Nachkriegsjahre prägten ihn die politischen Entwicklungen der Bonner Republik- es fallen Worte wie ’68er und Vietnamkrieg. Auch für die Rechte von Obdachlosen habe er sich eingesetzt und er sei in die FDP eingetreten. Die politische (Streit-)Kultur der alten Bundesländer brachte er dann nach der Wende in die vorpommersche Provinz.</p>
<p>Fragt man Menschen nach den Gründen für ihr gesellschaftliches Engagement und den Einsatz für ihre Vorstellung von einer Welt, in der sie Leben möchten, so trifft man in der Regel auf die Antwort, sie handelten aus Verantwortungs- und Gerechtigkeitsgefühl. So häufig diese Sätze auch fallen mögen, ebenso ungenau sind sie. Das Wahrnehmen einer Ungerechtigkeit lässt den einen meckern und den anderen aktiv werden.<br />
Peter Freygang stand aus seinem bequemen Sessel auf, als er sich persönlich betroffen fühlte.</p>
<div id="attachment_28703" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/Flyer_Allianz_Kopenhagen.pdf"><img class="size-full wp-image-28703" title="Flyer_Allianz_Kopenhagen" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/Flyer_Allianz_Kopenhagen.jpg" alt="Flyer_Allianz_Kopenhagen" width="225" height="322" /></a><p class="wp-caption-text">Diese dänischen Flyer sollten verteilt werden. (Quelle: BUND)</p></div>
<p>Für den Erhalt der vorpommerschen Boddenlandschaft und alternative „saubere“ Energien machte er sich in einer Allianz, bestehend aus den Bürgerinitiativen Greifswald, Lubmin, Usedom und Rügen, sowie den Umweltverbänden BUND und WWF, stark. Dies bedeutete vor allem das Einarbeiten in Fachtermini wie „Kraft-Wärme-Kopplung“ sowie Anträge stellen und verteidigen bei einem der vielen Anhörungsverfahren zwischen DONG, dem Staatlichen Amt für Umwelt- und Naturschutz (StAUN) und der Seite der Umweltschützer. Es hieß aber auch, vor Ort zu sein: Norddeutsche Fischer davon zu überzeugen, dass ein erhöhter Quecksilbergehalt in ihren Fischen schlecht fürs Geschäft sei, erforderte häufig mehr Energien als ein Treffen mit dem „Feind“ persönlich, dem Projektleiter und Vizepräsidenten von DONG- Energy, Peter Gedbjerg.</p>
<p>Gegen die Dänen im Allgemeinen habe er persönlich nie einen Groll empfunden. Bei einem persönlichen Treffen mit Gedbjerg habe Freygang die nordischen Nachbarn  willkommen geheißen und erklärt „wir lieben die Dänen!“ und Gedbjerg habe zwinkernd erwidert „nur ohne Kohle!“.</p>
<p>Auf dem Klimagipfel, der 15. „Conference of the Parties“ (auch COP 15), wolle Peter Freygang trotz des bereits erreichten Zieles die auf dänisch geschriebenen Flyer verteilen. Denn auch wenn er lange einen Traum verfolgt habe, so sei er doch Realist geblieben und habe mit einer gewissen Vorahnung die vielen Papierstapel verstaut. Als er seine Tasche für den Klimagipfel packte, habe er zu seiner Frau gesagt: „Wenn DONG nicht in den nächsten Tagen fällt..!“. Der Druck durch den Klimagipfel sowie andere politische Vorzeichen  hätten die nun bestätigte Richtung schon seit einer Weile vorgegeben.</p>
<h3>Es gibt noch Projekte</h3>
<div id="attachment_28706" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/kopenhagen-protest-bund-kein-cc.jpg"><img class="size-full wp-image-28706" title="kopenhagen-protest-bund-kein-cc-250" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/kopenhagen-protest-bund-kein-cc-250.jpg" alt="kopenhagen-protest-bund-kein-cc-250" width="250" height="188" /></a><p class="wp-caption-text">Protest in Kopenhagen</p></div>
<p>Das Hoffen wurde bestimmter und fand mit der verstreichenden Zeit wachsende Berechtigung. Des Weiteren erklärt Freygang, habe es sich zwar auch für das Klima gelohnt, Widerstand zu üben und seinen Idealen entsprechend zu handeln. Aber was bleibe, sei neben dem persönlichen Stolz oder dem Gefühl, auf der richtigen Seite der lokalen Klimaschlacht gefochten zu haben, ein starkes und fassbares Gefühl von Gemeinschaft und Demokratie, so Freygang.</p>
<p>Wenn man ihm zuhört, bekommt man den Eindruck, dass es sich hin und wieder doch noch lohnt, die häufig so rau scheinende Wirklichkeit in Frage zu stellen und sich aufzuraffen. Das tut gut, vor Weihnachten aber auch als Optimismuspuffer für das nächste Jahr, denn „es gibt viel zu tun!“,  wie Freygang sagt. Zum Beispiel wurde sich noch nicht hinreichend mit dem Zwischenlager Nord und der oberirdischen Lagerung von Atommüll auseinander gesetzt.<br />
Das wäre doch mal was.</p>
<p>Fotos: privat (Freygang), Arndt Müller/<a href="http://www.bund-mv.de/" target="_blank">BUND M-V</a> (sonstige). Alle Bilder in diesem Artikel stehen nicht unter CC-Lizenz!</p>
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		<item>
		<title>EILMELDUNG: DONG gibt Kraftwerkspläne für Lubmin auf</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 15:16:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten Schönebeck</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der dänische Energiekonzern gab heute bekannt, dass er die Kraftwerksbaupläne für Lubmin nicht weiter verfolgen wird. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitagmittag teilte der dänische Energiekonzern DONG Energy in einer Pressemitteilung mit, dass man sich entschieden habe die Kraftwerksplanungen für den Standort Lubmin aufzugeben. Der mögliche Kraftwerksbau hatte seit mindestens anderthalb Jahren die Gemüter in MV, speziell in der Region Greifswald, bewegt.</p>
<div id="attachment_10243" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2008/10/dong-demo-250.jpg"><img class="size-full wp-image-10243" title="dong-demo-250" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2008/10/dong-demo-250.jpg" alt="dong-demo-250" width="250" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Mehrfach hatte es in Greifswald große Demionstrationen gegen das Kraftwerk gegeben.</p></div>
<p>Viele Bürger hatten sich mit Initiativen, Unterschriftensammlungen, Flashmobs und vielen anderen Aktionen gegen den Bau des Steinkohlekraftwerks stark gemacht. Der Beginn des UN-Klimagipfels in Kopenhagen hatte dazu geführt, das die Proteste sich in den letzten Wochen noch einmal verstärkt hatten.</p>
<p>Bereits vor einigen Wochen war in vielen Medien offen über einen <a href="http://www.webmoritz.de/2009/11/04/ist-lubmin-fur-dong-noch-attraktiv/" target="_self">möglichen Rückzug von DONG spekuliert</a> worden. Unternehmenssprecher Michael Deutschbein hatte damals gegenüber dem webMoritz noch erklärt: „Der Bau des Kraftwerks hat nie in Frage gestanden“</p>
<p>In der heutigen Presseerklärung heißt es:</p>
<blockquote><p>Der Aufsichtsrat von DONG Energy hat in seiner heutigen Sitzung den Rückzug von einer weiteren Teilnahme an den Untersuchungen für einen Kraftwerkbau in der Nähe von Greifswald in Norddeutschland beschlossen. (&#8230;)</p>
<p>Im Zuge der jüngsten Meldungen der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns ist DONG Energy nicht mehr davon überzeugt, dass das Projekt den erforderlichen politischen Rückhalt genießt. Hinzu kommt, dass sich das Genehmigungsverfahren seit Einreichung des ersten Projektantrages vor drei Jahren, ohne Aussicht auf baldige Klärung, sehr in die Länge gezogen hat.</p>
<p>„DONG Energy ist auf eine enge Kooperation mit der örtlichen Gemeinschaft angewiesen, die wir bedienen. Da wir den Eindruck haben, dass das Projekt bei der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns die erforderliche politische Unterstützung nicht findet, ziehen wir die entsprechenden Konsequenzen. Deshalb haben wir die Einstellung unserer Projektteilnahme beschlossen, um uns fortan vollends auf andere geplante Investmentprojekte konzentrieren zu können“, so der geschäftsführende Direktor Anders Eldrup. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Besonders seit dem Amtsantritt von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) vor gut einem Jahr hatte sich das politische Blatt für DONG gedreht, im Gegensatz zu seinem Vorgänger vermied Sellering öffentliche Unterstützungsbekundungen für die Pläne des Energiekonzerns. Lediglich der kleinere Koalitionspartner in der Landesregierung, die CDU, hatte in den letzten Monaten den Bau offen befürwortet.</p>
<p><strong>Zusatzinfos:</strong></p>
<p><a href="http://www.dongenergy.de/Presse/Data/Pages/DONG_Energy_zieht_sich_aus_Projekt_bei_Greifswald_zuruck.aspx" target="_blank">Vollständige Pressemitteilung von DONG Energy</a></p>
<p><strong>Bilder:</strong></p>
<p>webMoritz-Archiv</p>
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		</item>
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		<title>Heute um 19 Uhr im Magazin</title>
		<link>http://www.webmoritz.de/2009/11/05/heute-um-19-uhr-im-magazin/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 13:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>radio 98eins</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ich hab da mal ne Frage]]></category>
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		<category><![CDATA[Steinkohlekraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[VA-Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Magazin ist auch am Donnerstag den 05. November 2009 für euch am Puls der Stadt. Heute haben wir für euch die Veranstaltungstipps für die Hansestadt Greifswald und die Spotlights, unsere Nachrichten für Greifswald und Mecklenburg Vorpommern. Außerdem gibt es einen Bericht zur unendlichen Geschichte des Steinkohlekraftwerks in Lubmin. Die CD der Woche diese Woche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Magazin ist auch am Donnerstag den 05. November 2009 für euch am Puls der Stadt. </p>
<p>Heute haben wir für euch die Veranstaltungstipps für die Hansestadt Greifswald und die Spotlights, unsere Nachrichten für Greifswald und Mecklenburg Vorpommern. Außerdem gibt es einen Bericht zur unendlichen Geschichte des Steinkohlekraftwerks in Lubmin. Die CD der Woche diese Woche kommt von &#8220;The Swell Season&#8221; und ist wie immer zu gewinnen. Schließlich haben wir noch wie jeden Donnerstag unsere Rubrik &#8220;Ich hab da mal ne Frage&#8221;, in der es sich diesmal um den Begriff &#8220;Schwedische Gardinen&#8221; dreht. Durch die Sendung, die außerdem prall gefüllt mit guter Musik ist, begleitet euch Jakob Rüger.</p>
<p>Also rein hören lohnt sich, auf der Frequenz 98,1, oder über Livestream auf www.98eins.de heute ab 19 Uhr.</p>
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		<title>Ist Lubmin für DONG noch attraktiv?</title>
		<link>http://www.webmoritz.de/2009/11/04/ist-lubmin-fur-dong-noch-attraktiv/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 19:34:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Peter Gedbjerg]]></category>
		<category><![CDATA[Steinkohlekraftwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[In den vergangenen Tagen spekulierten landesweit Medien über einen möglichen Rückzug des Energiekonzerns DONG von seinen Plänen für den Standort Lubmin. Der webMoritz sprach mit DONG und den Kraftwerksgegnern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Ein Beitrag von Tjorven Hinzke</em></p>
<p>In den vergangenen Tagen spekulierten landesweit Medien über einen möglichen Rückzug des Energiekonzerns DONG Energy von seinen Plänen für den Standort Lubmin. In der Tat sagte der Projektleiter <a href="http://www.ostsee-zeitung.de/greifswald/index_artikel_komplett.phtml?param=news&amp;id=2599644" target="_blank">Peter Gedbjerg gegenüber der Ostseezeitung</a>: &#8220;Die Auflagen der Genehmigungsbehörden können die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks zerstören&#8221;.</p>
<div id="attachment_24074" class="wp-caption alignright" style="width: 510px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/dongenergy-kraftwerke-greifswald-lubmin-screenshot.jpg"><img class="size-full wp-image-24074" title="dongenergy-kraftwerke-greifswald-lubmin-screenshot" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/dongenergy-kraftwerke-greifswald-lubmin-screenshot.jpg" alt="dongenergy-kraftwerke-greifswald-lubmin-screenshot" width="500" height="146" /></a><p class="wp-caption-text">Fotomontage des geplanten Kraftwerks auf der Betreiber-Homepage.</p></div>
<p>DONG-Sprecher Michael Deutschbein dagegen dementierte gegenüber dem webMoritz Berichte, nach denen das Unternehmen über die vorzeitige Aufgabe des Projektes nachdenke: „Der Bau des Kraftwerks hat nie in Frage gestanden“. Dong warte lediglich auf die Genehmigung. Erst nach dieser könne der Aufsichtsrat über das weitere Vorgehen entscheiden. Daher würde momentan alles Erdenkliche unternommen, um eine den Umweltstandards gerecht werdende Planung vorzulegen.</p>
<p>Dabei habe das Unternehmen keinen Zeitdruck, da der ursprünglich für 2012 geplante Fertigstellungstermin ohnehin nicht mehr realisierbar sei, wodurch zwangsläufig CO2-Zertifikate für den Betrieb erworben werden müssten. Der Ausstieg aus den Sponsoringverträgen mit dem Greifswalder SV 04 und dem HSV Insel Usedom, der Anlaß zu oben genannten Spekulationen gegeben hatte, sei nur durch das Ablaufen der Verträge begründet, sagte Deutschbein. Sobald der Kraftwerksbau genehmigt sei, könne man neue Gespräche bezüglich finanzieller Unterstützung aufnehmen. In der gegenwärtigen, sich hinziehenden Projektphase sei jedoch kein Etat mehr übrig, gab Deutschbein zu.</p>
<div id="attachment_26349" class="wp-caption alignleft" style="width: 205px"><img class="size-full wp-image-26349 " title="oskar_gulla-195x264-homepage_kein_kohlekraftwerk" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/11/oskar_gulla-195x264-homepage_kein_kohlekraftwerk.jpg" alt="oskar_gulla-195x264-homepage_kein_kohlekraftwerk" width="195" height="264" /><p class="wp-caption-text">Oskar Gulla: „Das Kraftwerk ist bereits jetzt museumsreif“</p></div>
<p>Laut Aussage der Bürgerinitiativen gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin sind die bisherigen Verzögerungen im Genehmigungsverfahren zum Teil auf das Unternehmen selbst zurückzuführen: „Es liegen noch immer nicht alle Unterlagen seitens Dong vor“, so Oskar Gulla, Vorsitzender der Bürgerinitiative aus Greifswald. Durch die Verzögerungen ergäben sich nach Gullas Ansicht für die Rentabilität des Unternehmens neben den CO2-Zertifikaten weitere Probleme. Ab 2013 würde nicht, wie bisher, sämtlicher durch das Kraftwerk produzierte Strom abgenommen, sondern nur noch nach Bedarf des Strommarktes. Außerdem gäbe es durch Faktoren wie Kohletransport und -veredelung bereits im Vorfeld solche Energieverluste, dass letztendlich kein Gewinn erzielt würde. Gulla: „Das Kraftwerk ist bereits jetzt museumsreif“.</p>
<p>Eine Genehmigung des Projektes sei zwar zu erwarten, aber an Auflagen von solcher Größenordnung geknüpft, dass auch hier noch mit Aufschüben gerechnet werden könne. Auch das Einschlagen des Rechtswegs durch beide Parteien – zum Einen gegen die Auflagen, zum Anderen gegen die Genehmigung – könne man nicht auszuschließen. Dabei zeigte Gulla sich optimistisch: „Meiner Meinung nach wird das Steinkohlekraftwerk Lubmin nie gebaut“.</p>
<p><strong>Bilder:</strong></p>
<p>Screenshot der <a href="http://www.kraftwerkegreifswald.de/Pages/index.aspx" target="_blank">Betreiber-Homepage</a>,</p>
<p>Foto Oskar Gulla &#8211; Homepage der <a href="http://www.kein-kohlekraftwerk-lubmin.info" target="_blank">Bürgerinitative &#8220;Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin&#8221;</a></p>
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		<item>
		<title>Dong kippt Kraftwerksbauvorhaben &#8211; aber nicht in Lubmin</title>
		<link>http://www.webmoritz.de/2009/10/12/dong-kippt-kraftwerksbauvorhaben-aber-nicht-in-lubmin/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 17:22:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Wunder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
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		<category><![CDATA[Kohlekraftwerk]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Das dänische Unternehmen "Dong Energy" hat die Bauvorhaben zweier Kohlekraftwerke in Emden und Schottland auf Eis gelegt. Die Planungen für Lubmin gelten aber unverändert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der dänische Energiekonzern Dong Energy verzichtet auf den Bau eines Kohlekraftwerkes in Emden sowie einer geplanten Anlage in Schottland. Damit plant das Unternehmen nur noch in Lubmin den Bau eines Kohlekraftwerkes im Ausland. In <a href="http://www.wir-klimaretter.de/content/view/4056/256/" target="_blank">einem Artikel auf dem Online-Portal www.wir-klimaretter.de</a> heißt es dazu:</p>
<blockquote><p>&#8220;Jetzt wird offenbar umgedacht in Dongs Chefetagen: Bis 2040 sollen die Kohlendioxid-Emissionen pro produzierter Kilowattstunde deutlich gesenkt werden, sagt am Montag Dong-Chef Anders Eltrup in der dänischen Presse. Das Unternehmen werde sich hauptsächtich auf Windenergie, Biomasse und Biogas konzentrieren. „Wenn wir langfristig noch weiter auf Kohle setzen, dann nur mit CCS“, sagt Eldrup.&#8221;</p></blockquote>
<p>Derzeit wartet das Unternehmen auf die Baugenehmigung. Die Prognosen, wie wahrscheinlich die Erteilung  einer solchen Genehmigung ist, sind abhängig vom Standpunkt ihrer Urheber sehr unterschiedlich.</p>
<div id="attachment_24074" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/dongenergy-kraftwerke-greifswald-lubmin-screenshot.jpg"><img class="size-full wp-image-24074 " title="dongenergy-kraftwerke-greifswald-lubmin-screenshot" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/dongenergy-kraftwerke-greifswald-lubmin-screenshot.jpg" alt="dongenergy-kraftwerke-greifswald-lubmin-screenshot" width="500" height="146" /></a><p class="wp-caption-text">Computersimulation des Bauvorhabens</p></div>
<p style="text-align: left;">An dem Kraftwerksbauvorhaben in Lubmin hält das dänische Unternehmen aber  weiterhin fest, berichten Narichtenagenturen. Im <a href="http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichten/brennpunkt/index_artikel_komplett.phtml?param=news&amp;id=2579026" target="_blank">Online-Portal der Ostsee-Zeitung</a> heißt es zu dem Thema:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der dänische Energiekonzern Dong Energy [...] hält aber an seinem Vorhaben zum Bau eines 1600-Megawatt-Kraftwerks in Lubmin (Ostvorpommern) weiter fest. «Wir rechnen im Laufe des Jahres 2010 mit einer Genehmigung», sagte Projektleiter Peter Gedbjerg am Montag.Die Absage der Pläne für Emden habe keine Auswirkungen auf das Lubminer Projekt. Als Hauptgrund für den Rückzug aus Emden nannte das Unternehmen die Wirtschafts- und Finanzkrise.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ein Grund, an dem Kraftwerksbau in Lubmin festzuhalten, ist möglicherweise auch, dort die CCS-Technologie zu erproben und weiter zu verkaufen.</p>
<p>Bild: Dong Energy</p>
<p><em>Dieser Artikel basiert auf <a href="http://www.daburna.de/blog/2009/10/12/dong-kippt-kraftwerksvorhaben-in-emden-und-schottland/" target="_blank">einem Beitrag des Blogs &#8220;daburna&#8221;.</a></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was sonst noch war: webMoritz kompakt (2)</title>
		<link>http://www.webmoritz.de/2009/08/27/was-sonst-noch-war-webmoritz-kompakt-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 00:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriel Kords</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der webMoritz-Nachrichtenüberblick informiert dieses Mal über Vorhaben der FDP, der Grünen und über neuen Atommüll für das Zwischenlager in Lubmin.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar ist die Zahl der Ereignisse in Greifswald derzeit sommerferienbedingt niedriger als zu den übrigen Jahreszeiten, aber es gab auch einige Nachrichten, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Die zweite Ausgabe von &#8220;webMoritz <em>kompakt</em>&#8220;, fasst zusammen, was sich in den letzten Wochen getan hat, auf dem webMoritz aber bisher keinen Eingang fand:</p>
<h3>FDP: Stadthalle soll in städtischen Händen bleiben</h3>
<div id="attachment_21109" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-21109" title="fdp_logo-250x223-fdp_baden_wue" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/05/fdp_logo-250x223-fdp_baden_wue-150x150.jpg" alt="fdp_logo-250x223-fdp_baden_wue" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">(Bild: FDP Greifswald)</p></div>
<p>Oft assoziiert man die FDP ja mit der Privatisierung gesellschaftlichen Eigentums. Im Fall der Greifswalder Stadthalle und der Greifswalder FDP-Fraktion sieht das allerdings anders aus: Die Liberalen fordern in einer <a href="http://www.fdp-greifswald.de/index.php?kreisID=&amp;topicID=1&amp;undertopicID=15&amp;fraktion=&amp;id=145" target="_blank">Mitteilung</a>, dass die WVG-Tochtergesellschaft &#8220;PSG&#8221; auch nach der Fertigstellung der <a href="http://www.webmoritz.de/2009/07/21/stadthalle-zukunftsprojekt-oder-prestige-bau/">Stadthalle</a> für deren Betrieb zuständig sein soll. Die Frage der Betreiberschaft ist derzeit noch ungeklärt. Im vergangenen Jahr hatten die beiden FDP-Mitglieder in der Bürgerschaft allerdings für die Privatisierung der gesamten WVG gestimmt. Der Landtags- und Bürgerschaftsabgeordnete Sebastian Rathjen hatte dies später als Fehler bezeichnet. Dass sich die FDP mit Klaus-Peter Adomeit, dem Geschäftsführer der WVG, zu einem exklusiven &#8220;konstruktiven Meinungsaustausch&#8221; trifft, ist indes nicht verwunderlich. Im Zuge der Kommunalwahlen im Juni war Adomeit ursprünglich als FDP-Listenkandidat für die Bürgerschaft im Gespräch gewesen. Adomeit hatte dann allerdings auf die Nominierung verzichtet, nachdem es innerhalb der Stadtverwaltung Unmut darüber gegeben hatte.</p>
<h3><a name="Denkmal">Caspar-David-Friedrich-Denkmal entwickelt sich weiter</a><span id="more-24429"></span></h3>
<div id="attachment_24445" class="wp-caption alignleft" style="width: 217px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/08/friedrich_denkmal-324x480_wittkamp.jpg"><img class="size-full wp-image-24445" title="friedrich_denkmal-324x480_wittkamp" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/08/friedrich_denkmal-324x480_wittkamp.jpg" alt="friedrich_denkmal-324x480_wittkamp" width="207" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Noch ist das Denkmal nicht fertiggestellt. Foto mit freundlicher Genehmigung: Wittkamp</p></div>
<p style="text-align: left;">Die Initiatoren des Caspar-David-Friedrich-Denkmals in der Lappstraße haben bekanntgegeben, dass zahlreiche Spenden für das Denkmal eingegangen sind. Von den benötigten 30.000 bis 35.000 Euro (Stand: <a href="http://www.webmoritz.de/2009/07/06/fortschritte-beim-caspar-david-friedrich-denkmal/">Anfang Juli</a>) seien bisher zwar nur 11.700 Euro an Spenden eingegangen, insgesamt würden aber nur noch etwa 17.000 Euro benötigt, sagte Mit-Initiator Helmut Maletzke der Ostsee-Zeitung. In seiner Rohfassung sei das Denkmal zudem schon fertig. Großspender mit jeweils 1.000 Euro waren die Medigreif-Gruppe und die Volksbank-Raiffeisenbank. Der 235. Geburtstag Capsar David Friedrichs am 5. September wollen die Denkmal-Initiatoren mit einer kleinen Geburtstagsfeier würdigen: Ab 20 Uhr soll in der Lappstraße, also am zukünftigen Standort, gefeiert werden. Unter dem Titel &#8220;Grüße an Friedrich&#8221; soll eine Projektion auf der Freifläche stattinden. Sprechen werden außerdem Mit-Initiator Helmut Maletzke, Prof. Manfred Prinz, und Bürgerschafts-Präsident (und Grundstückseigentümer) Egbert Liskow.</p>
<h3>Grüne: Künftig Tariflohn für Arbeiter in städtischen Aufträgen</h3>
<p>In der nächsten Bürgerschaftssitzung, die nach der üppigen Sommerpause (seit 13. Juli) am 28. September stattfinden wird, werden die Grünen einen <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2009/08/15/grune-fordern-tariflohne-bei-stadtischen-auftragen-antrag-der-fraktion-in-der-nachsten-burgerschaft/" target="_blank">Antrag</a> einbringen, nach dem in zukünftige Ausschreibungen der Stadt &#8220;die Zahlung von Tariflöhnen bzw. ortsüblichen Löhnen als Kriterium für die Vergabe in die Ausschreibungen aufgenommen werden muss&#8221;. Damit wollen die Grünen Lohndumping vorbeugen und zumindest für städtische Aufträge indirket eine Art &#8220;Mindestlohn&#8221; sicherstellen. Ob sich eine Mehrheit findet, ist noch nicht klar, aber Stefan Fassbinder ist überzeugt: &#8220;Ich bin sehr zuversichtlich, dass der Antrag eine breite Mehrheit finden wird. Schließlich hat sich Axel Hochschild, Fraktionsvorsitzender der CDU, jüngst bei der Debatte um die Vergabe der Straßenreinigung vehement für Tariflöhne eingesetzt. Und bei der SPD steht die Einführung von Mindestlöhnen im Bundestagswahlkampf ganz oben im Programm.&#8221; Mit dem Verweis auf Hochschilds Position spielt Fassbinder vermutlich auf die Debatte um Rechtswidrigkeiten beim Ausschreibungsverfahren der Straßenreinigung an (webMoritz berichtete kurz im <a href="http://www.webmoritz.de/2009/08/14/was-sonst-noch-war-webmoritz-kompakt/">letzten Nachrichten-Überblick</a>).</p>
<p><strong>Stadt: Kein Grafito am IKuWo</strong></p>
<div id="attachment_24432" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://blog.17vier.de/wp-content/ikuwo1.jpg"><img class="size-full wp-image-24432" title="ikuwo-grafito-200" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/08/ikuwo-grafito-200.jpg" alt="ikuwo-grafito-200" width="200" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Der Entwurf als Simulation (Bild: Fleischervorstadtblog)</p></div>
<p>Wie Fleischervorstadt-Blogger Jockel Schmidt <a href="http://blog.17vier.de/?p=2743" target="_blank">schreibt</a>, lehnt die Stadt es ab, dass ein Vorbau am IKuWo mit einem Grafito verziert wird. Mit dem Motiv, das zuvor bereits in mehreren Flyern verwendet wurde, sollte eine großeFläche vor dem Gebäude verziert werden, laut Angaben der Initiatoren auch, um illegalen Grafittis vorzubeugen. Die Stadt lehnt dieses Vorgehen ab, möglicherweise auch, weil das Grafito von der Bahnhofstraße aus sehr gut einzusehen wäre. Dem IKuWo-Betreiberverein wurde mitgeteilt: &#8220;Die Stadt wünscht als Eigentümer des Gebäudes grundsätzlich keine  Graffitigestaltung des Vorbaus.&#8221; Zumindest Jockel und vermutlich auch der übrige IKuWo-Verein hätten sich von der Stadt stattdessen ein Bekenntnis zur Streetart erhofft.</p>
<h3>Über den Tellerrand: Noch mehr Hochradioaktiver Müll nach Lubmin</h3>
<div id="attachment_24436" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/08/karte-lubmin-ewn-moritzarchiv.jpg"><img class="size-full wp-image-24436" title="karte-lubmin-ewn-moritzarchiv-450" src="http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/08/karte-lubmin-ewn-moritzarchiv-450.jpg" alt="karte-lubmin-ewn-moritzarchiv-450" width="450" height="282" /></a><p class="wp-caption-text">Karte des Industriestandorts Lubmin, Zwischenlager rot markiert (Bild: EWN via moritz-Archiv, Stand: 2004)</p></div>
<p>Wie unter <a href="http://www.ndr.de/nachrichten/dossiers/atomkraft/atomschrott102.html" target="_blank">anderem</a> aus <a href="http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichten/brennpunkt/index_artikel_komplett.phtml?param=news&amp;id=2530708" target="_blank">Agenturmeldungen</a> hervorrgeht, ist bereits in knapp zwei Jahren mit dem Transport von hochradioaktiven Glaskokillen aus Karslruhe nach Lubmin zu rechnen. Vorher muss der derzeit flüssige Atomabfall noch verglast werden, was nun vom baden-württembergischen Umweltministerium genehmigt wurde. Anschließend kommt der radioaktive Müll nach Lubmin, wo er gelagert werden soll, bis ein Endlager gefunden ist. Die EWN wird nicht müde zu betonen, dass es sich bei dem Müll der höchsten Strahlen-Kategorie nicht mehr um &#8220;<a href="http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/dpa/2009/08/26/karlsruher-atomsuppe-wird-transportfaehig.html" target="_blank">Atomsuppe</a>&#8221; handeln wird, da der Müll vorher in die Glaskokillen, und somit in festen Zustand umgewandelt werde. Bereits vor fünf Jahren hatte das moritz-Magazin <a href="http://141.53.8.67/uploads/media/moritz_42_-_Mai_2004.pdf" target="_blank">spekuliert</a> (ab S. 9) , der Standort Lubmin solle zum Endlager werden. Diese Absichten wurden von offiziellen Stellen und den EWN allerdings zurückgewiesen.</p>
<h3>Über den Tellerrand: Salomonische Studie über Boddenerwärmung durch Kraftwerksbau</h3>
<p>Das geplante Steinkohle-Kraftwerk in Lubmin sorgt seit anderthalb Jahren regelmäßig für Schlagzeilen. In diesen Tagen machte eine (online nicht verfügbare) Studie der <a href="http://www.bfa-fish.de/DE/institute/institutfuerostseefischerei/mitarbeiterior/mitarbeiterior__node.html__nnn=true" target="_blank">Bundesforschungsanstalt für Fischerei</a> von sich <a href="http://www.ndr.de/wirtschaft/studie116.html" target="_blank">Reden</a>, derzufolge sich der Bodden durch das eingeleitete Kühlwasser erwärmen werde, was auch den Heringsbestand vermindern könnte. Der Fischfang sei insgesamt allerdings nicht in Gefahr, lediglich Umsatzeinbußen seien möglich. Dieses zwiespältige Ergebnis führte verständlicherweise nur dazu, dass alle politischen Parteien ihre Haltung zu dem Kraftwerksvorhaben unverändert wiederholten. Ob die Studie weitere Aspekte wie Algenbildung oder Auswirkungen auf den Tourismus mit einbezogen hat, ließ sich kurzfristig nicht ermitteln.</p>
<p>Bild (Startseite): Hermann Radeloff via jugendfotos.de</p>
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