Beiträge zum Stichwort ‘ moritz ’

Die November-Sendung

18. Dezember 2009 | Von MoritzTV | Kategorie: Moritz TV, Moritz TV News

In unserer Novembersendung findet ihr u.a. die neuesten Infos zum Bildungsstreik in Greifswald, die erste Ausgabe unserer neuen Reihe “Studentenfutter”, ein Interview mit dem neuen Lehrstuhlinhaber der KoWi, ein Making Of des moritz und vieles mehr.

Die vollständige Sendung findet ihr hier.

Kommentiere diesen Artikel... »


moritz 80 – November 2009 – Der geplante Verfall der Philosophischen Fakultät

22. November 2009 | Von Moritz-Magazin | Kategorie: Aktuelles Magazin, Moritz Magazin

Liebe moritz-Leserinnen und Leser,

mm80_Editorial_Sophie

Kälte und Nieselwetter bestimmen seit ein paar Wochen das Greifswalder Stadtbild. Der Herbst ist da und mit ihm die Tendenz zu depressiven Verstimmungen, die einen an der Schönheit der Hansestadt zweifeln lassen.

Man verdammt die Kleinstadt und verläuft sich in wirren Gedanken. Vier Greifswalder Studenten versuchen uns mit dem Kulturprojekt „klein stadt GROSS“ die positiven Aspekte dieser Kleinstadtromantik näher zu bringen. Aus einer völlig neuen Perspektive entdeckt man Kunst wo vorher Belanglosigkeit war und aus der negativen Grundstimmung wächst die zarte Blume der Hoffnung auf mehr. Vielleicht entdeckt auch ihr die scheinbar neuen Seiten Greifswalds in diesem Heft.

Eine nicht zu verachtende Seite unseres Lebens ist derzeit das Studium, es raubt uns Freizeit und schenkt uns Wissen. Dabei führten viele Wege in die Hansestadt am Bodden – bei dem Einen ist es der nicht vorhandene NC, der Andere ist der Liebe hinterher gereist und manch Einer liebt einfach die Nähe zum Meer. Ganz egal warum, wir sind hier und frönen dem Studentenleben, mal mehr, mal weniger. Aber wie sah das eigentlich vor 20 Jahren aus? 1989 war eine bewegte Zeit, auch hier in Greifswald. Wie damals die Studenten unserer Universität die friedliche Revolution erlebt haben, zeigen wir euch in dieser Ausgabe und geben Einblicke in das interessante Studentenleben in Greifswald zur Wendezeit.

Eine extreme Windböe unserer Redaktion könnt ihr dieses Mal in einem Selbstexperiment einer Studentin bestaunen. Ihr erfahrt, wie es ist, 24 Stunden ohne Unterbrechung in einer Vorlesung zu sitzen und welcher Hilfsmittel es bedarf, um wach zu bleiben. Jede einzelne Vorlesung ist ein Teil des Ganzen und auch so zu betrachten.

Es kommt eben auf das Kleine im Großen an, die Details, die auf den ersten Blick oft nicht zur Geltung kommen und das Bild erst richtig vervollständigen. Man sollte sich dessen stets bewusst sein und auch mal von seinem Kurs abweichen. Dementsprechend ist es wichtig Prinzipien zu haben, jedoch ist es noch wichtiger Zugeständnisse machen zu können, um neue Perspektiven zu erlangen. Lässt man seinen Blick schweifen, entdeckt man neben schlechtem Wetter die prächtigen Farben der fallenden Blätter und ist umhüllt von einem wohlig wärmenden Gefühl, das sagt: „Greifwald kann so schön sein“.

Sophie Lagies

Die komplette Ausgabe des aktuellen Magazins könnt ihr hier herunterladen, ausgewählte Artikel auch direkt online lesen.

Kommentiere diesen Artikel... »


„Wir waren der komplette Gegenentwurf“ – Greifswald 1989

9. November 2009 | Von Moritz-Magazin | Kategorie: Aktuell, Greifswald, Top-Themen

Der webMoritz veröffentlicht diesen gekürzten Artikel zum heutigen Jahrestag des Mauerfalls vorab. Der vollständige Artikel ist in der neuen Ausgabe des moritz-Magazins zu lesen, die in den nächsten Tagen erscheint.

moritz_banner

von Christine Fratzke

2009 ist das Jahr der Jubiläen. Im Herbst wird zwanzig Jahre Mauerfall zelebriert. Es sind die Bilder von der Mauer am Brandenburger Tor. Von Montagdemonstrationen. Von fahrenden Trabis, die Richtung Westen drängen. Es sind die bekannten Bilder aus Berlin, Leipzig. Doch lohnt es sich, Wende-Ereignisse auch vor der eigenen Greifswalder Haustür zu suchen. Man wird nämlich fündig.

Domeinweihung – Mit hohem Besuch

Nach Ereignissen zur Wendezeit in Greifswald hat Dirk Mellies, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut gesucht: „Der Norden ist in der Wendezeit sehr spät dran mit Protestbewegungen. Aber Greifswald ist witzigerweise eine der ersten Städte im Norden, wo sich etwas regte.“ Bereits in der ersten Hälfte des Jahres 1989 kochte die Unzufriedenheit der Greifswalder auf. Die Kommunalwahlen im Mai waren gefälscht.

wendeherbst-friedensgebet-puttkamer-250

Friedensgebet im Dom

Am 11. Juni gab es Besuch von oben, anlässlich der Einweihung des renovierten Doms. SED-Generalsekretär und Staatsratsvorsitzender Erich Honecker kam zu Besuch – und ging dabei die Strecke vom Rathaus bis zum Dom. „Das Ganze war ein Witz. Während die Altstadt zunehmend verfiel, wurden die Fassaden auf dem Weg dahin notdürftig gestrichen“, erläutert Mellies. Auch für den damaligen Theologiestudenten Hagen Kühne, unscheinbar gekleidet, sympathisch, hat viel zu erzählen, war das Ereignis eine Farce. Der heute 44-jährige Pastor stellt dar, dass das Bauprojekt zwar notwendig war, aber die Inszenierung der Eröffnung stieß ihm auf. „Die Vertreter der DDR-Kirche waren nicht einmal eingeladen“, sagt er kopfschüttelnd.

[…]

Revolutionärer Herbst

Es wurde Herbst. In Leipzig fand am 4. September die erste Montagsdemonstration statt. Wenige Tage später wurden das „Neue Forum“ und „Demokratie-Jetzt“ in Berlin gegründet. Ungarn öffnete seine Westgrenze – tausende DDR-Bürger flohen. Im Herbst 1989 beschloss Theologiestudent Hagen Kühne, sich zu regen. Er musste an einem ZV-Lager, Zivilverteidigung, teilnehmen. „Dort erlebte ich alle möglichen Repressionen. Da dachte ich mir: Das kann ich nicht mehr. Das System muss weg“, sagt Kühne heute. Dabei ging es ihm nicht darum, die DDR zu reformieren. Der Ansatz des Kommunismus und das damit einhergehende Menschenbild sei falsch. „Ich wollte die Wiedervereinigung von Anfang an“, betont der Pastor. Deswegen engagierte er sich nicht beim „Neuen Forum“, sondern, wie Angela Merkel, beim Demokratischen Aufbruch. Am 7. Oktober feierte die DDR den 40. Jahrestag ihrer Gründung.

[…]

Demonstrationen – auch in Greifswald

wendeherbst-menschenkette-thomas-lange-200

Menschenkette an der Fleischerstraße

Im Oktober wurde die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, die SDP, in Greifswald gegründet. In der privaten Wohnung des Studentenpfarrers Arndt Noack – mit vierzig Teilnehmern. Zwei Tage später folgte ein einschneidender Tag, der 18. Oktober. Es ist der Tag, an dem Honecker als Staatsratsvorsitzender von allen seinen Ämtern zurücktritt – Egon Krenz wurde sein Nachfolger. Es ist aber auch der Tag, an dem in Greifswald das erste Friedensgebet im Dom und die erste spontane Demonstration stattfanden.

Im Dom kamen mehrere hundert Teilnehmer zusammen. Das scheint angesichts der 70.000 Teilnehmer an der Montagsdemonstration in Leipzig ein paar Tage zuvor nicht sonderlich viel zu sein. Bis zum Jahresende gab es zehn Friedensgebete im Dom, mit anschließenden Demonstrationszügen. Bereits am 25. Oktober nahmen 2.500 am Gebet teil, am 1. November waren es etwa 7.000 bis 8.000. „Die Friedensgebete waren wie normale Gebete im Gottesdienst. Über 1.000 Kerzen wurden aufgestellt. Es wurden Zeugnisse der Betroffenheit dargestellt, über gesellschaftliche Verhältnisse wurde geklagt“, beschreibt Hagen Kühne. „Und auf einmal war alles ganz politisch.“ Das schlägt sich auch in den im Dom besprochenen Themen nieder: Es wurden beispielsweise Forderungen nach einem zivilen Wehrersatzdienst an Stelle des Wehrdiensts in der NVA, Dialog in der DDR, Freien Wahlen, Volksentscheiden, laut.

wendeherbst-demo-puttkamer-250

Demonstration in Greifswald

Parallel zu den Friedensgebeten im Dom fanden regelmäßig Mensagespräche statt, das erste am 19. Oktober. Etwa 1.000 Teilnehmer zählte der „Runde Tisch“, darunter der SED-Oberbürgermeister Udo Wellner mit seinem Stellvertreter Dr. Achim Jonas. Auch Studenten nahmen an den Gesprächen teil. Es wurde über die aktuelle Situation in der DDR diskutiert. „Das war typisch für Greifswald“; resümiert Dirk Mellies, „dass die Opposition und die Führung der Stadt sehr früh in Kontakt kamen. Das Ganze geschah friedlich und recht konfliktfrei.“

[…]

Das ausgehende Jahr 1989

wendeherbst-kreisdienststelle-puttkamer-250

Besetzung der Kreisdienststelle

Bis zum Ende des Jahres 1989 gab es noch weitere Friedensgebete und Demonstrationen. Während das Politbüro, inklusive Egon Krenz am 3. Dezember zurücktrat, verlief durch die DDR eine Lichterkette. An dieser beteiligten sich tausende Greifswalder und Stralsunder Bürger. Ein weiteres wichtiges Ereignis, wie Historiker Dirk Mellies betont, war der 4. Dezember. Es kam zur Besetzung der Kreisdienststeller des Amtes für Nationale Sicherheit in der Domstraße – Aktenschränke wurden versiegelt und gesichert.

„Greifswald war eine der ersten Städte, die die Akten sicherten“, sagt Mellies. Nicht alle hielten die Wiedervereinigung für eine optimale Lösung, Beispielsweise demonstrierte der SSB, der Sozialistische Studentenbund, Mitte Dezember gegen die Wiedervereinigung.

moritz80_cover-250

Das neue moritz-Magazin (80) erscheint in diesen Tagen.

Hagen Kühne ist Zeuge der Wende in Greifswald geworden. „Es ist unglaublich. Alles änderte sich relativ schnell. In eine Richtung, die man sich erträumt hat“, erläutert der Pastor, der heute in der Nähe von Bernau bei Berlin arbeitet, nachdenklich. Bisher gab es allerdings weder Abschlussarbeiten noch Veröffentlichungen zu dem Thema. Dirk Mellies und Dr. Frank Möller, ebenfalls vom Historischen Institut, bringen im Dezember ein Buch heraus, das 25 Zeitzeugen der Greifswalder Wendezeit näher darstellt. Etwa 18 Studenten haben mitgeholfen, ihre Geschichte zu verschriftlichen. Denn wer sucht, der findet. Auch in Greifswald.

Weitere Themen im neuen moritz-Magazin:

  • Was steckt hinter dem Wechsel der Psychologie in die mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät?
  • Rückblick auf die Erstsemesterwoche
  • Das Riemser Virenforschungszentrum
  • Das CD-Release “klein stadt GROSS”
  • Reisebericht aus Syrien

Bilder: Historische Bilder (Copyright bei den Urherbern, nicht CC-lizenziert): Menschenkette: Thomas Lange, alle anderen: Puttkamer.

19 Kommentare »


Zum Nachlesen: Ticker aus der StuPa-Sitzung

2. November 2009 | Von Carsten Schönebeck | Kategorie: Aktuell, Top-Themen, Uni-Politik

Am Dienstag, dem 3. November, tagt erneut das Studierendenparlament (StuPa) der Universität Greifswald. Die Sitzung beginnt um 20 Uhr im Konferenzsaal des Uni-Hauptgebäudes Bürgerschaftssaal des Rathauses. Die Raumänderung gab das Präsidium heute nachmittag bekannt und begründete sie mit Planungsfehlern der Uni-Verwaltung.

stupa-liveticker-300x200Nach dem in der vergangenen Sitzung ein  Großteil der Tagesordnung vertagt werden musste, sind mittlerweile auch diverse neue Anträge eingegangen. Für den meisten Zündstoff dürfte der Antrag des RCDS sorgen, der den Markt der Möglichkeiten stärker regulieren will und mehrere Gruppen (unter anderem “Rote Hilfe e.V.”) von der Veranstaltung ausschließen will. Desweiteren sind auch wieder zwei Bewerbungen für vakante AStA-Referate eingegangen.

Die vorläufige Tagesordnung sieht folgende Punkte vor:

TOP 1 Berichte (Drs. 19/107) – Die üblichen Rechenschaftsberichte aus dem AStA, den moritz-Medien und weiteren Gremien nehmen in der Regel zwischen 60 und 90 Minuten ein.

TOP 2 Formalia – Hier wird die Tagesordnung beraten und verabschiedet sowie das Protokoll der vorigen Sitzung genehmigt. Dieser Tagesordnungspunkt ist bei den letzten SItzungen meistens relativ zügig abgehandelt worden. (weiterlesen…)

47 Kommentare »


Jetzt mitmachen bei den moritz-Medien!

8. Oktober 2009 | Von Gabriel Kords | Kategorie: Aktuell, In eigener Sache, Top-Themen

Auf dem “Markt der Möglichkeiten” haben sich heute zahlreiche Erstsemester über das studentische Vereinsleben in Greifswald informiert. Neben den Hochschulgruppen, Begabtenförderwerken, Vereinen wie “Gristuf” und den Pfadfindern stellten sich auch die studentische Selbstverwaltung und die moritz-Medien vor.

Die Besucher konnten sich bei den anwesenden Redakteuren der Bereiche moritz-Magazin, moritzTV und webMoritz mit der  Arbeit in den verschiedenen Sparten der moritz-Medien vertraut machen.

Am Samstag: Tag der offenen Tür beim Medien-Café

Für alle die sich für redaktionelles Arbeiten interessieren und sich vielleicht sogar vorstellen können später einmal einen Beruf im Medienbereich zu ergreifen, sind die moritz-Medien der ideale Ausgangspunkt. Wer beim “Markt der Möglichkeiten” nicht dabei war oder dort Interesse an den Medien bekommen hat, kann am Samstag weitere Einblicke in den Alltag der Redaktionen gewinnen. Alle drei Bereiche laden zwischen 12 und 18 Uhr zum “Mediencafé” in die gemeinsame Redaktion in der Wollweberstraße 4 ein.

mortiz_familiy_09-275

Chefredakteure und Geschäftsführung (Bild) sowie weitere Redakteure erwarten euch.

Die Redakteure des Magazins informieren über den Entstehungsprozess einer Moritz-Ausgabe, moritzTV gewährt Einblicke in die Welt des Fernsehens und auch der webMoritz bietet einen Blick hinter die Kulissen: Wie funktioniert unser Content-Managment-System? Was sind die aktuellen Themen im Lokalgeschehen? Und wie koordiniert die Redaktion ihre Arbeit?

Wer weniger am Journalismus und stärker an Betriebswirtschaft interessiert ist, kann sich bei der Geschäftsführung der Medien informieren. Die Geschäftsführer verwalten das Budget, das den Medien vom StuPa jährlich zur Verfügung gestellt wird.

Für das leibliche Wohl ist am Samstag gesorgt – für die Besucher gibt es Kaffee und Kuchen.

Übrigens: Wer am Wochenende verhindert ist und trotzdem Interesse an der Mitarbeit bei den Moritz-Medien hat, kann auch im Semester jederzeit einsteigen. Die Redaktionen freuen sich stets über Besuchen in den regelmäßigen Redaktionskonferenzen – Vorwissen oder Voranmeldung sind nicht erforderlich. Nähere Informationen geben die Chefredaktionen jederzeit gern per E-Mail.

Außerdem: Fortbildungswochende Ende Oktober

glashagenAm Wochenende 23./24./25.10. machen die Moritz-Medien interessieren Neueinsteigern außerdem ein besonderes Angebot: Ein Fortbildungswochende im naheglegenen Glashagen bietet Gelegenheit zur Weiterbildung und zum Kennenlernen. Tagsüber gibt es sieben Angebote verschiedener Referenten, unter anderem Reportage-, Fotografie und Podcasting-Workshops, abends wird es dann gesellig.

Die Unterbringung erfolgt in einem alten Gutshaus mit urigem Charme, in dem noch mit Holz geheizt werden muss. Die Teilnehmer sollten einen Schlafsack mitbringen, außerdem wird ein geringer Beitrag von 15 Euro für die Teilnahme erhoben. Interessierte können sich am Samstag bei der Redaktion melden, die sie am meisten interessiert oder sich per E-Mail an die webMoritz-Chefredaktion wenden: web@moritz-medien.de

Bilder: Erik Schumacher, Carsten Schönebeck u.a.

23 Kommentare »


Kalter Entzug vom Web

6. Oktober 2009 | Von Moritz-Magazin | Kategorie: Aktuell, Top-Themen, Über den Tellerrand

von Christiane Müller

Vorabveröffentlichung aus der neuen Ausgabe des moritz-Magazins (79), die in diesen Tagen erscheint.

Ein normaler Uni-Tag im 21. Jahrhundert: Der Wecker hat geklingelt, der Student steht auf, schaltet den Rechner ein und vollzieht das allmorgendliche Ritual des Emailabrufens. Nachdem er aus der Uni zurückgekehrt ist, wird er sowohl zwischenmenschliche Kommunikation als auch Studienrecherchen und Zeitvertreib bequem per Mausklick bewältigen. Denn das Internet ist heute der größte Wissensspeicher, das größte Einkaufszentrum und der größte Vergnügungspark der Welt zugleich.

maus-200x133Kaum ein Student ist mehr davon frei: vom Bedürfnis, täglich seine sozialen Kontakte im Netz zu pflegen, stets seinen Informationsstand um das aktuelle Tagesgeschehen zu „updaten“, online nach Zerstreuung und Unterhaltung zu suchen, in einer Informationsgesellschaft alle Antworten sofort nach wenigen Klicks zur Verfügung haben zu müssen – oder auch einfach nur die Notwendigkeit, für das Studium Vorlesungsmaterialen und Informationen online zu organisieren.

Das World Wide Web ist inzwischen zweifelsohne ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil sowohl des Hochschulalltags als auch des privaten Lebens von Studenten geworden. Stundenplanänderungen werden per Mail bekannt gegeben, Einschreibung, Prüfungsanmeldungen und Noteneinsicht sind über Selbstbedienungsfunktionen möglich, Materialen zu den Vorlesungen kann man abseits von “WULV” oder “Stud.IP” nicht erreichen, Referate werden mit Hilfe von Wikipedia vorbereitet, das ist nun mal die bittere Wahrheit.

Diese Liste lässt sich unter Einbezug des studentischen Privatlebens beliebig fortsetzen: Verabredungen plant man per Mailverkehr oder StudiVZ, Freunde teilen durch einen Doppelpunkt und eine Klammer ihre aktuelle Gefühlslage mit, Bücher, CDs und DVDs bestellt man online – vorausgesetzt, man hat die Filme und die Musik nicht schon längst heruntergeladen. Nachrichten und Wettervorhersagen erhält man ebenso im Netz, und den Feierabend oder freie Minuten zwischendurch verbringt man mit YouTube, ICQ und dem Durchstöbern von StudiVZ- oder Facebook-Profilen.

Die Beziehung zwischen Studierenden und dem Internet erscheint einem Abhängigkeitsverhältnis gleich. Dass es bei einer Abhängigkeit zu Entzugssymptomen kommt, sobald der „Stoff “ abgesetzt wird, ist kein Geheimnis. Bleibt die Frage, ob diese genauso auftreten, sobald einem der Netzzugang gekappt wird.

Kalter Entzug vom Internet

Eine Entziehungskur dieser Art müssen Bewohner des Studentenwohnheimes in der Wilhelm-Holtz-Straße nun schon seit drei Monaten machen. Nachdem dort die Funkanbindung zusammengebrochen war und sich eine Reparatur als nicht möglich herausstellte, wurden die Studierenden per Brief darüber informiert, dass ein neuer Internetzugang wohl erst wieder Ende September eingerichtet werden könne. Ein Schock für jeden medienverwöhnten modernen Studenten! Mehrere Monate lang quasi abgeschnitten von der Außenwelt, ohne die gewohnten Kommunikationsmittel, Bequemlichkeiten und Genüsse, die einem schon so selbstverständlich erscheinen wie fließendes Wasser? Schier unmöglich.

holtz-str-wohnheim-4-250

Im Wohnheim Holtzstraße fiel für Monate das Internet aus

Die unfreiwillige Entwöhnung bei den Opfern des Funkproblems zeigt: Einen oder zwei Tage ohne Internet überstehen die meisten noch gut. Doch spätestens nach dieser Zeitspanne lassen sich die ersten Entzugserscheinungen feststellen. Zwar fallen die physischen Symptome wie Schwindel, Zittern oder Übelkeit aus, aber allmählich macht sich beim Betroff enen eine innere Unruhe breit. Wenn man doch nur ganz kurz seine Mails sehen könnte… Oder wenigstens fünf Minuten im StudiVZ hätte. In der Vorstellung wird das Bild eines im Minutentakt wachsenden Emailberges, bestehend aus unermesslich wichtigen Nachrichten, immer dominanter, bis man letztendlich auch den Weg bis zur Unibibliothek in Kauf nimmt, um diese beantworten zu können. Danach noch ein paar Pinnwandeinträge? Leider ist das Internet in der „Bib“ wieder einmal so langsam, dass Studi-VZ nach wenigen Sekunden abstürzt. Das Emailchecken muss also vorerst ausreichen.

Wieder zu Hause erhalten die Leidtragenden neuen Grund zur Frustration. Möglicherweise arbeiten sie an einem Referat oder wollen eine Vorlesung vorbereiten. Erste Informationen zum Thema sind normalerweise schnell besorgt: Einfach den Begriff googeln oder wikipedieren. Stopp, das geht ja auch nicht mehr. Da muss wohl das altbewährte Lexikon herhalten – wenn man im Zeitalter von Online-Enzyklopädien überhaupt noch ein solches besitzt. Natürlich steht das gesuchte Wort nicht drin, aber dann befragt man einfach ein Online-Synonymwörterbuch, um das Problem zu lösen. Doch halt: Auch dafür braucht man ja Internet. Spätestens jetzt beenden einige der Betroff enen wohl entnervt die Arbeit an den universitären Pflichten und verschieben diese auf den nächsten Bibliotheksbesuch. Bleibt lediglich die Frage, wie man den angebrochenen Abend verbringt.

Probleme beim Zeitvertreib

Auf der Datenautobahn entsteht dieses Problem oftmals gar nicht:  Webnutzer wissen sich die Zeit zu Hause notfalls bei YouTube, ICQ oder in sozialen Netzwerken zu vertreiben. Mails schreiben, Nachrichten beantworten, Musik hören, erneut die Mails abrufen, Partyfotos kommentieren, das Verhalten anderer Mitglieder observieren, wieder die Nachrichten prüfen – und wenn keine neuen da sind? Dann kann man immer noch hoffen, dass ein Chatfenster aufspringt und sich ein Plauderpartner anbietet. In Ermangelung dieser Möglichkeiten greifen einige „Patienten“ auf ein anderes Instrument zur Kommunikation zurück: Ein langes Telefongespräch verschafft die herbeigesehnte Verbindung zur restlichen Welt. Zum Glück weiß man zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sich die Zahl auf der Handyrechnung am Ende des ersten internetlosen Monats verdreifacht haben wird.

Ganz ähnlich wie bei anderen Entzugstherapien helfen Ersatzbeschäftigungen, die Symptome zu lindern: Einige der Offliner entdecken während der Behandlungszeit die Welt des Fernsehens, der Bücher und des Telefonierens für sich wieder. Oder aber das Nachgrübeln: Zum Beispiel über die Frage, wie sich die Menschen abends beschäftigten, als sie noch nicht mit der Erfindung des Internets gesegnet waren. Wie googelten sie Wörter  ohne Google, wie recherchierten sie Literatur ohne Systeme wie OPAC, wie planten sie Verabredungen? Ist es etwa Langeweile und Fantasielosigkeit, die uns Abend um Abend vor dem Bildschirm verbringen lässt? Wie sähe die Welt – und vor allem ein Studium – heute aus, wenn Tim-Berners Lee nicht vor einigen Jahren das World Wide Web erfunden hätte?

moritz-magazin-79-vorab

Das neue moritz-Magazin (79) erscheint in diesen Tagen.

Beschaffungsverhalten beim Patienten

Andere Studenten entfalten die typischen Verhaltensmuster Abhängiger und richten ihre Tagesplanung hauptsächlich auf die Beschaffung der „Substanz“ aus, in diesem Fall auf die Organisation eines Ortes mit Internet. An den regelmäßigen Weg in die Unibibliothek gewöhnt man sich trotz Zeit und Aufwand – denn die Bibliothek ist der Ort, der das Verlangen nach einem Netzanschluss befriedigt. Alternativ können sich die Betroff einen plötzlich auffallend häufi g von verständnisvollen Freunden nach Hause einladen lassen, deren Wohnung rein zufällig über eine intakte Internetverbindung verfügt.

Dass das Internet heute einen integralen Bestandteil des studentischen Tagesablaufs bildet, beweist auch eine Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS). Von den hier befragten Studierenden gaben gerade einmal 0,3 Prozent an, täglich weniger als eine Stunde im Netz aktiv zu sein. Die Mehrheit von 73 Prozent ist pro Tag eins bis drei Stunden online, ein Viertel immerhin vier bis sechs Stunden. 1,3 Prozent verbringt gar zehn bis zwölf- Stunden täglich beim Surfen.

Die am häufigsten aufgesuchten Internetangebote unter Studenten sind der Untersuchung zufolge Wissensplattformen wie Wikipedia, gefolgt von sogenannten „Social Communities“ wie StudiVZ, Facebook und MySpace. Angesichts dieser Zahlen ist das Verhalten bei plötzlicher Internetabstinenz nicht sehr verwunderlich. Die diagnostizierten Entzugssymptome lauten: Aufkommende Langeweile, Angst um Informationsrückstände gegenüber anderen, sowie der sehnliche Wunsch nach Rückkehr in die alten Sozialnetzwerke.

Wenn nach mehreren Monaten schließlich die Zeit der Entsagung beendet ist, erwarten so manche geradezu fi ebernd den großen Tag, an dem das Internet sie wiederhaben wird. Endlich darf man auf Erlösung hoff en. Das Datum gleicht einer zweiten Geburt in die fantastische Welt des Webs. Bald ist man wieder vollständig in die moderne Zivilisation integriert! Als der Rechner hochgefahren ist und das Netzwerksymbol am Bildschirmrand plötzlich wieder mit der verheißungsvollen kleinen blauen Kugel aufblinkt, steigt die Aufregung spürbar. Der Gruß der Mailbox klingt bereits vielversprechend: „Guten Tag! Du hast ungelesene Mails.“ Na bitte! Schnell aufgerufen… Spam, Spam, unwichtig, Spam. Also ab damit in den Papierkorb. Aber vielleicht war man ja bei StudiVZ wichtig. Der Einloggvorgang hierfür ist einem schon in die Finger übergegangen; doch auch hier wartet das Nachrichtenfeld mit provozierender Leere auf. Nach dem wenig erfolgreichen Versuch, spannende Neuigkeiten über Bekannte auszukundschaften, hat sich auch dieser Teil des Internetaufenthalts erledigt. Und nun?

Alle Seiten, die man sonst regelmäßig angesurft hat, sind bereits abgehakt. Mehr gibt es für heute online nicht zu tun. Nach fünf Minuten ist das Browserfenster mangels Beschäftigung wieder geschlossen – und wird es auch für den Rest des Tages bleiben. Natürlich bleiben Rückfälle wie bei jedem Entzug nicht völlig aus.  Doch bei einigen hat dieser Erfahrung dauerhaft Wirkung gezeigt, wie zum Beispiel bei Alina: „Ich habe gemerkt, dass das Meiste, was man macht, eigentlich Zeitverschwendung ist. Es reichen eff ektiv fünf Minuten am Tag, um alle Nachrichten zu checken. Ich habe meine Gewohnheiten da total verändert. Nun bin ich bin viel seltener online und das fühlt sich gut an!“ Klingt logisch – aber offenbar bedarf es einer mehrmonatigen Entziehungskur vom Netz, um zu dieserErkenntnis zu gelangen.

Weitere Themen im neuen moritz-Magazin:

  • Der Leistungsdruck und seine Folgen: Studenten auf dem Weg in die Sucht
  • Kompetenzstreit zwischen AStA und StuPa
  • Profs Privat (3): Professor Bornscheuer
  • Kultur: die siebte Greifswalder Kulturnacht
  • m.trifft: Hafenmeister Arnold Dörling

Bilder: Martina Gäde (Maus), Gabriel Kords (Wohnheim)

20 Kommentare »


Umweltwissenschaft: Einschreibung suspendiert

26. Juni 2009 | Von Moritz-Magazin | Kategorie: Aktuell, Top-Themen, Universität

von Maria Trixa

Vorabveröffentlichung aus der neuen Ausgabe des moritz-Magazins (78), die in wenigen Tagen erscheint.

Eine seltsame Situation ist entstanden. Die Erst-Einschreibungen für den interdisziplinären Bachelorstudiengang der Umweltwissenschaften sollen zum nächstmöglichen Zeitpunkt, vorzugsweise bereits zum kommenden Wintersemester, suspendiert werden. Dafür sprach sich eine Mehrheit des Fakultätsrates der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät am 24. Juni aus. Das scheinbar skandalöse: Niemand an der Greifswalder Universität wird diesem Wunsch der Fakultät widersprechen. Schon Anfang Juni beschloss das Studentenparlament (StuPa) gegen eine solche Beschlusslage keinen Widerspruch einzureichen.

umweltwissenschaften_transp_250x167

Protest-Transparent von Studierenden

Prorektor Professor Michael Herbst spricht von einem „Loch”, in welches die jetzigen Studenten dieses Studienganges fielen, weshalb dies wohl die beste Lösung sei. Den Stein ins Rollen brachten Mitglieder des zuständigen Fachschaftsrates. Dass dies, wenn überhaupt, lediglich die zweitbeste Lösung ist, weiß Juliane Hübner. Die 22-Jährige ist stellvertretende Vorsitzende des Fachschaftsrates, der nicht nur Umweltwissenschaftler vertritt. Seitdem sie und ihr Kommilitone Sebastian Fischer im April in den Fachschaftsrat der Biochemie, Chemie und Umweltwissenschaften gewählt wurden, ist ein Mängelbericht entstanden. In diesem werden die Unterschiede
zwischen der geschriebenen Prüfungsordnung und der realen Ausführung dargelegt. Diese seien erheblich. „Wir sollen Praktika absolvieren, die nicht angeboten werden und können Veranstaltungen nicht zum angedachten Zeitpunkt, sondern erst später absolvieren, wodurch es unmöglich wird, die Regelstudienzeit einzuhalten. Das wiederum schadet den BAföG-Empfängern”, fasst Sebastian Fischer die Kernprobleme zusammen. (weiterlesen…)

4 Kommentare »


Zweiter Greifswalder Medienstammtisch

26. November 2008 | Von Carsten Schönebeck | Kategorie: In eigener Sache

Am Donnerstag, dem 27. November um 20 Uhr laden die Moritz-Medien zum zweiten Greifswalder Medienstammtisch ins Café Caspar (Fischstr. 11).

Am Stammtisch soll nicht primär über die studentischen Medien, sondern über alle lokalen Medien diskutiert werden. Hintergrund des ersten Treffens war die eskalierte Diskussion um den Artikel “Ostsee-Zeitung: Einseitig, unsachlich, stur”. Wir möchten mit den Redakteuren wie auch Lesern bei einem entspannten Tee oder einem guten Bier ins Gespräch kommen.

Eingeladen sind unsere studentischen, wie nicht-studentischen Leser und Fernsehzuschauer, als auch alle anderen Bürger der Stadt oder Mitglieder der Universität. Beim Stammtisch könnt ihr Ideen und Themen für Berichte, Probleme oder kritische Anmerkungen zur Qualität unserer und ander Medien loswerden und diskutieren.

Bildquelle: Georgie Sharp via Flickr

1 Kommentar »


Der neue Moritz ist da…

20. Juni 2008 | Von Sebastian Jabbusch | Kategorie: Aktuell, Universität

Der neue Moritz liegt seit Donnerstag in Mensa und im AStA aus. Und inzwischen können wir ihn Euch auch zum Download anbieten. Vielen Dank ans Moritz-Team an dieser Stelle!

Das Magazin macht in dieser Aufgabe (erstmals?) mit einer leicht bekleideten Dame auf dem Titelblatt auf. Das Moritz Magazin steht seit dieser Ausgabe unter der Leitung des neuen Teams Arik Platzek & Christine Fratzke.

Ein Schwerpunkt des Heftes liegt mit neun Seiten wie schon in der letzten Ausgabe auf der Hochschulpolitik. Dem Titelthema “Studienfinanzierung” werden zwei Seiten eingeräumt. Ebenso kommt Gristuf etwas kurz, was wohl aber auf den Redaktionsschluss zurück zu führen ist, der noch vor Beginn der Festivalwoche lag.

Dafür können viele andere Themen als Highlights gelten: Ein Strandtest (Lubmin & Bansin gewannen), drei Seiten über studentische Familienplanung und ein Gespräch, mit dem Greifswalder und (Achtung!) erklärten “zukünftigen Ministerpräsidenten” von M-V Erwin Sellering (SPD).

Dazu wieder ein vollgepacktes Feuilleton mit einer Konzertkritik über die Scorpions. Spetakulär daran: Sie wurde geschrieben von Norman Gorek, der vor vielen Jahre einst als Rock-n-Roll-Chefredakteur des Moritz bekannt war.

Zu guter Letzt gibt der Tapir noch einen kritischen Kommentar zum StuPa und zur Zensur ab (und alles andere was man hineininterpretieren kann) (Zum Hintergrund: siehe hier).

Die Juni-Ausgabe ist die letzte Ausgabe des Semesters gewesen. Eure Kommentare zum neuen Magazin könnt ihr hier im Ryck-Blick loswerden…

7 Kommentare »


Ryck-Blick kooperiert jetzt mit webmoritz

28. Mai 2008 | Von Sebastian Jabbusch | Kategorie: Aktuell, In eigener Sache

Gemeinsam stark

Gestern kam es wieder zu einer spannenden StuPa-Sitzung. Meine Wenigkeit – der Chefredakteur dieses Blogs – wurde darin zum Webmoritz Chefredakteur gewählt (siehe auch Sitzungs-Liveticker). Unterstützt werde ich dabei von Kerstin Zuber, die als stellv. Chefredakteurin gewählt wurde.

Infokasten: Der webmoritz ist der Onlineauftritt der “Studentischen Medien”, die durch das Studierendenparlament (StuPa) finanziert und deren Leitung durch das StuPa gewählt wird. Zu den Studentischen Medien gehören im Kern Moritz TV, webmoritz und das Moritz Magazin, aber auch der Flying Moritz, der Uni-Führer und die Kalender Sommer- und Wintermoritz. Bis vor kurzem gehörte auch der Beamer in der Mensa dazu (vgl hier).

Interessante Frage für die Leser: Wird sich an der Website etwas verändern?

  • Zunächst mal: Ja – hoffentlich. Wir hoffen durch den offiziellen Titel jetzt noch besser und schneller wachsen zu können. Wir wollen Euch bald noch mehr Nachrichten und Service anbieten.
  • Zunächst aber auch: Nein. Denn der Ryck-Blick bleibt, bis ein Vertrag mit der Geschäftsführung der Moritz Medien geschlossen wurde, formell ein privates Projekt. Wenn die Verhandlungen gut laufen, sollte der Vertrag in ein oder zwei Monaten geschlossen sein. Dann geht diese Website an den webmoritz über.

Übrigens lassen wir keine Zeit verstreichen:

  • Schon heute ist die erste Redaktionssitzung
  • Alle Interessenten – egal ob webmoritz Redakteure, Ryck-Blick Redakteure oder Interessierte sind dazu herzlich eingeladen
  • Los geht’s um 18 Uhr
  • Treffpunkt: Büros der Moritz Medien in der Wollweberstrasse 4 (weiterlesen…)
8 Kommentare »