Beiträge zum Stichwort ‘ Nazis ’

Von völkischen und neurechten Jugendgruppen

16. Juli 2009 | Von Oliver Wunder | Kategorie: Top-Themen, Über den Tellerrand

Der Artikel vom 7. April zum Verbot der rechtsextremen Organisation “Heimattreue Deutsche Jugend – Bund zum Schutz für Umwelt, Mitwelt und Heimat e.V.” (HDJ) stieß bereits auf hohe Resonanz. Auch in der breiten Öffentlichkeit gibt es, spätestens seit dem Verbot großes Interesse an der Thematik völkischer Jugendgruppen.

Inzwischen gibt es eine Publikation und ein Internet-Blog die sich damit beschäftigen. Grund genug das Thema hier erneut aufzugreifen.

BUCH ÜBER VÖLKISCHE UND NEURECHTE JUGENDGRUPPEN

Wer trägt die schwarze fahne dort - Cover-208x300

Mit dem Thema “rechte Jugendgruppen” haben sich der Berliner Journalist Maik Baumgärtner und der Diplom-Sozialpädagoge Jesko Wrede aus dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. (BdP) beschäftigt. Mehrere Jahre recherchierten beide zu völkischen und neurechten Jugendbünde und trugen dabei viel Material zusammen. Auf 212 Seiten präsentieren sie nun ihre Zwischenergebnisse.

Die Publikation “Wer trägt die schwarze Fahne dort…” erschien Anfang Juni bei der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG) und war nach zwei Wochen bereits vergriffen.

Für Nichtkenner der deutschen Jugendbewegung wird als Einstieg die historische Entwicklung der Jugendbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts nachgezeichnet. Weiter geht es mit der Neugründung nationalistischer Jugendbünde in den 1950er und 1960er Jahren. Kurz werden dabei einige nicht mehr existierende Dachverbände, sowie Gruppen vorgestellt.

Doch gerade die aktuelle Situation ist sehr interessant. Völkische und neurechte Gruppen geben sich nach außen harmlos. Sie kleiden sich wie Jugendbewegte, singen die selben Lieder und gehen teilweise auf Fahrt. So sind sie schwer von Pfadfindern, Bündischen und Wandervögeln zu unterscheiden. Damit versuchen sie an die “normale” Jugendbewegung anzuschliessen, was ihnen teilweise gelingt. Nach Innen legen sie jedoch ihren Schafspelz ab, vertreten teilweise Blut-und-Boden-Ideologie und idealisieren das Volkstum.

Daher widmen sich Baumgärtner und Wrede vor allem noch existierenden, aktiven Gruppen und stellen diese vor. Dabei wird auf die Geschichte der Gruppen, deren Auftreten, Publikationen, Mitglieder, Kontakte ins rechte Milieu und ihre programmatischen Schwerpunkten eingegangen.

Dabei werden die Gruppen “Der Freibund – Bund Heimattreuer Jugend e.V.”, “Sturmvogel – Deutscher Jugendbund”, “Fahrende Gesellen – Bund für deutsches Leben und Wandern e.V.”, “Deutscher Mädelwanderbund”, “Überbündischer Kreis”, “Freundeskreis der Artamanen” und “Deutsche Gildenschaft“ vorgestellt und besprochen.

Auch Aktionen wie das sogenannte “überbündische Burgfest”, sowie die “Aktion Gedenkzug” finden Erwähnung. Die Haltung von Pfadfindern, Wandervögeln und der bündischen Rechten zwischen Abgrenzung und Annäherungsversuchen findet in einem extra Kapitel Platz.

Im Anhang werden “Die Ludendorffer – Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.” und “Sturmadler – Jugendbund für Fahrt und Lager” behandelt. Es gibt ebenso ein Personen- und Sachregister zur Recherche.

Baumgärtner und Wrede untermauern ihre Ausführungen durch viele Zitate aus Publikationen der besprochenen Gruppen und Personen. Sie schaffen so ein ziemlich bedrückendes Bild eines neurechten Netzwerkes.

VERFLECHTUNGEN ZWISCHEN GRUPPEN UND NEURECHTEN INSTITUTIONEN

2 Fahrende Gesellen 1988 auf Jahrestreffen des "Freundeskreis Ulrich von Hutten". Foto: Rolf Boehm

Mind. ein Fahrender Gesell 1988 auf dem Jahrestreffen des rechtsextremen Vereins "Freundeskreis Ulrich von Hutten". Foto: Rolf Boehm

Einige der genannten Bünde haben zahlreiche personelle Verflechtungen mit der rechten Szene in Deutschland und gestalten einen großen Anteil eines neurechten Netzwerkes. Dies lässt sich am Beispiel der “Deutschen Gildenschaft” (DG) besonders gut zeigen. Mitglieder der DG waren maßgeblich daran beteiligt umstrittene und neurechte Institutionen wie die Wochenzeitung „Junge Freiheit“, das „Institut für Staatspolitik“ (IfS), sowie den „Verlag Edition Antaios“ zu gründen.

Auch Andreas Molau, ehemaliges Mitglied im Bundesvorstand der NPD und jetziger Bundespressesprecher der DVU, war bis zum April 2009 Mitglied der DG. Des Weiteren erschienen z.B. Werbeanzeigen von rechten Verlagen in Publikationen der Gruppen oder Mitglieder schrieben Artikel für rechte Zeitschriften.

Felix Menzel, Mitglied im Freibund, war 2008 nicht nur Kontaktperson für die Sonnenwendfeier, sondern auch für die Kontoführung des Freibundes zuständig. Darüber hinaus betreibt er das neurechte Schülerzeitungsprojekt “Blaue Narzisse” und trat 2008 auch als Referent für das IfS auf. Er selber äusserte sich in einem Interview der Zeitschrift “Sezession” des IfS, Ausg. 21 Dezember 2007, zum Zweck der “Blauen Narzisse” so:

“Zuerst einmal wollen wir an einer rechten Milieubildung mitarbeiten. Aufgrund der eigenen Interessenlage und der eigenen Fähigkeiten haben wir dafür das journalistische Betätigungsfeld gewählt. Für eine Milieubildung reicht dies natürlich nicht aus. Deshalb engagieren sich viele unserer Autoren und Redakteure zusätzlich in Schüler- und Studentenverbindungen oder in der Bündischen Jugend.”

Zahlreiche weitere Verflechtungen werden durch Baumgärtner und Wrede aufgedeckt und beschrieben.

REVISIONISTISCHES WELTBILD

Einige Gruppen vertreten ein geschichts- und gebietsrevisionistisches Weltbild. Die beiden Weltkriege werden verklärt und das deutsche Volk als Opfer dargestellt. Die aktuelle Grenzziehung wird nicht akzeptiert. Dies zeigt sich z.B. an einem Zitat aus der Mitgliederzeitschrift der “Fahrenden Gesellen”. In “Der Fahrende Gesell”, Folge 2 / 2006, schreibt Gunthart H. A. Stübiger im “Fahrtenbericht: Wie oft sind wir geschritten auf schmalem Negerpfad…”:

Was ist Deutschlands höchster Berg? Wer auf diese Frage statt der erwarteten Antwort  “die Zugspitze“ die Antwort “der Kilimandscharo” bekommt, schaut erst einmal verblüfft.

AKTIVITÄTEN IN MECKLENBURG-VORPOMMERN

Von den besprochenen Gruppen sind nur wenige Aktivitäten in Mecklenburg-Vorpommern bekannt. Ganz im Gegensatz zur HDJ, die hier eine ihrer mitgliederstärksten Regionen in Deutschland hatte.

In Koppelow und Klaber (zwischen Teterow und Güstrow) soll es ein Siedlungsprojekt der “Neo-Artamanen” geben. Die “Neo-Artamanen” bewegen sich, so die Autoren, in der Nähe der “Artamanen”, die 1926 gegründet wurden und eine radikal-völkische Siedlungspolitik im Stil der Blut-und-Boden-Ideologie betrieben. Prominenteste Mitglieder der Artamanen waren Ausschwitz-Kommandant Rudolf Höß und Reichsführer-SS Heinrich Himmler.

In den 1990er Jahren sollen, so die Autoren, die “Neo-Artamanen” vor allem von Mitgliedern aus dem “Freibund” gegründet worden sein. In ihrem Siedlungsprojekt sollen sie u.a. Ökolandbau und einen Öko-Baustoffhandel betreiben. Als externer Fachmann trat einer der Öko-Landwirte 2007 im Schweriner Landtag für die NPD auf.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Da das Buch schnell vergriffen war und auch wegen des Auffindens neuen Materials haben Baumgärtner und Wrede einen Blog zum Thema völkische und neurechte Jugendgruppen (www.rechte-jugendbuende.de) gestartet.

Maik Baumgärtner, Jesko Wrede: “Wer trägt die schwarze Fahne dort…”
Reihe “Kompetente Konzepte für Demokratie und Toleranz”, Band 2
Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN
Braunschweig 2009
ISBN 978-3-932082-35-1

www.rechte-jugendbuende.de

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Rolf Boehm. Übernommen aus Rechte Jugendbünde: Fundstücke von 1988 .

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Rechtsextreme HDJ verboten

7. April 2009 | Von Oliver Wunder | Kategorie: Top-Themen, Über den Tellerrand

Am 31. März 2009 hat das Bundesinnenministerium die rechtsextremistische Jugendorganisation “Heimattreue Deutsche Jugend – Bund zum Schutz für Umwelt, Mitwelt und Heimat e.V.” (HDJ) verboten.

Laut Innenministerium verbreitete die HDJ rassistisches und nationalsozialistisches Gedankengut. Weiter heißt es in der Verbotsbegründung:

In speziellen Schulungen werden bereits Kinder im Grundschulalter gezielt in “Rassenkunde” unterrichtet. Sie werden dazu angehalten, für die “Blutreinheit” und das “Fortbestehen des deutschen Volkes” einzutreten. “Ausländer” und “Juden” werden als Bedrohung für “das deutsche Volk” dargestellt.

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HDJ-Zeltlager. Quelle: www.recherche-nord.com

Die HDJ bestand bundesweit aus schätzungsweise 400 Mitgliedern und hatte in Greifswald ihre Leitstelle Nord. Der Greifswalder Biologie-Student Ragnar Dam war Chef der HDJ-Einheit Mecklenburg-Pommern und „Führer“ der HDJ-Leitstelle Nord. Weitere prominente Kader der HDJ in Greifswald waren Lutz Giesen und Frank Klawitter. Klawitter und Dam wurden 2008 auf Grund ihrer rechtsextremen Gesinnung aus dem örtlichen Technischen Hilfswerk (THW) ausgeschlossen. (weiterlesen…)

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Demo gegen Nazimode in Greifswald am 7. Februar *Update*

29. Januar 2009 | Von Sebastian Jabbusch | Kategorie: Greifswald, Top-Themen

demoflyer-grossFür den 7. Februar rufen linke Gruppen und die Antifa Greifswald zu einer großen Demonstration gegen den örtlichen Thor Steinar Laden auf.

Die Demo soll um um 14 Uhr am Südbahnhof unter dem Motto “Keine Geschäfte mit Neonazis – Tu Wat gegen Thor Steinar und rechten Lifestyle” beginnen (Der ganze Auruf hier).

Hintergrund für die Demonstration ist, dass in dem Geschäft “Fashion Store” im Greifswalder Gewerbegebiet die rechte Modemarke “Thor Steinar” verkauft wird. Die Inhaberin dieses Geschäfts, Mandy Constanze Schöndorf, stand schon letztes Jahr für den Verkauf dieser Kleidermarke in der Greifswalder Dompassage in der Kritik.

Damals verkaufte sie die Nazi-Kleidermarke im Herzen der Stadt und erregte damit sogar Protest aus dem Rathaus. Sowohl Bürgermeister König (CDU) als auch die Präventionsbeauftragte positionierten sich kritisch zum Laden und zum Verkauf der Kleidermarke.

Die Inhaberin wurde öffentlich aufgefordert, die Bekleidungsmarke aus ihrem Sortiment zu nehmen. Doch Mandy C. Schöndorf kam dieser Forderung nicht nach. Schließlich reagierte die Dompassage und lies den Vertrag mit dem Modegeschäft Ende November 2007 auslaufen.

Seit Juli 2008 sind der “Fashion Store” und auch die Modemarke nach Greifswald zurück gekehrt – diesmal an den Bäckerwiesen. (weiterlesen…)

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Vortrag zu “Thor Steinar” – *Update*: wird verschoben

12. Januar 2009 | Von Oliver Wunder | Kategorie: Greifswald, Top-Themen

War der typische Neonazi früher an einem kahlgeschorenem Kopf, Bomberjacke und Springerstiefeln zu erkennen, so hat sich der Dresscode der rechtsextremen Szene in den letzten Jahren einem Wandel unterzogen.

Thor Steinar Logo

"Thor Steinar" Logo

Die Mitglieder der Szene geben sich bürgernaher und verstecken ihre Botschaften nun subtiler im Bekleidungsstil. Mit diesem Wandel ist auch die Modemarke “Thor Steinar” verbunden. Kleidungsstücke, die auf den ersten Blick nicht als Ausstattung für Rechtsextreme in Betracht gezogen werden.

Thor Steinart bietet hochpreisige Artikel, die mit guter Qualität werben und professionell mit Bildern von coolen Snowboardern in Szene gesetzt werden. Und doch wird diese Marke hauptsächlich von Neonazis getragen. An dieser Stelle sei auf den weiterführenden Artikel “Des Nazis schicke Sportklamotte” aus dem Moritz Magazin (Dezmeber 2004) verwiesen.

Auch in Greifswald laufen Menschen mit “Thor Steinar” Bekleidung durch die Innenstadt, und  sitzen – das ist besonders erschreckend – in politikwissenschaftlichen Vorlesungen.

Im September 2007 wurde bekannt, dass das Geschäft “MCS-Fashionshore” in der Dompassage Artikel der Marke verkaufte. Dies sorgte für einige Diskussion in der Stadt. Der Laden schloß Ende November 2007 seine Tore. Seit Juli 2008 aber hat Mandy Schöndorf, die ehemalige Besitzerin des “MCS-Fashionshore”, wieder Produkte der Marke “Thor Steinar” in ihrem Geschäft “Fashion Store” an den Bäckerwiesen aufgenommen.

Zu diesem Thema veranstaltet das Koeppenhaus am Mittwoch, den 14. Januar um 19 Uhr (s.u.) den Vortrag “Der Nazis neue Kleider – die rechte Modemarke „Thor Steinar” und ihr Verkauf in Greifswald“.  Darüber hinaus empfiehlt sich die Lektüre der kritischen Auseinandersetzung “Investigate Thor Steinar” (PDF).

Termin: 14.01. (s.u.)
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: Spende
Veranstaltungsort: Koeppenhaus (Bahnhofsstraße 4)

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Tipp: Endstation Rechts hat auf die T-Shirt-Marke eine schöne Satire gestartet. Zu finden hier mit dem Namen Storch Heinar.

Update vom 14.1., 12:30 Uhr:

Wie heute bekannt wurde, muss der Vortrag wegen Krankheit der Referentin verschoben werden. Der neue Termin ist uns derzeit noch nicht bekannt – wir bemühen uns aber, ihn hier mitzuteilen, sobald wir davon Kenntnis erhalten.

Update vom 14.1., 21:30 Uhr:

Die Veranstaltung findet nun am kommenden Dientag, dem 20. Januar, um 19 Uhr
im St. Spiritus (Lange Straße 49/51) statt.

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Landespolitiker der SPD im Gespräch über die NPD im Landtag und das Projekt “Endstation Rechts”

11. Dezember 2008 | Von radio 98eins | Kategorie: on air check

Das Magazin – Am Puls der Stadt – ab 19 Uhr

Heute gibt es im Magazin, am Puls am der Stadt, wie immer die Spotlights, mit allem wissenswerten rund um Greifswald und Mecklenburg-Vorpommern und die Veranstaltungstipps. Außerdem haben wir die CD der Woche von “Ter haar”, die Ihr wie immer gewinnen könnt. Natürlich gibt es wie jeden Donnerstag unsere Rubrik “Ich hab da mal ne Frage”, in der wir diesmal Ursprung und Bedeutung des Hakenkreuzes klären. Außerdem hat sich unser Redakteur Jakob Rüger mit dem SPD Landespolitiker, Matthias Brodkorb, über die NPD im Mecklenburger Landtag und das Projekt “Endstation Rechts” unterhalten. Durch die wie immer prall gefüllte Sendung führt euch heute Peter Rieck.

Zonic Radio Show – Für Randhörer und Kulturinvolvierte – ab 20 Uhr

Wie immer thematisch frei zwischen Musik, Literatur und Kunst wechselnd, gibt es auch heute wieder von tiefrauchenden popkulturellen Features über experimentelle Klangstücke oder Sound & Poetry-Mixe bis zum Hangeln durch den News-Jungle eines extrem offenen, musikalischen Spektrums alles zu hören, was potentielle Relevanz im sich stetig ausbreitenden Zonic-Kosmos hat.

Nightliner – Das Musiktelefongespräch – ab 22 Uhr

Und wieder fühlen wir in dieser Donnerstagnacht zwischen 22-23 Uhr einem Musikschaffenden auf den Zahn. Wir sprechen heute eine Stunde über die jeweilige Musik, das Werk, die Geschichte und die Vorlieben des Künstlers. In entspannter Atmosphäre lassen sich so einige Lebensweisheiten entlocken!

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Aktionswoche gegen rechts in vollem Gange

8. Dezember 2008 | Von radio 98eins | Kategorie: on air check

Das Magazin – Am Puls der Stadt – ab 19 Uhr

Heute steht Das Magazin wieder ganz im Zeichen unserer Aktionswoche gegen rechts. In diesem Sinne hört Ihr Beiträge und Berichte über Rechtsradikalismus in Greifswald und Mecklenburg-Vorpommern. Natürlich gibt es wie immer die Veranstaltungstipps und die Cd der Woche, die Ihr auch heute gewinnen könnt. Außerdem erfahrt Ihr in den Spotlights, den Nachrichten für Greifswald und Umgebung, auch das aktuelle Wetter. Also, ab 19 Uhr radio 98eins einschalten, zurücklehen und Ohren spitzen!

neosphare* – Unerhörtes für musikalische Freischwimmer – ab 20 Uhr

Ob experimentell, poppig, rockig oder doch eher ruhig – wie immer thematisch frei hält sich neosphaere* auch heute Abend nicht an die Grenzen der Musikgenres. Wenn es uns um etwas geht, dann um Alternatives jeglicher Art.

Nacht am Meer – Der Talk im Strandkorb – ab 22 Uhr

Auch heute sitzen zur späten Stunde Gäste in unserem Studio und stehen Frage und Antwort. Ihr werdet wieder in die Late-Night-Stimmung im Strandkorb, am imaginären Studio-Strand, versetzt. Wir sprechen über Themen, die Greifswalder interessieren, werden in entspannter Atmosphäre befragt: keine Hektik, keine Staus – kein anderer Talk. Dazu ausgewählte Musik.

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Auftakt der Themenwoche gegen rechts bei radio 98eins

8. Dezember 2008 | Von radio 98eins | Kategorie: on air check

Das Magazin – Am Puls der Stadt - ab 19 Uhr

In diesem Sinne inormieren wir Euch heute über den Rechtsextremismus in Greifswald und auch unsere Rubrik”Sportiv” beschäftigt sich mit diesem Thema. Außerdem hört Ihr ein Interview mit einem der Organisatoren der 4. Kurzfilmnacht, bei der Künstler und Kunststudenten aus ganz Deutschland ihre Filme einsenden konnten. Anschließend entschied das Publikum und die Fachjury über den Gewinner des Kurzfilm-Events am letzten Freitag, dem 5. Dezember. Natürlich gibt es auch heute die Cd der Woche, die Ihr wie immer gewinnen könnt, die Veranstaltungstipps und die Spotlights, die Nachrichten für Greifswald und Mecklenburg-Vorpommern. Moderiert wird das Ganze von Jakob Rüger.

CampusCharts – Ganz nach oben gewählt - ab 20 Uhr

Und wieder buhlen die Bands dieser Welt um die Rangfolge in den CampusCharts: Es geht um die Plätze elf bis eins, dazu wie jedes Mal acht Neuvorstellungen. Also, lasst Euch nicht lumpen und infiltriert die Campuscharts mit dem gepflegten Geschmack des Nordens! Klickt rein und wählt mit unter www.campuscharts.de!

Schlagerexpress – Musik auf gut deutsch – ab 21 Uhr

Heute gibt es bei uns die neuesten Informationen rundum den deutschsprachigen Schlager. Diese werden nicht einfach nur dargestellt, sondern vom Moderator mit viel Insider- und Hintergrundwissen angereichert. Außerdem gibt es wieder die CD der Woche und es werden auch die Musikwünsche unserer HörerInnen erfüllt.

Kulturbeutel – Für den gepflegten Hörer - ab 22 Uhr

Im Gepäck hat der Kulturbeutel für Euch auch heute wieder: Skurriles, Hörbares, Gedankliches, Aufgenommenes und live Erquatschtes, Witziges, Abenteuerliches, Ehrliches, Neues und Altes, Natürliches und aufgemotztes, Künstlerisches, Dramatisches, Kulturelles. Um die Ohren bekommt ihr Dinge des Alltags und Dinge, die aus der Reihe tanzen.

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Landratswahl gültig: NPD-Mann mit Klage gescheitert

3. Dezember 2008 | Von Gastautor | Kategorie: Greifswald, Top-Themen

Michael Andrejewski (NPD) hatte mit diesem Urteil gerechnet: Das Verwaltungsgericht Greifswald hielt die Klage des NPD-Landtagsabgeordneten zunächst formal zwar für statthaft, ließ den Kläger aber dann doch scheitern.

Auftakt

Andrejewski war vom Wahlausschuss der Landkreises Ostvorpommern gar nicht erst zur Wahl zugelassen worden, da er nach Ansicht des Ausschusses die dafür not-wendigen beamtenrechtlichen Voraussetzungen nicht erfülle und als NPD-Mitglied nicht die Gewähr biete, sich aktiv für die freiheitlich demokratische Grundordnung einzusetzen.

Michael Andrejewski sitzt seit 2003 in der Anklamer Stadtvertretung und ist seit 2006 NPD-Landtagsabgeordneter.

Möglich war der Ausschuss von der Wahl nur, weil im Gegensatz zu Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung, des Kreistages oder des Landtages für sogenannte “Landräte” als Voraussetzung für ihre Ernennung zu Beamten auf Zeit “schärfere” Regeln gelten. Das Recht eine Partei zu verbieten hat in Deutschland allein das Verfassungsgericht.

Michael Andrejewski (NPD)

Das Greifswalder Gericht betritt mit seiner heutigen Entscheidung, die Entscheidung des OVP-Wahlausschuss zu bestätigen und Andrejewski also schon das Recht auf eine Kandidatur zu bestreiten, nach Aussage des Vorsitzenden Richters juristisches Neuland. Immerhin konnte der Kläger darauf verweisen, dass eine solche Vorgehensweise z.B. in Sachsen und anderen Bundesländern nicht üblich sei.

Das Greifswalder Gericht begründete seine Entscheidung mit den verbalen und schriftlich vorliegenden Äußerungen des Klägers (wie “Rostock bleibt deutsch!”) und der höchstrichterlichen Feststellung, dass die NPD fassungsfeindliche Ziele verfolge, von denen sich Andrejewski auch heute vor Gericht nicht distanziert habe.

Zuvor hatte der Kläger angeführt, dass er zum “gemäßigten Flügel” seiner Partei gehöre und durchaus nicht zu allem stehe, was von anderen NPDlern geäußert wird. Nach dem Urteil verkündeten Andrejewski und Peter Marx (NPD), ihre Absicht, “nach Karlsruhe” zum Bundesverfassungsgericht zu ziehen. Zunächst aber müssen sie vor dem Oberverwaltungsgericht Berufung einzulegen.

Bericht und Fotos: MOPET

Wollen nun zusammen vors Verfassungsgericht: Peter Marx (links) und Michael Andrejewsk

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Gedenken des Mord an Eckard Rütz – Stadt bleibt fern

25. November 2008 | Von Christine Fratzke | Kategorie: Greifswald, Top-Themen

Montag Nachmittag an der Mensa am Schießwall: Es ist bereits dunkel, als sich eine Gruppe Menschen vor dem Gebäude versammelt. Darunter sind ein paar schwarz gekleidete junge Menschen. Sie stellen Kerzen auf. Ein Polizeiwagen fährt vor – die Polizisten bleiben im Auto.

Blumen und Kerzen für obdachloses Mordopfer von jugendlichen Nazis

Zwei ältere Damen warten. Schließlich fragen sie: „Wann geht es denn endlich los? Wir sind doch nicht zum Warten hier.”- „Es geht doch ums Gedenken, nicht ums Warten”, entgegnet einer der Umstehenden.

Die Gruppe gedenkt des Obdachlosen Eckard Rütz, der vor acht Jahren ermordet worden ist. In der Nacht vom 24. auf den 25. November 2000 schlugen und traten drei jugendlichen Neonazis brutal auf ihn ein, so dass er seinen Verletzungen erlag. Vor Gericht soll einer der jungen Männer gesagt haben, dass so einer wie Rütz dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liege. Nun erinnert eine kleine Plakette, die vor einem Jahr gesetzt wurde, an diese Tat.

Matthis Fischer, Pressesprecher des Bündnisses „Schon Vergessen?” erklärt: „Vor zwei Jahren gründete sich die Initiative, weil es von Seiten der Stadt kein aktives Gedenken an Rütz gab. Letztes Jahr wurde die Gedenktafel, hier an der Mensa, gesetzt. Damit haben wir unser großes Ziel erreicht”, erläutert der 22-Jährige. „Nun möchten wir das Gedenken am Leben halten.” Ein aktives Gedenken seitens der Stadt scheint es auch heute nicht zu geben: Kein Oberbürgermeister, auch nicht die Präventionsbeauftragte Greifswalds, Dr. Christine Dembski, sind zu sehen. (weiterlesen…)

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NPD in Vorpommern: Analysen aus Greifswald und dem Land

23. November 2008 | Von Sebastian Jabbusch | Kategorie: Greifswald, Top-Themen

Deutschland-Radio berichtet in einem ausführlichen Beitrag der Sendung Länderreport über die die NPD in Mecklenburg Vorpommern. Mit freundlicher Genehmigung der Autorin Almuth Knigge dürfen wir Euch diesen Beitrag hier anbieten.

NPD auf dem Greifswalder Marktplatz im Wahlkampfjahr 2006

In diesem Beitag geht es u.a. um:

  • Auftritt der Greifswalder Studenten-Satiregruppe “Apfelfront” in Anklam
  • EInfluss und Bedeutung der NPD im ländlichen Raum Vorpommerns & im Landtag
  • Studie der Politikwissenschaft der Universität Greifswald (Gespräch mit Dozent Dirk Borstel)
  • Die Antwort der Lokalpolitik: u.a. Greifswalds Student Torsten Heil (Mitglied der CDU Greifswald)

Zum Anhören einfach auf Play drücken…

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