Steinwerfer attackieren Burschenschaft *update*
4. Oktober 2009 | Von Gabriel Kords | Kategorie: Aktuell, Greifswald, Top-ThemenWie aus einem einem Polizeibericht der Polizeidirektion Anklam hervorgeht, hat es in der Nacht zu Sonntag Ausschreitungen gegen die Greifswalder Burschenschaft “Markomannia” gegeben. Dem Bericht zufolge seien am späten Samstagabend etwa 100 Personen von der Mensa aus zum Karl-Marx-Platz gezogen, von denen sich eine Gruppe abgespalten und das Gebäude der Burschenschaft am Karl-Marx-Platz attackiert habe. Dabei sei niemand verletzt worden, allerdings seien mehrere Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Zu den Urherbern der Tat gab die Polizei nur bekannt, es handle sich um “Mitglieder der linken Szene”, gegen die nun wegen Landfriedensbruchs ermittelt werden.

Logo der Markomannia
Eine weitere Gruppierung habe eine Polizeistreife mit zwei Mann Besatzung angegriffen. Auch dieser Vorfall sei ohne Verletzte verlaufen. Die Polizei, die in der Nacht 35 Beamten aus Anklam und Neubrandenburg nach Greifswald schickte, schreibt weiter:
“Die vermummten Personen waren gewaltbereit. Dafür sprachen die mitgeführten und geworfenen Schottersteine und die Tatsache, dass einige von ihnen Körperschutz, wie zum Beispiel an den Schienbeinen, trugen.”
Der NDR berichtet unter Berufung auf die Polizei, die Gewalttäter seien auch aus Ost- und Nordvorpommern, Rostock und Hamburg angereist. Zudem äußerte sich Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider im NDR: Übergriffe sowohl von Links- als auch Rechtsextremisten seien nicht zu akzeptieren. Gewalt sei kein Mittel der politischen Auseinandersetzung.
Update 4.10.2009, 15:45
Der webMoritz konnte sich inzwischen vor Ort ein Bild von den Schäden am Verbindungshaus der Markomannia machen. Dort sind alle sechs Fensterscheiben im Erdgeschoss und zwei weitere Fensterscheiben im ersten Stock zerstört worden. Nach Auskünften der Burschenschaftsmitglieder Christoph Böhm und des Öffentlichkeitsreferenten Schuldt hielten sich gestern etwa 20 Menschen im Verbindgshaus auf, als die etwa 30 Angreifer gegen 20:45 Uhr mit der Attacke auf das Haus begannen.
Christoph Böhm berichtete, die ersten Steine seien gezielt geworfen worden, der erste habe ein Verbindungsmitglied nur um Zentimeter verfehlt. Bei den Steinen handelt es sich um größere Schotterstenie, sie könnten zum Beispiel von einem Eisenbahndamm stammen.
Die Polizei sei gegen den Angriff zunächst machtlos gewesen, berichtete Schuldt. Der Gruppierung seien bereits bei ihrem Lauf von der Mensa in Richtung Marx-Platz mehrere Polizeifahrzeuge gefolgt, berichtete Schuldt, der dies zufällig beobachtet hatte. Die Polizei sei allerdings auf der Langen Straße durch spontan errichtete Barrieren aus Bierkästen aufgehalten worden.
Bis zum Karl-Marx-Platz seien sie den Gewalttätern aber wieder gefolgt, von diesen am Kreisverkehr aber abgelenkt worden, indem Steine und Flaschen auf die Polizeiautos geworfen worden seien. Gleichzeitig hätten etwa 30 von ihnen mit dem Angriff auf das nahegelegene Verbindungshaus begonnen. Die Gewalttäter hätten auch versucht, in das Haus einzudringen, indem sie die Haustür zerstören wollten. Das sei von den Anwesenden aber verhindert worden. Nach der Attacke hätten sie sich schnell zerstreut, viele seien vermutlich mit dem Zug aus Greifswald weggefahren. Die Verstärkung der Polizei traf erst ein, als der Spuk bereits 20 Minuten vorbei war.
Markomannia: “Wollen den Dialog fortsetzen”
Der Öffentlichkeitsbeauftragte Schuldt nannte die Tat “heimtückisch, feige und hinterhältig”. Gleichzeitig legte er Wert darauf, niemandem die Schuld für die Ausschreitungen zu geben, außer der Antifa. Fahnen der Antifa habe man bei den Gewalttätern gesehen, sagte er. Die Markomannen hatten im vergangenen Jahr immer wieder den AStA und auch den webMoritz für deren Aussagen über die Burschenschaft kritisiert. Schuldt betonte allerdings, nach wie vor den Dialog zu suchen und dem Diskurs weiterhin interessiert gegenüberzustehen. “Wir sehen uns als Teil der Studentenschaft”, sagte Christoph Böhm.
Schuldt wies explizit darauf hin, am Vormittag bereits mit Sebastian Jabbusch, einem der schärfsten öffentlichen Kritiker der Burschenschaften in Greifswald, telefoniert zu haben. Auch ihn mache man nicht verantwortlich für die Ausschreitungen, erwarte aber eine klare Distanzierung von ihm. Diese folgte prompt via Twitter und in diesem Artikel weiter unten in den Leserkommentaren.
Bei den Markomannen saß der Schock heute noch tief in den Knochen. Das Verbindungshaus sei auch ein Wohnheim für sieben Studenten, von denen nur drei der Burschenschaft angehörten. Auch eine Kommilitonin wohne in dem Haus, sie sei aber gestern nicht anwesend gewesen. Gestern fand dort zwar eine Veranstaltung zur Semestereröffnung statt, man geht aber nicht davon aus, dass die Attacke absichtlich während dieser stattgefunden habe, da das Semesterprogramm derzeit noch nicht veröffentlicht sei.
Insgesamt fürchtet man sich bei der Markomannia davor, dass in Greifswald in Kürze “Rostocker Verhältnisse” herrschen könnten. Dort seien die Burschenschaften regelmäßig Ausschreitungen ausgesetzt. Mitunter werde den Mitgliedern dort persönlich aufgelauert.
Update 4.10.2009, 15:50: Pressemitteilung der Markomannia
Die Markommaniahat inzwischen in einer Pressemitteilung offiziell Stellung zu den Vorgängen. Wir veröffentlichen diese auf Bitten der Verbindung ungekürzt.

Korbinian Geiger
Update 4.10.2009, 16:10: StuPa-Präsident äußert sich
StuPa-Präsident Korbinian Geiger (RCDS) hat gegenüber dem webMoritz die Ereignisse scharf verurteilt. Er sagte: “Wenn da ein randalierender Mob durch die Straßen zieht, ist hinsichtlich des Gewaltpotenzials kaum noch ein Unterschied zu den braunen Horden in anderen Städten zu erkennen.”
Fotos: Gabriel Kords (Markomannia), Christine Fratzke (Korbinian Geiger)
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Absolute Sche*ß- Aktion!!!
Ich verorte mich selbst auch eher im linkspolitischen Spektrum und habe sicherlich meine Probleme mit den Burschenschaften. Aber was bringt denn sowas hirnloses?
Letztlich bietet es auch wieder Futter für die ganzen Verleumdungen gegen engagierte Menschen, ich erinnere nur mal an die Burschi- Flyer- Diskussion hier auf dem Webmoritz. Jetzt ist nämlich wieder jeder, der sich kritisch äußert oder eine andere Meinung vertritt, ein Steineschmeißer.
Gewalt ist durch nichts gerechtfertigt!
Ich glaube der Kommentar von Mesut spricht für die gesammte "linke"-Szene. Ich identifizier mich zumindest voll und ganz mit seiner Aussage…
Was geht nur in den Köpfen solcher Idioten vor sich? Diese Aktion hätte sowas von ins Auge gehen können!
Von unserer Seite wird es definitiv keine haltlosen Anschuldigungen nur aufgrund irgendwelcher politischen Meinungsbilder geben. Wir stehen zu der gewaltfreien wenn aber auch wortgewalten Diskussion die es spätestens seit den Flyern gab und sicher weiterhin geben wird. Dementsprechend bin ich auch der raschen Stellungnahme von Sebastian über Twitter dankbar.
Wir verurteilen jedoch jeden Beteiligten an der gestrigen Aktion und fordern die rasche polizeiliche Aufgreifung der Täter soweit dies möglich ist. Weiterhin verurteile ich persönlich jeden zumindest moralisch der diese Aktion gutheißt oder gar offen unterstützt.
Dies ist aber hier und auch in nicht der vorangegangen Diskussion nicht der Fall gewesen!
Einer kritischen gewaltfreien Diskussion werden wir auch weiterhin offen gegenüber stehen, da dass nun einmal unsere Auffassung eines demokratisches Diskurses ist der auch so in eine Demokratie gehört.
Ansonsten ist die Schilderung anhand des Polizeiberichtes noch relativ harmlos…
Mit freundlichen Grüßen!
Bei aller berechtigten Kritik an den Burschenschaften, distanziere ich mich an dieser Stelle ausdrücklich von jeglichem Einsatz von Gewalt. Die Aktion war dumm, überflüssig, gefährlich (und politisch kontraproduktiv!). Da wollten offenbar irgendwelche Leute sich mal "ein bisschen kloppen". Irgendwelche Ideologien werden dann vorgeschoben…
Ich finde es schade, dass so was passiert. Zumal die Markomannia sich immerhin (im Gegensatz zur Rugia) der Kritik der Linken stellt. Bis heute ist auf der Homepage der Markomannia der Link zum webMoritz Artikel, indem es um die umstrittene Abgrenzung nach rechts geht. Das zeugt durchaus von dem Willen zum Dialog und verdient meine Anerkennung.
Ich möchte mich daher nicht nur von der Aktion distanzieren, sondern sie auch ganz klar verurteilen. Gewalt provoziert nur Gewalt. Es wäre schlimm, wenn in Greifswald jetzt eine Spirale der Gewalt sich entpuppt.
Deshalb begrüße ich auch die klare Absage von Christoph Boehm an die Gewalt. Hoffen wir, dass sich "alle" halten sich dran !
Gruß, Sebastian Jabbusch
Und wenn der ANTIFA Schriftzug an Gebäuden prangt, wie jetzt wieder frisch am botanischen Institut, sollte die OZ auch mal titeln… WIEDER LINKSEXTREMISTISCHE SCHMIEREREIEN …
Und mal ehrlich, dieser verlogene Laberkram ist zwar niedlich aber nicht real, es gibt wohl zu viele Steineschmeisser in HGW… Auch hier tummeln sich Befürworter der Aktion…
Nur leider hat niemand den Mut das zuzugeben… auch sonst siehts eher spärlich aus mit dem Mut… Dafür aber nachts in der Gruppe mutig sein… mit Steinen in der Tasche… toll!
linksextrem=rechtsextrem
Was soll so eine Aktion bringen???
Ich kann es schlichtweg nicht nachvollziehen. Ich hab mit bestimmten Ansichten, die Burschenschaften vertreten, auch meine Probleme bzw. lehne sie ab.
Aber dann trete ich doch lieber in ein Streitgespräch, dass meinetwegen auch zu einer hitzigen Debatte ausufern kann, bei der sich danach aber alle wieder vertragen, als dass ich mit Steinen werfe.
Menschen, die mit Steinen werfen, beweisen nur, dass ihre geistigen Fähigkeiten nicht ausreichen, sich mit Menschen zu unterhalten, die andere Positionen vertreten.
Und dabei ist es vollkommen egal, ob sich die Steinewerfer nun für Linke oder für Neonazis halten.
Was soll so eine Aktion bringen???
Ich kann es schlichtweg nicht nachvollziehen. Ich hab mit bestimmten Ansichten, die Burschenschaften vertreten, auch meine Probleme bzw. lehne sie ab.
Aber dann trete ich doch lieber in ein Streitgespräch, dass meinetwegen auch zu einer hitzigen Debatte ausufern kann, bei der sich danach aber alle wieder vertragen, als dass ich mit Steinen werfe.
Menschen, die mit Steinen werfen, beweisen nur, dass ihre geistigen Fähigkeiten nicht ausreichen, sich mit Menschen zu unterhalten, die andere Positionen vertreten.
Und dabei ist es vollkommen egal, ob die Steinewerfer Linke oder Neonazis sind.
Ich finde es schade, das nachdem es mehr oder weniger erstmals zu einer produktiven Auseinandersetzung mit dem Reizthema Burschenschaften kam, jetzt so ein gefährlicher Unsinn stattfindet!
Wie wohl alle wünsche ich mir, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden und bin froh, das zumindest niemand verletzt worden ist.
Die Ausrüstung mit Körperschutz spricht wohl eher dafür, das man auf "Nahkampf" eingestellt war, das ist ein neues Niveau, vorher wurde "nur" bei Nacht und Nebel Sachbeschädigung begangen.
Als ich gestern Abend über den Wall ging war wüste Musik und Gröhlen zu hören, in infernalischer Lautstärke. Da war es so um sieben Uhr, gut das ich dem Mob nicht über den Weg gelaufen bin.
"Der NDR berichtet unter Berufung auf die Polizei, die Gewalttäter seien auch aus Ost- und Nordvorpommern, Rostock und Hamburg angereist."
Entweder haben die zu viel Geld oder zu viel Langeweile, oder auch beides. Aus Hamburg anzureisen um mal einen Stein in eine Fensterscheibe zu werfen. Die können ja richtig stolz auf sich sein!
In der Zeit hätte man wirklich produktiveres machen können. Und das Geld in wesentlich sinnvollere Sachen umsetzen können, als in Spritvergeudung (oder Sitzplatzwärmen in den Zügen der Deutschen Bahn)
Ich finde es schade, dass du die Stellungnahmen und Verurteilungen der Aktion von linker Seite einfach so vom Tisch wischst. "Laberkram, zwar niedlich, aber nicht real" Bla! Ich kann meine Meinung dazu nur wiederholen und bekräftigen. Aber wie dein Kommentar zeigt, bist du an sowas eh nicht interessiert. Schade!
Was die Geschichte mit Mut zu tun hat, versteh ich auch nicht ganz.
Auf einer gewissen einschlägigen rechtsextremen Neuigkeitenseite gibt es nun auch einen Artikel über die Ereignisse, der aber nur den Polizeibericht zitiert und dann in Schadenfreude übergeht, dass den Wischiwaschi Buxen und einem gewissen StuPa-Kanidaten das ja recht geschehen sei…
Finde ich irgendwie widerlich, auch wenn mich das bei eben dieser Seite auch nicht wirklich wundert.
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von webMoritz und Erik von Malottki erwähnt. Erik von Malottki sagte: RT @webmoritz Angriff auf das Haus der Burschenschaft Markomannia: http://tinyurl.com/ycffk3e ->absolut sinnlose Aktion [...]
Vielleicht noch als Präzisierung zu dem Update: ca 10-12 Mann haben direkt Steine geworfen, dazu kamen noch mal ein großer Haufen lauernder die sich dann auch am Erstürmungsversuch beteiligten wollten. Die restliche "Mannschaft" stand dann mit nochmal über 50 Leuten am Kreisverkehr und wären im Bedarfsfall auch ganz schnell dabeigewesen.
Nur damit über ein etwaiges Kräfteverhältnis keine Illusion entstehen…
Vielleicht war diese Aktion sogar gezielt geplant um einen Dialog zwischen Burschenschaftern und deren Kritikern zu stören?
Schließlich ist Fanatikern Dialog immer ein Dorn im Auge.
"linksextrem=rechtsextrem"
Wie oft muss ich hier sowas unendlich dummes eigentlich noch lesen? Seit der Wende sind über 140 Menschen von Nazis ermordet wurden, tausende zu Krüppeln geprügelt. Nazis waren und sind Mörder. Durch Linke aber stirbt keiner! Linke sind keine Mörder und Linke stehen auch nicht für eine rückwärtsgerichtete Politik und reaktionäre Gesellschaftsformen, wie die Rechten, wie die Burschenschaftler. Motive und Aktionen sind unterschiedlich. Rechte erzeugen Personenschaden, Linke höchstens Materialschaden. Wer das gleichsetzt zeigt damit nicht nur unglaubliche Ignoranz sondern auch noch das Nichtvorhandensein irgendeiner Form von Menschlichkeit.
Diese Steineschmeißaktion hier ist sicherlich keine Aktionsform die jeden gefällt, aber ein paar kaputte Scheiben tun niemanden weh. Ich selber bin auch kein Freund davon, weil die Presse wieder neues Material hat um gegen die Linke Szene zu schreiben. 'Die bösen Linken die alles kaputt machen, sollten sich mal ein Beispiel nehmen an den ordentlichen disziplinierten Rechten die nichts kaputt machen und nur patrotisch denken.' (Und ständig töten, aber das intererssiert ja im Kapitalismus niemanden, denn das Kapital steht ja über dem Leben, daher wird auch Materialschaden mehr/genauso von der Öffentlichkeit gewertet wie Personenschaden. Das ist so schrecklich. Das Leben ist nichts wert in Deutschland, dank solcher Hohlbirnen wie sie hier im Forum auch viel zu präsent sind.)
Äh ja, danke für die Selbstdisqualifizierung…
Ich finde, angesichts der derzeitigen Umstände, sollten hier andere Töne angeschlagen werden.
Wir müssen ja nicht über die Gefahren und bereits geschehenen Greueltaten im Zeichen des Rechtsextremismus diskutieren. Aber die Burschis jetzt in einem Atemzug mit Mördern zu nennen, is ne Spur zu doll. kaputte Scheiben tun niemandem weh… stimmt vielleicht, aber wer kann schon so genau wissen, ob der Stein, den er/sie grad wirft, nicht doch jemanden hinter der Scheibe trifft und damit auch zum Krüppel macht….
Sowas ist durch nix gut zu reden, auch wenn "nur" Sachschaden entstand.
Unreflektiert, kurzsichtig und total sinnlos diese Aktion!
Die Theorie wird sich wohl nicht so einfach bestätigen lassen, außer von den Tätern. Ich bin mir nicht sicher ob die Debatte AStA versus Markomannia überegional verfolgt wurde.
Gerade der gewaltbereite Flügel der Antifa hat doch nach dem ersten Mal, als sie "Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen" gehört haben, jede weitere geistige Auseinandersetzung mit dem vermeintlichen politischen Gegner eingestellt und smasht lieber facism. An Dialogen in jedweder Form besteht meiner Meinung nach von der Seite aus keinerlei Interesse. Insofern hätten die Markomannen wohl Nichts machen können, um aus der Schusslinie dieser Kreise zu kommen.
Gestern war ja auch ein nationaler Feiertag und mWn die Semesterantrittskneipe der Markomannen.
Noch ein bisschen Hintergrund:
Um 18:00 fand vor der Mensa ein "Spontankonzert" statt, durch das wahrscheinlich mehr Teilnehmer der Aktion angelockt wurden, als sonst erschienen wären. Schon während des Konzertes fuhr mehrmals eine Polizeistreife vorbei. Danach zog die Gruppe durch die Innenstadt los, ausgerüstet mit Böllern, Feuerwerk und einem Soundsystem.
Die Formulierung "Barriere aus Bierkästen" finde ich etwas übertrieben, tatsächlich sind 3 Polizeiwägen der Gruppe gefolgt, die am Ende der langen Straße zum ersten mal von rund 5 Punks aufgehalten wurden, indem diese ihren einen Bierkasten abstellten und stehen blieben. Am Karl-Marx-Platz ging es dann tatsächlich radikaler zu, aber tatsächlich wurde der Wagen eher durch Personen als durch eine Barrikade aufgehalten.
Ich hatte den gesamten Abend ab dem spontanen Konzert verfolgt. Ich habe dazu auf meinem Blog eine kleine Schilderung geschrieben. Schaut mal vorbei unter http://www.klosepictures.blogspot.com.
"Rechte erzeugen Personenschaden, Linke höchstens Materialschaden."
Falls du den Artikel richtig gelesen hättest, hättest du gelesen, dass die Bewohner des Hauses von Glück reden konnten, dass niemand verletzt wurde.
Ein Personenschaden wurde von den meutenden Randalierern _bewusst_ eingeplant.
Denn wenn jemand einen Stein in eine Fensterscheibe eines Zimmers wirft, indem sich Menschen befinden (und da es Dunkel war muss wohl Licht in dem Zimmer gebrannt und folglich muss man gesehen haben, dass sich Menschen in dem Raum aufhielten), wird Personenschaden einkalkuliert.
Im übrigen erscheint mir dein Kommentar sehr plakativ und, mit Verlaub, einfach gestrickt.
“Wenn da ein randalierender Mob durch die Straßen zieht, ist da hinsichtlich des Gewaltpotenzials kaum noch ein Unterschied zu den braunen Horden in anderen Städten zu erkennen.” (Korbinian Geiger)
So richtig dieser Kommentar ist, so hat er doch einen kleinen Fehler. "Braune Horden" (unglücklicher Begriff übrigens!) gab es durchaus auch mal in Greifswald. Nicht zuletzt gab es deshalb in Greifswald 2001 eine große Demonstration gegen Rechtsextremismus mit (glaube ich – verbessert mich bitte!) 10.000 Teilnehmern…
Hintergrund war einer der größten angekündigten Nazi-Aufmärsche in MV. Damals hat sich der Bürgermeister Arthur König sogar bei der Sitzblockade beteiligt
Deshalb gibt es auch eine "Präventionsbeauftragte" in Greifswald und einen jährlichen "Tag gegen Gewalt" etc. etc.
Ebenfalls gab es in den letzten Jahren zwei mehr oder weniger unglückliche Versuche einer Händlerin in Greifswald einen Laden einzurichten der Klamotten der rechtsextremen Szene verkaufen wollte. Nach Protesten von Linken wurden diese geschlossen, nicht aber ohne einen Protestzug der rechten…
So oder so. Ich wollte den StuPa-Präsidenten bitten, dass Problem des Rechtsextremismus nicht "in anderen Städte" zu verweisen. Die Fremdenfeindlichkeit ist in Greifswald gut verwurzelt. Man erinnere sich nur an den Leserbrief des Ex-NPD-Vorsitzenden in der Ostsee-Zeitung oder die zahlreichen Leserbriefe von Bürgern, die meinten, dass sich in Greifswald nur Greifswalder politisch beteiligen dürfen (Arndt-Debatte). Fremde – auch Professoren – hätten hier nichts zu sagen und mögen, wenn sie ein Problem hätten, doch bitte gehen.
All das rechtfertigt natürlich keine Gewalt (schon gar nicht gegen die Burschenschaft!). Trotzdem gibt es in Greifswald ein Problem mit latenter Fremdenfeindlichkeit (wie in jedem Dorf!). Das sollte man eben auch nicht runterspielen…
Gruß, Sebastian
wow so einen Schwachsinn habe ich selten gehört! Da fehlen mir die Worte! Linksradikale tun niemandem weh, so wie Stalin und Mao uns ja bewiesen haben. Linksradikale greifen keine Polizisten oder anders denkende körperlich und mit Steinen an???? Ok das ist mir neu aber gut.
Nur als Ergänzung zu deinem Post:
Wenn ich mich recht entsinne bestand der Diskurs mit der Bekleidungshändlerin unter Anderem in – Überraschung- dem Einwerfen des Schaufensters?
Diese Aktion war dumm und sinnlos. Ich verurteile sie im hohen Maße. Sie trägt nicht´s zur Debatte um Burschenschaften bei.
Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass die Bewohner des Karl-Marx-Platzes alle Wochenenden wieder die Lautstärke der "Partys" der Markomannia bis tief in die Nacht ertragen müssen, dass die Burschenschaftler grölen und eindeutig rechtes Liedgut in die Nacht schreien. Und das geht jedes Wochenende so. Das muss ebenfalls betrachtet werden.
Dies soll jedoch keine Rechtfertigung für mutwillige Sachbeschädigung und marodierende Truppen in HGW sein.
Wir reden hier von dem was Linke und Rechte heute tun, Stalin und Mao brauch man da also nicht ranziehen. (und die heutige linke Szene immer nur über Stalin und Mao zu kritisieren funktioniert nicht. Das selbe Problem haben auch Atheisten, wenn immer behauptet wird Atheismus ist gleichbedeutend mit dem deutschen Faschismus oder eben mit Stalins Politik, was natürlich totaler Quatsch ist, aber jetzt auch gar nicht Thema.)
Ja, wenn das Demonstrationsrecht und die Meinungsfreiheit durch Polizisten eingeschränkt wird, kann es zu gewaltätigen Auseinandersetzungen kommen. Mal fängt die eine, mal die andere Seite an. Aber, jeder weiß vorher worauf er sich einlässt. Niemand zwingt dich zum BGS zu gehen und niemand zwingt dich einen Stein zu schmeißen. Polizisten sind dick gepanzert, Demonstranten nicht. Daher sind sie es die meist schwere Verletzungen haben, nicht die Polizisten. Ich erinner nur an G8 in Heiligendamm wo ein Demonstrant sein eines Auge durch einen aus viel zu großer Nähe eingesetzten Wasserwerfer verloren hat. Man muss ja nur mal Polizeigewalt bei youtube eingeben. Hierzu gibt es auch einen generell sehr sehenswerten Bericht von Panorama: http://www.youtube.com/watch?v=UL6MAeFy42I
Was ich jedenfalls sagen will ist, dass das attackieren von Polizisten bei einer Demo nicht das selbe ist und auch nicht das selbe mit sich zieht, wie wenn ein paar Nazis nachts losziehen um jemanden zu Tode zu prügeln. Linke und Rechte Gewalt ist daher nicht gleichzusetzen.
Und wenn es nichts dazu beiträgt, warum mußt Du es mitteilen? Wenn es zu laut ist, kannst Du ja die Polizei rufen. Steht jedem offen, genauso wie Liedgut nicht immer gleich als Rechtes zu bezeichnen, was immer das sein mag.
Heftig auch die Kommentare zu einem Bericht über die Aktion auf einem berüchtigtem Online- Forum der rechten Szene. Darunter auch gewaltbereite Ankündigungen (wunschweise) zukünftiger Studenten in Greifswald, aus denen sich die Lust am "Zurückschlagen" ablesen lässt.
Die Reaktion in den Stellungnahmen der Markomannia finde ich lobenswert und positiv. Im eigenen Interesse sollte die Verbindung darauf achten, solchen Leuten eine Aufnahme zu verwähren. Wenn Verbindungsstudenten dort schon als "erbärmliche Distanzierer" bezeichnet werden….. ne?!
Hört sich irgendwie an als ob du dich angesprochen fühlst. Fragt sich nur warum? Bist du links?
Tja, nun sieht es aber so aus, dass die "Demonstranten", wie du die Randalierer nennst, unbescholtene Bürger angegriffen haben.
Ich verstehe immer noch nicht, warum du dir noch immer nicht im Klaren bist, dass das Einwerfen von Fensterscheiben, in dessen Zimmern sich Menschen aufhalten, ein Angriff ist. Denn wenn jemand zu nah am Fenster steht, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch verletzt wird, außerordentlich hoch. Wenn sie, wie du es behauptest, wirklich "nur" Sachschaden hätten anrichten wollen, hätten sie gewiss ein Fenster eingeworfen, indem sich keine Menschen aufhalten (Und im Dunkeln kann man das ja wohl leicht unterscheiden).
Nur weil es nicht so viele gewalttätige Übergriffe Linksradikaler gibt, wie Überfälle Rechtsradikaler, heißt das noch lange nicht so eine Tat gut zu heißen.
Die Tat findest du ja _ausschließlich_ deshalb so schlimm, weil die Linke in den Medien dadurch in ein schlechtes Licht gerückt werden kann, nicht etwa, weil dadurch Menschen hätten verletzt werden können.
Eine solche Position halte ich für sehr bedenklich.
Über ne Freundin von mir im Melrose Place kann ich bestätigen, dass es bei den Herrn Burschenschaftlern immer mal wieder etwas lauter ist, aber jedes WE? Das würde ich nach ihrer Aussage bezweifeln.
Und was das Liedgut angeht, bis jetzt habe ich wenn ich mal vorbei kam und Krach hörte, immer nur Rammstein und Onkelz als Extreme gehört, meistens aber irgendwelche 90er Jahre Blubpop oder Schlager.
Hört sich an als ob du dich angesprochen fühlst? Fragt sich nur warum? Bist du denn links bzw. links/radikal? Erschließt sich mir nicht ganz…. Danke Herr Jabbusch für ihre Stellungnahme!
=)
Tja, nun sieht es aber so aus, dass die "Demonstranten", wie du die Randalierer nennst, unbescholtene Bürger angegriffen haben.
Ich verstehe immer noch nicht, warum du dir noch immer nicht im Klaren bist, dass das Einwerfen von Fensterscheiben, in dessen Zimmern sich Menschen aufhalten, ein Angriff ist. Denn wenn jemand zu nah am Fenster steht, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch verletzt wird, außerordentlich hoch. Wenn sie, wie du es behauptest, wirklich "nur" Sachschaden hätten anrichten wollen, hätten sie gewiss ein Fenster eingeworfen, indem sich keine Menschen aufhalten (Und im Dunkeln kann man das ja wohl leicht unterscheiden).
Nur weil es nicht so viele gewalttätige Übergriffe Linksradikaler gibt, wie Überfälle Rechtsradikaler, heißt das noch lange nicht so eine Tat gut zu heißen.
Die Tat findest du ja _ausschließlich_ deshalb so schlimm, weil die Linke in den Medien dadurch in ein schlechtes Licht gerückt werden kann, nicht etwa, weil dadurch Menschen hätten verletzt werden können (siehe dein erster Kommentar zum Thema).
Eine solche Position halte ich für sehr bedenklich.
Lieber Juppiklopper,
gewalt ist also nicht gleich gewalt und einige sind gleicher als andere? und nach dem Steineschmeißen kann man dann auf jeden fall saufen und feiern gehen und zur Thunderdome 3 tanzen, weil man Glück gehabt hat, dass niemand mit einem Schädelbasisbruch im Krankenhaus auf der Intensivstation liegt.
Es geht hier gar nicht um die politische Gleichsetzung von linksextrem und rechtsextrem, sondern darum das Gewalt immer Gewalt ist. Da spielt das Spektrum keine Rolle.
Es ist einfach ein Mythos zu glauben, dass ein Linksextremist weniger Gewaltbereit ist als ein Rechtsextremist. Wenn dir Mao und Stalin zu weit weg sind nimm die RAF oder wen auch immer. Das die Polizei bei Demosntrationen nur da ist um Linke am demonstrieren zu hindern ist doch albern. Niemand bestreitet auch überflüssige Gewalt auf Seiten der Polziei. Aber bsw. der schwarze Block geht zu solchen "Demosntrationen" gezielt um Gewalt auszuüben sei es gegen Polizei oder meinetwegen rechte Demonstranten ( auch die haben ein Recht auf Demonstration). Was hält denn Linke davon ab nachts loszuziehen und vermeintlich oder auch realle rechte zu verprügeln? Wie man hört ist es in Rostock schon zu solchen Übergriffen gegen Burschenschafter gekommen! Wo setzt du den Schlußstrich? Gestern wurden auch die Polizeiautos mit Steinen beworfen ohne dass sie eine Demonstration verhindern wollten! Was ich damit sagen will, Gewalt ist Gewalt unabhängig von der Frage rechts oder links ( auch Steine auf Fenster schmeißen ist Gewalt, und sobald jemand dabei getroffen wird auch möglicherweise tödlich). Die Reflexartige Behaubtung "aber die anderen doch auch" macht es nicht besser! Ein solches Denken führt unweigerlich in einen Teufelskreis in den ich nicht geraten möchte. Deswegen kann ich weder die rechte noch die linke Gewalt tolerrieren oder gut heißen egal wie "gut" sie gemeit ist. Gewalt in dieser Art und Weise ist einfach nur ein Zeichen von Dummheit und Intoleranz und in Sachen Intoleranz und Dummheit stehen die Linksextremisten ihren Rechten Extremisten in nichts nach.
Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden. Wir leben in einer freien Gesellschaft, in der Opfer vor links- und rechtsextremen Putztruppen wirksam geschützt werden müssen.
Ein Lob an alle, die sich von Gewalt distanzieren. Man stelle sich nur vor, es wären Kinder bei der Veranstaltung gewesen und ein Stein hätte ein Kind erschlagen.
Die Bereitschaft der Burschenschaft Markomannia, trotz zahlreicher im Wesentlichen unsachlicher und polemischer, und nun zum wiederholten Male auch strafrechtlich relevanter, Angriffe weiterhin zu einem konstruktiven und gewaltfreien Dialog bereit zu sein, halte ich für sehr lobenswert. Ebenfalls bleibt festzuhalten, dass auch die teilweise zügellose und nicht faktenbasierte verbale Kritik gegenüber Studentenverbindungen im Allgemeinen, und den Burschenschaften im Besonderen, den geistigen Nährboden für diese intoleranten und lebensgefährlichen Gewaltakte bietet.
Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden. Wir leben in einer freien Gesellschaft, in der Opfer vor links- und rechtsextremen Putztruppen wirksam geschützt werden müssen.
Ein Lob an alle, die sich von Gewalt distanzieren. Man stelle sich nur vor, es wären Kinder bei der Veranstaltung gewesen und ein Stein hätte ein Kind erschlagen.
Die Bereitschaft der Burschenschaft Markomannia, trotz zahlreicher im Wesentlichen unsachlicher und polemischer, und nun zum wiederholten Male auch strafrechtlich relevanter, Angriffe weiterhin zu einem konstruktiven und gewaltfreien Dialog bereit zu sein, halte ich für sehr lobenswert. Ebenfalls bleibt festzuhalten, dass auch die teilweise zügellose und nicht faktenbasierte verbale Kritik gegenüber Studentenverbindungen im Allgemeinen, und den Burschenschaften im Besonderen, den geistigen Nährboden für diese intoleranten und lebensgefährlichen Gewaltakte bietet.
"…wie wenn ein paar Nazis nachts losziehen um jemanden zu Tode zu prügeln. Linke und Rechte Gewalt ist daher nicht gleichzusetzen."
Gestern Abend sind gewaltbereite "Linke" losgezogen, um das Haus der Burschenschaft zu zerstören und wie bereits gesagt, in Kauf zu nehmen, dass Menschen verletzt werden.
Worin besteht also bei _dieser_ Tat gestern der Unterschied zwischen Gewalt durch Neonazis und Gewalt durch Linksextremisten?
In deinem Fall ziehen Nazis los um unschuldige Menschen zu verprügeln (oder auch Fensterscheiben iher Häuser einzuschlagen).
Im gestrigen Fall zogen Menschen los, die sich für Linke halten, um unschuldige Menschen zu schädigen, indem sie die Fensterscheiben ihres Hauses einschlugen.
Worin besteht nun außer in der politischen Motivation der Unterschied in der Tat? Woran würdest du es festmachen, diese Tat als moralisch besser zu werten, als wenn Nazis losgezogen und bspwse. die Fensterscheiben des IKUWO oder KLEX eingeschlagen hätten?
Kinder bei der Veranstaltung bei der Makromannia? Bei diesem grölenden Halbstarken…das bezweifle ich.
"Durch Linke stirbt keiner", aha, soso. Dann schau mal genau hin: es ist zum Glück beim Versuch geblieben.
http://www.youtube.com/watch?v=_RPR0nM9W5o
Da hier des öfteren der AStA als kritisches Organ gegenüber den Burschenschaften genannt wird, möchte ich mich als ehemaliger Referent für politische Bildung und Autor des Faltblattes "Burschenschaften im rechtsextremen Spektrum" ausdrücklich von dem gewaltsamen Übergriff auf das Haus der Markomannia distanzieren und diesen scharf verurteilen. Gewalt lehne auch ich als Mittel politischer Auseinandersetzung ausdrücklich ab und stimme mit vielen meiner Vorredner in der Auffassung überein, dass auch Linksextremismus antidemomkratisch und damit abzulehnen ist. Politische Diskurse sollten mit Worten ausgetragen werden, so wie es in der Vergangenheit durch besagtes Faltblatt und der Gegenschrift der Markomannia auch erfolgt ist. Ich begrüße ausdrücklich die Äußerungen in der hier veröffentlichen Pressemitteilungen, in der die Markomannia deutlich macht diesem Diskurs auch weiterhin offen gegenüber zu stehen.
Es ist das erste Mal, das ich das sage, aber könnte jemand den Post von Locas mal löschen?
Darauf kann nichts folgen, das on topic wäre.
"Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden. " der Spruch ist übrigens von einer Frau die heute wie damals als linksextremistisch eingestuft wird: Rosa Luxemburg, noch dazu eine polnischen Jüdin also jene Menschen, die die Nazis u.a. im Warschauer Ghetto fast ausgerottet haben. Die freie Gesellschaft von der du sprichst, erlaubt die Reaktivierung jenes Gedankengutes ja fördert es sogar u.a. mit Wahlkampfkostenrückerstattung für die NPD, polizeilichen/militärischen Schutz für nationalistische Ausländerhetzdemos oder der öffentlichen Verbreitung brauner Propaganda durch "demokratische" Politiker, wie wir es nicht nur vom politischen Aschermittwoch der CSU oder aus Wahlkampfreden der hessischen CDU-Führung kennen.
"Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden. " .. die Betonung liegt auf ~denkenden und ich denke, dass die Markomannia als Teil der intellektuellen Elite des braunen Sumpfes (bzw. der Neuen Rechten) eben grade nicht in die Kategorie "Denkende" gehört, sonst würde sie z.B. nicht unter dem Deckmantel der Tradition braunes Liedgut konservieren, sonst gebe es nicht so viele Berührungspunkte mit dem brauen Mob, der beispielsweise 1992 ein überwiegend von ausländischen Studenten bewohntes Studentwohnheim in der Makarenkostraße in Brand gesetzt hat. Es war sicher nur rein zufällig, dass der Studentenclub der Markomannia damals im Ergeschoss dieses Hauses war und man sich offenbar an der "Überfremdung" störte… Darüber kann auch keine geheuchelte Liberalität hinweg täuschen, spätestens in 4 Augengesprächen bemerkt jede klar denkende Mensch welcher Gesinnung die Kameraden äh Brüder sind. Die braune Nähe wird bekanntlich nicht nur von Linken kritisiert, sondern auch vom Webmoritz – ja selbst von staatlichen Organen.
Wer Steine auf Burschenschaftshäuser wirft, der darf Brandanschläge auf Ausländerwohnheime nicht verurteilen. Beides ist verachtenswert, kann mit Schwerverletzten oder schlimmer enden und schadet letztendlich einer Gruppe ungemein: Alljenen die sich sachlich mit Problemen auseinandersetzen.
Hoffen wir, dass man sich nicht gegenseitig hochschaukelt – es nützt nur den Extremen.
Ich habe ein Photo auf dem Rechner von der Demo gegen den anderen Laden.
Auf einem Transpi ist ein brennendes Haus mit Thor Steinar-Schriftzug zu sehen, fünf steinewerfende Personen und der Spruch "Naziläden zerschlagen". Stolz mit Antifalogo versehen.
Von einer Podiumsdiskussion der Antifa habe ich aber eigenartigerweise noch kein Bild gesehen, werde ich wohl verpasst haben
Zum einen postulierst Du hier gerade eine Abnahme der gewährten Freiheit proportional zu Abnahme des Denkens. Ein durchaus interessanter Gedankengang – den wir Markomannen uns allerdings nicht zu eigen machen.
In dem 1992 brennenden Studentenwohnheim in der Makarenkostraße hatten wir tatsächlich den Studentenclub "Falle". Dieser stand allerdings nicht nur uns, sondern allen Studenten unabhängig von Herkunft, Sozialisation oder politischer Einordnung offen.
Daneben wohnten in diesem Studentenwohnheim auch noch mehrere Bundesbrüder, teilweise mit Freundin.
Und auch wenn das SWH I in der Makarenkostraße zeitweilig einen Zusammenprall unterschiedlicher Kulturen sehr deutlich darstellte – nein, wir waren weder selbst motiviert noch haben wir andere motiviert, unser Heim anzuzünden.
Kleine Frage noch: Welches staatliche Organ kritisiert im Zusammenhang mit der Markomannia die braune Nähe?
Gruß, Klaus
Wo ist denn die Distanzierungsaussage von KLEX und IKUWO? Kommt da noch was? Und warum war da Samstag keiner, alles dunkel? Waren die alle auf Klassenfahrt??
wieso sollten die Orte Distanzieren die haben nix damit zu tun vielleicht sollte sich noch das Jugend Blas Orchester Distanzieren so ein Quatsch und zum Klex dort war ein Hardcore Konzert und das IKUWO hat immer noch Sommerpause
Ich muss sagen,dass ich es mehr als befremdlich finde, in welcher Art und Weise dort aggiert wurde.
Die Leute die in den letzten Jahren merhfach aktiv, wenn auch nur verbal, gegen verschiedene Bruschaften gehetzt haben, müssen sich doch die Frage der Mitverantwortung gefallen lassen.
Es ist wirklich sehr traurig, dass es zu solchen Übergriffen kommen kann. Besonders stellt sich mir doch die Frage, warum die Polizei nicht früher eingegriffen hat und das Konzert gleich unterbunden hat! Ein Armutszeugnis für die beteiligten Beamten.
Ich erwarte eine offizielle Distanzierung des AStAs zu diesen Vorfällen, denn es kann nicht sein, dass dieser schweigt. Zum Glück haben wir wenigstens einen kompetenten StuPa-Präsidenten..
Ich glaube mich doch zu erinnern, dass die Falle selber von den Auschreitungen betroffen war, sprich dass der Laden auch von den Braunen überfallen wurde?
Wenn die Polizei chronisch unterbesetzt ist bzw. immer mehr Planstellen gestrichen werden muss man sich dann leider auch nicht wundern, wenn solche Lagen nicht kontrollierbar sind. Schon allein, dass 35 Beamten teils aus anderen Kreisen eilig und notfallmäßig zusammen gezogen werden mujssten, spricht hier für sich.
Wer zündet schon ein Haus an, bzw. unterstützt Brandstiftung an einem Haus, in dem man selbst einen Club betreibt???
Irgendwie ist der Standartvorwurf "Burschenschaft im Spektrum der Neuen Rechten/ als intellektuelle Elite des Braunen Sumpfes" oder "Ich habe eindeutig rechtes Liedgut gehört" oder "Ich kenne jemanden, der irgend jemanden kennt, der wieder einen kennt, der eine Hakenkreuzfahne gesehen haben soll" langsam echt ausgekaut und schlichtweg langweilig.
Das fällt unter die Kategorie "Klatsch und Tratsch"
Zumal solche Gerüchte innerhalb eines Diskurses überhaupt nichts bringen.
Wer zündet schon ein Haus an, bzw. unterstützt Brandstiftung an einem Haus, in dem man selbst einen Club betreibt???
Irgendwie ist der Standartvorwurf "Burschenschaft im Spektrum der Neuen Rechten/ als intellektuelle Elite des Braunen Sumpfes" oder "Ich habe eindeutig rechtes Liedgut gehört" langsam echt ausgekaut und schlichtweg langweilig.
Das fällt unter die Kategorie "Klatsch und Tratsch"
Zumal solche Gerüchte innerhalb eines Diskurses überhaupt nichts bringen.
mich würde auch interessieren, wie eine distanzierung des ikuwos aussehen würde.
wieso muss sich jetzt jeder, der irgendwann mal was gegen die markomannen gesagt hat von der aktion distanzieren? der autor des flugblattes hat dies nebenbei schon getan.
zum asta: der muss erst nen beschluss fassen um sich zu distanzieren. dafür muss er ne sitzung abhalten und der nächste sitzungstermin ist erst nächsten montag (wenn sie die termine nicht geändert haben), da heute wegen ersti-woche keine reguläre sitzung sein dürfte.
korbinian kann als stupa-präsident direkt auf anfrage was sagen, bei einem asta ohne regulären vorsitz sieht das logischerweise anders aus.
Du schränkst die gewährte Freiheit in Abhängigkeit vom eigenständigen Denken ein – sicherlich ein interessanter Ansatz, den wir Markomannen uns aber nicht zu eigen machen.
In dem 1992 (teilweise) brennenden Studentenwohnheim hatten wir Markomannen tatsächlich unseren Studentenclub – die "Falle".
Darüber hinaus wohnten in diesem Studentenwohnheim allerdings auch noch mehrere unserer Bundesbrüder, zum Teil auch mit ihren Freundinnen.
Sicherlich konnte man in dem SWH I in der Makarenkostraße 52 zeitweise den Zusammenprall der Kulturen erleben – aber nein, ganz sicher waren weder wir motiviert, noch haben wir andere dazu motiviert, uns unser Heim über dem Kopf anzünden.
Und dann als kleine Frage: Welche staatlichen Organe kritisieren die braune Nähe im Zusammenhang mit der Burschenschaft Markomannia?
Gruß, Klaus
P.S.: Aus mir nicht bekannten Gründen ist mein zumindest sinngleicher Beitrag von heute morgen nicht mehr da – also nochmal.
Falls mein Beitrag irgendwie zensur-"würdig" ist, dann hätte ich wenigstens gerne eine Erklärung. Aber vielleicht ist es ja auch nur ein technisches Problem
Richtig!
Ich fand schon Korbinians Distanzierung eigentlich unnötig. Denn der Umkehrschluss, dass die Steine geflogen sind, weil der AStA vor einem Jahr (!!) einen (vergleichsweise harmlosen!) Flyer rausgegeben hat, halte ich doch für sehr sehr weit hergeholt.
Dass sich Korbinian von Gewalt distanziert, ist trotzdem gut und richtig. Die Burschenschaft sollte sich nun jedoch nicht als hilfloses "Opfer" gerieren und irgendwelche Distanzierungen einfordern, die hier bereits zahlreich vorliegen…
Kleine technische Anmerkung: Der eine Rechner mit IE 8 zeigt meinen ersten Beitrag nicht an. Der andere Rechner mit Firefox 3.0 zeigt beide Beiträge an. Das unterschiedlkiche Verhalten ist reproduzierbar.
Mit der Bitte um Entschuldigung für meinen dunklen Verdacht, Gruß, Klaus
Es wäre mir neu, dass wir irgendwelche Distanzierungen einfordern. Wir haben unsere Meinung dazu bekannt gegeben. Gerade diesen hergeholten Umkehrschluss haben wir für uns ausgeschlossen, insbesondere nachdem die Diskussion während der AStA-Flyer Sache da in eine vollkommen falsche Richtung lief.
Grundsätzliche halte ich es dennoch für positiv, dass man Gewalt jeglicher Art als "Diskussionsmittel" ausschließt und generell verurteilt und das auch entsprechend kundtut. Wir würden ähnliche Worte finden, wenn zB ein brauner Mob das IKUWO überfällt.
Etwas anderes hat Korbinian auch nicht gesagt!
von mir auch nocheinmal ein ernstes "scheiss-aktion" in den äther.
jahrelange arbeit wird durch hirnlosen aktionismus bekloppter und besoffener
"hools" von außerhalb zerstört. denke nicht, dass sich irgendeine greifswalder
gruppierung des linken spektrums über die aktion freut.
[Moderator: Aufrufe zu Gewalt werden hier gelöscht.]
Ich habe in meinem Blog unter http://www.klosepictures.blogspot.com noch einen Zusatz geschrieben, da Beschwerden seitens einiger Leute kamen, die am besagten Abend dort waren.
Schließlich war ja nicht der gesamte Abend schlecht und gewalttätig. Die anfängliche Idee mit Musik friedlich seine Meinung mitzuteilen, ist ja nichts Verkehrtes.
Aber wie gesagt mehr dazu auf meinem Blog.
Ich versteh gar nicht die Aufregung aufgrund dieser zwar schwer nachvollziehbaren und reichlich bedeutungslosen Aktion von übermotivierten "erlebnisorientierten Jugendlichen".
Ich frage mich vor allem, welche gesellschaftlichen Ursuchen soviel Wut in Jugendlichen erzeugt, dass sie militant in Aktion treten und sich der Gefahr staatlicher Repression aussetzen. Mit der Unterstützung linker und linksradikaler Projekte, Jugendzentren und Jugendkultur würde die Stadtverwaltung sicherlich solche Ereignisse verhindern können und gleichzeitig Greifswalds Ruf als tolerante und weltoffene Stadt ausbauen. (nur mal so nebenbei erwähnt)
So hier noch ein Lied zum Thema:
[youtube 38-5ZXxBrI8 http://www.youtube.com/watch?v=38-5ZXxBrI8 youtube]
und die Parole des Tages lautet:
"Heul doch! – Deutschland, du Opfer!"
Ich versteh gar nicht die Aufregung aufgrund dieser zwar schwer nachvollziehbaren und reichlich bedeutungslosen Aktion von übermotivierten "erlebnisorientierten Jugendlichen".
Ich frage mich vor allem, welche gesellschaftlichen Ursachen soviel Wut in Jugendlichen erzeugt, dass sie militant in Aktion treten und sich der Gefahr staatlicher Repression aussetzen. Mit der Unterstützung linker und linksradikaler Projekte, Jugendzentren und Jugendkultur würde die Stadtverwaltung solche unschönen Ereignisse wie am Samstag verhindern können und gleichzeitig Greifswalds Ruf als tolerante und weltoffene Stadt ausbauen. – Mein Vorschlag für heut abend.
So hier noch ein Lied zum Thema:
[youtube 38-5ZXxBrI8 http://www.youtube.com/watch?v=38-5ZXxBrI8 youtube]
Und die Parole des Tages lautet:
"Heul doch! – Deutschland, du Opfer!"
recht hat er
Wie bitte? Die Stadt soll linksRADIKALE Projekte fördern? Das kann nicht dein Ernst sein. Setzen, sechs.
ick finds jut!
dito
wollwoll! schöner song zum thema. dafür reicht der horizont bei vielen nicht…
PS: von antifas zu reden ist relativ da dort keine antifa fahnen zu sehn waren! die einzige fahne die wehte war eine schwarze…dies jedoch ist kein zeichen "der" antifa
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob du das ironisch meinst, wayne?
Für die Kontrolle seiner Wut ist jeder Einzelne selbst verantwortlich, das kann einem keiner abnehmen.
Was du als sich der Gefahr staatlicher Repression aussetzen nennst ist vulgo: gegen die Regeln der Gesellschaft verstoßen und dafür bestraft werden. Gerade in den Unistädten mit starker linker Szene gibt es die meisten Übergriffe auf Andersdenkende, zb. Göttingen, Hamburg und Berlin.
Edit:
Da fällt mir noch etwas von Nietzsche ein, er hat das Denkmuster dieser Leute schon vor 120 Jahren erfasst:
"Wenn der Anarchist, als Mundstück niedergehender Schichten der Gesellschaft, mit einer schönen Entrüstung ‘Recht’, ‘Gerechtigkeit’, ‘gleiche Rechte’ verlangt, so steht er damit nur unter dem Drucke seiner Unkultur, welche nicht zu begreifen weiss, warum er eigentlich leidet, — woran er arm ist, an Leben … Ein Ursachen-Trieb ist in ihm mächtig: Jemand muss schuld daran sein, dass er sich schlecht befindet … Auch thut ihm die ’schöne Entrüstung’ selber schon wohl, es ist ein Vergnügen für alle armen Teufel, zu schimpfen, — es giebt einen kleinen Rausch von Macht."
Friedrich Nietzsche, Götzendämmerung
Da hingen auch keine Hakenkreuzbanner am Haus, aber "Nazis" sind es dann doch für die Angereisten.
Die lokale Antifa scheint eh schon länger in der Versenkung verschunden zu sein.
oder du peilst es halt einfach nicht…
na ob Du damit Recht hast? ANTIANTEN gibts es genug in HGW. Auch hier liest man gewisse Genugtuung heraus… ala:
"Die Burschenschaft sollte sich nun jedoch nicht als hilfloses "Opfer" gerieren"
"wieso muss sich jetzt jeder, der irgendwann mal was gegen die markomannen gesagt hat von der aktion distanzieren?"
"…eben grade nicht in die Kategorie "Denkende" gehört"
"…sonst gebe es nicht so viele Berührungspunkte mit dem brauen Mob"
denke das die ANTIFANTEN sich ganz sicher darüber freuen…
@k.blog -> Bei Dir wird die Freude über die Aktion schon deutlicher kommuniziert…
"Andreas hat gesagt…
warum militanz?
um es den nazis schwer zu machen!
diese ratttenfänger von den burschis sind scheisz faschisten und müssen auch so behandelt werden und nicht noch beschützt, so wie ihr das macht! echt zum heuln das ihr so unreflektierte scheisze auch noch ins netz setzt! aber die burschies wixxer sich bestimmt schön ein drauf!!!
kleiner tipp: lies dir mal die kommentare auf altermedia zum vorfall durch!
"
Auch wenn mir Meinungen von Extremisten wie Dir hinten vorbei gehen: Nein – wir Markomannen sind keine Nazis und wir wollen auch niemanden tot sehen.
Zur Wahrscheinlichkeit des Trefferwillens kann ich nichts sagen – allerdings wurde gezielt auf erleuchtete Fenster mit dahinter sichtbaren Personen geworfen, das ist eigentlich ein deutliches Zeichen für den Willen. Die Wahrscheinlichkeit ernsthafter Personenschäden erachte ich als entsprechend hoch.
Mit Lichtenhagen oder auch der SHOA haben wir übrigens nichts zu tun und wir lassen uns da auch nichts in die Schuhe schieben.
Klaus
ah, der erste Sympathisant dieser Aktion. Ich wunderte mich schon, dass diese sich gar nicht zu Wort melden. Es geht nicht darum, dass die Täter vielleicht niemand direkt treffen wollten, es aber zumindest billigend in Kauf genommen haben. Also wenn das keine Gewalttäter gewesen sein sollten, dann weiß ich auch nicht! Du bist schon der zweite, der diese Aktion verharmlost.
Da sagten Polizei und Augenzeugen was anderes…
Zumal deine Argumentation sinnig ist, das war ne "gute Aktion" gegen "Nazis" von der Antifa, die das verdient haben. Aber hihihi, es war gar nicht die Antifa…
Nach den Kommentaren auf besagter Seite würde ich mir als Markomanne eher Sorgen machen, dass nicht noch ein brauner Mob auftaucht und die "systemangepassten" "BRDler" nochmal abstraft…
Zum Zitat:
kleiner tipp: lies dir mal die kommentare auf altermedia zum vorfall durch!
Jener Kommentarschreiber scheint da aber unter partieller Blindheit zu leiden. Denn in den Kommentaren von o.g. Neonazi-Stammtischparolenblog werden die Burschenschafter mal "bloß" als Feiglinge, mal als Verräter am Patriotismus ("Patriotismus bis zur CDU") bezeichnet. Und diejenigen die Interesse am Beitritt in die B! Markomannia bekundet haben, tuen gleich kund, dass sie ja "aus anderem Holz geschnitzt sind".
Aus den Kommentaren genannter Plattform geht zu einem großen Teil Schadenfreude und Abneigung gegenüber den Burschenschaftern hervor.
Gerade weil auch Burschenschaften ein Teil der Studentenschaft sind, sollte auch der AStA sich für sie einsetzen! Ich finde es echt enttäuschend! Und diese dämlichen Ausreden,dass der AStA keien Zeit hätte sind doch totaler Schwachsinn
Es ist also bedeutungslos wenn 100 Mann durch die Straßen ziehen, sich unterwegs Steine besorgen, Schutzkleidung anlegen und dann erlebnisorientiert angebliche Nazis verprügeln wollen und durch ihr Vorgehen schon eine gewisse abgebrühte Routine zeigen.
So wie du das formulierst könnte man glatt auch die Frage stellen, was bei den Glatzen diese Wut erzeugt, welche gesellschaftlichen Ursachen soviel Hass erzeugen, dass sie solche Scheiße tun, und was man als Stadtverwaltung zur Unterstützung der rechten Jugendkultur dagegen tuen könnte. Gehts noch? Wir leben ganz sicher nicht in den 30er Jahren und das Gott sei Dank.
"…antifas in greifswald? das sind mehr als stumpfe gewalttätter_innen und Radalierer_innen!"
Es bezweifelt gewiss niemand, dass es innerhalb der Antifa auch Linke gibt, die, wenn sie sagen "Jeder Mensch ist gleich und Gewalt ist grundsätzlich abzulehnen", das auch verinnerlicht haben und folglich mit demokratischen gewaltfreien Mitteln Nazis bekämpfen. Aber eben Nazis. Und nicht alles, was politisch rechts der SPD ist. Genau so wie es überall Schläger und Fundamentalisten gibt, genau so gibt es überall kluge und vernunftbegabte Menschen.
*mimimi* :p
Mann, bin ich getroffen, muss mal kurz mein Weltbild überdenken aufgrund deiner komplexen Darlegung meiner Irrtümer.
Distanziert wird sich ja hier schon wie bei den Großen. Es würde doch eigentlich reichen, wenn man einfach seine Ablehnung zu dieser Tat bekundet, warum ständig dieses Distanzieren.
Es brauch hier auch keiner kommen und meinen, diese Steinewerfer wollten keine Leute treffen. Das ist doch glatt gelogen. Ich nehm auch keiner NS-Glatze die einen Brandsatz auf ein Asylheim wirft ab, dass er nur das Gebäude treffen wollte aber gewiss keine Personen.
Wenn man schon diese Tat gutheißt dann bitte auch konsequent, dann muß man aber auch dazu stehen, dass Leute verletzt werden und kann sich nicht damit rechtfertigen, dass es Verletzte und Tote nur durch Nazis gibt, "Linke" aber höchstens ein bischen Sachschaden anrichten.
Ich habe gestern mit einem Teilnehmer gesprochen. Der hat bestätigt, dass sich nur 10 Leute am Steineschmeißen beteiligt hatten. Wer wusste er auch nicht, aber für ihn war klar, dass er das klar verurteilt. Und _deswegen_ war er am Kreisverkehr, weil er mit diesen Idioten nix zu tun haben wollte!
Die Steine Aktion hat er klar verurteilt. Hätte er davon was gewußt wäre er auch nicht mit auf die Demo gegangen.
Er hat gesagt, dass es traurig ist, dass wieder einmal 10-20 Idioten die sonst friedliche Demo kaputt gemacht haben…
Ich habe nicht fördern sondern unterstützen geschrieben, damit ist z.B. die Bereitstellung von (leerstehenden) Räumlichkeiten für ein AJZ oder ähnliche Projekte. Die Bemuehungen um die StraZe haben ja wohl eindeutig gezeigt, dass es einen großen Bedarf an Freiräumen gibt.
btw: Hast du noch nie was von akzeptierender Jugendarbeit gehört, vllt möchte die Stadt auf diesem Weg die linksradikalen Jugendlichen "resozialisieren"?
Ich habe nicht fördern sondern unterstützen geschrieben, damit ist z.B. die Bereitstellung von (leerstehenden) Räumlichkeiten für ein AJZ oder ähnliche Projekte gemeint. Die Bemuehungen um die StraZe haben eindeutig gezeigt, dass es einen großen Bedarf an Freiräumen gibt.
btw: Hast du noch nie was von akzeptierender Jugendarbeit gehört, vllt möchte die Stadt auf diesem Weg die linksradikalen Jugendlichen "resozialisieren"?
Es ist ja ehr lobenswert, dass sich fast alle von den Vorgängen am Wochenende distanzieren, aber wir sollten mal über die Dimension sprechen in der hier gehandelt wurde.
Vielleicht bin ich durch meine Herkunft und die Tatsache dass meine Familie während der Shoa getötet oder vertrieben wurde sehr sensibel, aber für mich stellen sich die Züge dieses Hassverbrechens wie die, die man aus der Zeit der frühen 30er Jahre kennt, dar. Eine Gruppe von Menschen kommt geplant zusammen, stachelt sich ein wenig auf (früher mit Trommeln und Märschen, heute mit Punkrock) und geht dann los um,wie würde es zu Zeitendes Nationalsozialismus heissen, den "Volkszorn" zu entladen.
Die Tat ist ein geplanter, politisch motivierter Gewaltexess wie er im dritten Reich vorgekommen ist.
Man mag mir den Vergleich übel nehmen, jedoch ist für mich das Ganze eben so Angst einflößend wie rechte Angriffe auf linke Zentren und religiöse Stätten.
Wäre es in diesem Fall umgekehrt gewesen, hätten wir bundesweit auf allen Kanälen davon lesen, hören und sehen können.
Man überlege sich dass einmal, 50 Nazis hätten ein "Spontankonzert" veranstaltet und wären dann zu einer, von "Linken" genutzen Einrichtung gezogen und hätten Steine geschmissen und die Polizei angegriffen… das wäre eine nationale Schlagzeile gewesen.
Die Aussage, der Anschlag sei "…absolut sinnlos…" finde ebenfalls sehr bedenklich, denn diese Aussage verurteilt in keiner Weise die Tat. Vielmehr habe ich den Eindruck, dass von Vielen hier die Tat in politischer Korrektheit relativiert wird. Man sollte linke, wie rechte Gewalt niemals dulden oder verharmlosen, wir alle wissen heute wozu dies führen kann !!!
In diesem Sinne,
mir freundlichem Gruß
Benjamin
Ja es ist ziemlich bedeutungslos und uninteressant, wenn 100 Leute in Greifswald verkünden "still not lovin' Germany", von denen dann 20 militant in Erscheinung treten und ein paar Fenster einschmeissen. Denn Desinteresse ist es, was unsere Gesellschaft zusammenschweisst oder hat es euch jemals interessiert wer beim Dönerladen die Scheiben einschmeisst, interessiert es jemand, dass sich im "Treffer" Nazis treffen und rumpöbeln, interessiert sich jemand für andere, wenn diese auf ner Party (oder wo auch immer) abkacken oder interessiert sich irgendwer dafür unter welchen Bedingungen seine Laptops, Handys oder Klamotten hergestellt werden? Nein, also die meisten die sich hier beschweren, sind vor allem damit beschäftigt nach oben zu buckeln und nach unten zu treten und jetzt soll ich Mitleid haben, mit denen die dies in ihrem konservativen Denken und Handeln als zentralen Punkt vertreten, Nein danke.
Wer mit der Aktion vom Wochenende ein Problem hat, hat vor allem damit ein Problem, dass es Menschen gibt, die sich nicht in ihrer nationalen Identität suhlen, sondern diese als konstruierten Schwachsinn ablehnen.
Ich empfinde den konsumgeilen Mob, der während des Mitternachtsshopping durch die Greifswalder Innenstadt marodiert, tatsächlich als gefährlicher und bedeutungsvoller als das Ereignis vom Wochenende. Unser Verhalten gegenüber den Hungernden, Unterdrückten und Ausgebeuteten der Welt und die nachhaltige Zerstörung der Umwelt ist gewalttätiges Handeln und nicht weniger zu verurteilen als ein paar eingeschmissene Scheiben. Natürlich ist es Scheisse Gewalt zu erfahren, allerdings leben wir in einer gewalttätigen Welt, also ist jegliche Distanzierung von Gewalt, nichts weiter als armselige Heuchelei.
Hallo wayne,
deine Beiträge verfolge ich gern und stimme meistens auch mit deiner Meinung überein. An dieser Stelle hier muss ich dir jedoch leider ma widersprechen!
Ich finde es ziemlich weit hergeholt, eine völlig bescheuerte Aktion, die viel mehr dem übermäßigen Biergenuss und dem Aufheizen durch debile Stadiongesänge, als durch tatsächliche Politisierung geschuldet ist, nun unter das Zeichen sozial- revolutionärer Ambitionen zu stellen. Kann da nur für mich sprechen, aber ich habe sowohl mit der samstäglichen Aktion der Hooligan- Kloppis als auch mit dem Abfeiern auf nationale Identitäten nen Problem. Ich finde es zum Kotzen, wenn 10jährige in Bangladesch Turnschuhe für wenige Cent am Tag zusammennähen müssen und wir hier schön auf unseren Konsumwahn abspritzen können.
Ich finde, der oben stehende Kommentar verunglimpft aber jegliche Kritik und Aktivität von links, die nicht über das Steinewerfen hinauskommt. Also wirklich: das waren die absoluten Ober- Hirnis, die das zu verantworten haben. Ich würde fast sagen, dass es denen eben so sche*ßegal ist, wo ihre Klamotten herkommen, wie das Fleisch in ihre Burger gelangt und so weiter, wenn es nur hinterher noch Pfeffi und Sternburger gibt. Los ziehen mit Bock auf Adrenalin und dabei wissen, dass man auf der scheinbar richtigen Seite steht ist ja sowas von einfach!
es gibt sehr viele rechte angriffe auf alternative zentren/versammlungsorte.
such mal bei indymedia im openposting… bei bild findeste da nix drüber.überraschung?
für mich nicht.
…oder schau dir den Pressespiegel von http://www.links-lang.de an, dann erfährst du wie die Realität in Vorpommern aussieht.
Es erwartet wohl keiner, das du Mitleid hast. Wir haben allerdings ein Recht darauf, nach unserer eigenen Weltanschauung zu leben und zu handeln. Wenn du darlegst, das "die Anderen" konsumgeile Scheuklappenträger seien, machst du dir das sehr leicht.
Die Überzeugung, man müsste "die Anderen" nur aufwecken, damit sie deine Weltsicht annehmen ist sicherlich bequem aber völlig falsch. Aus dieser Überzeugung lassen sich nämlich leicht Gründe für solche Aktionen wie Samstag Nacht finden.
Glaubst du denn ernsthaft, das jetzt mehr Leute contra Markomannia eingestellt sind als vorher?
Oder pro Autonome? Da haben Einige ihre Wut sinnlos und feige ausgelebt. Wobei anzumerken ist, das es anders als "feige" gar nicht geht, da die Attackierten sich eben nicht auf dieses Niveau herunterziehen lassen und eine Strassenschlacht auf dem Karl-Marx-Platz entfesseln.
Und selbst wenn, was dann? Hätten die gewonnen, wären sie dann im Recht? Und hätten sie verloren, hätte das irgendwas geändert? Wo ist denn der Glaser aus Bangladesch, der jetzt von der glorreichen Tat profitiert? Selbst die Deutschlandgegner und Linken die mitfeierten distanzieren sich von den Steinewerfern, das war ein Eigentor im Kampf um Sympathien und Unterstützung.
Es ging nur darum, sich selbst mal wieder "Action" zu gönnen, mit selbstlosem Kampf zum Wohle Anderer hat das nichts zu tun.
Ändert dieser Umstand etwas an der Tatsache, dass man Gewalt (egal ob jetzt politisch motiviert oder nicht, egal wie sie politsch motiviert ist) immer als "Kommunikationsmittel" ablehnen sollte?
Übrigens ist es in ganz Deutschland so, dass linke Gewalttaten weniger häufig sind als rechte.
Das heißt aber noch lange nicht, dass die Taten grundsätzlich harmloser sind (siehe Samstagabend).
Ich stimme zu 100% mit Benjamin überein!
Mal ganz generell, objektive Nachrichten und Schilderungen wirst du weder bei Indymedia (bei denen ich übrigens mal beschäftigt war) noch auf der Homepage rechter Kameradschaften oder in der "Bild" finden.
Es stellt sich immer die Frage, ob es sinnvoll ist einer extrem politisch-motivierten Presse eine andere extrem politisch-motivierte Presse entgegen zu stellen.
Außerdem habe ich nicht in Frage gestellt, dass es viele, wahrscheinlich viel mehr rechte als linke Übergriffe auf anders gesinnte politische Treffpunkte gegeben hat.
Nur ist dies keine Rechtfertigung für einen gewaltsamen Angriff mit faschistischem Hintergrund, so wie er in den vergangenen Tagen stattgefunden hat.
Des Weiteren ist zu bemerken, dass es sich bei dem Ziel des Anschlags nicht um eine (z.B. illegale) rechtsradikale Gruppierung, sondern um eine Burschenschaft aus dem rechtskonservativen Spektrum gehandelt hat.
ja und? klar gibt es eine antifa. wo ist in dem wort jetzt freude über die aktion versteckt?t
hier schreiben ein paar einzelpersonen und du überträgst deren aussagen ohne jedeweden
anhaltspunkt.
mensch, "die" antifa denkt meiner meinung ein wenig mehr nach als du.
"Wäre es in diesem Fall umgekehrt gewesen, hätten wir bundesweit auf allen Kanälen davon lesen, hören und sehen können.
Man überlege sich dass einmal, 50 Nazis hätten ein "Spontankonzert" veranstaltet und wären dann zu einer, von "Linken" genutzen Einrichtung gezogen und hätten Steine geschmissen und die Polizei angegriffen… das wäre eine nationale Schlagzeile gewesen."
ich bezog mich mit meinem post ganz klar auf deine relativierende aussage. die alternativen treffpunkte sind mitnichten im großteil illegal! indymedia habe ich als beispiel gewählt, weil es eine unabhängige medienplattform ist. sie ist eben nicht durch parteizwang, finanzielle komponenten oä dominiert.
Nachdem jetzt alle ihre Betroffenheit ausgelebt haben, alle ihre moralische Empörung kundtun konnten und einige sich sogar öffentlich distanzieren durften, könnten wir vielleicht einmal gemeinsam hinterfragen, warum offenbar Steine gerade auf dieses Objekt geworfen wurden. Scheinbar (das entnehme ich jedenfalls dem Nordkurier, der Polizeimeldung sowie der Pressemitteilung der Markomannia) ist das betreffende Verbindungshaus der Markomannia nicht wahllos, sondern gezielt ausgewählt worden. Das spricht doch eher gegen die hier öfters geäußerte Vermutung (bzw. Polemik), es handele sich um einen "marodierenden Volksmob" oder "hirnlose Idioten", die am 3. Oktober "in der Stadt randalieren". Ich würde das nach den vorliegenden Informationen doch eher als eine gezielte Sachbeschädigung mit politischem Background bezeichnen.
Ich selber will mich hier nicht auch noch zu Sinn oder Unsinn dieser konkreten Aktion äußern, denn das haben andere ja in den letzten Tagen in epischer Breite getan (und manche dabei auch en passant gleich noch die Shoa relativiert). Ich verhehle auch nicht, daß ich wenig Sympathie für Rechtsextreme habe und es grundsätzlich mit Woody Guthrie halte: "Fascists, your bound to lose!"
[youtube VwcKwGS7OSQ&feature=related http://www.youtube.com/watch?v=VwcKwGS7OSQ&fe... youtube]
Sicher ist in Greifswald die Aufregung groß, wenn bei einer Burschenschaft die Scheiben zu Bruch gehen, zumal solche Ereignisse hier eher Seltenheitswert besitzen. Politisch kann ich es trotzdem nicht nachvollziehen, daß der Webmoritz als Medium der Verfaßten Studierendenschaft die Pressemitteilung einer Burschenschaft hier als pdf hinterlegt, die in einem AStA-Flyer vor einigen Monaten zu recht als rechtsextrem bezeichnet; vielleicht mag es daran liegen, daß einer der Chefredakteure selber Korporierter ist, vielleicht war es auch nur ein Versehen der Chefredaktion.
Ich finde, wir sollten den Vorfall als Anlaß nehmen, uns mit der Verbindung genauer zu befassen. In Greifswald gibt es nun einmal zwei offen rechtsextreme studentische Verbindungen, die Rugia und die Markomannia, über welche der Webmoritz in der Vergangenheit schon mehrfach kritisch berichtete. Gerade auch für die Erstsemester hier mal ein paar kurze Infos zu den beiden studentischen Verbindungen:
Die Rugia:
Die Rugia hat in der Vergangenheit eine enge personelle Verpflechtung mit anderen rechtsextremen und faschistischen Organisationen gepflegt. Nicht nur, daß offen rechtsextreme Redner zu politischen Veranstaltungen "aufs Haus" geladen wurden, auch stiegen Aktive der Rugia in führende Funktionen der faschistischen Bewegung auf. Zu nennen sind hier u.a. die Gebrüder Stephan und Matthias Rochow, die auch heute noch in der NPD in leitenden Funktionen aktiv sind.
* Matthias Rochow wurde 1995 Mitglied des Landesvorstand der rechtsextremen Jungen Landsmannschaft Ostpreußen (JLO) und 1998 Mitglied des Nationaldemokratischen Hochschulbunds (Hochschulgruppe der NPD). Seit 1999 ist er Mitglied der NPD. Während seines Studiums in Greifswald war er nicht nur aktives Mitglied der Rugia, sondern auch Mitbegründer des NPD-Kreisverbandes, wo er die Funktion des stellvertretenden Kreisvorsitzenden übernahm. Als Ordner, später auch als Redner nahm er aktiv an Aufmärschen der NPD und der Freien Kameradschaften teil. Als Mitglied der Pseudo-Bürgerinitiative "BI für die Wahrung der Grundrechte“ war er Mitorganisator einer rassistischen Unterschriftensammlung „gegen den weiteren Zuzug von Ausländern nach Schönwalde II“.
* Sein Bruder Stephan Rochow wurde ebenfalls in der Rugia politisiert und trat der NPD bei. Von 1997 bis 2001 war er stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen (s.o.). Im Jahre 2001 wurde er, mittlerweile zur Rugia-Schwester "Burschenschaft Dresdensia-Rugia zu Gießen" umgezogen, zum hessischen Landesvorsitzenden der Jungen Nationaldemokraten (Jugendorganisation der NPD). Zudem agiert Stephan Rochow als offizieller Vertreter des rechtsextremen, revanchistischen Witikobund im Vorstand der (ebenfalls revanchististischen) Sudetendeutschen Landsmannschaft.
Die beiden Brüder wurden 2007 bzw. 2008 aus der Rugia ausgeschlossen, nicht etwa wegen ihrer NPD-Mitgliedschaft, sondern wegen "disziplinarischer Verstöße".
Aber auch jenseits solcher personellen Wechselbeziehungen macht die Rugia keinen Hehl, wo sie so steht:
* Am 18. Januar 2003 beispielsweise veranstaltete die Burschenschaft Rugia gemeinsam mit der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen unter Federführung der damaligen Mitglieder der Rugia (und aktiven NPD-Funktionäre, s.o.) Stephan Rochow und Mathias Rochow eine Feier zum Jahrestag der Gründung des Deutschen Kaiserreiches (!). Im Jahr 2004 hielt der, laut Hamburger Verfassungsschutz, Rechtsextremist Reinhold Oberlercher einen Vortrag bei der Greifswalder Burschenschaft Rugia.
* Ein geplanter Vortrag von Gerd Schultze-Rhonhof (Generalmajor der Bundeswehr a. D.) im November 2005 rief öffentliche Kritik aus der Greifswalder Studierendenschaft hervor. Schultze-Rhonhof sollte auf Einladung der Greifswalder Burschenschaft Rugia im Audimax der Universität Greifswald einen Vortrag über sein geschichtsklitterndes Buch „1939 – der Krieg, der viele Väter hatte“ halten. Die zunächst von Universitätskanzler Behrens erteilte Erlaubnis hierfür wurde durch Rektor Westermann wenige Stunden vor Beginn der Veranstaltung widerrufen. Die Veranstaltung, die aufgrund des öffentlichen Protestes erfolgreich aus den universitären Räumen verbannt wurde, fand dann im Verbindungshaus der Rugia in der Robert-Blum-Straße statt.
Es gäbe sicher noch mehr zur Rugia zu sagen, aber im weiteren soll es ja um die rechtsextreme Markomannia gehen, die sich derzeit als Opfer eines "feigen, heimtückischen und hinterlistigen Angriff[s]" in Szene setzt.
Die Markomannia:
Anders als die Rugia, die sich nicht politisch von ihren NPD-Mitgliedern distanziert, streitet die Markomannia jede Verbindung zu NPD und Freien Kameradschaften vehement ab (so ja auch wieder in der aktuellen Pressemitteilung). Anders als bei der Rugia sind Markomannia-Mitglieder bisher nicht in führenden Positionen von anderen rechtsextremen Organisationen öffentlich aufgefallen.
Der politische Standpunkt der Rugia wird u.a. über ihre organisatorischen Bezüge deutlich; so schrieb im November 2008 der Greifswalder AStA: “Wir vertreten weiterhin den Standpunkt, dass die im Dachverband der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) zusammengeschlossenen Burschenschaften durch ihr revanchistisches Geschichtsverständnis [...] dem rechten Spektrum zuzuordnen sind. Dazu gehört auch die Burschenschaft Markomannia Aachen Greifswald."
Die pflichtschlagende [also sich rituell Fechtwunden an Kopf und Gesicht beibringende] Markomannia ist Mitglied der Deutschen Burschenschaft, dem größten Dachverband studentischer Verbindungen. Wo die Markomannia politisch steht, zeigte sie eindrucksvoll 1994 auf dem Burschentag in Eisenach, wo sie gleich Österreich "heim ins Reich" holen wollte: Sie forderte dort in einem Antrag den Anschluß der Republik Österreich an die Bundesrepublik Deutschland. In dem Antrag heißt es bezeichnend: "Weiterhin ist eine Wiedervereinigung der beiden Deutschen Staaten [gemeint sind hier Österreich und Deutschland!!] in dem Europa der Vaterländer eine wichtige Voraussetzung, um irgendwann später mal anschließend auch für die deutschen Gebiete unter momentaner Fremdverwaltung eine Wiederangliederung an das deutsche Vaterland herbeiführen zu können."
Neben der Mitgliedschaft in der Deutschen Burschenschaft ist die Markomannia auch in der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) organisiert. Die BG besteht aus 42 besonders völkisch-nationalistischen Burschenschaften aus Österreich und Deutschland. Die BG sagt über sich selbst: "Grundlegend für die Burschenschaftliche Gemeinschaft ist dabei, daß keine freiwillige Abtretung der Ostgebiete stattgefunden hat und somit eine einseitige Verletzung des Völkerrechts vorliegt. [...] Weiterhin unterstützt die Burschenschaftliche Gemeinschaft den volkstumsbezogenden Vaterlandsbegriff ohne Rücksicht auf staatliche Gebilde und deren Grenzen." [Wohlgemerkt, der Text ist nicht aus Adenauers Zeiten, sondern der aktuellen Selbstdarstellung der BG im Oktober 2009 entnommen]
Unter dem Stichwort "Selbstbewußte Machtpolitik" heißt es in der Selbstdarstellung der BG weiter: "Gerade durch die Wiedervereinigung der 'DDR' [die Anführungszeichen sollen wohl symbolisieren, daß die DDR nie von den Burschenschaften anerkannt wurde] mit der Bundesrepublik Deutschland hat das neue Deutschland einen Stellenwert in Europa, der einer deutschen Machtpolitik [!!] bedarf. Die Integration der osteuropäischen Staatenwelt und Rußlands erfordert, daß Deutschland sich seiner Aufgaben bewußt wird und seine gewachsenen Machtressourcen zum Vorteil des eigenen Volkes einsetzt."
Die Markomannia selbst ist aber auch wiederholt durch Veranstaltungen mit einschlägigen Referenten aufgefallen. Im Juni 2005 z.B. wurde der rechtsextreme Autor Götz Kubitschek, Mitbegründer des ebenfalls rechtsextremen "Institut für Staatspolitik" aus Altenroda (Sachsen-Anhalt) "aufs Haus" der Markomannia geladen.
"Wie bitte? Die Stadt soll linksRADIKALE Projekte fördern? Das kann nicht dein Ernst sein. Setzen, sechs. "
Die Stadt soll gar nichts fördern, die Stadt soll endlich das Maul halten, weil jene Verkappten genau das befördern, was sie vorgeben zu bekämpfen… nämlich Faschismus. Hochschilds Wahlkampfflyer 2009 enthielt einen Slogan "Gib rechts keine Chance, nein zu Anklam, Greifswald muss eigenständig werden." … Wer Patriotismus mit Patriotismus bekämpfen will, hat entweder 'nen riesigen Sprung in der Schüssel und gehört in eine geschlossene Antstalt, auf jeden Fall gehört er abgewählt und im zweifelsfall von den Bürgern dieser Stadt, die ihren Unmut auf dem Marktplatz kund tun.
Achso, wenn also rassistische und antisemitische Ideologie als Motivation wegfallen, dann ist es in Ordnung, mit verbaler Hetze – Max schreibt sinngemäß "Erstis, wohnt nicht bei Burschis!" – und Steinwürfen gegen die Einrichtungen der Andersdenkenden bzw. diese selbst vorzugehen?
Gruß, Klaus
Wenn ein neurechter (would-be-)Thinktank wie das "Institut für Staatspolitik" für Dich Teil eines "breiten Spektrums" darstellt, dann aber gute Nacht Marie!
Wo sind denn Fakten "aus dem Zusammenhang gerissen"?
Ihr stellt euch hier als Opfer eines "antifaschistischen Mobs" hin, wollt aber die eigentlich interessante Frage, warum gerade die Markomannia Glasbruch erlitt, nicht thematisieren. Stattdessen wird der Öffentlichkeit und der Presse Sand in die Augen geblasen: "Keine Kontakte zu Rechtsextremen!" – Ganz schön dreist (und auch ziemlich bigotte), wenn gleichzeitig bekannt ist, daß u.a. ein Kubitschek offiziell "aufs Haus" geladen wurde.
Nenn mir mal eine antifaschistische Seite (außer vielleicht Endstation Rechts, wo das vorkommen könnte), wo rechtsextreme Internetforen verlinkt werden??
Es wäre ja auch absurd, wenn Nazi- und rechtsextreme Seiten in Antifa-Portalen verlinkt würden. Und wenn das in antifaschistischen Seiten nicht gemacht wird, warum sollte mensch so etwas dann ausgerechnet im webmoritz-Forum anfangen? – Wie gesagt, zumindest für organisierte AntifaschistInnen eher ein ungewöhnliches Auftreten.
Statt hier die immer gleichen Vorwürfe mehr schlecht als recht lauwarm auf den Tisch zu bringen sollte man vielleicht lieber Aktivitäten der Burschenschaften betrachten.
Mir geht auch auf die Nerven, wenn Personen die von vornerein Antikommunisten sind Kommunismus oder "links" stehts und ständig mit Gulag, Stalin u.ä. verbinden nur um dann ihre eh schon feststehende Meinung zu untermauern.
Von daher, warum immer Sachen von vor zehn Jahren anführen. Das ist doch nichts Konkretes. Wer hat wen mal dann und dann eingeladen kann ja wohl kaum als stichhaltiger Fakt gelten.
äh, blabla?
Lol! Das kann doch jetzt nicht dein Ernst sein, dass gerade DU mit dem Thema Klischees anfängst, oder?! Jeder, der sich deiner Wortergreifung hier unterwirft, ist doch in deinen Augen gleich Kommunist, Bolschewist oder wünscht sich zumindest Todesgrenze und Stasi- Knäste zurück. Und das wird dann auch offen kundgetan. Lass ma gut sein, ja?!
Dass sich hier viele Menschen, die vllt in alternativen Projekten engagiert sind etc. von der Tat distanziert haben, ist ja nun nicht mehr zu leugnen. Und auch wenn diese Einstellung nicht von allen im linken Spektrum geteilt wird – ein Aufruf zu Gewalt ist hier nicht zu bestaunen!
Guck erstma, wie es um deinen Standpunkt und die freiheitlich demokratische Grundordnung bestellt ist.
"Der implizite Vorwurf, daß autonome AntifaschistInnen in ihrer Politik aus rassistischen oder antisemitischen Ideologien handeln, ist absurd und platteste Diffamierung. Die Grundlage antifaschistischen Widerstands (egal welcher Strömung und welcher Aktionsform) basiert doch gerade darauf, gegen völkisch-biologistisch-rassistische Gesellschaftskonzepte aufzutreten und entsprechende Diskriminierungen zu bekämpfen."
Stimmt vollkommen.
Nur sollte man aufpassen nicht in die gleichen Denkmuster zu verfallen wie der Gegner den man bekämpfen möchte.
Sorry!
"Jeder, der sich NICHT deiner Wortergreifung hier unterwirft" muss es natürlich heißen
Bekennendes Markomannia-Mitglied sollte nur aufzeigen, daß Du Dich öffentlich als Markomanne bezeichnet hast und auch hinter deren Ideologie stehst. Moralische Kategorien wie "gut" und "böse" wollte ich nicht aufmachen, wir sind ja nicht bei Star Wars. Mir geht es hier um eine politische Einordnung. Wenn Veranstaltungen im eigenen Haus mit rechtsextremen Autoren für Dich "Denkverbote" sind, möchte ich gern mal wissen, was außerhalb der offiziellen Veranstaltungen in der Aktivitas noch für "Denkverbote" überschritten werden.
Dann habe ich dich wohl doch falsch verstanden, hatte dich auch nicht auf der (gedanklichen) Liste der Radikalen hier
Na da ist ja wieder alles dabei, die böse böse DDR, der Kommunismus allgemein und die Stasi.
Klischees? Plumpe Verallgemeinerungen? Kann es sein, dass du auch ein Opfer davon bist???
Na da ist ja wieder alles dabei, die böse böse DDR, der Kommunismus allgemein und die Stasi.
Klischees? Plumpe Verallgemeinerungen? Kann es sein, dass du auch ein Opfer davon bist???
Die Gefahr schätze ich als gering ein, da sich die ideologische Ausrichtung und die Grundlage zwischen Rechtsextremen und AntifaschistInnen doch erheblich unterscheidet (s.o.). Da die Denkmuster von Rechtsextremen wahlweise auf rassistischen, antisemitischen, völkisch-rassistischen (oder auch kulturalistisch-nationalistischen) Grundlagen beruht, kann ich mir kaum vorstellen, daß die sehr heterogene antifaschistische Bewegung (oder Teile von ihr) jetzt rechte Denkmuster aufsaugt und reproduziert.
Fakten sind z.B. da aus dem Zusammenhang gerissen, wo Du einen einzelnen Referenten als Beleg unserer extremen Ausrichtung bringst. Und das "Gute Nacht Marie" gilt vor allem für die, die das Meinungs- und Gedankenspektrum einseitig beschneiden.
Und zu der Frage, warum ausgerechnet wir Glasbruch – wenn auch glücklicherweise keinen Personenschaden – erlitten haben gibt es eine ganz simple und vielleicht auch treffende Erklärung: Du relativierst hier zum einen den Glasbruch und ordnest zum anderen liberale bis rechtskonservative Positionen mit den rechtsradikalen zusammen. Wenn nun irgendwelche Deppen sowieso nur mit Steinen argumentieren können, dann nimmt es nicht Wunder, wenn sie Deinen kruden Gedankengängen "konsequent" folgen.
Gruß, Klaus
Das Thema rechts-rechtsextrem-rechtsextrem-rechtsextremistisch hatten wir zu Genüge in den vorherigen Diskussionen. Lies die und koch weiter – mir reicht es an dieser Stelle.
Gruß, Klaus
Hier wird nicht gekocht, hier werden Fakten dargelegt, die die Markomannia wieder einmal stillschweigend unter den Teppich kehrt.
Um den Vorgang vom 3.10. in Gänze zu erfassen, halte ich es für geboten, diese Infos hier angeführt zu haben. Nicht alle haben Zeit und Muße, in den Weiten des Webmoritz-Archivs zu graben.
Wenn Du meinst, an der obigen Darstellung sei etwas nicht korrekt oder unvollständig, kannst Du ja entsprechende Belege anführen, die das widerlegen. Ich hab dann auch kein Problem, Aussagen aufgrund neuer Faktenlage zu korrigieren.
Sicher nicht in Bezug auf rassistische oder nationalistische Grundlagen. Diese wollte ich sicher auch keinen Antifaschisten unterstellen.
Aber trotz aller ideologischer Ausrichtungen. Es kein großer Unterschied ob jemand schreit "Alle Juden sind Sch****, schmeißt denen die Läden ein" oder ob jemand schreit "Alle Burschis sind Sch'*** scjmeißt denen die Häuser ein"
Die Vorzeichen sind sicher verschieden aber die Denkmuster dahinter sind ähnlich faschistisch. Es ist ja leider so, dass es keiner tieferen Anschauung bedarf um einfachen faschistischen Mustern zu erliegen.
opfer trifft es ziemlich gut….
Nur gut, dass du nicht mitbekommen hast, wie viele sich hier gegen diese Gewalttat ausgesprochen haben, die für dich unter die Kategorie "Kommunisten" fallen würden.
Oder setzt du den Begriff Kommunist mit "dumme, populistische, polemische, gewalttätige Linksradikalen" gleich?
Das wäre so nicht richtig. Man erinnere nur an die Malerin (und Kämpferin gegen Unmenschlichkeit [NS-Regime]) Käthe Kollwitz oder den Schriftsteller Berthold Brecht sowie an Rosa Luxemburg, die ja auch hier im Webmoritz gern von Liberalen und (National-) Konservativen zitiert wird.
Nur gut, dass du nicht mitbekommen hast, wie viele sich hier gegen diese Gewalttat ausgesprochen haben, die für dich unter die Kategorie "Kommunisten" fallen würden.
Oder setzt du den Begriff Kommunist mit "dumme, populistische, polemische, gewalttätige Linksradikalen" gleich?
. Man erinnere nur an die Malerin (und Kämpferin gegen Unmenschlichkeit [NS-Regime]) Käthe Kollwitz oder den Schriftsteller Berthold Brecht sowie an Rosa Luxemburg, die ja auch hier im Webmoritz gern von Liberalen und (National-) Konservativen zitiert wird.
Das wäre ziemlich polemisch und populistsisch gedacht
Ostsee-Zeitung:
"Auch im Obergeschoss splitterten Scheiben der Wohnung einer Studentin."
Und so trifft die Sache also wohl auch Unbeteiligte, soweit ich weiß nehmen Burschenschaften ja keine Frauen auf. Aber selbst das läßt sich sicher rechtfertigen.
Ich kann jedenfalls auf Leute verzichten die "hate germany" propagieren und mit Pflastersteinen und angelegtem Körperschutz durch die Straßen ziehen um Leute zu steinigen, deren Meinung sie nicht teilen.
Da Du ja mit Endstation-Rechts die erste Ausnahme nennst, kann man beim Webmoritz kaum mehr von einem Anfang reden.
Aber schön, dass wir beim weiteren Auftreten der Antifaschistinnen, siehe letztes Wochenende, nicht streiten müssen, was gewöhnlich ist (und was nicht).
Gruß, Klaus
Wir Markomannen haben uns u.a. in drei Webmoritz-Diskussionen sehr ausfürhlich zu jedem Vorwurf geäußert, auch zu den hier von Dir angeführten "Fakten" – von unter den Teppich kehren kann hier wohl ernsthaft keine Rede sein, zumal ich hier mehrfach auf diese Diskussionen hingewiesen habe.
Ich erspare es mir, einen Zusammenhang zwischen den hiesigen Diskussionen mit all ihren Verunglimpfungen und den steineschmeißenden Chaoten herzustellen – das hast dankenswerter Weise Du selber getan.
Und auch wenn Deine Darstellung nicht korrekt ist – sie basiert nicht auf Fakten, sondern auf Deiner eigenen Position und Interpretation. Und sie ist mehr als ausreichend Gegenstand der alten Diskussionen und dient hier nur als Ablenkung von den rot-lackierten und selbst-ernannten neuen Sturm-Abteilung. Insofern ist das Thema durch.
Gruß, Klaus
Lies bitte genau: "außer vielleicht [!!] Endstation Rechts, wo das vorkommen könnte [!!]". Ich schrieb nicht, daß das bei Endstation Rechts stets so gehandhabt wird, sondern daß es dort ggf. vorgekommen sein könnte bzw. vorkommen könnte. Das hat damit zu tun, daß ER einen etwas eigentümlichen Standpunkt zu bestimmten Teilen des rechtsextremen Lagers bezieht, was übrigens mehr mit einzelnen ProtagonistInnen und VielschreiberInnen von ER zu tun hat, weniger mit der ER-Basis. Also mir hier nichts in den Mund legen, was ich so nicht gesagt habe!
Welche Fakten sind denn falsch? Wo interpretiere ich etwas hinein?
Ist der rechtsextreme Autor Kubitschek von der Markomannia zu einer Veranstaltung 2005 "aufs Haus" geladen worden? – Ja.
Gehört Kubitschek dem rechtsextremen Verein "Institut für Staatspolitik" an? – Ja.
Ist die Markomannia Mitglied der Burschenschaftlichen Gemeinschaft? – Ja.
Ist die Burschenschaftliche Gemeinschaft von (derzeit 42, laut eigener Internetseite) völkisch-nationalistischen Burschenschaften, die dem "volkstumsbezogenden Vaterlandsbegriff ohne Rücksicht auf staatliche Gebilde und deren Grenzen" anhängt? – Ja.
Hat die Markomannia 1994 in Eisenach den Antrag gestellt, Österreich an die Bundesrepublik anzuschließen, verbunden mit dem Ziel "für die deutschen Gebiete unter momentaner Fremdverwaltung eine Wiederangliederung an das deutsche Vaterland herbeiführen" zu wollen? – Ja.
Also erzähl hier keinen Mumpitz, um vom Thema abzulenken. Was an der obigen Darstellung ist denn Deiner Meinung nach "nicht korrekt"?
Ach, jetzt war es schon eine rituelle "Steinigung"… Vielleicht sollte der Subtext mal genauer analysiert werden, zur schnellen Zurhilfenahme vielleicht mal mit Wikipedia beginnen: http://de.wikipedia.org/wiki/Steinigunghttp://de….
Absurder geht's nimmer …
Von rituell konnte ich nichts lesen. Wohl selbst etwas zuviel Subtext reingepackt.
Aber das Wort "Steinigen" paßt doch, warum sich darüber aufregen. Es war ja nunmal so. Die Frage sollte eher lauten ob diese Art der Gewalt gerechtfertigt ist. Das es Gewalt war, daran gibts ja nichts zu verharmlosen.
"sowie an Rosa Luxemburg, die ja auch hier im Webmoritz gern von Liberalen und (National-) Konservativen zitiert wird" … und dazu noch falsch zitiert wird, weil von denen wohl die wenigsten Luxemburgs "Zur Russischen Revolution" (1918) gelesen haben, wo eine entsprechende Randnotiz zu finden ist.
Haha, das glaub ich allerdings auch.
Aber leider verkommen die Worte dieser Frau schnell zu Klischeezitaten da sie allerorts vorgebracht werden, von Leuten die sich nicht die geringste Mühe machen sich mit ihr näher auseinanderzusetzen.
"Wenn nun irgendwelche Deppen sowieso nur mit Steinen argumentieren können, dann nimmt es nicht Wunder, wenn sie Deinen kruden Gedankengängen 'konsequent' folgen." – Meines Wissens war die Chronologie eine andere: Erst gab es den Glasbruch bei euch, dann gab es den Artikel im Webmoritz und dann erst meinen Kommentar zum Thema.
Nachfrage meinerseits: Aber Du streitest nicht ab, daß Kubitschek aus dem rechtsextremen Lager kommt, oder?
Steinigungen sind immer rituell, da sie religiösen Vorstellungen von Gottesurteilen entspringen.
Ich bin ja, anders als Du, nun kein wirklicher Kenner der Steinigungs-Materie. In Wikipedia heißt es jedenfalls: "Dazu finden sich Leute zusammen, die meist nach einem Urteil eines Rechtsorgans (Monarch oder Gericht) den bis zur Hüfte oder unter die Brust eingegrabenen Verurteilten durch Steinwürfe töten." Über die Scharia-Praxis im Iran heißt es dort: "bis zu den Knien im Erdboden eingegraben und komplett mit einem undurchsichtigen Tuch verhüllt".
Ich denke, die Presse hätte darüber berichtet, wenn die Markomannen vorab "bis zur Hüfte oder unter die Brust" im Erdreich eingegraben worden wären.
Ich streite ab, dass wir Markomannen "offen rechtsextrem" sind.
Für weitere Details zu den alten Diskussionen musst Du schon die alten Diskussion bemühen, da haben wir – ich auch – uns mehrfach zu – ich wiederhole mich – allen "Fakten" geäußert.
Gruß, Klaus
Nana wer wird den hier gleich persönlich…
Du hast es wohl nicht ganz verstanden, aber das kann man dir nachsehen, da du auch kein Kenner anderer Dinge bist.
Was ich einfach meinte, anstatt sich hier in Begrifflichkeiten zu verlieren, kann man doch gleich zum Wesen dieser Aktion kommen.
Ich sehe schon einen wesentlichen Unterschied, ob da jemand wegen der Herkunft oder äußerlicher Merkmale, die er/sie sich weder ausgesucht hat noch ablegen kann, diskriminiert und verfolgt wird,
oder ob jemand wegen einer selbst ausgewählten politischen Grundhaltung (in diesem Fall rechtsextreme Gesinnung) in Konflikte mit anderen gerät – zumal wenn diese Haltung (hier: rechtsextreme Ideologie) auf der rassistisch-biologistischen These der Minderwertigkeit von einzelnen Menschengruppen beruht.
Um mal bei Deinem plakativen Beispiel zu bleiben:
Wer JüdInnen (oder wen er/sie zu solchen zurechtdefiniert) bekämpft und deren Schaufensterscheiben einschmeißt, wird dies im allgemeinen aus einer antisemitischen, vielleicht sogar faschistischen Gesinnung heraus tun.
Wer AntisemitInnen oder FaschistInnen bekämpft, tut dies im allgemeinen aus einer politischen Haltung heraus, in der antisemitische und faschistische Haltungen grundsätzlich abgelehnt werden, weil deren Ideologien per se als diskriminierend angesehen werden.
Deine Gleichsetzungstendenz hinkt also schon an dieser Stelle ganz gewaltig.
Vielleicht ja auch nur ein Wortspiel?!
Das Thema hier ist der Überfall auf unserer Haus und der davon Ablenkende bist eindeutig Du.
Du führst hier eine mehrere Diskussionen der jüngeren Vergangenheit an, die Du und jeder andere sich gerne nochmal zu Gemüte führen kann – die wir Markomannen aber an dieser Stelle nicht nochmal führen werden, da wir uns zu diesem Thema in epischer Breite ausgelassen haben.
Für mehr siehe:
http://www.webmoritz.de/2008/11/15/burschenschaft... , weitere Artikel werden dort referenziert.
Und Mumpitz ist an dieser Stelle wohl eher, dass Du an dieser Stelle versuchst, den Anschlag auf unser Haus und unsere Bundesbrüder durch unsere Position zu relativieren.
Gruß, Klaus
Die Rotfrontabteilung schwingt die Moralkeule. Schade, dass es kein Moralbumerang ist.
Kannst du eigentlich lesen? Klaus hat doch jetzt schon mehrfach gesagt, dass er auf deine plumpe Polemik nicht eingeht. Versteh es doch endlich!
ret marut hat hier mehrfach DDR, Stasi und Kommunismus verharmlost und verteidigt. Auf nichts anderes als diese Tatsache sollte dies anspielen. Es tut mir leid, wenn deine intellektuellen Kräfte dies zu fassen nicht imstande sind.
ich habe nicht Rosa Luxemburg zitiert sondern ICH habe das gesagt und es ist mir auch total egal ob oder wo R. L. meinen Satz schonmal gesagt hat. Die Person selbst ist mir total egal. Wir leben im 21. Jahrhundert. Sozialismus und Kommunismus sind überall auf der Welt gescheitert. Gewöhnt euch dran, dass sie nicht wiederkommen.
Um etwaigen Mißverständnissen vorzubeugen: Die politische Grundhaltung von uns Markomannen – wobei ich die Formulierung besser finde als den Begriff der Ideologie – beruht absolut nicht auf der "rassistisch-biologistischen These der Minderwertigkeit von einzelnen Menschengruppen".
Gruß, Klaus
und wen interessiert deine Polemik jetzt? wen interessiert eigentlich was ein bekennender Marxist wie du meint?
Du rechtfertigst, relativierst und erklärst sinnlose und lebensgefährliche Gewalt. Damit bist du ein gewaltbereiter Extremist. Ich hoffe, das ist dir klar.
PS: auch wenn du zum gefühlt einemillionsten Mal das "Burschschaften-sind-rechts"-Tonband abspulst wird der Inhalt dieser Aussage nicht korrekter — es stimmer einfach nicht. Punkt. Ende. Aus. Ich kann den betroffenen Verbindungen nur raten, dich für solche üblen Verleumdungen zu verklagen.
gemeint war "rechtsextrem", denn konservativ/liberal/rechts/bürgerlich sind sie sicherlich
"Warum" diese Steine geflogen sind ist völlig irrelevant. Steinewerfen ist ein unmenschlicher Gewaltakt, der strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht. Dabei ist es total egal wen es trifft oder warum Gewalt angewandt wurde.
Deine Versuche linksextreme Gewalt zu verharmlosen sind skandalös und empörend! Ich fordere eine klare Distanzierung von Gewalt!
Wenn deine Parole "Deutschland, du Opfer!" lautet würde ich dir nahelegen die Vorzüge der Niederlassungsfreiheit im EU-Raum zu nutzen und dir folglich ein Plätzchen zu suchen, dass dir mehr behagt.
[Polemik on]
Das sagt ja auch die NPD: "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen."
Ich bezweifle allerdings, ob diese Lösung/Losung diesem Lande und seinen Nachbarn wirklich gut bekäme.
[Polemik off]
ist mir sch***egal was die Deppen von der NPD sagen und deine billigen Assoziierungstricks kannst du dir sparen
Ich wünschte mir, du würdest den gleichen fanatischen Eifer nicht bei der Verunglimpfung von Bürgern dieses Landes an den Tag legen, sondern mal ganz grundlegend auch bei staatlicher Enteignung, Mauerbau, Stacheldraht, Stasispitzelei, vergammelnden Altstädten, verpesteter Luft, Industriebrachen, Panzern für den Frieden, pseudodemokratischen Scheinwahlen, Staatsterror usw. der von dir so heissgeliebten DDR!
fkten bleiben fakten, daran kann auch kein klein blöd oder klaus watt drumquatschen.
Es drehte sich bei Dir und bei mir nicht um "stets", sondern um Ausnahmen. Ich glaube Dir sehr wohl, dass Ihr Antifanten nicht auf böse rechte Seiten verlinkt, aber Du kannst eben die Ausnahmen nicht ausschließen – und zwar explizit bei Endstation-Rechts nicht und damit meines Erachtens für andere Foren auch nicht.
Gruß, Klaus
Bürgerlich konservativ? Bürgerlich konservativ ist etwas anderes, siehe "normale" Verbindungen. Da muss man sich nur die Beflaggung innerhalb der Burschenschaft ansehen! Das ist weitab von bürgerlich demokratischer Gesinnung!
Nicht umsonst ist die Markomannia in der völkischen Burschenschaftlichen Gemeinschaft aktiv, wo sich so manche illustre Verbindung aus dem rechtsextremen Lager findet. So u.a. die Danubia München, die 2001 einen rechtsextremen Schläger auf der Flucht vor der Polizei in ihrem Haus verbarg. Der Rechtsextreme, der bei einem ausländerfeindlichen Überfall damals einen Griechen schwer verletzt hatte, wurde dann mit Hilfe der Danuben in die Niederlande geschafft, um dort unterzutauchen. (Der Schläger wurde aber knapp 3 Wochen später trotzdem in den Niederlanden festgenommen und ausgeliefert.) Das brachte der Danubia die zweifelhafte Ehre ein, von 2001 bis 2006 im bayrischen Landesverfassungsschutzbericht unter der Rubrik "sonstige erwähnenswerte rechtsextreme Organisationen" aufzutauchen.
Auch die Germania Hamburg gehört zur Burschenschaftlichen Gemeinschaft. Das Hamburger Abendblatt (16.01.2009) schrieb zur Germania Hamburg: "Die pflichtschlagende Burschenschaft, eine studentische Verbindung, die das Andenken an den Nazi-Generalleutnant Dr. Karl Mauss und andere NS-Größen aufrecht erhält, hat sich einen in entsprechenden Kreisen prominenten Redner eingeladen. Sein Name: Dr. Björn Clemens. Er soll über enge Kontakte zu Führungsgremien von NPD und DVU verfügen. Bei Europas größtem Nazi-Aufmarsch (2008 in Dresden) trat Clemens als Redner auf." In der taz (30.06.2003) hieß es über die Germania Hamburg: "Unterstützt von ihrem Bundesbruder Christian Brandes, Bürgerschaftsabgeordneter der Schill-Partei, suchen die Germanen verstärkt die Öffentlichkeit. Während Brandes im Parlament gegen das politische Mandat der ASten zu Felde zog, plakatierten die Germanen auf dem Uni-Campus. So verkündeten sie, 'Wir setzen uns ein für das Ideal der Volksgemeinschaft' und klagten über die 'neue Diktatur, die maßgeblich von der US-Ostküste bestimmt wird'."
- Aber wahrscheinlich sind diese Bundesbrüder aus Sicht der Markomannia auch lediglich "bürgerlich-konservativ". ^_^
"Die beiden Brüder wurden 2007 bzw. 2008 aus der Rugia ausgeschlossen, nicht etwa wegen ihrer NPD-Mitgliedschaft, sondern wegen "disziplinarischer Verstöße"."
Ist es nicht durchaus möglich, dass ihr öffentliches Auftreten als Mitglieder der NPD und dem Fördern Antidemokratischen Gedankenguts einer von -was weiß ich wie vielen anderen- Disziplinarischen Verstößen war?
Leider hüllen die Rugianer ja immer noch einen Deckmantel des Schweigens über die eigentlichen Gründe des Ausschlusses.
Mag sein, dass die Internias einer Burschenschaft eine gewisse Schutzfunktion ausüben, aber in diesem Fall helfen sie nicht gerade, vorhandene Vorurteile (oder sind es doch eher gerechtfertigte Vorwürfe?- denn genau das ist in diesem Fall das Problem!) der Rugia zu entkräften.
Gerade für diejenigen, die niemals Mitglied einer Burschenschaft waren bzw. Mitglieder einer Burschenschaft sein wollen ist vollkommen fremd, was als "disziplinarischer Verstoß" gilt.
Aufklärung wäre an dieser Stelle hilfreich.
Naja, und ob der status quo das letzte Wort der Gesellschaftsgeschichte sei, sollte mal dahin gestellt bleiben.
Auch unser umstrittener Namenspatron hat nach dem Zerfall der ersten europäischen Republiken erklärt, dass sie gescheitert seien und deshalb nicht funktionieren würden…
Und heute? Haben wir die Republiken in Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz, Österreich, Tschechien, Russland…, …
Nichts ist unmöglich… (Hat Toyota gesagt
)
Selten so einen Unsinn gelesen.
Zur Fluchthilfe der Danuben vgl. http://www.danubia.de/Upload/up/Beschluss%20LG%20... . Die Klage gegen die Verfassungsschutzberichte Bayerns läuft.
Und letztlich sind die von Dir Genannten keine Bundesbrüder.
Also wie gehabt: Du weißt eigentlich nichts richtig, das aber sehr laut.
Gruß, Klaus
Und wann distanziert sich endlich Herr König und Frau Meier aus dem ersten Stock?
Den Spiegel (Unispiegel 5/2001) haben die Danuben wohl bisher nicht verklagt: http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument...
Dort heißt es zur Danubia:
"Die 1848 gegründete Danubia steht am äußersten rechten Rand der mehr als 3000 deutschsprachigen Korporationen. Als erste und bisher einzige bayerische Studentenverbindung bekam sie von CSU-Innenminister Günther Beckstein Anfang September das zweifelhafte Prädikat "verfassungsfeindliche Organisation" – sogar rückwirkend zum 1. Januar 2001. Danubia-Korporierte dürfen daher nicht mehr in den Staatsdienst aufgenommen werden, außer sie können trotz Mitgliedschaft den Beweis für ihre Verfassungstreue erbringen. [...] Die Danubia geriet Anfang des Jahres gar mit der Polizei in Konflikt – als Unterschlupf für einen gewalttätigen Neonazi. Der Grieche Artemios T., 31, war nach einer Geburtstagsfeier in dem als rechter Szenetreff bekannten Münchner Lokal "Burg Trausnitz" auf dem Gehweg von Skinheads zusammengeschlagen und schwer verletzt worden. Bevor die Polizei eintraf, brachte ein Mitglied der "Teutonia" den mutmaßlichen Haupttäter und aktenkundigen Neonazi Christoph Schulte in ein sicheres Versteck: in die Villa der Danubia im vornehmen Stadtteil Bogenhausen. Dort durfte Schulte angeblich im so genannten Leichenkeller – der verbindungseigenen Ausnüchterungszelle für Alkoholleichen – übernachten. Tags darauf floh er in die Niederlande. Wochen später wurde Schulte geschnappt, in München wird ihm wegen versuchten Mordes der Prozess gemacht. "
Und sind Danubia und Germania etwa nicht ebenso wie die Markomannia in der Burschenschaftlichen Gemeinschaft organisiert? – Offenbar hat die Markomannia doch ganz ausgezeichnete Kontakte zur rechtsextremen Verbindungsszene. Warum streitest Du das hier so vehement ab?
Ach, erst fängst du an, dich zu unrecht in irgendwelchen Klischees wiederzufinden und dann stellst du auch noch Vermutungen über den Grad der Intellektualität bei anderen an? Zwei mal lol! Du kennst doch den Spruch "Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen"
Also nochmal mein Tipp: überprüfe deine Verwendung billiger Klischees, guck mal, ob deine Meinung noch mit der fdGo konform geht und vor allem: fang ma bei deinen intellektuellen Kräften an! (einteilen! könnten sonst sehr schnell verbraucht sein)
Na, hier sieht der Sachverhalt doch erstmal ganz anders aus, als zuvor – von Fluchthilfe ist schonmal keine Spur mehr und auch ein aktives Verstecken durch die Danuben wird hier nicht angeführt.
Irgendwie kommst Du mit Deinen rechtsextremen Verbindungen auch für andere Burschenschaften nicht weiter – da braucht man eigentlich nichts abzustreiten.
Um allerdings präzise zu bleiben: Ich streite hier ab, dass wir Markomannen rechtsextrem sind und das wirst Du durch irgendwelche Zeitungsenten zu anderen Burschenschaften auch nicht widerlegen.
Gruß, Klaus
Genau: Chaoten haben Steine auf Haus und Bundesbrüder der Markomannia geworfen, weil sie Andersdenkende – die Betonung liegt auf Denken – nicht leiden können und Ret Marut tut sich schwer damit, dass hier zu relativieren bzw. um davon abzulenken.
Das sind hier die Fakten zum Thema.
Gruß, Klaus
Wenn am Spiegel-Artikel aus Deiner Sicht grundsätzlich nichts auszusetzen ist, dann können wir das ja so festhalten:
1. Ein Rechtsextremist ist nach einem ausländerfeindlichen Überfall auf einen Griechen, den er schwer verletzt hatte, auf der Flucht.
2. Er kommt mit Hilfe eines Freundes zum Danuben-Haus, wo ihm geöffnet und Zutritt gewährt wird.
3. Die Danubia gibt ihm sogar eine Unterkunft. Der polizeilich gesuchte Schläger begibt sich kurz darauf zur Flucht nach Holland.
4. Die Danubia wird in der Münchner und überregionalen Presse mit der Flucht des Schlägers in Verbindung gebracht.
5. Die Danubia wird aus diesem Grunde auch von 2001 bis 2006 im bayrischen Verfassungsschutzbericht als rechtsextreme Organisation geführt. Dagegen klagt die Danubia. (Der Ausgang der Klage ist scheinbar noch offen.)
6. Das Land Bayern stellt fest, daß Mitglieder der Danubia nicht mehr in den Staatsdienst aufzunehmen seien, außer sie können trotz Mitgliedschaft den Beweis für ihre Verfassungstreue erbringen.
7. Die Markomannia Greifswald und die Danubia München sind beide Mitglied in der Burschenschaftlichen Gemeinschaft, einem Zusammenschluß von 42 studentischen Verbindungen aus Österreich und Deutschland, der "den volkstumsbezogenden Vaterlandsbegriff ohne Rücksicht auf staatliche Gebilde und deren Grenzen" vertritt.
Ist das so alles korrekt wiedergegeben?
Der eigentliche Vorgang ist doch unstrittig.
Ob das allerdings "Chaoten" waren, wie Du hier anführst, daran habe ich weiter oben schon berechtigte Zweifel angemeldet. Es stellt sich doch mittlerweile eher so dar, daß hier nicht aus Jux und Dollerei, sondern aus politischer Motivation Steine auf das Haus einer rechtsextremen Burschenschaft geworfen wurden, wobei etliche Fensterscheiben zu Bruch gingen.
Strittig ist ferner, ob die Markomannia "in der Mitte der Gesellschaft" angekommen ist oder eine rechtsextreme Vereinigung ist. Um letzteres inhaltlich zu untermauern, habe ich verschiedene Belege aus bürgerlichen und linksliberalen Zeitungen, aus den offiziellen Internetseiten der Danubia München, der Germania Hamburg und der BG (die Markomannenseite ist ja derzeit leider offline), aus Informationen der Webmoritz-Diskussion sowie aus den Veröffentlichen des hiesigen AStA zusammengetragen.
Zwar schreibt die Markomannia: "Für diese verbalen Auseinandersetzungen auf akademischem Niveau steht die Burschenschaft Markomannia weiterhin bereit." – Aber derzeit scheint die Markomannia (oder zumindest der Markomanne Klaus) nicht bereit zu sein, auf solch einem Niveau eine Diskussion zu führen. Schade eigentlich!
Die Markomannia ist nicht die Danubia und auch nicht die Germania.
Auch wenn die Markommania in dem Dachverband BG organisiert ist, ist sie selbst autonom.
Und so lange sich Danubia, Germania, Markomannia, Rugia und wie sie auch alle heißen, ausschließlich auf Burschenschaftskonventen treffen (und solche Treffen sind Pflichtveranstaltungen), kann noch nicht von intensiven Kontakten zur Rechtsextremen/ Neonazis die Rede sein.
Nichtsdestotrotz halte ich die von dir hervor gehobene Kritik am "volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff" und die Forderung der Vereinigung (in dem Antrag stand Vereinigung nicht Angliederung- der Text dieses Antrages kursiert hier unter einer der vielen Kommentare im WM noch) von Österreich und Deutschland für angebracht.
LOL. Jetzt wurde mein Beitrag zur Antifa gelöscht
Natürlich, der Stalinismus ist die harmlosere Diktatur, Linke töten nur aus guten Motiven und Marco Wagner plaudert mit seinem Schulhalbwissen herum und ist schon stolz aus sich, weil er den linken Schlägern ein “Dududu-so-aber-nicht” entgegenschleudern kann.
Sowie man in die Tiefe geht und die Dinge bei ihrem hässlichen Namen nennt, ist es mit der Freiheit vorbei, denn Linksextreme sind zwar nicht immer artig, aber irgendwie doch besser als die Rechten, was natürlich absoluter Schwachsinn ist. Dann werden Lügen ventiliert, daß Rechte mehr Gewalttaten begehen (was jeder Verfassungsschutzbericht widerlegt), aber die Illusion muß aufrechterhalten werden, koste es was es wolle.
Streitet euch weiter über Arndt, führt mit der Markomannia Resozialisierungsgespräche (“Dialog”) und seht zu, wie Greifswald zu einem zweiten Göttingen verkommt. Ich werden dann weg sein, denn ich liebe meine Freiheit.
Meine Bereitschaft im angeführten Sinne wirst Du nicht in Abrede stellen können, bin ich doch auf einen Großteil Deiner "Argumente" hier nochmal eingegangen – Deine Beiträge aus "bürgerlichen und linksliberalen Zeitungen" z.B. habe ich entweder gekontert oder aber den Inhalt kommentiert. Im Wesentlichen aber hast Du eben keine anderen Argumente als in den vorherigen Diskussionen auch geliefert und ich habe einfach – aber sehr präzise – auf diese vorherigen Diskussionen verwiesen.
Bei aller Bereitschaft unsererseits zur Diskussion auf einem akademischen Niveau sind wir nicht willens, immer wieder gebetsmühlenartig auf den gleichen Sermon zu reagieren, nur weil Ihr ihn ein ums andere Mal neu aufkocht – zu dem uns bisher Angetragenen ist nunmal alles gesagt.
Zu Deinem Zweifel an den Chaoten: Uns ist eigentlich völlig egal, ob die Steine aus Jux und Dollerei auf unser Haus und unsere Bundesbrüder geworfen wurden oder ob eine politische Motivation dahinter steht – weder Jux und Dollerei noch politische Motivation bringen diese Aktion auf ein akademisches Niveau, es war einfach nur ein Angriff von Chaoten auf Andersdenkende.
Aber Deine Rechtfertigung von Gewalt gegen Dinge und Personen mit einer politischen Motivation zeigt sehr schön, dass Du solches Tun als begründet ansiehst und das macht Dich mit diesen Steinewerfern gemein – und klärt auch die Frage, wer von uns beiden nicht bereit ist, sich an einer "verbalen Auseinandersetzung auf akademischem Niveau" zu beteiligen – Du nämlich.
Mehr gibt es zu Dir und den Steineschmeißern nicht zu sagen.
Gruß, Klaus
Nein , es ist nicht korrekt wiedergegeben – aber ich führe hier keine Debatte über Münchner Vorfälle.
Und für alles uns Markomannen betreffende verweise ich nochmal auf die bisherigen Diskussionen zu Markomania und Markomannen – der volkstumsbezogene Vaterlandsbegriff der Deutschen Burschenschaft und damit auch der unsere wurde dort sehr ausführlich zwischen uns und anderen diskutiert. Wer wirklich will, der kann das also unter http://www.webmoritz.de/2008/11/15/burschenschaft... und den weiteren dort referenzierten Artikeln und Diskussionen nachlesen.
Gruß, Klaus
"Dann werden Lügen ventiliert, daß Rechte mehr Gewalttaten begehen (was jeder Verfassungsschutzbericht widerlegt), aber die Illusion muß aufrechterhalten werden, koste es was es wolle."
RECHTSEXTREMISTISCHE STRAFTATEN 2007/08
„Dem Phänomenbereich „Politisch motivierte Kriminalität – rechts“ wurden 20.422 (2007: 17.607) Straftaten, hiervon 14.283 (2007: 11.954) Propagandadelikte nach §§ 86, 86a StGB und 1.113 (2007: 1.054) Gewalttaten, zugeordnet. In diesem Phänomenbereich wurden 19.894 (2007: 17.176) Straftaten mit extremistischem Hintergrund, darunter
1.042 (2007: 980) Gewalttaten erfasst. Damit stieg die Zahl der politisch rechts motivierten Straftaten mit extremistischem Hintergrund um 15,8%, die der Gewalttaten um 6,3%.“
LINKSEXTREMISTISCHE STRAFTATEN 2007/ 2008
Politisch links motivierte Straftaten mit extremistischem Hintergrund bilden eine Teilmenge des Phänomenbereichs „Politisch motivierte Kriminalität – links“. Dem Phänomenbereich „Politisch motivierte Kriminalität – links“ wurden 6.724 (2007: 5.866) Straftaten, hiervon 1.188 (2007: 1.247) Gewalttaten, zugeordnet. In diesem Bereich wurden 3.124 (2007: 2.765) Straftaten mit extremistischem Hintergrund, darunter 701 (2007: 833) Gewalttaten, erfasst.
Damit stieg die Zahl der politisch links motivierten Straftaten mit extremistischem Hintergrund um 13%, die der Gewalttaten ging um 15,8% zurück.
Verfassungsschutzbericht 2008, S.35 und 42.
@ EMAU-Absolvent:
zu Rechtsextremen Gewalttaten:
"darunter
1.042 (2007: 980) Gewalttaten erfasst."
Damit stieg die Zahl der politisch rechts motivierten…Gewalttaten um 6,3%.“
zu Linksextremen Gewalttaten
"darunter 701 (2007: 833) Gewalttaten, erfasst."
"…die (gemeint ist die Zahl) der Gewalttaten ging um 15,8% zurück."
Demzufolge sind 2007 gut 147 Straftaten weniger von Linksextremisten als von Rechtsextremisten verübt worden.
2008 wurden von Linksextremisten im Vergleich zu Rechtsextremisten 341 _Gewalt_Taten weniger verübt.
Wenn du jetzt immer noch nicht einsehen willst, dass weniger Gewalttaten von Linksextremisten verübt werden als Gewalttaten von Rechtsextremisten, dann musst du schon die Auswertungen des Bundesverfassungsschutzes in Frage stellen.
Denn die Zahlen belegen eindeutig, dass in beiden Jahren die Zahl der Linksextremistischen Gewalttaten niedriger war, als die der Rechtsextremistischen Gewalttaten.
Und nein, ich halte dich nicht für blöd.
@ Marco_Wagner
Sag mal, für wie blöd hälst Du mich eigentlich?
Ich sprach von GEWALT-Taten!!!!!!!
Wenn Du Deine Statistik gelesen hättest, könntest Du feststellen, daß die politisch motivierte Gewalt von links in beiden Jahren über der rechten liegt.
In diesem Thread geht es um Gewalt und nicht um Propagandadelikte, die sowieso nur auf der rechten Seite gezählt werden. Man man man!
@ EMAU-Absolvent:
zu Rechtsextremen Gewalttaten:
"darunter
1.042 (2007: 980) Gewalttaten erfasst."
Damit stieg die Zahl der politisch rechts motivierten…Gewalttaten um 6,3%.“
zu Linksextremen Gewalttaten
"darunter 701 (2007: 833) Gewalttaten, erfasst."
"…die (gemeint ist die Zahl) der Gewalttaten ging um 15,8% zurück."
Demzufolge sind 2007 gut 147 Straftaten weniger von Linksextremisten als von Rechtsextremisten verübt worden.
2008 wurden von Linksextremisten im Vergleich zu Rechtsextremisten 341 _Gewalt_Taten verübt worden.
Wenn du jetzt immer noch nicht einsehen willst, dass weniger Gewalttaten von Linksextremisten verübt werden als Gewalttaten von Rechtsextremisten, dann musst du schon die Auswertungen des Bundesverfassungsschutzes in Frage stellen.
Denn die Zahlen belegen eindeutig, dass in beiden Jahren die Zahl der Linksextremistischen Gewalttaten niedriger war, als die der Rechtsextremistischen Gewalttaten.
Und nein, ich halte dich nicht für blöd.
Dank Dir fühl ich mich immer faschistischer…
Dann lassen wir die Danuben halt Danuben sein und die Germania Hamburg halt die Germania Hamburg – beides zwar klar erkennbar rechtsextreme Vereinigungen, mit denen die Markomannia aber sicher nur unter größtem Zwang und mit entsprechendem Ekel gemeinsam in der Burschenschaftlichen Gemeinschaft arbeitet – was schluckt mensch nicht alles für Kröten für den "volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff". xD
Vor 46 Wochen erläuterte Klaus im Webmoritz übrigens Markomannias "volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriffs" wie folgt:
"Wir sehen das Volk durchaus nicht als eine offene Gruppe an, halten das aber nicht für fremdenfeindlich, sondern einfach für eine Eigenschaft des menschlichen Zusammenlebens. Dass es diesbezüglich größere Probleme gibt beim zwischenmenschlichen Miteinander, das wird dabei meines Erachtens durch die "multikulturelle Gesellschaft" z.B. in Deutschand gezeigt, die eine Integration einfach nicht bewerkstelligen kann – und dabei sehe ich die Schuld keinesfalls nur bei den Ausländern."
… ist das vielleicht keine völkische Argumentation? [Oder hab ich wieder "Unsinn" zitiert???]
"Und nein, ich halte dich nicht für blöd." – o.0 Ich wüßte wirklich gerne mal, ob Marco damit nicht evtl. eine Mindermeinung im Webmoritz vertritt.
EMAU-Absolvent ist auf jeden Fall ein wenig erkenntnisresistent, aber wir haben halt alle unsere kleinen Macken. (Vielleicht ist ein wenig Redundanz in der Argumentationskette auch gar nicht so schlecht, manche von uns stammen ja noch aus der MTV-Generation…)
Naja, ich tret ja auch nicht einfach so in einen Verein oder einen Bund ein, wo beispielsweise der Ku-Klux-Klan, die Skinheads Sächsische Schweiz oder die DVU mitmachen.
Offenbar scheint es ja doch einige wesentliche Gemeinsamkeiten zwischen all den BG-Mitgliedern zu geben.
Genau wie Marco schätze ich mal, daß die Republik Österreich auch kein gesteigertes Interesse an einer Vereinigung mit Deutschland hat, einmal Anschluß 1938 war mehr als genug. Das dürfte für die kommenden tausend Jahre gereicht haben.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5...
Ach, jetzt werden kritische Nachfragen zum politischen Background der Markomannia schon mit Steinwürfen gleichgesetzt … interessantes "akademisches Niveau", auf das Du jetzt zusteuerst.
Klaus, Du windest Dich um echte und v.a. klare Antworten auf meine wirklich nicht gar so schweren Fragen. Das war vor 46 Wochen schon nicht anders, als Du und Dein Bundesbruder immer wachsweich ausgewichen sind und bei Nachfragen dann die beleidigte Leberwurst gespielt haben.
Deshalb noch einmal konkret nachgefragt: Ist nach Meinung der Markomannia Götz Kubitschek, den ihr offiziell zu einer Veranstaltung in eure Räumlichkeiten ludet, ein Rechtsextremer oder nicht? Wenn ja, warum bietet ihr Rechtsextremen in euren Räumlichkeiten ein Forum? Wenn nein, wie würde die Markomannia dann die politische Einstellung ihres Referenten Götz Kubitschek bezeichnen?
Tja und ich merke durch die Debatte, warum die Notwendigkeit antifaschistischen Engagements und antifaschistischer Aufklärung auch an unserer Uni immer mehr an Wichtigkeit gewinnt.
1. Selbstverständlich bestreite ich, das sich die Markomannia im "rechtsextremen Spektrum" verortet. Und da ich weder Gedanken lese noch das Haus überwache, messe ich sie an Aussagen und Taten. Rechts sind die und das darf man sein. Extremismus ist zu weit hergeholt.
"Als extremistisch werden die Bestrebungen bezeichnet, die gegen den Kernbestand unserer Verfassung – die freiheitliche demokratische Grundordnung – gerichtet sind"(Bundesamt für Verfassungsschutz).
2. Den Song habe ich mir nicht angehört. Zeitlich fängt mein Musikgeschmack eher bei Grobschnitt und Showaddywaddy an, aber wenn ich mal Zeit habe hole ich das nach.
Ich habe meine subjektive Auffassung des Begriffs angewandt, nachdem für viele Linke vom Islamkritiker bis Burschenschafter der Begriff "Faschist" sehr locker sitzt und einen Ruch von Mörder, Totschläger hat. Gegen den Klan sieht ja selbst die DVU harmlos aus,oder?
3. Im Vergleich mit den von dir gelisteten Städten ist es selten. Für Greifswald ist es ziemlich viel.
Der große Unterschied zwischen links und rechts ist dabei allerdings, dass es bei linken Straftaten in aller Regel um Sachbeschädigung ging und bei rechten Starftaten meistens um Körperverletzung…
Die ersten beiden "Clubs" sind in Deutschland verbotene Organisationen. Im übrigen wohnt bei dir im Nebenhaus ein verurteilter Kinderschänder. Was sagt das über dich?
So viel wie die Tatsache, das du zum zweiten Mal subtil die Markomannen mit den "Boys in da Hood" vergleichst..
Die ersten beiden "Clubs" sind in Deutschland verbotene Organisationen. Im Übrigen wohnt bei dir im Nebenhaus ein verurteilter Kinderschänder. Was sagt das über dich?
So viel wie die Tatsache, das du zum zweiten Mal subtil die Markomannen mit den "Boys in da Hood" vergleichst..
Es ist ja sehr schön, dass ihr beide euch anscheinend persönlich kennt, nur was hat das mit der Faschismusverharmlosung der Markomannia zu tun?
Ich kenne mich da aus.
Männer werden bis zur Hüfte, Frauen bis zum Hals eingegraben, man hätte also auf das Fenster der Studentin mit einem kleineren Stein werfen müssen.
Hier wurde die Steinigung emanzipiert "gegendert" und auf dem Convent der Anarcho-Randalia*
beschlossen, Frauen gleichzustellen.
*die gibt es wirklich, pflichtwerfende linke Verbindung, kannste googlen
Da sprichst du eine Wahrheit an. "Die Linken" begehen deutlich mehr Gewaltdelikte. Die hohe Zahl rechter Straftaten sind zum großen Teil Propagandadelikte, dazu kommt, das jedes hingeschmierte Hakenkreuz aufs Konto Rechter geht, auch ohne ermittelte Täter. Das soll nichts relativieren, das ist halt so.
Dieser kleine schwarze Punkt, den du da am Horizont siehst, das ist das Thema dieses Threads.
Gegen die Schönebeck-Zensur, ich will lesen können, was andere zu dem Thema geschrieben haben. Ich kann selbst entscheiden, ob das Blödsinn ist, dazu brauche ich dich nicht!
Nein, ich setze nicht Fragen mit Steinwürfen gleich – ich rechne Dich in die Nähe der Steinewerfer, da Du Ihr Tun rechtfertigt und versuchst, sie zu normalen Beteiligten einer politisch motivierten Diskussion zu machen – und von diesem bzw. Deinem Niveau halte ich eben nichts.
Und nochmal: Ich winde mich keinesfalls um irgendwelche Antworten herum, sondern verweise konkret auf die Artikel und Diskussionen, wo wir diese bereits beantwort haben.
Und von wachsweichem Ausweichen kann dann keine Rede mehr sein, wenn man wenigstens die Arikel zu den Diskussionen gelesen hat, wo wir bereits in den dazugehörigen Aufhängern deutlich unsere Einstellung zu u.a. Kubitschek angeführt haben.
Du magst diesen "Vertreter konservativen Denkens" gerne in die rechtsextreme Ecke stellen – bei Deiner offensichtlichen Herkunft aus dem linksextremen Bereich ist das nur konsequent. Wir schließen uns allerdings Deiner Position nicht an und ich sehe auch nicht, dass wir als betroffene Andersdenkende da besonders angefasst reagieren müssen, um damit auch das Thema der beleidgten Leberwurst abzuhandeln.
Vielleicht kehrt Ihr erstmal vor der eigenen Tür – man könnte z.B. sehr gut mit Frau Drohsel und ihren Kontakten zu offiziell als linksextremistisch eingestuften Organisationen – und überlegt dann nochmal, ob man aus dieser Ecke heraus andere unbedingt als extrem bezeichnen muss.
Gruß, Klaus
LESERBRIEF AUS OZ 9.10.09
"Der Überfall auf das Haus der Burschenschaft
Markomannia am
Tag der Einheit veranlasste S. Riedel
aus Wackerow zu diesen Zeilen:
Die schon am äußerlichen Erscheinungsbild
zu erkennenden
Mitglieder von Burschenschaften
verbreiten eindeutig nationalistisches
Gedankengut. Sie bewegen
sich vom rechtskonservativen zum
rechtsradikalen Lager. Durch gute
Verbindungen finden sich viele alten
Herren auch heute noch in gesellschaftlichen
Schlüsselpositionen
wieder. Burschenschaften dürfen
keinen Platz in der Neuzeit haben,
sie gehören in die Vergangenheit."
-ich warte auf die nächsten Angriffe gegen Muslime… was passiert wenn ich dann schreibe, dass die schon am äusseren Erscheinungsbild erkennbaren Mitglieder die Integration ablehnen und eindeutig…Sie gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an…-
boah was ist hier bloss los… linke Nazis erfinden sich gerade selbst…
[Kommentar zum gerade gelöschten Kommentar von EMAU-Absolvent]
[Edit Moderator: Gelöschte Kommentare (und sei es auch nur als Zitat) noch mal zu posten, hilft uns allen nicht weiter.]
@admin: Die Löschung aufgrund der Geschichtsklitterung und unqualifizierter Polemik (oder war es nur wegen off-topic) kann ich nachvollziehen, allerdings sollten die Löschung von Kommentaren aus Transparenzgründen sichtbar gemacht und kommentiert werden. Dies hätte evtl. auch selbstdisziplinierende Auswirkungen, denn mich würde es schon zum nachdenken anregen, wenn jeder 2.Kommentar von mir gelöscht würde.
Liebe Leser,
die Redaktion sieht sich wieder einmal dazu veranlasst, darauf hinzuweisen, dass die Artikelkommentare nicht dazu gedacht sind, Grundsatzdebatten zu führen. Es mag den geschätzten Lesern wieder einmal gelungen sein, die Debatte vom Inhalt des Artikels wegzudrehen und stattdessen über Hitler und Stalin zu philospohieren – die Redaktion ist jedoch nicht geneigt, das hinzunehmen.
Sollten die Off-Topic-Debatten weitergeführt werden, wird die Kommentarmöglichkeit zu diesem Artikel deaktiviert.
"was passiert wenn ich dann schreibe…"
Dann erklär ich dir mit Engelsgeduld: Wenn man Muslime an ihrem Äusseren erkennt, dann ist dies Zeugnis ihrer kulturellen bzw. idF ihrer religiösen Identität. Integration (im Gegensatz zu Assimilation) beinhaltet aber keine Aufgabe der igenen kulturellen Identität, sondern Integration meint: "Annäherung, gegenseitiger Auseinandersetzung, Kommunikation, Finden von Gemeinsamkeiten, Feststellen von Unterschieden und der Übernahme gemeinschaftlicher Verantwortung zwischen Zugewanderten und anwesender Mehrheitsbevölkerung." (wikipedia)
Zum weiteren Schwachpunkt deiner Argumentation: Die Mitglieder einer Burschenschaft entscheiden sich freiwillig dieser beizutreten. Dadurch separieren sie sich in bestimmten Ansichten vom gesellschaftlichen Mainstream und bestimmten zivilisatorischen und emanzipatorischen Errungenschaften, dass das offene zur Schau tragen (durch eindeutige Symbole) dieser Meinung andere Menschen empört, liegt in der Natur von Meinungsverschiedenheiten. Wenn du allerdings von einem Kopftuch auf mangelde Integration schliesst würde es naheliegen, dass du nicht Integration sondern Assimilation von Immigranten erwartest.
btw: nach deinem "grandiosen" Nazikommunisten-Kommentar, lege ich dir nahe, noch was über "wahre Lügen", "künstliche Natur" und Unterwasserflugzeuge zu schreiben.
Ich habe den Kommentar von unterwegs aus mit meinem Handy gelöscht, leider ist eine Editierung der Kommentare von dort nur sehr umständlich zu erreichen. Löschen geht allerdings porblemlos!
Warum wird obiger Beitrag über die Rugia nicht gelöscht weil ohne Themenbezug..? achso…das passiert hier ja nur den ultranationalen rattenfängern…
vielleicht einfachmal aktuelle veranstaltungshinweise
13.11., pennale Burschenschaft Ernst Moritz.Arndt in Greifswald, 20 Uhr: „Armin Mohler – Ein Nachruf“
http://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Mohler
21.11.: Festkommers in der Wiener Hofburg, Festkommers-Themen:
* 150 Jahre Deutsche Burschenschaft
* 90 Jahre Friedensdiktate St. Germain – Versailles – Trianon
* 200 Jahre Tiroler Freiheitskampf
Am Nachmittag findet um 14 Uhr das Symposium "Vertreibung und Entstaatlichung uropas" im Palais Palffy statt.
ZITAT
Symposium und Kommers in Wien
Österreich/Wien. Im Wiener Palais Palffy soll am 21.November ab 14 Uhr ein Symposium zum Thema "Vertreibung und Entstaatlichung Europas" stattfinden. Als Referenten werden Prof. Dr. Wilhelm Brauneder (Wien), in den 1990er Jahren Nationalratsabgeordneter der FPÖ, der frühere SDS-Aktivist Prof. Dr. Bernd Rabehl (Berlin), der ehemalige Funktionär des "Bund Freier Bürger", Prof. Dr. Karl A. Schachtschneider (Erlangen), und der extrem rechte Publizist und Ex-General Gerd Schultze-Rhonhof angekündigt. Am gleichen Tag veranstalten Burschenschafter in der Wiener Hofburg einen "Festkommers" unter dem Motto: "150 Jahre Deutsche Burschenschaft in Österreich – 90 Jahre Friedensdiktate von St.Germain – Versailles – Trianon – Beginn der Vertreibung – 200 Jahre Tiroler Freiheitskampf". Beworben werden die Veranstaltungen u.a. in "Der Eckart", Organ der deutschtümelnden "Österreichischen Landsmannschaft" (hma).
und weg damit… so billig schaffst Du es nicht die Kommentare zu deaktivieren hoffe ich…
verschiedene mitglieder der rugia zeigen auch grad im persönlichen rahmen ihre fehlende abgrenzung zur rechtsextremen/-radikalen szene.
angefangen beim tragen von band t-shirts von nsbm-gruppen über das tragen von aufnähern mit dem motiv der "schwarzen sonne" bis gar zur leugnung des holocaust im zwei-augen gespräch. das volltrunkene herumlungern vorm burschenschaftshaus in freudiger erwartung einer körperlichen auseinandersetzung mit jedem der die robert-blum-str. passieren will, hake ich dann mal unter einfachem saufproletentum ab…
verstehe deinen einwand nicht.
die pennale burschenschaft emau ist eine tochter^^ der burschenschaft markomannia.
über diese wird nachwuchs für die markomannia schon vor der studienzeit angeworben.
da ist für mich ein sehr klarer bezug zum thema zu sehen.
interessant ist die linkliste der pennalen burschenschaft emau
(von deren inhalten sich natürlich distanziert wird):
junge freiheit, institut für staatspolitik, junge landsmannschaft ostpreußen usw…
klingt nach Gudrun Ensslin………..
Und am 17.01.2010 feiern die Pennäler gemeinsam mit der Markomannia wieder ein Reichsgründungsfest, wenn ich den "Seminarplan" der pBEMA richtig im Kopf habe. Andere feiern derzeit die bundesdeutsche Verfassung, aber die Markomannia und Anhang feiert wie jedes Jahr die Krönung des preußischen Königs zum Deutschen Kaiser. xD
Überhaupt: Was gibt es denn an einem monarchistischen System, in dem noch das ständische Klassenwahlrecht herrschte (Frauenwahlrecht gab es sowieso nicht) und das das erste imperialistische Weltgemetzel 1914-1918 verursacht hat, zu feiern?
[Ironie on] Ob die kleindeutsche Lösung von 1871 für Anhänger des "volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriffs" wirklich ein Anlaß zur Feier sein kann, liebe Markomannia?! :* [Ironie off]
Was "klingt nach Gudrun Ensslin"? Was möchtest du damit ausdrücken und was bringt es dir, in solchen Rätseln zu schreiben?
oha,jetzt hat sich auch die antifa aus greifswald zu wort gemeldet. siehe http://antifahgw.blogsport.de/
vielleicht sollte man präzisieren: die rechten begehen mehr gewalttaten mit todesfolge (ca. 200 in 20 Jahren), während es aus den linken sehr wohl zu gewalttaten kommt, aber immer noch mit dem versuch die gewalt auf gewalt gegen sachen zu beschränken und keine menschen zu schaden kommen zu lassen (was bei dieser aktion glücklicherweise auch der fall war).
aber dein relativismus von rechts=links ist schon etwas schockierend. diese aktion ist schliesslich nicht mehr als unangenehm artikulierter frust über die mangelnde aufarbeitung der nationalsozialistischen vergangenheit (es wird darüber geredet, aber wie man an der markomannia sieht keine konsequenzen gezogen). ich finde die aktion aus vielen gründen nicht ok, aber ich muss leider sagen, dass ich die gefühle, die dahinter stehen verstehen kann. nur kann ich zum glück meinen unmut anders artikulieren als mit steinen.
g8 und nicht alltag in sachsen-anhalt, brandenburg oder meckpomm… aber ich glaube auch nur meiner selbstgefälschten statistik. macht das leben leichter
Gut gemeint, aber schlecht gemacht.
Ich kann die Beweggründe der Leute gut nachvollziehen und nachdem ich mir die Kommentare hier durchgelesen habe verstehe ich sie noch besser.
Es ist ein Ausdruck des Frusts, dass auch 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg Leute meinen rechtes Gedanken gut damit zu rechtfertigen, dass linke Aktionen auch nicht toll sind. Was in Greifswald fehlt ist immer noch die Verinnerlichung der Erkenntnis, dass faschistisches Denken Menschen planmäßig tötet (seit 1990 ca. 200 in Deutschland). Es ist der Frust darüber, dass dieses Gedankengut immer noch relativiert wird und in Watte verpackt von der Markomannia verbreitet werden kann, ohne dass sich gross darüber aufgeregt wird.
Aber ich finde den Ausdruck des Gefühls in der Aktion als total verfehlt. Denn das Schmeissen von Steine ist vielleicht eine gute Therapie, um Frust abzubauen, aber dem Ziel der Aufklärung und der Bekämpfung des rechten Gedankenguts in der Bevölkerung und der Studierendenschaft, kommt man dadurch keinen Schritt näher.
Da lob ich mir doch die Zeiten der Anti-Burschenschaftskampagne der AntiFa und ihre Demonstration – das hatte Breitenwirkung. Diese Aktion führt nur zu einer Welle erzwungener Distanzierungen. Erzwungen deshalb, weil die Richtung stimmt (gegen die Burschenschaft), aber das Mittel falsch gewählt ist.
Deshalb: friedlicher ist überzeugender und überzeugender ist der Anti-Faschismus
P.S.: am Rande: schmeisst die Burschenschaft Markomannia eigentlich mittlerweile Gäste aus dem Haus die aktiv in den gewalttätigen oder gewaltbereiten Kreisen der rechten Kameradschaften aktiv sind (ich erinnere nur an den früheren Stammgast Paul Schneider)? Zu hoffen wäre es, denn das wäre wirklich ein Beweis einer Distanzierung. Mir sind Taten der Markomannia lieber als strategische Lippenbekenntnisse.
sorry, für das doppelte posten, aber irgendwie hing der erste Kommentar einen Tag irgendwo fest oder so
Ich bin nun kein Experte in der Frage, gebe aber dennoch zu bedenken, dass man in Bezug auf die Reichsgründung 1871 verschieden Aspekte "feiern" kann. Kann sein, dass da jemand dem Kaiser hinterhertrauert, kann aber auch sein dass es dort einfach um das Ende der Kleinstaaterei geht und um eine Einigung Deutschlands. Dass war ja schließlich auch eine der Kernforderungen der Burschenschaften im 19 Jahrhundert.
Erschrekend, wie wenig Ahnung du von hochschulpolitischen Abläufen hast…
Dem kann ich nur zustimmen!
[Edit Moderator: Unsachliche Polemik]
[Edit Moderator: Unsachliche Polemik]
[Edit Moderator: Da wir den Originalkommentar gelöscht haben, löschen wir auch diese unsachliche Antwort.]
Der Punkt ist doch der:
Wir haben hier einen Thread über eine linke Gewalttat (soweit Konsens?).
Statt nun über die Motivation der Linken zu diskutieren, ihre Gedankenwelt und selbstgebastelte moralische Legitimation, wird über die Opfer hergezogen. Tenor: Die Opfer sind selbst schuld an ihrem Leid.
Sobald man die linke Rechtfertigungsstragegie auseinandernimmt, wird man gelöscht. Selbstverständlich hängt das linke Denken an einer geschichtspolitischen Interpretation. Man darf diese allerdings nicht benennen oder in Frage stellen, dann wird man gelöscht.
Also nix von wegen “offtopic”. Hier geht es um eine knallharte geschichtspolitische Kontroverse, die direkt mit dem Überfall zu tun hat. Eine Diskussion, vor der man sich offensichtlich fürchtet.
@Gisela
Vorsicht mit verleumderischen Behauptungen! Die Markomannia verbreitet keineswegs irgendwelches "Gedankengut". Nur weil man die Lügengeschichten über diese Studentenverbindung andauernd zu lesen bekommt, werden sie dadurch nicht wahr. Eine Person namens Paul Schneider (who the fuck is Paul Schneider?) war meines Wissens nie Stammgast. Die Burschenschaft Markomannia ist eine akademische Studentenverbindung. Es ist ehrenrührig und beleidigend, wenn sie mit gewalttätiigen Rechtsaußen in Zusammenhang gebracht wird.
Als Burschenschaft verpflichtet sie sich den burschenschaftliche Idealen: Ehre, Freiheit, Vaterland. Bewahre Deine Ehre und stelle sie nie über die Ehre eines Anderen. Lebe und verteidige die Freiheit in allen ihren Facetten. Liebe und schütze Deine Heimat und diejenigen die mit Dir dort leben. Ich bin es leid ständig die gleiche schlicht unwahre Leier zu hören. Natürlich gibt es auch bei einer Studentenverbindung mal Leute, die einen Fehler machen. Das ist normal und menschlich. Aber klare Fehler der Markomannia sind gar nicht erkennbar,
Soll es ein Fehler sein, eine Diskussionsveranstaltung durchzuführen (Stichwort Meinungsfreiheit –> siehe oben)? Das oft besprochene Beispiel des Antrages zu Deutschland und Österreich war meines Wissens ein Scherz. Im nachhinein sicherlich kein Guter, jedoch ist die Sache mittlerweile über 13 jahre her, Nun ist es ja wieder gut. Die Leute von der Markomannia, die sich jetzt um einen offenen und demokratischen Dialog bemühen, waren damals noch in der Grundschule. Jedweder "Linke" sollte es positiv honorieren, wenn eine "verhasste" Verbindung sich die Mühe macht, sich von Extremen abzugrenzen. Aber was passiert stattdessen? Sie wird noch härter und nun sogar körperlich angegriffen. Sehr sinnvoll! Kommt mal wieder runter! Wenn die "Antifanten" wirklich mal was Nützliches machen wollen, dann sollten sie mal in die wirklichen Problembereiche fahren. Es gibt Dörfchen und Städtchen auf dem platten Land, wo es wirklich Probleme mit "Nazis" gibt. Aber wahrscheinlich ist es nicht so bequem fernab von nem anständigen Bahnhof "Farbe zu bekennen".
Paul Schneider war in der mittlerweile verbotenen Kameradschaft Tor aus Berlin aktiv, hat hier mehrere Semester studiert bis er mehr schlecht als recht seine Zwischenprüfung in Politik ablegte und dann verschwand.
Merkwürdig, dass ein Mensch der kein Stammgast zu sein scheint (nebenbei, woher weisst du das, ist das die gestraffte Markomannia Mannschaft, die hier nach gemeinsamer Medienstrategie versucht die Debatte zu lenken?), während seiner Studienzeit mehrfach von zufälligen Passanten, die ihn kannten, bei der Markomannia gesichtet wurde.
Aber vielleicht passt es der Markomannia derzeit auch einfach nicht mit diesen Menschen in Verbindung gebracht zu werden. Passt nicht zur Medienstrategie.
[Edit Moderator: Doppelpostiung gelöscht, daher auch den Verweis weggenommen]
was meinst du damit?
Das haben andere Studentenverbindungen aber in der Vergangenheit anders gesehen! Oder?
Eine Kernforderung der Markomannia (und der Burschenschaftlichen Gemeinschaft) ist ja gerade keine klein-, sondern eine großdeutsche Lösung (also unter Einschluß Österreichs), daher mutet es um so befremdlicher an, daß gerade die Markomannen "Reichsgründung" feiern. Ich könnte ja durchaus nachvollziehen, wenn sie (aus ihrem "volkstumsbezogenen" Verständnis heraus) den 12. März 1938 feierten. Vielleicht sollte die Markomannia besser ihre Farben von schwarz-gelb-rot in schwarz-weiß-rot ändern, der Farbkombination scheinen sie ja eh näher zu stehen.
@ Carsten: War denn eine Reichsgründung in einem militaristischen Obrigkeitsstaat unter Preußens Kaiserkrone wirklich das, wofür die Ur-Buschenschaften (vor den Karlsbader Beschlüssen) eingetreten sind??? Ging es damals nicht auch um egalitäre Grundrechte, Demokratie und Republik? Und stattdessen wird dann 1871 solch ein preußisch dominierter deutscher Obrigkeitsstaat errichtet.
Entschuldigung für meine Polemik! Versuch mir ein Beispiel an rat marut zu nehmen…wie man nicht polemisch wirkt…
"Ob das allerdings "Chaoten" waren, wie Du hier anführst, daran habe ich weiter oben schon berechtigte Zweifel angemeldet. Es stellt sich doch mittlerweile eher so dar, daß hier nicht aus Jux und Dollerei, sondern aus politischer Motivation Steine auf das Haus einer rechtsextremen Burschenschaft geworfen wurden, wobei etliche Fensterscheiben zu Bruch gingen.
Strittig ist ferner, ob die Markomannia "in der Mitte der Gesellschaft" angekommen ist oder eine rechtsextreme Vereinigung ist. "
@ Unwissender
Die “Antifanten” werden erst zufrieden sein, wenn die Burschenschaften sämtliche Prinzipien aufgeben, die eine B! ausmachen.
Ich wüßte nicht, warum man das tun sollte.
Warum sollte auf man auf Anforderung von Linksextremisten ÜBERHAUPT etwas tun?
Meiner Ansicht nach wurden schon viel zu viele Kompromisse gemacht.
……………………………………………..
Und nun zum volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff:
Mir ist nicht ganz klar, warum Du zwischen Deutschland und Österreich unterscheidest? Österreich IST Deutschland. Österreich war genau wie Bayern und Preussen immer eine starker Staat in Deutschland, aber keine Nation. Deutschland als ideeller und historischer Faktor ist größer als die BRD und für einen Mitgliedsbund der BG sollte es selbstverständlich sein, daß eine Wiedervereinigung als Fernziel kein “Scherz” ist. Österreich war das wichtigste Kernland des Altreichs und Wien war dreimal länger deutsche Hauptstadt als Berlin.
@ Gisela
Laut VS-Bericht gab es 2008 1.188 linke und 1.113 rechte Gewalttaten.
Selbst diese Zahlen sind für die reale Gewalt von links lächerlich gering.
Beispiele:
- Für Berlin sind 54 linke Gewalttaten ausgewiesen. Das deckt ja nicht mal die 200 Autos, die letztes Jahr von Linken in Berlin in Brand in Brand gesteckt wurden.
- In Hamburg soll es laut VS-Bericht 51 linke Gewalttaten gegeben haben. Klar, die 500 randalierenden Autonomen vom Schanzenfest waren wahrscheinlich eine Erfindung des Fernsehens!
- Und dann der Oberknaller: 120 linke Gewalttaten 2007 in unserem schönen McPomm. Fragt sich, wo die 3000 Randalierer vom G8-Gipfel geblieben sind? In der Ostsee ertrunken?
Und wo ich schon dabei bin, ein kleiner Exkurs zum Thema “Toleranz”. Ich lese hier ständig, daß die Burschies dies tun und jenes denken und sich engagierte Menschen höllisch darüber aufregen. Fragt sich nur, warum? Was interessiert es euch, was ein paar Traditionalisten in ihrem Keller machen? Haben euch die Burschies vielleicht einen Pflasterstein ins Schlafzimmer geworfen? Haben sie euch an der freien Meinungsäußerung gehindert? Nein??? Dann frage ich mich, was das ganze inquisitorische Gequassel eigentlich soll? Der Punkt ist, daß ihr das Prinzip der Toleranz nicht verstanden habt! Toleranz heißt nicht, daß man andere Meinungen toll findet oder sich ihnen unterwirft. Toleranz heißt nur, daß andere nicht in ihren Rechten eingeschränkt werden (positive Indifferenz) und genau das tut ihr. Ihr fordert keine Toleranz, sondern Unterwerfung und damit seid ihr tausendmal schlechter als alle Burschies, die ich jemals kennengelernt habe. Daß ihr euch dabei auch noch ständig auf hehre Prinzipien wie Demokratie und Freiheit beruft, nützt euch gar nichts, denn ihr seid selbst am allerwenigsten fähig, diese einzuhalten. Ihr seid freiheitsunfähig. Ganz einfach!
Danke für den erhellenden Beitrag.
Die Republik Österreich gibt es übrigens seit dem 11.11.1918 und lebt sehr gut mit seiner staatlichen Eigenständigkeit, vielleicht ist das aber bei Dir noch nicht so ganz angekommen.
Welch ein Deja-vu! Vor einigen Wochen hatte Libyens Staatschef Gadaffi bei der UN beantragt, die Schweiz aufzulösen. Jetzt kommst Du daher und willst die Republik Österreich (zugunsten Deutschlands) auflösen. Ersterer hat zumindest für einen Lacher auf dem internationalen Parkett gesorgt, letzteres riecht eher nach einem miefigen 1938er-Anschluß-Aufguß.
Der deutsche Faschismus hatte bekanntlich am 12.03.1938 die Republik Österreich als ersten Nachbarstaat geschluckt – damals ohne größeren Widerstand. Es folgte im selben Jahr die Zerschlagung der Tschechoslowakei (Münchner Abkommen), ab 01.09.1939 dann der Überfall auf Polen und weitere Staaten. Dieser großdeutsche Wahn konnte erst durch den militärischen Sieg der Anti-Hitler-Koalition am 08.05.1945 beendet werden.
Dein revanchistischer Jargon ("Deutschland ist größer als die BRD") ist heute – außer bei einigen ewiggestrigen Verbindungsstudenten – lediglich bei der NPD und Dumpfnazis anschlußfähig.
Der Artikel der Antifa-HGW spricht Bände:
Demo gegen deutsche Zustände, auf einem der beiden Fotos sind zerissene oder brennende (so deutlich ist es nicht erkennbar) zusammengenähte Deutschlandfahnen (das ist deutlich erkennbar) zu sehen und im Text steht, dass die Demonstranten u.a. mit dem Entglasen der Fensterscheiben der Burschenschaft und der Demo zeigen wollten, dass sie "kein Bock auf Deutschland und die Einheitstümelei" hätten.
Angesichts dieser o.g. Sachverhalte handelte es sich hierbei nicht um eine gewöhnliche antifaschistische Veranstaltung, die dann am Ende eskaliert ist.
Vielmehr kann man durchaus davon ausgehen, dass sich die Antifa-HGW zumindest bei dieser Veranstaltung im Spektrum der Antideutschen bewegt hat. Ob die Ausrichtung der Greifswalder Antifa grundsätzlich antideutsch ist, möchte ich mal offen lassen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Antideutsche
Vielleicht wird hier aber im Nachhinein nur geschönt, was gar nicht so angedacht war.
Ich würd mich auch bemühen, die Geschichte irgendwie politisch motiviert aussehen zu lassen, auch wenn es nur besoffene Fussball- Heinis waren, die die Scheiben eingeworfen haben.
Ich würde Antinationalismus nicht mit Antideutschtum gleichsetzen. Sicher gibt es manche Berührungspunkte zwischen beiden Standpunkten (u.a. im Themenfeld Antifaschismus), aber der Antinationalismus geht von einer völlig anderen Grundlage aus als die antideutsche Grütze. Bei letzterer wird u.a. jeglicher Klassenbezug negiert, stattdessen wird sich ein "deutscher Volksmob" konstruiert, wodurch bei Antideutschen jeglicher politische Ansatz in bürgerlich-moralischer Soße endet. Kein Wunder also, daß etliche aus dem harten antideutschen Kern (insb. "Bahamas"-Umfeld) mittlerweile als Autoren bei der "Welt" und bei der "FAZ" gelandet sind.
Wohin das verzerrte Weltbild antideutscher Gruppen führt, zeigt u.a. die aktuelle "Stop the bomb"-Kampagne oder der rassistisch-antiislamische Diskurs etlicher antideutscher Gruppen.
Ein antinationales, antifaschistisches Konzert am 3. Oktober ist sehr begrüßenswert, ebenso Kritik an der deutschen Außenpolitik der vergrößerten BRD nach 1990. Schließlich führt dieser Staat mittlerweile wieder Angriffskriege und besetzt fremde Länder.
Was ich mit meinem Kommentar (der zugegebenermaßen etwas provokant war) verdeutlichen wollte, ist die Tatsache, dass bei dieser Demo (zumindest wenn man sich mal auf den Artikel und das erwähnte Foto bezieht) kein deutlicher Unterschied zwischen Antinationalismus und Antideutschen zu erkennen war. Denn was sind "Deutsche Zustände"? Das ist ja ein Rund-um-Schlag gegen sämtliche in Deutschland vorherrschenden Verhältnisse. Es gibt ja sicherlich viel zu kritisieren an den "Deutschen Zuständen", aber es ist ja nun auch nicht so, dass in Deutschland ausschließlich katastrophale Zustände herrschen würden.
Des weiteren wollten ja die Demonstranten laut Artikel zeigen, dass sie "kein(en) Bock" auf Deutschland und die Einheitstümelei hätten. Auch das richtet sich ja in erster Linie gegen Deutschland (und zwar gegen alles). Dann wäre doch ein Motto "Gegen neuen Nationalismus! Gegen Angriffskriege durch die Bundeswehr! Für ein offenes friedliches Deutschland!" oder so ähnlich, wesentlich glücklicher formuliert.
@ retty
Siehst Du, retty, das ist das Gute an uns beiden. Wir sagen immer ehrlich, was wir denken
Der “Anschluß” 1938 wurde von der überwältigenden Mehrheit der Österreicher begrüßt. Die Jubelbilder auf den alten Filmaufnahmen sind echt. Schon nach dem Ersten Weltkrieg haben alle österreichischen Parteien (außer der KPÖ) die Wiedervereinigung Deutsch-Österreichs mit dem Reich angestrebt. Dazu wäre es auch gekommen, wenn die Siegermächte nicht mit Anschlußverbotsklauseln in den Diktatverträgen von Versailles und Saint-Germain und gewaltigem politischem Druck die Vereinigung unterbunden hätten. Ein klarer Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Völker übrigens.
Aber ich sehe schon, wir sind wieder gefährlich weit von Thema abgekommen *g*.
Bevor gleich der Löschonkel kommt, möchte ich jetzt lieber still sein
"Deutsche Zustände" werden in der gleichnamigen Reihe der jährlich erscheinenden Publikationen des Soziologen Wilhelm Heitmeyer beschrieben und sind immer wieder ein Beleg dafür, dass es noch viele Betätigungsgebiete für antinationale Antifaschist_innen gibt, seien sie nun postmarxistische Antideutsche, Kommunisten oder Anarchisten.
Ich frage mich zwar, was du mit deiner ideologisch-motivierten Polemik und dem platten Antideutschen-Bashing bezweckst, aber über die politische Ausrichtung der Greifswalder Antifa innerhalb der Linken wird bestimmt im nächsten Verfassungsschutzbericht genaueres zu erfahren sein. Ich bin gespannt !
@ret marut: Ich frage mich zwar, was du mit deiner ideologischen Polemik und dem platten Antideutschen-Bashing bezweckst, aber über die politische Ausrichtung der Greifswalder Antifa innerhalb der Linken wird bestimmt im nächsten Verfassungsschutzbericht erhellendes zu erfahren sein. Ich bin gespannt !
Da ich nicht weiß, was Du unter "völkisch" alles subsummierst: Zuerst ist es eine Argumentation für den volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff.
Und unsinnig ist an dieser Stelle lediglich, dass Du mich zitierst ohne auf die einzelnen Pu8nkte einzugehen – das deutet ja wohl deutlich darauf hin, dass ich mal wieder Recht habe.
Gruß, Klaus
Es passt uns Markomannen vor allem nicht, mit einem Menschen in einen Bezug gesetzt zu werden, den es nicht gibt.
Ich bin Markomanne und kenne den besagten Herrn nicht – er war auch nicht Stammgast bei uns Markomannen.
Lustig finde ich übrigens die Mär der "zufälligen Passanten" – wieviele dieser Zufälle schickt Ihr denn in der Woche so bei uns vorbei?
Gruß, Klaus
Sag ich doch: völkischer Nationalismus.
Du argumentierst doch selbst völkisch (s. u. Deine oben zitierten Äußerungen vor 47 Wochen).
Markomannia und Burschenschaftliche Gemeinschaft: völkisch-nationalistisch, revanchistisch, großdeutsch, rechtsextrem.
Wieder nur Phrasen, aber keine Gegenargumente: X
Gruß, Klaus
Mag zwar sein, dass ich aus deiner Sicht in Bezug auf die B! Markomannia zu positivistisch denke/ argumentiere:
Dennoch denke ich, dass Klaus mit der "multikulturellen Gesellschaft" nicht daruf hinweisen wollte, dass Migranten aus seiner Sicht in Deutschland unerwünscht seien, sondern dass wir in Deutschland seit einigen Jahrzehnten ein latentes Integrationsproblem haben. Es bilden sich Ghettos (reine Türkenviertel, reine Russenviertel…), dessen Entwicklung von einigen politischen Kreisen als positiv bewertet werden, frei nach dem Motto: In zB Kreuzberg kann man die Türkei live erleben. Ist das ein Anzeichen gelungener Integration? Wenn sich Einwanderer innerhalb ihrer neuen Heimat abschotten? Ich denke eher nicht.
Im übrigen glaube ich, dass Klaus "Volk" mit Nation gleichsetzt (also nicht über Abstammung definiert- die biologische Definition von Volk gibt es ja im wesentlichen erst seit der 2. Hälfte des 19. Jh.). Er hat in seiner Aussage keineswegs ausgeschlossen, dass Nicht-Deutschen das Recht verwehrt werden soll, Deutsche zu werden, wenn sie es denn wollen. Nur, wenn sie es wollen, müssen sie die Deutsche Sprache lernen. Sie sollen nicht gänzlich ihre kulturellen Gepflogenheiten ablegen. Das verlangt auch niemand (außer Nazis- das wäre übrigens dann Assimilation). Aber die Deutsche Sprache sollten sie schon beherrschen und auch einige bestimmte Gepflogenheiten Deutscher Kultur übernehmen. Wer hier einwandert, sollte sich auch mit dem neuen Heimatland identifizieren können und wollen. Nicht nur mit seiner ehemaligen Heimat. Ihre Vergangenheit und alte Heimat sollen sie dabei keineswegs vergessen (Es gibt ja den Spruch "Zukunft kommt von Herkunft").
Wie gesagt, es sei dir überlassen, ob ich Klaus' Aussage zu humanistisch interpretiere oder nicht.
"Er hat in seiner Aussage keineswegs ausgeschlossen, dass Nicht-Deutschen das Recht verwehrt werden soll, Deutsche zu werden, wenn sie es denn wollen."
Mist, ich hab mich falsch ausgedrückt. Das Gegenteil war gemeint:
Ich glaube nicht, dass Klaus damit sagen wollte, dass MigrantInnen in Deutschland nichts zu suchen hätten (um es mal sehr einfach zu formulieren…)
Ich vermute, da ist bei Dir ein "nicht" zu viel im Satz. Alles andere würde wohl Klausens Position Unrecht tun.
Was Du als "latentes Integrationsproblem" bezeichnest, bezeichne ich schlicht als struktuerelle Diskriminierung aufgrund von Herkunft. Was Du mit "Integration" bezeichnest, meint in realita Assimilation. Integration würde nämlich bedeuten, daß sich aus allen (!) eingebrachten ethno-kulturellen Einflüssen (inkl. der "deutsch-eingeborenen") etwas Neues, Gemeinsames bildet. Was Klaus (und wahrscheinlich auch Du) meinen, ist schlicht Anpassung an a priori gesetztes Deutschtum. Und dieses positivistische (also gesetzte) Deutschtum dient wiederum dazu, a) sich künstlich einen höheren Status in der Gesellschaft zu sichern und b) die Spaltung der arbeitenden Klasse durch rassistische Diskriminierung zu fördern.
Das Problem heißt nicht Kreuzberg, sondern deutscher Alltagsrassismus. Vor wenigen Tagen wurde eine Studie publik, daß Jugendliche mit migrantischem Hintergrund (2. und 3. Generation) selbst mit Abitur und Hochschulabschluß systematisch diskriminiert werden und seltener einen Arbeitsplatz oder gesellschaftlichen Aufstieg erhalten als diejenigen, die – bei gleichen Bildungstand – sich (ob ihrer Herkunft) als "deutscher" ansehen bzw. von Ihresgleichen angesehen werden.
Ich denke, einen derartigen antirassistischen Diskurs können wir hier auf den Webmoritzseiten wohl kaum führen, daher empfehle ich als Lesestoff für daheim von Serhat Karakayali den Text "Die freundliche Einwanderungsgesellschaft": http://www.kanak-attak.de/ka/text/freundlich.html
Klaus, Du führst hier gar keine Argumentation. Immer wenn ein Argument kam, das Dir nicht schmeckte, bist Du ausgewichen, hast auf andere Diskussionsstränge verwiesen (wo Du und andere Markomannen genauso ausweichend agiert haben) oder erklärst schlicht, es gäbe ja gar keine Argumente.
Schaumschlägerei mag unter Verbindungen zwar angesagt sein, hat aber mit einer echten Debatte herzlich wenig zu tun, denn die lebt von der Auseinandersetzung mit den in den Ring geworfenen Argumenten. Ich habe den Eindruck, daß Du nicht gewillt und gewappnet bist, eine Diskussion zu führen, die auch mal über eure kleine deutschnationale Käseglocke hinausgeht. Das mag mit identitärer Politik erklärbar sein und der Angst "ins rechte Licht" gerückt zu werden, zeugt aber nicht gerade von Dialogbereitschaft. Ein bißchen mehr Selbstreflexion täte sicher auch den Markomannen ganz gut.
Mein Kommentar:
"Wer hier einwandert, sollte sich auch mit dem neuen Heimatland identifizieren können und wollen. Nicht nur mit seiner ehemaligen Heimat. Ihre Vergangenheit und alte Heimat sollen sie dabei keineswegs vergessen."
sollte inhaltlich dasselbe aussagen wie:
"Integration würde nämlich bedeuten, daß sich aus allen (!) eingebrachten ethno-kulturellen Einflüssen (inkl. der "deutsch-eingeborenen") etwas Neues, Gemeinsames bildet."
Richtig ist allerdings, dass ich in meiner Aussage den umgekehrten Weg (was du mit inkl. der "deutsch-eingeborenen meintest) vernachlässigt habe, was allerdings nicht beabsichtigt war.
Ich halte es durchaus für problematisch, wenn sich selbstständige Viertel bilden. Denn zu einer gelungenen Integration gehört mE auch die gegenseitige Verschränkung (mir viel kein besseres Synonym für "Vermischung" ein. Und Vermischung klingt mir wieder zu sehr in Richtung Rassentheorien usw., denen ich nicht anhänge) der Bevölkerung innerhalb der Gesellschaft. Das also Türken, Italiener, Russen,Polen(…) und Deutsche in einem Stadtteil gemeinsam leben und arbeiten und eben nicht nur in dem einen Stadtteil nur Türken, in dem anderen nur Russen, in einem weiteren nur Deutsche. Dadurch grenzen sich die verschiedenen ethnischen Gruppen voneinander ab und eine Annäherung und dadurch eine Integration durch gegenseitige kulturelle Beeinflussung kann meines Erachtens nicht erreicht werden. Ich stimme dir in dem Punkt zu, dass die Ghettoisierung durch den Alltagsrassismus maßgeblich gefördert wird. (Übrigens hält die Sozialgeographie die Ghettoisierung ebenfalls für Anzeichen misslungener Integration.)
4.) Halte ich es durchaus für problematisch, wenn sich selbstständige Viertel bilden. Denn zu einer gelungenen Integration gehört mE auch die Vermischung (und nein ich bin kein Rassist und das Wort Vermischung ist auch von mir nicht rassistisch gemeint) der Bevölkerung innerhalb der Gesellschaft. Das also Türken, Italiener, Russen,Polen(…) und Deutsche in einem Stadtteil gemeinsam leben und arbeiten und eben nicht nur in dem einen Stadtteil nur Türken, in dem anderen nur Russen, in einem weiteren nur Deutsche. Dadurch grenzen sich die verschiedenen ethnischen Gruppen voneinander ab und eine Annäherung und dadurch eine Integration durch gegenseitige kulturelle Beeinflussung kann meines Erachtens nicht erreicht werden. (Im übrigen hält die Sozialgeographie die Ghettoisierung ebenfalls für Anzeichen misslungener Integration.)
Oder kurz zusammengefasst:
Ich verstehe unter gelungener Integration nicht die Anpassung an a priori festgesetztes Deutschtum.
Marco, so hört sich das schon anders an. Da kann ich dann auch weitgehend mitgehen.
Ich finde allerdings Deine Interpretation von Kreuzberg als "türkische Ghettoisierung" falsch. In Kreuzberg leben schließlich nicht nur TürkInnen und Menschen türkischer Herkunft, sondern v.a. auch solche kurdischer, deutscher, arabischer (wenn ich das mal so zusammenfassen darf) und russischer (bzw. GUS-) Herkunft. Und Du kannst dort mit der deutschen Sprache jede Alltagssituation bewältigen. Das Bild, das hier einige (Nicht-KreuzbergerInnen) von Kreuzberg zeichnen, stimmt ja mit den realen Verhältnissen überhaupt nicht überein. (Ich erinnere mich an einen rassistisch-kulturalistischen Slogan der JU, der aber so auch bei der JN hätte auftauchen können: "Deutschland muss in Kreuzberg wieder erkennbar sein".)
So gesehen meint ja für viele "Integration" lediglich das Modell "deutsche Leitkultur" – mit all den implizierten Zerrmodellen von "ihr" und "wir".
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass mir kein besseres Beispiel als Kreuzberg einfiel…und genau das Beispiel dann auch noch falsch gewählt war :S
(Was glaube ich auch daran liegt, dass es in Deutschland nicht so krass ist, wie es meine Darstellung glauben lässt…)
Ich denke, dass der Begriff "multikulturelle Gesellschaft" mehr was mit den von dir beschriebenene Zerrmodellen von "Ihr" und "Wir" zu tun hat, als mit tatsächlicher Integration.
Denn das Wort "multikulturell" suggeriert viele Kulturen. Aber bei Integration geht es doch darum, dass es eine Kultur gibt, die sich auf viele Wurzeln beruft und zu denen immer neue Wurzeln hinzu kommen können. Also wie ein Baum (Man könnte auch sagen Stammbaum, wobei dieser sich dann im Fall Deutschland nicht auf "germanische Urstämme" sondern auf französische, russische, italienische, türkische… und "germanische" zurück führen ließe)
Ich glaub ich hör mal besser auf…wir sind jetzt doch schon zu weit Offtopic…
Deine Vermutung hinsichtlich meiner Position ist falsch. Ich habe so erstmal nichts gegen Migranten und ihren Zuzug nach Deutschland.
Ich glaube allerdings weder, dass ein völlig freies Nebeneinander der verschiedensten Kulturen – egal ob in Deutschland oder anderswo – funktioniert. Noch glaube ich, dass eine Aufgabe aller Eigenheiten aller Kulturen derart möglich ist, dass eine neue integrierte Gesellschaft entsteht.
Es ist mir egal, ob die Gesellschaft in Deutschland funktioniert, indem sich jeder Einzelne in die Gesellschaft – gerne auch mit dem Willen zur Verbssserung – einfügt oder ob sich einzelne Volksgruppen ihre Eingenheiten weitestgehend bewahren. Wesentlich ist für mich, dass jedes Mitglied der Gesellschaft bestimmte Gegebenheiten in Deutschland, wie z.B. die deutsche Sprache, das deutsche Grundgesetz sowie das deutsche Rechtssystem, die Gleichberechtigung von Mann und Frau oder eben auch den bleibenden Bezug zu Deutschland akzeptiert.
Wenn die Gesellschaft einen solchen Konsens erzielt – wobei, ich schrieb es schon, da auf allen Seiten noch etwas zu tun ist – dann sollte auch die von Dir beschriebene systematische Diskriminierung hoffentlich kein Thema sein – der Migrationshintergrund allein darf hier nichzt Grundlage für eine derartige Unterscheidung sein.
Gruß, Klaus
"die Gleichberechtigung von Mann und Frau" gilt das in Zukunft auch für euren Männerbund?
Oder habt Ihr jetzt schon solche Angst vor der Generation Alphamädchen, dass ihr euch lieber weiterhin auf die Vorteile struktureller Diskriminierung verlasst?
Vielleicht gibt es ja ein paar deutsche Madel, die auch darauf Lust haben, sich mit ner Klinge vor der Nase rumzufuchteln, um für sich ein paar alten Herren als gewichtige Fürsprecher zu gewinnen.
1. Das "glücklicherweise" ist angebracht, denn entgegen Deiner Darstellung wurde bei dieser Aktion nicht versucht, Menschen keinen Schaden zuzufügen – vielmehr wurden solche bewßt in Kauf genommen.
2. Bevor Du andere kritisiert, solltest Du vor der eigenen Haustür kehren: Du re3lativierst hier Gewalt gegen Andersdenkende und rechtfertigst sie sogar.
3. Wir Markomannen sehen unser Denken und Handeln absolut nicht in einem besonderen, d.h. in einem für Deutschland ungewöhnlichen nationalsozialistischen Zusammenhang. Entsprechend kannst Du hier gerne für weitere Aufarbeitung Sorge tragen – aber den diesbezüglichen Frust sollten Du und andere Chaoten bitte korrekt adressieren und nicht bei uns abladen.
Gruß, Klaus
Von der ehe über den Fussballverein bis hin zu uns Burschenschaften gibt es diese geschlechtsspezifische Einengung des Partnerkreises – nicht immer absolut notwendig, aber doch meistens sinnvoll.
Dazu passend werden wir uns (auch) diesbezüglich nicht ändern. Einen Mangel an Gleichberechtigung oder eine strukturelle Diskriminierung der Frau sehe ich hier nicht – die können doch das gleiche Recht zur Organsiation für sich auch in Anspruch nehmen.
Dies ist einfach eine bewährte Tradition, die wir beibehalten werden. Und das unabhängig davon, ob Alphamädchen oder deutsche Mädel – könntest Du beides kurz definieren? – im Spiel sind.
Gruß, Klaus
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