Druckfrisch eingetroffen: Die Zeitung zur Urabstimmung

4. Januar 2010 | Von Gabriel Kords | Kategorie: Top-Themen, Uni-Politik, Urabstimmung, Wahlen

Im Internet kursierte die Infozeitung zur Urabstimmung schon seit einigen Tagen – jetzt liegt sie auch gedruckt aus. Auch auf dem webMoritz kann man sie herunterladen (Bilder rechts und links).

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Die Zeitung der Initiative "Uni ohne Arndt" (1,2 MB, pdf)

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Die Zeitung der Initiative "Pro Arndt" (1,2 MB, pdf)

Das kostenlose Heft stellt Argumente für und gegen den Namenspatron zusammen über den die Greifswalder Studenten in der kommenden Woche abstimmen sollen. Sie wurde von Mitgliedern der Initiativen “Uni ohne Arndt” und “Pro Arndt” erstellt. Für die technische Umsetzung wurde die Expertise einiger Mitarbeiter des moritz-Magazins herangezogen.

Dass die Befürworter und Gegner des Namenspatrons gemeinsam an der Erstellung gearbeitet haben, heißt allerdings nicht, dass es sich um eine Einheitliche Zeitung handelt: Die 20-seitige Publikation besteht aus zwei getrennten Teilen, die so angeordnet sind, dass man das Heft jeweils drehen muss, um den anderen Teil zu lesen (in der Internet-Ausgabe wurde das natürlich beseitigt). Innerhalb der Teile hatten die Initiativen die volle Entscheidungsfreiheit. Das Heft verfügt somit auch über zwei Impressen.

Die Publikation ist professionell gestaltet und enthält vor allem im Teil der Initiative “Uni ohne Arndt” viel Fließtext. Die Initiative legt in ihrem Teil die bekannten Argumente nach verschiedenen Gesichtspunkten (z.B. Antisemitismus, Nationalismus, Rasissmus) gegliedert dar. Mindestens einen Lapsus muss man den Autoren allerdings anlasten: So beginnt ihr Text “Ein kurzer Abriss zur Namensgeschichte” mit dem zweifelhaften Satz: “Im Jahre 1456 wurde die Universität Greifswald seitens der schwedischen Krone gegründet.” Tatsächlich begann die schwedische Zeit der Greifswalder Uni erst knapp 200 Jahre später. Im Schlussteil kommen noch drei Studenten zu Wort, außerdem lassen sich die Aktivisten anhand von Beispielen über die schlechte Debattenkultur in den vergangenen Monaten aus. Zu guter Letzt findet sich noch ein Tapir-Comic zur Urabstimmung.

Die Pro-Arndt-Publikation fällt bereits auf den ersten Blick mit deutlich weniger Text, mehr Bildern und einer insgesamt etwas luftigeren Gestaltung auf. Ob diese Verkürzung der Übersichtlichkeit für den Leser entgegenkommt oder die Konsequenz aus einer weniger umfangreichen Argumentation ist, müssen die Leser des Blattes selbst entscheiden. In dem Teil kommt unter Anderem auch der Arndt-freundliche Wissenschaftler Dr. Irmfried Garbe (Kirchengeschichte) zu Wort.

Fest steht: Die von der StuPa-AG zur Namensgebung initiierte Publikation wird in den kommenden Tagen einen wesentlichen Beitrag zur Information der Studierendenschaft leisten – und erreicht somit ihr selbst gestecktes Ziel.

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189 Kommentare
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  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Gryphiswalder, Webmoritz Greifswald erwähnt. Webmoritz Greifswald sagte: Druckfrisch eingetroffen: Die Zeitung zur Urabstimmung http://bit.ly/6xkRfw [...]

  2. Wichtig war uns, dass hier die Pro-Arndt und die Uni-ohne-Arndt Gruppe zusammenarbeiten. Marco von der Pro-Arndt AG hat aus meiner Seite wirklich konstruktiv mit uns zusammen gearbeitet. Das war sehr erfreulich. Das wir inhaltlich andere Positionen haben als er, liegt ja in der Natur der Sache und nun kann / sollte jeder Student entscheiden, wie er die Sache für sich bewertet.

    Wichtig aber ist, dass es hier nicht um "historisch richtig" oder "falsch" geht. Bei allem Streit um die Auslegung, sind wir uns, denke ich inhaltlich eigentlich einig. Es geht halt um die politische Bewertung: Wir sagen, dass der Namenspatron mit unseren Werten heute zumindest vereinbar sein muss. Die Pro-Arndt-Seite sagt, dass vieles in seiner Zeit zu bewerten ist und legt zudem etwas andere Schwerpunkte bei der Bewertung des Gesamtwerkes.

    Wichtig jetzt für die letzten Wochen ist, dass man sich nicht "zu Tode streitet", sondern gemeinsam auf eine Entscheidung in der Urabstimmung und dann im Senat hinarbeitet. Ich glaube niemand will mehr diskutieren *g*

    Für dieses "Gemeinsame" in einem durchaus konstruktiven Streit ist diese Zeitung sicher auch ein Symbol.

    Zurzeit kursiert auch eine Art "Drucksache / Zeitung" von Herrn Garbe. Grau und 32 Seiten lang kleingedruckter Text. Wurde heute auch in der Mensa verteilt. Dazu mein kurzes Statement:

    - Inhaltlich sind die dort dargestellten Texte nicht neu, sondern ja überwiegend das, was schon bei der Anhörung vor der Senatskommission von den Arndt-Bewahrern kam. Die wichtigsten Pro-Argumente haben wir hier kommentiert bzw. widerlegt: http://www.uni-ohne-arndt.de/uniohnearndt/pro-arn...

    - Kritisieren möchte ich aber, dass man nicht versucht hat, mit uns Kontakt aufzunehmen, um einmal _beide_ Seiten darzustellen. Auch wir haben etliche Aufsätze von Wissenschaftlern, die wir gerne abgedruckt hätten. Schade, dass man hier den Weg der "Konfrontation" geht…

    - Insgesamt freue ich ich über _jeden_ Beitrag der zur Debatte erscheint und hoffe, dass auch möglichst viele dann auch zur Wahl gehen.

    Nächste Woche gehts los:

    11. bis 15.1.

    Wahllokale sind die selben, wie bei der StuPa-Wahl…

  3. kritisierst Du auch die Zusammenarbeit von Euch mit der Pro Arndt Initiative weil auf Eurer Seite das Pro Arndt Heft nicht verlinkt ist..?

  4. @ LsD:

    1. Wir haben niemals "Zitate" von Arndt benutzt, sondern immer vollständige und ausführliche Textpassagen. Die sind auch nicht einseitig, sondern es ist der Rassismus (als Grundlage für seinen völkischen Nationalismus) und Antisemitismus der sich nun mal eben durch Arndts Werk zieht:

    JEDER kann das hier unsere Arndt-Lesung (nicht Zitate!) selbst als PDF nachlesen:
    http://jabbusch.tose.de/blog/24h-Lesung-Arndt.pdf

    2. Wie schon oben geschrieben, teilen wir nicht inhaltliche Positionen der Pro-Arndt AG, sehen in einigen Passagen auch Verharmlosungen und Relativierungen, die wir nicht mittragen. Daher haben wir auf unserer Homepage nur unsere Argumentation veröffentlicht, so wie die Arndt-Bewahrer natürlich auf Ihrer Homepage auch nur ihren Teil veröffentlichen und nur ihre Argumente präsentieren.

    3. Obwohl wir inhaltlich eine unterschiedliche Position haben, wurde diese Zeitung gemeinsam erstellt. Das finde ich gut. Hab grad gestern Abend mit Marco u.a von der Pro-Arndt AG wieder eine gute Diskussion gehabt in der ESG…

  5. "Die richtigen Geschichtswissenschaftler arbeiten zahlreich mit "Zitaten". Das geht auch gar nicht anders. Schlimm wäre es nur, wenn manipulativ Zitate herausgeriffen werden, und dadurch der Gesamtkontext kaputt gemacht wird."
    Nach der ESG Debatte kann ich darüber wirklich nur noch lauthals lachen, genau das wurde euch vorgeworfen und genau diese manipulativen verkürzten Zitate wurden durch Jan Steyer eingesetzt!

    "[...] so wie die Arndt-Bewahrer natürlich auf Ihrer Homepage auch nur ihren Teil veröffentlichen und nur ihre Argumente präsentieren."
    Das stimmt nicht, es werden auf pro-.emau.de auch Argumente gegen Arndt analysiert, außerdem wird von dort auf eure Seite verlinkt, mit dem Hinweis:
    "Unabhängig davon, dass unsere AG die Ausrichtung des Internetblogs auf die zu starke Konzentration auf den Themenbereich „Antisemitismus und völkischer Nationalismus“ kritisiert und ein entgegengesetztes Ziel als unsere AG verfolgt, finden sich auf diesen Seiten dennoch interessante Aussagen von Historikern über Arndts Antisemitismus und Nationalismus sowie eine Analyse der Debatte von 2001, die sowohl unsere Initiative, als auch die „Uni-ohne-Arndt“ nicht wiederholt sehen möchte."

    Gruß

  6. Diese Art "Drucksache/Zeitung" nennt sich übrigens "Wortmeldungen zu Ernst Moritz Arndt" ist jedem nur zu empfehlen der sich über Arndt informieren möchte. Es sind Aufsätze von Karl-Ewald Tietz, Reinhard Bach, Reinhard Staats, Irmfried Garbe und Dirk Alvermann enthalten die Arndt keineswegs beschönigen sondern einen Gesamteindruck Arndts vermitteln wollen.

    Es wäre doch eigentlich nur fair, im Sinne der Initiative, wenn sie diese "Drucksache" auf Ihrer Seite veröffentlichen würde. Denn Ihr wollt über Arndt informieren, oder?

  7. "Die Pro-Arndt-Publikation fällt bereits auf den ersten Blick mit deutlich weniger Text, mehr Bildern und einer insgesamt etwas luftigeren Gestaltung auf. Ob diese Verkürzung der Übersichtlichkeit für den Leser entgegenkommt oder die Konsequenz aus einer weniger umfangreichen Argumentation ist, müssen die Leser des Blattes selbst entscheiden."

    Gewiss sollte das der Leser selbst für sich entscheiden können.

    Dennoch möchte ich mich dazu äußern. Es ging mir bzw. der Inititaive vorrangig darum, einen klar gegliederten Überblick mit wesentlichen Hauptargumenten und Zitaten zu präsentieren.
    Er sollte so gestaltet sein, dass man in der Mensa problemlos beim essen die wesentlichen Argumente und Belege unserer Argumente sofort lesen kann bzw. ins Auge stechen.
    Dass heißt, uns ging es um ersteres (Übersichtlichkeit für den Leser). Des weiteren sollte unsere Zeitung sowohl inhaltlich klar und straff gegliedert und ansprechend zugleich sein. Eben so mehr im Stil der "GeoEpoche". Inwiefern uns das gelungen ist, kann und muss der Leser selbst entscheiden.
    Insgesamt hätten wir noch wesentlich mehr schreiben können.

  8. Gerade was Arndts Engagement in Sachen Bauernbefreiung, Meinungs- und Pressefreiheit, Religion (v.a. auch des Christentums), seine Vorstellung vom Staat (wenn man Arndts Schriften liest, die sich mit möglichen deutschen Verfassungen auseinander setzen, so kommt man zu dem Schluss, dass Arndts Staatsvorstellung eines "künftigen Teutschlands" (in Pro Populo Germanico "Deutschlands") eine Symbiose aus den positiven Aspekten der konstitutionellen Monarchien Frankreichs, Großbritanniens und Schwedens (und Schweden war damals bereits eine fortschrittliche konstitutionelle Monarchie) darstellt.

  9. Den Aspekt des Einsatzes Arndts für die Einheit Deutschlands haben wir außen vor gelassen. Nicht, weil er unwichtig ist, sondern weil eine entsprechend seriöse Auseinandersetzung mit dem Einheitsgedanken Arndts den Rahmen dieser Schrift gesprengt hätte. Schließlich muss man sich bei Arndts Einheitsbestrebung zwangsläufig mit seinem völkischen Nationalismus auseinander setzen und dann wiederum entsprechend abwägen, was an Arndts Einheitsbestrebung lobenswert ist, und was alles andere als löblich ist. Die genaue und tiefgründige Einordnung in den historischen Kontext hätte ebenso erfolgen müssen. All dies hätte wie gesagt den Rahmen entweder bei weitem gesprengt oder die Zeitung wäre um einiges unübersichtlicher bzw. gestalterisch langweiliger geworden.

    Auch zu Arndts Lyrik hätten wir noch mehr schreiben und vor allem viel tiefgründiger auf seine Verschiedenartigkeit seiner Gedichte eingehen können. Oder aber auf seine Kirchenlieder (das "Friedensgebet" möchte ich an dieser Stelle mal hervor heben).

    Die Rezeption Arndts durch frühe Liberale, konservative und linke Demokraten hätten wir ebenfalls noch behandeln können.

  10. Oder all jene Werke, in denen Arndt heute noch nachwirkt (Fallersleben hat sich mit seinem "Lied der Deutschen" nachweislich von Arndt inspirieren lassen, er war übrigens genau so wie Heine ein Student Arndts, und auch Heine hatte Arndt lange Zeit geschätzt – was die wenigsten wissen).

    Also die Liste dessen, worüber wir alles hätten schreiben können ist immens lang. Nur wollten wir den Leser nicht mit Text überfrachten, sondern ihm einen kurzen, aber aussagekräftigen Eindruck in sein Lebenswerk vermitteln und gleichzeitig aufgrund dessen für Arndt als Patron plädieren.

  11. Noch etwas:

    Hinsichtlich der Punkte, die sich direkt mit Arndts Werk befassen, haben beide AGs in etwa genau so viel Text geschrieben. Schließlich ist die Initiative "Uni-ohne-Arndt" noch auf die Namensverleihung 1933, und 1954, die Geschichte der Namensdebatte, auf diverse Privatpersonen, die gegen Arndt sind, auf "Populäre Irrtümer" (von denen einige eigentlich gar keine "Irrtümer" sind, aber darüber lässt sich trefflich streiten) und auf "Die Moralische Entscheidung" (eine Art Einleitung in ihre Argumentation) eingegangen.

    Wir haben uns in unserem Text fast ausschließlich auf Arndt selbst beschränkt, d.h. ausschließlich auf den Kern der Diskussion. Wissenschaftler haben wir nicht wortwörtlich zitiert (bis auf Herr Dr. Garbe und auch da nur in Auszügen), sondern sinngemäß (also mit Fußnotenverweis) und viel mehr Wert auf direkte Zitierung Arndts gelegt.

  12. Wie beschränkt kann man denn sein. In einer Diskussion vertritt immer eine Seite ihre Argumente, die Gegenseite dann eben die Gegenargumente. Die Aufforderung "Ihr hättet ja auch mal pro- Argumente für Arndt bringen können" ist also einfach nur schwachsinnig. Das ist die Aufgabe der pro- emau AG und sie kommt dieser teilweise ganz gut nach.
    Hinterher draufhauen ist so einfach. Aber es war ja auch schon auffällig, wie resistent viele junge Leute sind, dass die Angriffe gegen Jan Steyer und uni ohne arndt bejubelt wurden, die Antworten dann aber einfach weggewischt wurden bzw. man einfach nicht mehr zuhörte. Ein weiteres Armutszeugnis. Vorne sich eine ehrliche Debatte wünschen, sich dann aber hinten die Ohren zuhalten, wenn Argumente kommen, die einem nicht schmecken – peinliche Nummer!

  13. Äh, was hat das jetzt schon wieder mit der Roten Hilfe zu tun? Wer fragt dich denn, in welchem Schützenverein du deine Freizeit verbringst?
    Öffentlich forderst du sicherlich eine "offene, sachliche Debatte", anonym bedienst du dich dann wieder dem Werkzeug der Diffamierung. Was nützt das der Debatte um Arndt?
    Der Verfassungsschutz beobachtet übrigens so einiges, u.a. auch die Partei der Linken oder evangelikale Freikirchen – vllt. schmeckt das ja dem einen oder anderen in der ESG auch nicht – so what?
    Sonst noch was?

  14. Garbe will mit seiner Zeitung informieren, unabhängig? Wieso tauchen dann nicht Inachin, Stamm- Kuhlmann, Eichterkamp in seinem Blättchen auf?
    Verlogene Geschichte! Und würde es nicht ein paar ehrlich Köpfe in der ESG geben, hätte Garbe da gestern auch allein sein Geschwafel durchgezogen und Arndt über den grünen Klee gelobt, damit seine Schäfchen auch fein bei der Urabstimmung gegen die Namensablegung stimmen. So ist ja wenigstens noch contra gekommen – was den meisten natürlich nicht gepasst hat. In solchen Momenten wie gestern, wenn die verbohrt- senilen alten Herren aufstehen und auf die Tränendrüse drücken, was denn "mit UNS DEUTSCHEN nach dem 2. Weltkrieg gemacht wurde" und aufwendig ausgearbeitete Argumentationsstrukturen als "Märchenstunde" vom Tisch wischen, schäme ich mich, als Deutscher geboren zu sein!

  15. Was willst du damit jetzt sagen?
    Eine Diskussion zeichnet sich als solche vor allem dadurch aus, das Thesen und Positionen belegt werden und eine gewisse Diskussionsethik herrscht. Das war beim Galle-spuckenden Herrn Wächter nicht der Fall. Wenn dann auch noch faschistische Wortergreifung betrieben wird… naja, mir tut die ESG leid, dass der Abend so fürn A*** war!

  16. Das Eingangsproblem der Textpassagen wäre einfach zu lösen gewesen, indem du auf digitalisierte Werke von Arndt verlinkt hättest. Dazu noch eine Kapitel- oder Seitenangabe und schon hätte sich jede interessierte Person selbst ein Bild von Arndts Schrifttum machen können, ohne dafür auf deine Interpretationsschablonen zurückgreifen zu müssen.
    Wie gesagt, es wäre ein Leichtes gewesen (denn originale Arndt-Schriften sind durchaus umfangreich zu finden) – wenn es denn in dieser Propaganda-Schlacht tatsächlich darum gegangen wäre, eine Diskussion zu führen oder die Leute zum Nachdenken anzuregen. Dummerweise hätte dann natürlich nicht das eigene Ego im Zentrum der Kampagne gestanden.

  17. Wie sagtest du selbst doch ein paar Postings weiter oben:
    "Wie beschränkt kann man denn sein. In einer Diskussion vertritt immer eine Seite ihre Argumente, die Gegenseite dann eben die Gegenargumente."
    Es wäre auch sehr verwunderlich gewesen.

  18. Das kann und werde ich Dir gern erklären selbsternannter Rächer.
    Ich lese hier immer wieder Vorwürfe Pro Arndtler seien rechts, neurechts oder stehen Rechtsextremen nahe…
    Da finde ich es dann umso interessanter wenn sich rausstellt, dass der Sprecher der Initiative Uni ohne Arndt gleichzeitig Sprecher einer linksextremistischen Vereinigung ist. Ich steh nämlich nicht so auf Extremismus. Egal welcher Art. Und ich bediene mich hier sicher nicht anonym einem Werkzeug. Wir können uns gern mal treffen und das sachlich besprechen. Gleichwohl erkenne ich keine Diffamierung wenn ich höflich nachfrage ob ein bestimmter Sachverhalt zutreffend ist.

  19. Herr Dr. Garbe hat definitiv nicht geschwafelt. Und die Diskussion im Anschluss hat eindeutig bewiesen, dass ihr in vielerlei Hinsicht komplett falsch gelegen habt.
    Gerade eure Auffassung, wie es zur Namensgebung 1954 kam, ist ziemlich realitätsfern. Herr Dr. Alvermann hat in diesem Zusammenhang auf seinen Text zu den Namensgebungen von 1933 und 1954 hingewiesen. Und in diesem steht u.a. drin, dass es 1954 eine Studentenvollversammlung gab, in der die Mehrheit für eine Wiederverwendung des Namens EMA war. Des weiteren wurde der Name zwischen 1945 und 1954 offliziell nie abgelegt, sondern lediglich nicht verwendet.
    Das ist ein deutlicher Unterschied.

  20. Dann wurde von euch behauptet, Arndt hätte etwas gegen getaufte Juden gehabt. Auch das wurde anhand von Zitaten widerlegt. (In "Wortmeldungen zu Ernst Moritz Arndt").
    Auf die falsche Bewertung des Napoleonischen Russlandfeldzuges hatte Herr Wächter hingewiesen. Von Jan wurde Napoleon so dargestellt, als wenn er der Heilsbringer der Deutschen gewesen sei, weil er ja Menschen und Bürgerrechte nach Deutschland brachte.
    Nach der Argumentation könnte man übrigens auch Bush als Heilsbringer der Iraker betrachten, schließlich befreite er ja die Iraker von ihrer Unterdrückung (nur mal der Vergleich, um die Absurdität dieser Argumentation zu verdeutlichen).

  21. Napoleon führte den Code Civil ein. Das ist richtig. Richtig ist aber auch, dass er unabhängige Staaten unterwarf: Preußen, Teile Schwedens usw., bzw. ließen sich unabhängige Staaten von Napoleon freiwillig (wegen den Code Civils) unterwerfen. Napoleon hat den Code Civil als Mittel für seine imperialen Zwecke missbraucht. Das wird schon alleine daran deutlich, dass Napoleon im Zuge seines Russlandfeldzuges ein Unterdrückungsregime aufbaute mit einer aggressiven Geheimpolizei, fehlender Meinungs- und Pressefreiheit (obwohl diese im Code Civil verankert waren, gab es unter Napoelon trotzdem Zensurgesetze usw.).
    In Folge dieser Unterdrückung baute sich ein Hass auf "die" Franzosen auf. Denn Napoleon war nicht überall. Seine Soldaten, also die Franzosen aber schon. Daher auch der Hass auf "die" Franzosen und nicht nur auf Napoleon.

  22. Und nun kam der – Deutsche nach 1945 Vergleich- die Deutschen unterwarfen zwischen 1939 und 1945 mehrere europäische Völker auf brutalste Weise. Somit baute sich ein Hass gegen "die" Deutschen auf, also gegen alle Deutschen, nicht nur auf die Nazis (siehe Vgl. Hass auf "die Franzosen" und nicht nur auf Napoleon). Nichts weiter war damit gemeint.

  23. Auf die Tatsache, dass ihr die Kernaussage, bzw. die Grundannahme Arndts, dass "Sprache ein Spiegel des Volkes" sei, überlesen habt, habe ich bereits gestern hingewiesen. Denn diese Grundannahme ist die Grundausgangslage jeglichen völkischen Nationalismuses bei Arndt.
    D.h. "reine Sprache=reines Volk", das ist Arndts Formel seines völkischen Nationalismuses, das sich durch den "Volkshass" zieht. Die biologistische Komponente spielt zwar auch mit hinein, weshalb man unter diesem Gesichtspunkt Arndt bereits als frühen Rassisten sehen kann (aber nicht muss) ist aber nicht zentral.
    Und mMn ist es auch für die moralische Bewertung vollkommen egal, ob Arndts Fremdenfeindlichkeit nun "ethnopluralistisch", "anthropologisch", oder "rassistisch" geprägt war, da Fremdenfeindlichkeit so oder so nicht akzeptabel ist.
    Für die wissenschaftliche Richtigkeit ist die Unterscheidung, genau so wie die zwischen Antijudaismus und Antisemitismus hingegen wieder äußerst relevant.

    Aufwendig ausgearbeitete Argumentationsstrukturen müssen übrigens nicht immer richtig sein.

  24. Ach, na dann belege deine Behauptung doch mal, du würdest hier immer wieder Vorwürfe dieser Art lesen – und weitergehend, schärfe deinen Blick dafür, von wem diese Behauptungen ausgehen. In einem Blog wie diesen kann sich jeder in jeder Art äußern. D.h. noch lange nicht, dass diese Behauptungen mit der Meinung der UoA- Gruppe konform gehen.
    Außerdem würd ich dir empfehlen, die VS- Berichte genauer zu lesen. Die Rote Hilfe wird dort nur in der Nähe linksextremer Organisationen verortet bzw. werden Kontakte beobachtet.
    Jan Steyer ist zudem nicht Sprecher der Initiative! Einfach mal genauer informieren, bevor hier falsche Dinge als Tatsache dargestellt werden.

  25. "Es wäre doch eigentlich nur fair, im Sinne der Initiative, wenn sie diese "Drucksache" auf Ihrer Seite veröffentlichen würde. Denn Ihr wollt über Arndt informieren, oder?"

    Die Arndt AG ist schon in Kontakt mit u.a. Dr. Garbe getreten und bemüht sich die "Wortmeldungen zu Ernst Moritz Arndt" auf ihrer Präsenz einzubinden.

  26. Zuerst einmal verbitte ich mir diesen Ton, beschränkt ist hier denke ich mal niemand.

    "Die Aufforderung "Ihr hättet ja auch mal pro- Argumente für Arndt bringen können" ist also einfach nur schwachsinnig. "
    Historisch korrektes arbeiten zielt eigentlich darauf ab ein möglichst vollständiges objektives Bild eines Sachverhaltes/einer Person zu zeichnen. Wenn ich jetzt von den >200 Werken Arndts mich auf maximal 10 beziehe, dann ist das nicht die korrekte Art mit so einer historischen Persönlichkeit umzugehen. Insbesondere dann nicht wenn die 10 Werke nach bevorzugt negativen Aspekten durchsucht werden und positive ausgeblendet bzw. nicht genannt werden. Das ist nicht objektiv, das ist tendenziös.

    Gruß

  27. Wer gerade Sprecher der Initiative ist schein ne spannende Frage. S. Jabbusch ist es jedenfalls nicht mehr wie ich mitbekam. Aber hat Jan Steyer nicht gestern Abend und auch den Abend davor im Hauptgebäude für die Initiative gesprochen?
    Also stimmt es, dass Herr Jan Steyer, der für die Initiative bereits mehrfach sprach, Mitglied der Roten Hilfe Greifswald ist? Welch auch vom Verfassungsschutz beobachtet wurde.

  28. Warum fragst du ihn das nicht selbst, ich kann darüber keine Auskunft geben – und will es auch gar nicht, weil es weder mit der Arndt- Debatte, noch mit der bevorstehenden Urabstimmung zu tun hat, sondern die Frage wieder mal nur zur Diffamierung engagierter Menschen dienen soll. Deine Behauptung hast du desweiteren nicht belegt, weshalb ich davon ausgehe, dass auch diese nur dem zuspammen der Debatte dienen sollte.
    Meld dich doch nochmal, wenn du wieder als Diskussionspartner ernstgenommen werden kannst, ja?!

  29. Nein, aber die Art und Weise, wie rückständige, halbsenile Möchtegern- Historiker wie Herr Wächter aufführen, das ist natürlich absolut richtig.
    Ich find es verlogen, nun auf die UoA- Gruppe einzubashen, nur weil mithilfe von Herrn Alvermann einige interessante Argumente "neu" auf den Plan getreten sind. Immerhin haben sich dort auch Leute wochenlang den A**** aufgerissen, Texte gelesen, Aufsätze geschrieben, Veranstaltungen vorbereitet uvm.
    Dieses Engagement vom Tisch zu wischen ist einfach das allerletzte und bestätigt mich in meiner Annahme, dass es vielen gar nicht um Arndt an sich geht, sondern hier einfach in ein pommersches Wespennest gestochen wurde, dass man lieber hätte schlummern lassen sollen.
    @ Marco: deine Verbissenheit enttäuscht mich etwas, warst du es doch, mit dem man aus dem Kreise der pro- Arndtler noch immer am besten kommunizieren konnte (was man von außen so wahrnehmen konnte)

  30. Hier bin ich schon :) . Achte bei Deinen Kommentaren bitte auf die Regeln der Höflichkeit.
    Hab da was für dich rausgesucht. Hatte übrigens auch nicht Dich gefragt, Du hast dich nur berufen gefühlt darauf einzugehen. Das Dokument, eine Stellungnahme der Roten Hilfe Greifswald ans STUPA, liegt hier auf dem Webmoritz und endet mit den Worten:

    In diesem Sinne rufen wir alle bildungspolitisch aktiven linken Studentinnen und Studenten auf, in
    die Rote Hilfe einzutreten!
    Solidarität ist eine Waffe!
    Mit solidarischen Grüßen
    Jan Steyer

    http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/1...

  31. wenn jemand Müll erzählt, den er sich womöglich aus Landser- Heften oder sonstwo abgeschrieben hat, von wissenschaftlichen Historikern nur noch ausgelacht wird (ja, ich rede von Herrn Wächter) und dann sich aufplustert und behauptet, die Argumentationsstränge von Herrn Steyer seien Märchen gewesen, kann man diesen Menschen dann noch ernst nehmen. ähm—- nein!

  32. Verbissenheit? Das was ich kritisiert habe, habe ich bisher immer kritisiert. Nämlich das eher einseitige, fast ausschließlich positiv konnotierte Franzosenbild. Neu ist nur hinzu gekommen, dass ihr tatsächlich einen wirklich markanten Punkt im Falle Arndts Fremdenfeindlichkeit übersehen habt. Und das habe ich nur angemerkt (gestern und eben auch heute). Das hat nichts mit Verbissenheit zu tun.
    Kommunikation heißt nicht immer einer Meinung zu sein. Und wenn bestimmte Sachverhalte mMn falsch oder einseitig dargestellt werden, dann sage bzw. schreibe ich das auch.
    Und ich war von Jans Ausführungen gestern nicht wirklich begeistert (abgesehen von den guten Formulierungen). Und ich habe Jan auch gestern persönlich gesagt, dass er mMn oftmals zu oberflächlich war. Ich habe einfach viel zu viele Punkte gefunden, bei denen ich ihm hätte widersprechen können.
    Und das ist nun einmal in einer Diskussion so.
    Das ist auch kein "einbashen" auf die UoA-Gruppe. Ich gehöre nicht zu denen, die auf jemanden "einprügeln" (um es mal anders zu formulieren), nur weil sie eine andere Meinung haben.

  33. Na siehste, wenn die Belege so offen rumliegen, wieso sparst du dir die provokante Fragerei nicht komplett? Oder klär das doch mit Jan Steyer persönlich, oder fehlt dir dazu der Anstand und der Mut.
    Zudem meinte ich Belege dafür, dass Leute aus der UoA- Gruppe (vllt auch mal jemand anderes als Herr Jabbusch) behauptet haben, Arndt- Befürworter wären rechts, neurechts o.ä.
    Bis jetzt haltlos…

  34. Du vllt nicht, aber ich erinnere da mal an Schlagworte wie "Kulturbolschewisten", "Linksextreme", "gelangweilte Studenten" oder gestern eben ganz aktuell "Märchenstunde", "Profilierungssucht" etc.
    Ich finde es schade, dass sich da auch die pro- Arndt- Seite nicht mal bemüht, dieses Hass- Gerede auszubremsen. Hobbyhistoriker wie Herr Wächter, die ihre Quellen wahrscheinlich zum größten Teil im rechtsextremen Arndt- Verlag bestellen, können sich da auskotzen, von denen, die sich sonst immer eine sachliche Debatte wünschen, kommt dann aber nicht mal ein Zeichen, dass man sich damit nicht abfindet. Bitter!

  35. Offenbar hast Du die vergangenen Diskussionen zwischen Arndt AG und Uni ohne Arndt schlicht verschlafen und Dir stattdessen selber besagte "Interpretationsschablonen" zusammengebastelt. Hättest vielleicht mal eine der vielen gemeinsamen Diskussionsveranstaltungen zum Thema Arndt oder eine der eigenständigen Uni ohne Arndt-Veranstaltungen besuchen sollen.

    Texte von Arndt findest Du übrigens im Internet in größerer Anzahl bei Googlebooks sowie (neuerdings, dem neuen Bibliotheksscanner sei Dank!) auf der Seite der Uni-Bibliothek als pdf-Ausgabe.

    Ich empfehle zudem, für alle, die nicht derart tief ins Quellenstudium einsteigen mögen/können/wollen, die vom Webmoritz auch verlinkte und als Druckausgabe in der Mensa verteilte Zeitung zur Urabstimmung. Dort finden sich die vermutlich wesentlichen Argumente pro und contra Arndt als Namenspatron dieser Uni.

    Also: Informieren, gemeinsam diskutieren und vom 11.-15. Januar an der Urabstimmung beteiligen!!!

  36. Ein Kommentar von Eurem damaligen Sprecher :
    "…
    Ich (persönlich!) habe lediglich festgestellt, dass die rechten immer noch nicht akzeptieren wollen, dass die Mehrheit der Studenten sich gegen Arndt ausgesprochen hat. Die Vollversammlungsbeschlüsse 2007, 2008 und 2009 werden weiterhin ignoriert. Das ist bei konserativen Studenten (insbesondere RCDS – guck Dir die StuPa-Protokolle an) nun mal häufiger…"
    Im Gastbeitrag zur Arndt Debatte zu finden :)

  37. "Außerdem würd ich dir empfehlen, die VS- Berichte genauer zu lesen. Die Rote Hilfe wird dort nur in der Nähe linksextremer Organisationen verortet bzw. werden Kontakte beobachtet."

    Nö, das ist so nicht richtig. Die rote Hilfe wird immer wieder in den verschiedenen VS-Berichten implizit oder auch explizit, aber sehr wohl eindeutig als linksextremistisch bezeichnet.

    So werden z.B. im VS-Bericht 2009 des Bundes nicht nur darauf verwiesen, dass die Rote Hilfe von Linksextremisten unterschiedlicher ideologisch-politischer Ausrichtung getragen wird – es werden auch explizit die Mitglieder der Roten Hilfe als Mitglieder linksextremistischer Parteien und Gruppierungen bezeichnet.

    Gruß, Klaus

  38. kurz nachgehakt: Wenn jemand wider besseren Wissens falsche Tatsachen behauptet und falsche Zusammenhänge bemüht so ist die Bezeichnung "Märchenstunde" eine wahre Behauptung…

  39. Tendenziös war wohl eher der Garbe-Vortrag, bezeichnenderweise endend mit einem christlichen Liedtext Arndts. Über den manifesten Rassismus bei Arndt und dessen völkischer Ideologie einfach hinwegzusehen und ihn zu einem weltoffenen, liberalen Kosmopoliten umzudichten, so wie Prof. Garbe es getan hat, ist schon ziemlich dreist. Mensch kann ja gerne Geschichte unterschiedlich bewerten, sich aber die Geschichte derart zurechtzubiegen, ist wirklich beschämend für einen habilitierten Akademiker.
    Offenbar hat sich Prof. Garbe rein selektiv mit Arndt befaßt, anders sind seine Relativierungen des Arndtschen Antisemitismus wohl kaum noch zu erklären. Persönlich finde ich solch ein Herumgeeier beim Thema Antisemitismus für einen Theologen schon sehr befremdlich.

  40. Ja und? Wo steht da jetzt explizit: "(Alle) Arndt- Befürworter sind rechts, neurechts o.ä." ??
    Dass Arndt weiterhin von rechtsextremer Seite instrumentalisiert wird ist ja wohl nicht zu leugnen (siehe z.b. faschistische Zeitschrift "zuerst" Ausgabe Dezember 2009) – damit ist aber nicht bewiesen, dass jemand von UoA gesagt hätte, Arndt- Befürworter wären prinzipiell rechtsextrem.
    Nochmal versuchen?

  41. Entschuldigt bitte meine Direktheit. Löscht wenn es OT erscheint.
    Bist Du lieber ret_marut zufällig Jan Steyer?
    Jeder hat doch bei der ESG erfahren das das "Zurechtbiegen von Geschichte" auch ganz gut auf die Initiative zutrifft. Bezogen auf die Argumente von Herrn Alvermann und der Geschichte um die Namensgebung.

  42. Wie gesagt, das Bundesamt für Verfassungsschutz bezeichnet auch die Partei "Die Linke" als linksextrem….
    Dass im VS- Bericht auch Burschenschaften wie Markomannia und Rugia auftauchen, wird komischerweise im webmoritz nicht so häufig aufs Brot geschmiert… woran das wohl liegen mag???

  43. nee lass mal :) Es wäre egal was ich bringe. Du würdest nie darauf eingehen und immer wieder schnell das bereits Gesagte abspulen. Scheint abgesprochene Taktik zu sein ;)

  44. Richtig ist, dass Herr Wächter mit seinen Worten durchaus provoziert hat. Viel eher mit dem Wort "Märchenstunde".
    Aber unabhängig davon, wie jemand etwas sagt, sollte man ihm trotzdem zuhören und ihn trotzdem versuchen zu verstehen. Die Art und Weise von ihm fand ich persönlich auch nicht gerade besonders freundlich – wie gesagt, sehr emotional und erregt.

  45. Über den Sinn dieses Vergleiches kann man sich gerne streiten. Persönlich weiß ich nicht, inwiefern der Vergleich wirklich so glücklich ist, schließlich sind beide Geschichten (also die des Russlandfeldzuges Napoleons und die des zweiten Weltkrieges) wesentlich komplexer und komplizierter.
    Wenn man diesen Vergleich aber schon macht, dann sollte man ihn in Gänze ausführen, um eben entsprechende Missverständnisse zu vermeiden.

    Im Übrigens würde ich an deiner Stelle, so sehr du dich über diesen Satz auch aufregst, diesen Menschen nicht beleidigen. (Weil mMn so etwas genau so wenig konstruktiv ist, wie provozierende Worte wie "Märchenstunde" – und von der Methode "So wie du mir, so ich dir halte ich nichts).

  46. Sag mal bist du verliebt oder was?
    Ständig hängst du dich an der Person Jan Steyer auf… ES GEHT UM ERNST MORITZ ARNDT. Vielleicht geht das auch endlich mal in deinen Kopf rein

  47. Offenbar scheinst Du hier kurz vor der Urabstimmung das bisherige Niveau noch einmal in ältere Webmoritz-Zeiten zurückkurbeln zu wollen, wo statt sachlicher Argumente, polemisch-platte Angriffe auf einzelne VertreterInnen der Initiative liefen. :(
    Naja, mit solchen Anfeindungen, die wir zur Genüge kennen, hat die Initiative mittlerweile zu leben gelernt. Wir wollen einen sachlichen und auf wissenschaftlicher Basis geführten Diskurs, dafür haben wir uns von Beginn an eingesetzt. Es wäre schade, wenn jetzt hier wieder von einzelnen ein Niveau-Limbo initiiert würde.

    Die Texte der "Wortmeldungen" beinhalten, wenn ich das richtig überblicke (habe die Zeitung erst heute Mittag erhalten und aus Zeitgründen nur kurz überflogen), wohl lediglich die Reden einiger (nämlich nur der dezidiert Pro-Arndt-) Kommissionsmitglieder während der Anhörungsveranstaltung. Selbige Reden sind übrigens als Audio-Datei auf dem Webmoritz schon vor einiger Zeit verlinkt worden. – Also wirklich Neues scheinen diese Wortmeldungen somit nicht zu beinhalten. – Es ist natürlich sehr erfreulich, daß sich Herr Garbe et al., wenn auch recht spät, mit einer solchen Publikation an die Studierendenschaft wenden. Jeder sachliche Beitrag zu der entscheidenden Frage, aus welchen Gründen ein völkischer Nationalist wie Arndt im Jahre 2010 Vorbild für eine Universität und ihe Studierenden sein soll, tut meiner Meinung nach dieser Universität gut.

    Im Uni-Laden und in der Stadtinformation gibt es übrigens seit Dienstag auch die Zeitung zur Urabstimmung mit Beiträgen von Uni ohne Arndt und der Pro-Arndt AG.

  48. Falls das mit den polemisch platten Angrffen gegen Vertreter die Initiative an mich gehen sollte schreib bitte noch wo Du einen solchen gesehen hast.

    Des weiteren hast Du die Zeitung bereits gestern Abend erhalten. In der ESG wurden genügend verteilt.

  49. Das ist keine Taktik, das ist total normales Hinterfragen. Du stellst eine Behauptung auf ("UoA bezeichnet alle Arndt- Befürworter als rechts, neurechts bla bla") und belegst diese dann nicht. Tut mir ja leid, dir sagen zu müssen, dass auch dein letzter "Beleg" nicht wirklich greift. Da steht "Viele Arndt Befürworterkommen aus der rechtsextremen Szene…oder es sind eben alte Leute…" Daran ist nichts auszusetzen. Guck dir altermedia an, kauf dir das Magazin "zuerst", frag in den rechts-nahen Burschenschaften nach – alles Arndt- Kumpels.
    Damit ist aber noch lang nicht gesagt, dass alle Befürworter des bisherigen Uni- Namens rechts sind….

  50. Ja ich bin verliebt. Verliebt in ein freies Land freier Menschen. Ohne irgendeinen Einfluss recht- oder linksextremer Positionen. Hier wird oft vor rechten Strukturen gewarnt. Und gottseidank auch vor linken. Ich möchte mich lediglich informieren. Sachlich und neutral. Und eine Verflechtung linksextremistischer Vereinigungen mit der Initiative halte ich zumindest für erwähnenswert. Bevor ich allerdings solche Unterstellungen anstelle frage ich lieber ob es an dem auch wirklich ist.

  51. Deswegen hat Arndt sich ja auch 1812-1814 dem mit Abstand reaktionärsten Regime unter den absultistischen Monarchien, nämlich dem russischen Zarismus, angedient. ;)

    Fakt ist: Arndt war zeitlebens ein entschiedener Gegner republikanischer Ideen und wollte in Deutschland (siehe Arndts Rolle in der Paulskirchenversammlung) keine Republik, sondern eine Monarchie auf Grundlage eines Ständestaates.
    Als der preußische König Wilhelm IV. die ihm u.a. von Arndt (sog. "Kaiserdeputation, bestehend aus 32 Abgeordneten) angetragene "Bürgerkrone" nicht annehmen wollte, hat Arndt sich 4 Wochen später resigniert aus dem Paulskirchenparlament und von der bürgerlichen Bewegung verabschiedet. – Eine echte bürgerliche Revolution mit einer bürgerlich-parlamentarischen Demokratie wollte Arndt sowieso nie. Diese wurde auch erst am 9. November 1918 durch die sozialistische Revolution von ArbeiterInnen und Soldaten in Deutschland erkämpft.

  52. Ad eins: Die Rote Hilfe wird nicht als linksextrem, sondern als linksextremistisch eingestuft.

    Ad zwei: Doch, das wurde uns – woran das wohl liegen mag??? – hier beim Webmoritz schon des öfteren aufs Brot geschmiert. Wir Markomannen sind diesbezüglich aber befundfrei und für andere Burschenschaften im Sinne der Deutschen Burschenschaft sind mir über eine sorgenvolle Beobachtung im Einzelfall hinaus keine wesentlichen Nennungen bekannt.

    Gruß, Klaus

  53. Diese Aussage lässt allerdings keinen "Rest" …

    "Viele Arndt-Befürworter kommen nun mal aus der Rechtsextreme / Deutsch-nationalen / und nationalen Szene. Oder es sind eben alte Leute, die nur aus "deutscher Tradition" am Namen festhalten…"

    Ihr bezeichnet es gern als faschistoide Wortergreifungsstrategie :)

  54. Mit Verlaub: Schwachsinn! Als Wortergreifung bezeichnet man z.B. die Verdrehung historischer Fakten, Aushöhlung von Begrifflichkeiten, Relativierung gesellschaftlich- politischer Gefahren im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen u.ä.
    Übrigens: da steht "VIELE Arndt- Befürworter…" nicht "Alle Arndt- Befürworter…" Aber ich merke, du bist da resistent und beharrst auf deiner falschen Behauptung. Weiterhin viel Spaß damit!

  55. Ach du liebe Zeit….. verliebt in ein freies Land. Dann bin ich verliebt in Vanille- Eis mit Erdnussbutter. Egal.
    Sehr löblich, dass du extreme Positionen verurteiltst, aber dann hinterfrage doch bitte auch die Solidarität rechtsextremer Akteure mit Arndt und der Namenserhaltung!

  56. Erklär mir bitte den Zusammenhang zu Landser Heften?
    Steht alles was Dir nicht passt in Landser Heften?

    Und wo kann man diese kaufen, bzw was steht da noch drin? Ich kenne sowas nicht.

  57. Das Argument war doch, daß Napoleon bürgerlich-republikanische Ideen und Rechte nach Deutschland gebracht hat (z.B. Code Civil), die kein absolutistisches System dort von sich aus gewährt hätte. Daher wurde die französische Armee beim Einmarsch in die Rheinlande auch – zu Recht! – bejubelt als Befreier von der feudalen Knute der Vergangenheit.
    Außerdem sollte vielleicht die (in Deutschland ja generell bei Kriegen mit deutscher Beteiligung gerne abgebügelte) Frage gestellt werden, wer denn da wen überfallen hat. Frankreich hat nicht die deutschen Monarchien angegriffen, sondern Frankreichs Nachbarn haben gegen das republikanische Frankreich 5 (fünf!) Interventionskriege durchgeführt, um die bürgerliche Revolution im eigenen Blut zu ersaufen. Ich kann mich als Demokrat in keinster Weise mit absolutistischen Staaten wie das damalige Preußen, Rußland oder Österreich identifizieren, wohl aber mit einem (damals revolutionären) bürgerlichen Staat wie das damalige Frankreich, wo alle StaatsbürgerInnen zumindest bürgerliche Rechte besaßen.

    Und zum Rußlandfeldzug: Wenn ich vor die Wahl zwischen einem zaristischen Rußland, mit einem absolutistischen Herrscher, mittelalterlich-feudalen Verhältnissen und insb. einer besonders skrupelosen Leibeigenschaft, gestellt werde und einer bürgerlichen Republik Frankreich, dann kann ich Dir ganz klipp und klar sagen, auf wessen Seite ich da stünde.

  58. Du kennst sowas nicht?
    Geschichtsrevisionismus at its best. Verborhte Wehrmachts- oder SS- Opis schreiben romantisierte Kriegsgeschichten, bei denen die Deutschen natürlich am besten da stehen. Würde mich nicht wundern, wenn Herr Wächter da auch gern ma nen Beitrag leistet. Geschenkt. Fakt ist, dass eben jener Herr Wächter sich gestern selbst demaskiert hat, u.a. mit seinen Äußerungen zum "Schandvertrag von Versaille" und dem Rumgeheule, wie übel es den armen Deutschen nach der Befreiung durch die Alliierten 1945 ergangen wäre. Auch wieder Geschichtsrevisionismus at its best….

  59. Aber mit den Worten "Was hat man denn uns Deutschen nach 1945 angetan." wollte er nicht darauf hinaus, den zweiten Weltkrieg oder das NS-Regime schön zu reden, sondern viel mehr darauf hinaus, dass die Vertreibung/ Umsiedlung, die nach dem zweiten Weltkrieg stattfand, nicht alleine daraus resultierte, dass das NS-Regime verheerende Verbrechen beging, sondern dass man allen Deutschen diese Verbrechen anlastete und als eine Art "Rache" eben die Deutschen aus den Ostgebieten und Sudeten vertrieben habe. D.h. dass die Ursache dieses Verfahrens nach 1945 ebenfalls Hass auf die Deutschen war, den man nachvollziehen kann, genau so, wie im Umkehrschluss der Hass auf die Franzosen in Folge der Napoleonischen Unterdrückung nachvollziehbar ist.
    Daher habe ich diesen Satz jetzt auch nicht überbewertet. Zumal er wie gesagt in einer vollkommen erregten Situation formuliert wurde. Weder du noch ich, wohl kaum einer, wird, wenn er sich über etwas maßlos aufregt, immer die besten Formulierungen finden. Wohl eher aufgepeitschte, emotionale und es werden Dinge gesagt, die leicht missverstanden werden können.

  60. Es ist nicht das erste mal, dass Herr Wächter in dieser Form über die Stränge schlägt. Sehr ehrhaft von dir, dass du ihn noch in Schutz nehmen möchtest und es auf die emotional aufgeheizte Situation zurückführst – da kann ich teilweise zustimmen. Jedoch hat sich Joachim Wächter in vergangener Zeit nicht dadurch ausgezeichnet, qualifizierte Beiträge nach wissenschaftlichen Standards zu liefern und damit die Debatte zu bereichern – im Gegenteil, er hat wirklich Geschichtswissenschaftler wie Herrn Stamm- Kuhlmann angegriffen, ohne Sinn und Verstand. Er möchte gern Historiker sein, ist es aber nicht, vllt kann er das nicht verdauen. Aber was solls, ich rede über einen armen alten Mann, der wahrscheinlich eh nicht webmoritz liest. Aber auch die anderen sollen wissen, mit wem sie es da zu tun hatten.
    Nebenbei ist mit noch immer nebulös, was das alles mit dem Uni- Namen zu tun hat. Plötzlich sind wir bei den Sudeten gelandet (versteh dich schon, Marco)….

  61. Wir haben ja nun bereits oft genug darüber diskutiert.
    Und festgestellt, dass wir diesbezüglich unterschiedliche Auffassungen haben.
    Aber der Russlandfeldzug war kein revolutionärer Akt.
    Und letztendlich bestreitet niemand, dass Frankreich zunächst als Befreier gefeiert wurde.
    Aber was nützt einem der Code Civil, wenn er unterwandert bzw. gebrochen wird?
    Was nützen mir Menschen- und Bürgerrechte, wenn sie von Napoleon nicht eingehalten werden?

    Aber wie gesagt, wir haben da ja unterschiedliche Auffassungen. Dir wäre es halt lieber, dass Napoleon den Russlandfeldzug gewonnen und dann womöglich weiter nach China gezogen wäre, ich hingegen habe kein Problem damit, dass Napoelon gescheitert ist. Letztlich haben sich die Deutschen ohne Napoleon die Demoktratie erkämpft. (Und die Franzosen und Tschechen, Polen, Russen etc. ebenso).

  62. Wie gesagt, auf eine polemische Debatte gegen Personen, die von inhaltlichen Fragen abzulenken suchen, werde ich hier nicht eingehen. Bei Sachthemen können wir liebend gerne diskutieren, aber auf persönliche Angriffe gegen einzelne Mitglieder der Uni ohne Arndt Initiative, ob nun gegen Jan, Sebastian oder wen auch immer, werde ich nicht eingehen. – Vielleicht besinnst Du Dich ja doch noch mal auf die eigentliche Frage, die bei der Namensablegung zentral im Raum steht: Kann eine derart fragwürdige Person wie Ernst Moritz Arndt heute noch ein Vorbild für eine weltoffene Universität in einem bürgerlich-demokratischen Gemeinwesen sein? Worin soll sein Vorbildcharakter liegen? Wohl kaum im Antisemitismus und in seiner völkisch-nationalen Positionen, oder? Und genau das ist die Frage, zu der wir als Studierende auf der Urabstimmung kommende Woche unser Votum abgeben sollen: Ist Arndt (noch) als Namenspatron tragbar oder vielmehr eine mittlerweile unerträgliche Belastung.
    Die gemeinsame Zeitung der Uni ohne Arndt und Pro-Arndt AG soll zu dieser Frage Input geben – die Entscheidung und Klärung muß aber selbständig in den Köpfen jedes und jeder einzelnen Studierenden erfolgen.
    Aus meiner Sicht jedenfalls gibt es keine ernsthaften Gründe, die Arndt als Namenspatron prädestinieren, aber viele, sehr erhebliche, die ihn als Namenspatron unhaltbar werden lassen.

  63. Noch eine Anmerkung:
    Die fünf Koalitionskriege richteten sich gegen die Französische Republik.
    Als Napoleon Machthaber war, war er Kaiser und damit war Frankreich zwar ein Verfassungsstaat, aber keine Republik, sondern eine konstitutionelle Monarchie. Der Code Civil war einer der wenigen Errungenschaften, die von der Revolution geblieben sind.

  64. Naja, vermutlich beabsichtigte er zu provozieren. Aber mal im Ernst: Mit solcher Art Vorwürfe macht er sich doch völlig lächerlich. Er hat sich und seinen Positionen nicht wirklich geholfen.

  65. Heute ist diese Zeit, die den Grundstein für die Befreiungskriege, den Vormärz und die Mairevolution von 1848 legte nicht mehr so stark im Bewußtsein der Deutschen verankert, dennoch wurde damals nicht nur die deutsche Nation, sondern auch deren demokratische Tradition begründet und fortgeführt. Ein abschließendes Verständnis Arndts ist ohne die Beschäftigung mit dieser Epoche nur schwerlichst möglich.

    Nach den Ereignissen der Französischen Revolution, dem Aufstieg Napoleons und den ersten Koalitionskriegen, war Frankreich zur vorherrschenden Kontinentalmacht geworden, während die deutschen Staaten zu Vasallen des Kaiserreichs geworden waren und unter militärischer Besatzung standen und in verschiedenen Graden vom französischen Kaiserreich abhängig waren.
    Die linksrheinischen Gebiete waren direkt annektiert und zu vier Departements umfunktioniert wurden.
    Mit dem Königreich Westphalen und den beiden Großherzogtümern Berg und Frankfurt gab es im Rheinbund Quasi-Satelitenstaaten, derren Herrscher durch Napoleon eingesetzt wurden.
    Die übrigen Mittel- und Kleinstaaten des Rheinbundes waren zwar nominell unter ihren eigenen Fürsten unabhängig, praktisch aber Vasallen Frankreichs.
    Der Rheinbund selbst diente Napoleon vor allem als Beherrschungsinstrument der ehemaligen deutschen Staaten und zur Mobilisierung derer wirtschaftlichen und militärischen Potenzen in seinem Krieg gegen England und später auch Rußland.
    So wurden durch Zwangsaushebungen gleichzeitig über 120.000 Deutsche als Soldaten in die Napoleanischen Kriege gepresst, während Aushebungsflüchtige gnadenlos verfolgt wurden.

    Preußen verdankte schließlich seine weitere Unabhängigkeit dem Patt zwischen den beiden letzten kontinentalen Großmächten Frankreich und Rußland mit ihrem anhaltenden Mißtrauen gegeneinander. Trotzdem befand sich das durch den Tilsiter Frieden um mehr als die Hälfte verkleinerte Königreich, in Folge der Gebietsverluste, der Lasten des Krieges samt Niederlage, der französischen Besatzung, sowie der Wirkung der napoleanischen Wirtschaftspolitik in einer mehr als katastrophalen Lage.
    Der Handel kam durch die französische Kontinentalsperre und die französischen Satellitenstaaten in weiten Teilen zum erliegen und auch das Gewerbe wurde dadurch hart getroffen. So wurde die einst bedeutende Berliner Seidenindustrie komplett ruiniert. Hinzu kamen horrende bis utopische Reparationszahlungen die an Frankreich.
    Bis 1808 standen alleine in Preußen über 150.000 französische Soldaten als Besatzungsmacht in Deutschland, während weiterhin die wichtigsten preußischen Festungsstädte in französischer Hand blieben und Militärstraßen für französische Truppen bereitgehalten werden mussten.

    Das ganze spätere Deutschland war somit zu einem fremdbeherrschten Aufzugs- und Versorgungsgebiet von und für Frankreichs Gnaden degradiert wurden und litt unter dieser auf oktroyierten Last.

    Oftmals wird dagegen angeführt, dass über die französischen Truppen der Geist und die Werte der französischen Revolution und Aufklärung nach Deutschland kamen und Napoleon mit der Einführung des Code Civil den Grundstein eines modernen deutschen Rechtssystems legte.

  66. "Und zum Rußlandfeldzug: Wenn ich vor die Wahl zwischen einem zaristischen Rußland, mit einem absolutistischen Herrscher, mittelalterlich-feudalen Verhältnissen und insb. einer besonders skrupelosen Leibeigenschaft, gestellt werde und einer bürgerlichen Republik Frankreich, dann kann ich Dir ganz klipp und klar sagen, auf wessen Seite ich da stünde."

    Frankreich war zu diesem Zeitpunkt keine Republik mehr.
    Aber mal ganz davon abgesehen, würde ich mich lieber dazu durchringen, gemeinsam mit Gleichgesinnten mir die Freiheit zu erkämpfen, eine Nationalversammlung zu bilden, eine eigene Gesetzgebung entwerfen, anstatt mir von jemand anderen, irgend eine Gesetzgebung aufdrücken zu lassen.

  67. Zur Erreichung der wirtschaftlichen und militärischen Ziele war aber gerade solch eine Wertordnung äußerst hinderlich. Deutschland sollte nicht zu einem gleichberechtigten befreiten Staate nach französischen Vorbild werden, sondern zur Erreichung der Kriegsziele Napoleons sollte soviel Potenzial und Kräfte wie möglich ausgenutzt werden.
    Krassestes Beispiel dieser Entwicklung war unter anderem das Königreich Württemberg, dessen Herrscher Friedrich der I. seit 1805 die Gunst der Stunde nutzte um bereits zaghaft umgesetzte liberale Reformen zurückzunehmen und ein Regime despotischer Willkür einzurichten. Gerade aus dieser Vorgeschichte rührten dann die besonders starke Beteiligung der württembergischen Bürger im Vormärz und der Mairevolution von 1848.

    Auch wurde bereits vor 1789 in den deutschen Staaten über Freiheit und Gleichheit, der Anerkennung von Menschenrechten oder der Beseitigung von bäuerlichen Abhängigkeiten und über größere religiöse Toleranz gesprochen. Die französische Revolution verschärfte diese Diskussion nun deutlich, indem sie eine Stellungnahme eines jeden politischen Deutschen erzwang.
    Den Reformatoren Preußens und damit Arndt, die den Grundstein der deutschen Nation formten, lag es ebenfalls an der Festigung und Überführung dieser freiheitlichen Werte in das immer noch entstehende deutsche Nationalbewußtsein, weswegen Arndt diese Grundwerte in sein Werk einfließen.

    Die Verarmung des Landes durch besetzte Städte, die Lähmung des Ackerbaus, Freiheit des Handels gehemmt und dadurch der die Quelle des Erwerbs und des Wohlstandes verstopft

    Politische, menschliche und materielle Belastung der besetzten Länder durch Frankreichs Kriege und die damit verbundenen Tributleistungen wurden zu einer immer größeren Belastung der Bevölkerung

    Ab 1808 befeuerte das spanische Vorbild des Guerilla-Krieges, den organisierten Widerstandsgeist in Deutschland. Insbesondere, da durch die angespannte Lage des französischen Kaiserreichs die Übergriffe der Besatzungstruppen zu nahmen.

  68. Hatte ich als Textrohling noch auf der Platte…

  69. Erklär mir bitte den Zusammenhang zu Landser Heften?
    Steht alles was Dir nicht passt in Landser Heften?

    Und wo kann man diese kaufen, bzw was steht da noch drin? Ich kenne sowas nicht.

  70. naja, sei ihm gegönnt, dass er sich mal wieder irgendwo auskotzen konnte. sonst hört ihm ja keiner mehr zu – fragt sich nur, warum.

  71. Naja, daß eine Nation, die allein 20 Mio. SowjetbürgerInnen, 5,6 Mio PolInnen und 6 Mio. Juden und Jüdinnen Europas massakriert hat, bei den Nachbarn nicht gerade hoch im Kurs steht, dürfte ja wohl klar sein. Und daß die von Deutschland filetierten Staaten wie Polen und die CSR kein Interesse haben, erneut von deutschen 5. Kolonen unterminiert und dann in einem neuerlichen Expansions-, Raub- und Ausrottungskrieg ausgelöscht zu werden, ist auch nur zu verständlich. – Daher auch die Potsdamer Beschlüsse und die rechtlichen Regelungen zum Bevölkerungstransfer (im Tschechischen ist der Begriff odsun recht passend dafür gewählt) in Polen und der CSR.
    Die Äußerungen gestern von Herrn Wächter waren lediglich altbackener Revanchismus. Mich schockt so etwas mittlerweile nicht mehr, dafür habe ich genug derartiger "Beiträge" erlebt. Es ist aber bedauerlich, daß in einer Diskussionsrunde über Arndt solch revanchistischer Müll in die Runde geworfen wird. – Was hat das mit Arndt zu tun und was hat das bitteschön mit der Frage nach einem geeigneten Uni-Patron/ einer geeigneten Uni-Patronin zu tun??!
    Fazit: Der Herr Wächter hat sich in seinem erhitzten Beitrag schlicht in Rage geredet und hat aus seinem Herzen keine "Mördergrube" gemacht – entsprechend auch der revanchistische Auswurf am Ende seines Redebeitrags.

  72. "So wurden durch Zwangsaushebungen gleichzeitig über 120.000 Deutsche als Soldaten in die Napoleanischen Kriege gepresst, während Aushebungsflüchtige gnadenlos verfolgt wurden." – Zwangsrekrutierungen waren in den absolutistischen Staaten Deutschlands ebenfalls an der Tagesordnung. Der wesentliche Unterschied: Die einen kämpften für einen absolutistischen Staat ohne grundlegende bürgerliche Freiheiten, die anderen für eine bürgerliche Republik und entsprechende Grundrechte. – Letztlich ein ideologisch-gesellschaftlicher Krieg zwischen der progressiven bürgerlich-republikanischen Bewegung mit dem Zentrum Frankreich und den reaktionären Fürstentümern in Deutschland, die die Historie am liebsten wieder auf die Zeit vor 1789 zurückdrehen wollten, was dann ansatzweise nach dem Sieg über das napoleonische Frankreich auch in die Tat umgesetzt wurde. Entsprechend repressiv und offen reaktionär (Karlsbader Beschlüsse etc.) war dann ja auch die Zeit von 1818-1848 in den deutschen Staaten. Arndt hat mittels seiner durch die preußische Exilregierung geförderte Pamphlete eben auch das Ancient Regime in den deutschen Staaten wieder auf den morschen Thron gehoben.

  73. Lieber Jan,
    schade das du nicht bei der Andacht vor der Debatte warst. Dort kam ein sehr schön auf deinen obigen Beitrag passendes Bild vor:
    "Was kümmerst du dich um den Splitter im Auge deines Bruders, bemerkst aber den Balken in deinem eigenen Auge nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: 'Halt still, ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen!' – und dabei ist der Balken doch in deinem Auge? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge! Dann wirst du klar sehen und den Splitter aus dem Auge deines Bruders ziehen können." Matthäus 7

    Ich denke als angehender Akademiker verstehst du worauf ich damit hinaus will.
    Gruß

  74. Wie gesagt: Eine bürgerliche Revolution wie in Frankreich hätte Preußen und Rußland damals ganz gut getan, wurde aber durch die dortigen reaktionären absolutistischen Monarchien aus verständlichen Gründen im Ansatz erstickt bzw. für die eigene Wiedererlangung der Macht instrumentalisiert.
    Klar hat Deutschland letztlich eine Republik erhalten, nur halt 100 Jahre später, nämlich 1918. Ich finde schon, daß die Niederschlagung der französischen Herrschaft die bürgerlich-republikanische Bewegung in Deutschland von außen erwürgt hat. Erst 1848 kam es wieder zu einer neuerlichen Bewegung der deutschen Bourgeoisie, die aber – eben auch durch Leute wie Arndt – in der Paulskirche aus Angst vor der eigenen Courage erneut abgewürgt wurde (Stichwort: Kaiserdeputation), diesmal von innen heraus.

    Prof. Garbe hatte eingangs seines Vortrags am Montag in der ESG auf die allgemeine Erklärung der Menschenrechte in Paris verwiesen. Eben solche unveräußerlichen Menschenrechte hat die französische Revolution mit sich gebracht – genau diese wollten die absolutistischen Staaten Europas verhindern.

  75. Napoleon krönte sich 1804 zum Empéreur. Danach folgten der 3., 4. und 5. Interventionskrieg GEGEN Frankreich.

    Fakt ist: Napoleon wollte natürlich eine Restauration, aber die wesentlichen Errungenschaften der bürgerlichen Revolution von 1789 ließen sich nicht mehr abschaffen. Insofern haben die französischen Truppen, das hatte ich anderenorts schon geschrieben, republikanische Ideen und Vorstellungen mit im Marschgepäck, als sie gegen die Angreifer an die Front zogen.

  76. "Aber mal ganz davon abgesehen, würde ich mich lieber dazu durchringen, gemeinsam mit Gleichgesinnten mir die Freiheit zu erkämpfen, eine Nationalversammlung zu bilden, eine eigene Gesetzgebung entwerfen, anstatt mir von jemand anderen irgend eine Gesetzgebung aufdrücken zu lassen." – Und was hat Arndt getan? Er hat gemeinsam mit dem preußischen und russischen Königshaus Hetzpamphlete gegen Frankreich (bzw. bei Arndt: gegen die Franzosen als solche) in Umlauf gebracht und den Aufruhr in Deutschland geschürt. Hätten er und andere mal den eigentlichen Gegner, nämlich die deutschen Fürsten, in die Wüste geschickt und eine eigene Nationalversammlung ausgerufen! Dazu waren aber Arndt und Kollegen nicht bereit.
    Selbst 1848/49 wurde von Arndt und Gleichgesinnten statt einer echten bürgerlichen Republik eine konstitutionelle Monarchie unter der preußischen Kaiserkrone eingefordert.
    Sowohl in der Phase 1805-1814 als auch 1848/49 hat Arndt keine Anstalten gemacht, eine solche echte bürgerliche Republik zu errichten.

    Ich bin auch kein Fan von Napoleon. Aber die gesellschaftlichen Errungenschaften in Frankreich waren auch unter Napoleon den deutschen Zuständen noch Meilensteine voraus. Napoleons Restaurationsbestrebungen konnten vieles zurückstauchen, aber eben nicht die (vom Dritten Stand selbst erkämpften!) Grundlagen einer bürgerlichen Gesellschaft.

  77. Sehr schön. Mir ist das Gleichnis bekannt, ich find es hier aber völlig fehl am Platze.
    Es ist natürlich immer sehr einfach zu behaupten, bei einem selbst würde nur der Splitter stecken, die anderen haben ja den viel größeren Balken im Gesicht….
    Gerade von Christen, denen das Gebot der Nächstenliebe das wichtigste sein sollte, kann man erwarten, dass sie auch sich selbst hinterfragen – bei euch steckt auch nicht nur der Zahnstocher im Sehschlitz! Wie z.B. kann Herr Garbe einen Diskurs zur Aufweichung des Antisemitismus- Begriffs anstoßen, um Arndt in Schutz zu nehmen, um BLOß keine Parallele zur Shoa herstellen zu müssen, sich dann aber am 9. November vor dem jüdischen Gebetshaus hinstellen und betroffen Hundeaugen machen und fein Gedichte vorlesen? Wer ist da der Heuchler??
    PS. Gleichnisse aus dem Alten Testament würde ich sowieso mit Vorsicht genießen, sonst sind wir hier bald wieder bei "Auge um Auge, Zahn um Zahn" – Da halt ich es mit Ghandi, der gesagt hat: "An eye for an eye makes the world blind"

  78. Befundfrei? Na ich erinnere mal an die Forderung Deiner Verbindung, Österreich wieder an das Großdeutsche Reich anzuschließen. Hilf mir auf die Sprünge, auf welchem Burschenschaftstag war das nochmal?
    Damit hatten sich die Markomannen plötzlich in den Charts der als extremistisch eingestuften Studentenverbindungen ziemlich schnell nach oben katapultiert.
    Sei's drum, es geht hier um den Uni- Namen, nicht um das Bundesamt für Verfassungsschutz (die ja – das ist bekannt – selbst nicht die saubersten sind), nicht um Jan Steyter, nicht um die Kommunistische Plattform der Linken, nicht um Allmachtsfantasien verquerer Burschis. OK?!

  79. da isse wieder… die bekannte Taktik ;)
    ich fühl mich also nicht angesprochen…
    und jetzt spule einfach Dein Tonband wieder und wieder ab…

  80. Tja, wenn einige Menschen einfach mal resistent oder begriffsstutzig sind, muss man eben vieles mehrmals sagen…
    Glaube nicht, dass das Taktik ist – versteh es einfach als guten Willen gegenüber den geistig umnachteten Mitmenschen :-)

  81. genau… etwa analog zu der Behauptung Dü müsstest viele Beleidigungen etc. einstecken…
    und schau ich mir diesen Thread dann an ist wer gleich mehrmals zensiert..?
    Hab manchmal eben das Gefühl da wird mit zweierlei Mass gemessen…
    Aber ich gönne es gern den geistig umnachteten Mitmenschen :)
    *play*

  82. Auch durch ständige Wiederholung gewinnt ein unrichtiger Sachverhalt nicht mehr Wahrheit…

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  83. Es würde mich interessieren, warum die Drucksache als "eine Art 'Drucksache/Zeitung' " bezeichnet wird. Über den Fakt, dass es eine Drucksache ist, braucht man doch nicht zu diskutieren. Ich habe den Eindruck, dass damit noch vor Beginn des Statements die Schrift abgewertet werden soll. Wenn ich mich täuschen sollte, bleibt es mindestens eine ungünstige Wortwahl und ich wäre erleichtert über meinen Irrtum.

    Die Texte sind überwiegend tatsächlich das, was bei der Anhörung vorgetragen wurde. Ich finde es auch völlig legitim, diese Punkte nochmal dem Teil der Hochschulöffentlichkeit zugänglich zu machen, die vielleicht keine Zeit hatten, sich die Vorträge anzuhören oder Texte lieber lesen als hören. Was deine These angeht, dass ihr die Argumente widerlegt habt, muss ich dir widersprechen, das habt ihr nicht. Ihr habt überwiegend eure gängigen Thesen wiederholt. Zum Wiederlegen gehört mehr. Ich darf außerdem an die Debatte in der ESG erinnern, in der gezeigt wurde, dass viele eurer Äußerungen auf Verkürzung und falschen bzw. mangelhafter Informationen beruhen.
    Zu deiner Kritik, dass nicht versucht wurde, Kontakt aufzunehmen: Es ging bei der Drucksache darum, die Beiträge der öffentlichen Hochschulanhörung zu veröffentlichen. Leider haben nicht alle Referenten ihre Vorträge zum Druck freigegeben (nach meinen Informationen), was erklärt, warum nicht alle darin enthalten sind. Die Unterstellung, hier sollte der "Weg der 'Konfrontation'" gegangen werden, ist schlicht und ergreifend falsch.
    Schön, aus deinem Munde die Forderung nach einer Darstellung "_beider_ Seiten" zu hören. Noch schöner wäre es allerdings, wenn ihr euch im Rahmen von Diskussionen selbst an diese Forderung gehalten hättet. Sowohl bei der öffentlichen Anhörung im Dezember als auch bei der Debatte in der ESG wurdet ihr (wie du ja sicher noch weißt) für eure Einseitigkeit kritisiert. Deine Einsicht in die Notwendigkeit ist gut, ihr hättet sie früher auch in Debatten haben sollen.

    Zu euren Beiträgen im Infoheft.
    Ihr schreibt "Wer sich in der moralischen Abwägung jedoch für Tradition und die nationale Komponente Arndts entscheidet, ist kein Unmensch und schon gar kein Nazi". Es ist gut, dass dies klar gestellt wird. Nicht jeder, der sich für Arndt entscheidet, tut dies aus Traditionsgründen oder nationalen Gründen.
    Ihr schreibt weiterhin
    "Wir rufen für die letzten Wochen hier zu einer sachlicher(en) und stärker an Argumenten orientierten Debatte auf". Zugleich seit ihr für die Karrikatur "Pro Arndt" in eurem Teil des Infoheftes verantwortlich. Es erschließt sich mir nicht, was an dieser Art der Darstellung zu einer sachlicheren Debatte führen soll. Es ist jedoch bezeichnend, dass diese Karikatur unter eurem Beitrag "Diskussionsunkultur" erscheint, damit zeigt ihr zumindest, dass ihr sie inhaltlich einzuordnen wisst. Das hat meiner Meinung nach nichts mit Humor zu tun, sondern birgt die Gefahr, dass Arndtbefürworter in politische Richtungen einsortiert werden, von denen ich mich ausdrücklich distanziere. Euer Vorgehen an diesem Punkt finde ich verantwortungslos.

    Eine Frage noch: soll _jeden_ "jeden" heißen? Mich interessiert, welche Beiträge dir nicht gefallen.

    Wenn du auf meinen Beitrag antworten möchtest, bitte ich dich, ihn vorher genau zu lesen und mir nichts zu unterstellen, was ich nicht gesagt habe. Es tut mir leid, das so deutlich sagen zu müssen, aber leider zeigte mir die Vergangenheit, dass man diese Forderung bei dir explizit stellen muss. Zu einer sachlichen Auseinandersetzung, die beim Thema bleibt, bin ich gerne bereit.

  84. 1. Sie tauchen nicht auf, weil sie bei der öffentlichen Vorträgen entweder keinen Vortrag gehalten haben oder ihre Vorträge nicht zum Abdruck freigegeben haben. Wegen Fehlen dieser Autoren die Veröffentlichung als verlogen zu bezeichnen ist eine Beleidigung.
    2. Die ESG als "Garbes Schäfchen" zu bezeichnen ist eine Frechheit. Die ESG ist niemandes "Schäfchen", sondern selbstständige, erwachsene Menschen, auch hier wird beleidigt.
    3. "würde es nicht ein paar ehrliche Köpfe in der ESG geben, hätte Garbe da gestern auch allein sein Geschwafel durchgezogen und Arndt über den grünen Klee gelobt, damit seine Schäfchen auch fein bei der Urabstimmung gegen die Namensablegung stimmen." Hier werden alle, die Herrn Garbes Meinung sind, als unehrlich diffamiert. Das fügt sich jedoch ganz in den beleidigenden Ton des gesamten Beitrags. Ich bin sehr für eine sachliche Auseinandersetzung, bitte jedoch darum, Beiträge, die derart beleidigend sind, zu löschen. Man kann inhaltlich Kritik üben, aber nicht beleidigen. Nur weil man anonym agiert, heißt das nicht, dass man sich alles erlauben darf.

  85. Du solltest schon Sorgfalt walten lassen – wir waren beim Thema der Verfassungsschutzberichte und diesbezüglich ist meine Burschenschaft Markomannia befundfrei – sehr im Gegensatz zur Roten Hilfe.

    Unser damaliger – und vor der Verhandlung zurückgezogener – Antrag hatte übrigens mit dem Großdeutschen Reich nichts zu tun, sondern zielte explizit darauf ab, dass die jeweiligen Regierungen für eine Zusammenführung der beiden deutschen Staaten sorgen sollten – das ist in meinen Augen nichts anderes als die Wiedervereinigung von BRD und DDR, Dir mag es extrem erscheinen – extremistisch ist es aber sicher nicht, da wir eben einen rechtsstaatlichen Prozess gefordert haben.
    Diesbezüglich solltest Du etwas mehr Sorgfalt bei der Begriffswahl walten lassen.

    Gruß, Klaus

  86. Genau, dann unterlass doch bitte deine unrichtige Unterstellung, jemand von UoA hätte behauptet, ALLE Arndt- Befürworter wären rechts, neurechts oder was weiß ich. Du unterminierst die Debatte vielleicht, stellst dich selbst aber auch als ziemlich begriffsstutzig dar – ist das deine Absicht?

  87. Den größten Leierkasten spielst du doch hier, indem du deine scheinbare Beschränktheit immer wieder dadurch unterstreichst, die gleichen sinnlosen und themenfremden Fragen zu stellen.
    Herr Wächter hat sich selbst als revanchistisch- hängengebliebener Opa mit eindeutig nationalistischer Gesinnung demaskiert. Klar, dass das für dich vllt keine Rolle spielt – ich hingegen find es peinlich, wenn sich sowas dann "Historiker" nennt.

  88. die Zensurregeln auf dem Webmoritz hab ich nicht gemacht. Wenn die Redakteure der Meinung sind, zensieren zu müssen, dass Herr Wächter vllt seine Quellen im faschistischen ARNDT- Verlag bestellt – bitteschön. Ich bin nicht wirklich ausfallend geworden. Aber wenn du die Diskussion nun noch an den Webmoritz- Zensuren messen willst, wird mir die Sache wirklich langsam zu albern. Play ma allein schön weiter!

  89. Wenn du der Steffen bist, den ich vor Augen hab, wäre ich mit meinen Äußerungen mal schön vorsichtig. Soweit ich weiß, hast du den Info- Abend mit Herrn Garbe angeleiert und zufälligerweise auch nur ihn als Redner eingeladen. Wären da eben nicht ein paar ehrliche Leute in der ESG, die auch die Gegenseite interessiert, wäre es ein Frontalvortrag geworden, was Arndt doch fürn dufter Typ war.
    Weiterhin: du redest von einer fairen Debatte, ohne Beleidigungen und konntest es aber nicht lassen, bei der Wissenschaftler- Anhörung in der Aula Mitglieder von UoA zu verhöhnen, als sie ans Mikrofon gingen. Fang mal bei dir selbst an! (Das Gleichnis vom Splitter und Balken im Auge wurde hier ja schon angeführt)
    Zusätzlich: die wissenschaftlichen Beiträge wurde alle, mit Ausnahme von Herrn Eichterkamp, von ihren AutorInnen freigegeben, sonst könnte man sie nicht auf der Uni- Homepage hören. Erzähl also nicht so einen Müll, nur die Pro- Arndt- Redner hätten ihr Material zur Verfügung gestellt. Würde es Herrn Garbe um eine ehrliche Publikation gehen, wäre die Texte von Prof. Inachin und Prof. Stamm- Kuhlmann mit in die Zeitung gekommen!!

  90. *play* steht hier für das virtuelle Drücken einer Taste am fleischgewordenen Leierkasten ;)

    Warum stellst Du Herrn Wächter so dar..? Das ist würdelos…
    Hier gelten Deine Regeln logischerweise für Dich selbst wieder nicht.
    Oder kannst Du mit achso gern von Dir geforderten Quellen belegen das Herr Wächter in einem bestimmten Verlag einkauft?
    Ansonsten weiss ich jetzt was ret_marut mit dem diffamieren einzelner Personen meinte :)

  91. Gewöhne Dir doch bitte mal einen vernünftigen Umgangston an, das würde einiges erleichtern und die Debatte angenehmer gestalten. Du wirfst ja wie eine Furie mit Beleidigungen um Dich!

  92. Welch ein Beitrag. Nur ein Punkt davon stimmt, der Rest nach meinen Kenntnissen nicht. Es stimmt leider, dass ich auf der Anhörung tatsächlich zwei unfreundliche Gesten gemacht habe, für die ich mich entschuldigen möchte. Diese Gesten erfolgten jedoch nicht, als eure Redner zum Mikrofon gingen (mal wieder ein Fehler in deiner Darstellung), sondern erst, als Sie sprachen und sollten Ausdruck für die meiner Meinung nach mangelnde Qualität der Beiträge sein. Dennoch hast du Recht, dass diese Gesten nicht in Ordnung waren und ich möchte mich dafür entschuldigen.

    Der Rest stimmt schlicht und ergreifend nicht. Erstens habe ich nicht alleine den ESG-Abend angeleiert, sondern die V-Runde, in der ich mit drin bin. Zweitens habe ich zu keinem Zeitpunkt jemanden von der Debatte in der ESG ausschließen wollen. Ich will nicht verhehlen, dass ich darüber, einen Redner von UoA einzuladen, nicht glücklich war. Dies lag jedoch daran, dass ich mit einem Vortrag wie er war gerechnet habe. Es zeigte sich beim Abend selbst, dass ich mit den Befürchtungen hinsichtlich der Qualität des Vortrages recht hatte, wenn man bedenkt, wie viele Korrekturen und Verkürzungen später angemerkt wurden. Wer desweiteren bei Vorträgen von Herrn Garbe zugehört hat, konnte feststellen, dass er immer gesagt hat, dass es auch negative Stellen bei Arndt gibt. Deine Beschuldigung gegenüber Herrn Garbe und das Anzweifeln seiner ehrlichen Absichten erweitert den Bestand an Beleidigungen.
    Im Übrigen wüsste ich auch gerne, warum ich vorsichtig sein sollte. Denn dein Hinweis, dass ich vorsichtig sein soll, bezog sich ja wohl zunächst einmal auf die Organisation des Abends in der ESG. Warum du mich deswegen (auch noch zu Unrecht) angreifst, ist mir schleierhaft.
    Leider gehst du mit keinem Wort auf die von mir angeführten Beleidigungen gegenüber Herrn Garbe, der ESG und mir ein. Ich glaube, das Wort "Entschuldigung" stünde dir ebenso gut an wie mir bezüglich meiner Gesten, mein Balken ist entfernt (zumindest tue ich mein Möglichstes), deiner steckt noch.

    Zu der Sache mit den Vorträgen:
    Nach meinen Informationen wurden die Vorträge jedenfalls nicht für den Druck freigegeben.
    Kannst du (wenn wir noch weiter miteinander reden sollten) mal einen freundlicheren Ton anschlagen? Ich habe dich zu keinem Zeitpunkt als unehrlich dargestellt, du dagegen diffamierst mich und die ESG als unehrlich. Aber aus dem Schutz der Anonymität heraus (die legitim ist) lassen sich leicht so scharfe, größtenteils falsche Angriffe fahren.

  93. Wenn Du der bist wäre ich vorsichtig? Was passiert sonst..? knallst Du mit Deiner Peitsche oder was?
    Ganz ehrlich: Lächerlicher kann man sich nicht machen wenn man wie Du hier ständig was von Debattenkultur faselt und gleichzeitig die Gegenseite verhöhnt und diffamiert. Jetzt auch noch
    bedroht? Und dann wieder erzählen wie böse doch alle zu Dir sind. :)

    DIe Regeln die Du für Dich forderst lass auch Anderen zuteil werden. Dann verhöhnt Dich auch niemand mehr.

  94. Wer hat denn gedroht? Wo ist dort eine Drohung zu lesen. LSD, der Name scheint zutreffend zu sein – aufm Trip hängengeblieben? Verschon doch bitte mich und alle anderen Leser mit deinen peinlich Unterstellungen, Behauptungen und dem anderen sinnfreien Geseier, häng dich nicht überall rein und entspann dich mal wieder.
    Viel Zucker, hab ich gehört, soll Überdosierungen sanft entgegenwirken….

  95. Ein völkerrechtsgemäßes Verfahren einer Staatenfusion mit Volksabstimmungen in beiden Ländern ist ja so imperialistisch-faschistisch und anschlussmäßig…

    Zumal klar sein sollte, dass die Wahrscheinlichkeit selbst 1990 nicht wirklich gegeben war und ist.

  96. [...] der höheren Kandidatenzahl und der zeitgleich stattfindenden Urabstimmung über den Universitätsnamen rechnen einige Beobachter mit einer höheren Wahlbeteiligung als vergangenes Jahr. 2009 hatten [...]

  97. Nur weil es in einem rechtsstaatliche Prozess gefordert wurde, macht es die Nazi- Kacke nicht besser. Man kann in einem rechtstaatlichen Prozess auch ethnische Säuberung fordern o.ä. – damit wird es nicht humaner.
    Zu Begrifflichkeiten musst du mir nix erklären. "Extrem" ist kein politikwissenschaftlicher Begriff, dementsprechend trenne ich auch nicht zwischen extrem und extremistisch.
    Überdies ist Österreich kein deutscher Staat – aber das seht ihr sicherlich anders.
    Als Erinnerung: es geht hier um Arndt und die Frage, ob er Namenspatron sein sollte…

  98. @Boehm: Ach, na das macht die Sache natürlich viel viel besser.
    Meine Fresse, wie beschränkt, allein auf diese Idee zu kommen.
    Spielt schön weiter

  99. "Als Erinnerung: es geht hier um Arndt und die Frage, ob er Namenspatron sein sollte… "

    Lustig, amüsant, Du bist doch gerade der Off Topic Profi in dieser Debatte. Wer hat denn mit dem Thema Markomannia und Anschluß Österreichs begonnen?

  100. Natürlich, wenn das die Mehrheit der Bürger beider Länder wirklich wollen, ist dies demokratisch vollkommen legitim…
    Ich brauche keine 'Großrepublik Deutschland' und das sehen viele Bundesdeutsche und Österreicher genauso, aber wo das Nazi ist kannst Du mir ja gerne nochmal erklären.
    Die Idee von Großdeutschland fängt halt nicht 1938 an, sondern ist in ihren freiheitlichen Wurzeln deutlich älter.

  101. Da hier bisher doch etwas abseitige Diskussionen laufen, will ich noch einmal auf den eigentlichen Artikel fokussieren und in die Runde fragen, wie denn die gemeinsame Broschüre der Pro-Arndt AG und der Initiative Uni ohne Arndt den LeserInnen gefällt. Ich schätze, daß mittlerweile gut 1/4 der Studierendenschaft die Zeitung (das sind dann ca. 3.000 Zeitungsexpl.) erhalten und da auch reingelesen hat.
    Ist die Zeitung zur Urabstimmung informativ, regt sie zur weiteren Diskussion (in der Mensa/Cafete, in WGs und Wohnheimen, im Freundeskreis) an, war sie bei der eigenen Meinungsbildung hilfreich?
    Natürlich kann eine Zeitung mit lediglich 20 Seiten Umfang nicht alle Einzelthemen und Fragen bzgl. der Uni-Namensproblematik klären. – Sind noch wichtige Fragen offengeblieben und in den Beiträgen nicht angesprochen worden?
    Ich denke, daß solch ein Feedback für die beiden beteiligten Gruppen ganz interessant wäre, um auf noch bestehende Unsicherheiten und Fragen in den wenigen Tagen vor der Urabstimmung eingehen zu können. Ziel der beiden beteiligten Redaktionsgruppen und der Organe der Verfaßten Studierendenschaft ist es ja, daß möglichst alle Studierende sich zu dem Thema Namenspatron eine eigene Meinung bilden können und diese dann auch durch Teilnahme an der studentischen Urabstimmung kundtun.
    Also: Feedback zur Zeitung und evtl. noch offenstehende, unter den Nägeln brennende Fragen sind gern gesehen und erwünscht!

  102. Wer hat denn mit dem Verfassungsschutz und der Roten Hilfe angefangen. Mach dir doch bitte die Mühe und lies ganze Threads, statt blödsinnig quereinzusteigen. Danke!

  103. Und Gott und die Alliierten gedankt seit 1945 endgültig begraben – außer bei den Neonazis. Wenn man sich dann fast 50 Jahre später nochmal anschickt, diese Idee wieder zu verwirklichen…. ist man entweder grenzdebil oder neonazistisch – was sich ja beides nicht gegenseitig ausschließt sondern eher noch begünstigt.
    Für mich ist dieser sinnlose Exkurs an dieser Stelle beendet.

  104. Echt? wo denn? Die Bewertung würde ich schon den Redakteuren des webmoritz überlassen, auch wenn die manchmal etwas danebengreifen. Ich bin ein Freund der scharfzüngigen Auseinandersetzung, zudem muss ich mich mit 3 oder 4 Leuten gleichzeitig rumschlagen, die alle scheinbar auf Durchzug gestellt haben. Wenn du mir nun auch noch vorwirfst, ich hätte mit dem Thema Verfassungsschutz angefangen, obwohl ein paar Beiträge weiter oben klar erkennbar ist, dass es von lsd ausging – tja, da kann ich leider nicht seelenruhig bleiben. Bitte um Verständnis

  105. "Ich bin ein Freund der scharfzüngigen Auseinandersetzung"

    Scharfzüngig ist etwas anderes, Du formulierst einfach nur plump.

  106. Oooh, na wenn du das so konstatierst. Ich gehe in mich und denke darüber danach

  107. Das ist sehr freundlich von Dir.

  108. Gerne ;-)

  109. Die "Drucksache" ist offensichtlich einseitig, da aus der Vorlesung nur die Pro-Arndt-Statements heraus genommen wurden, die zudem noch während der Sitzung wiederlegt wurden.

    Die Wissenschaftler die diese "Drucksache" zitiert sind mit ihren Einstellungen (Arndt war kein Antisemit / kein Rassist) teils scharf an der Grenze, teils weiter über die Grenze der Geschichtsrelativierung hinaus. Prof. Stamm-Kuhlmann hat das in der Debatte klar gestellt, die natürlich keinen Eingang in die "Drucksache" gefunden hat…

    Die Debatte in der ESG hat vor allem gezeigt, dass es immer noch die gleich zwei Menschen sind, die für sich immer wieder in Anspruch nehmen, allein die "richtige" Interpretation von Arndt gefunden zu haben. Garbe und Alvermann vertreten diese Position seit 2001 und konnten sich weder in der Wissenschaft noch vorgestern in der ESG inhaltlich durchsetzen.

    Bei der Debatte im Dezember wurde z.B. Prof. Bach eingeladen, der auch kam ! Prof. Bach ist auch in Eurem Heft (euch = Du hast es ja heute auch verteilt) auch drin. Wo ist also bei uns Einseitigkeit? Wir haben einen Vertreter Eurer Gruppe eingeladen. In Eurer "Drucksache" wurde hingegen auf jegliche Arndt-Kritiker verzichtet. Das spricht für sich…

    Für das Comic ist der Zeichner verantwortlich. Genauso wie übrigens sind für die Statements der Kommilitonen auch diese selbst verantwortlich sind. Uns das unterschieben zu wollen ist unverantwortlich.

    "Mich interessiert, welche Beiträge dir nicht gefallen. "

    << Inhaltliche Beiträge wie die von Herrn Garbe oder Herrn Alvermann sind immer zu begrüßen, auch wenn sie schon zu häufig wiederlegt wurden, als das ich mich jetzt daran abarbeite. Ich verweise dazu auf unsere Homepage:

    http://www.uni-ohne-arndt.de/uniohnearndt/pro-arn...

    P.S.: Im weiteren werde ich auf diesen Dialog nicht weiter eingehen, da wir bereits intensiv miteinander gesprochen haben und Du meiner Meinung nach nicht zu einem ruhigen und sachlichen Dialog bereit bist. Ich wünsche uns beiden trotzdem viel Erfolg. Vielleicht können wir uns ja mal zu einem anderen Thema auf einen Tee in der ESG treffen?

  110. Danke ret_marut, dass Du das Thema hier mal wieder zurück holst !

  111. Mir gefällt das Heft.
    Ich stimm für Arndt. :)

  112. Ich habe lange überlegt aber kann deinen Kommentar nicht unkommentiert stehen lassen. Dein Wissen über den "Bevölkerungstransfer" scheinst du nur aus Lehrbüchern zu haben. Wer wie ich Verwandte hat (bzw. hatte )denen dieses Schicksal zuteil wurde der weiß das es eine Vertreibung war. Daran ist nichts schön zu reden.
    Bevölkerungstransfer ist ein Euphemismus und mMn vollkommen unpassend!

    Das ist nicht revanchistisch gemeint, es ist schrecklich was wir als Deutsche taten und teilweise genauso schrecklich was uns nach dem Krieg wiederfuhr. Gegen solches Tun sprach sich übrigens Arndt direkt aus.

    Gruß

  113. Auch wenn du mir nicht mehr antworten willst, lasse ich es mir nicht nehmen, auf dich zu antworten.
    Eure Einseitigkeit besteht nicht etwa darin, andere nicht zu euren Gesprächen einzuladen. Sie besteht darin, dass ihr Arndt selbst höchst einseitig beleuchtet. In Hinblick auf Herrn Alvermann und Herrn Garbe mit dir zu reden scheint mir sinnlos, da wir da zu grundverschiedene Ansichten haben. Die fortwährende Kritik an der Veröffentlichung der Beiträge zeigt mir, dass du meinen ersten Beitrag nicht genau gelesen hast, sonst hättest du auch meine Begründung dafür lesen können und darauf eingehen können.
    Wer etwas veröffentlicht, ist auch dafür verantwortlich. Ihr habt diesen Comic veröffentlicht, also seid ihr auch dafür verantwortlich, auch wenn ich verstehe, dass dir das nicht passt.
    Wenn du mit den "Statements der Kommilitonen" "viele eurer Äußerungen" meinst, so kann ich gerne präzisieren: Der Vortrag von Jan Steyer wurde aufs gründlichste widerlegt, auch wenn du das vermutlich nicht wahrhaben wollen wirst. Dies war jedoch der Eindruck, den ich später in Gesprächen mit ESGlern gewonnen habe, auch wenn ich noch nicht mit allen gesprochen habe und keinesfalls in Anspruch nehmen möchte, für alle zu sprechen.

    Ich danke dir, dass du mir Erfolg wünscht, bis auf für die Kampagne und weitere demagogische Aktionen wünsche ich dir ebenfalls viel Erfolg.
    P.s.: Nur damit du weißt, warum ich eure Aktion demagogisch nenne: Demagogie zeichnet sich durch Verkürzung, Unwahrheiten und Hetze aus. Die Verkürzung in der Darstellung von Arndts Werken bei euch ist offenkundig. Die zahlreichen inhaltlichen Korrekturen während des Vortrags in der ESG belegen für mich den Sachverhalt der Unwahrheiten. Über die Hetze kann man geteilter Meinung sein, meiner Meinung nach jedoch ist z. B. der Tapir in der Urabstimmung Hetze gegen die Befürworter Arndts.

  114. Auch ich lauschte den Worten…
    Eine Demaskierung war mir nicht hörbar oder gar ersichtlich…
    Lass das Dreck werfen doch bitte sein.
    Ich dachte wir wollten hier höflich miteinander umgehen…

  115. Bevölkerungstransfer ist ein üblicher internationaler Terminus in dieser Sache; im Deutschen wird dagegen der ziemlich unpassende Begriff "Vertreibung" für die Umsetzung der nach dem Potsdamer Abkommen erlassenen Aussiedlungsgesetze in Polen und der CSR benutzt. Selbst auf Wikipedia heißt es unter dem Stichwort "odsun" (erstaunlich, daß es dafür überhaupt einen Eintrag gibt!):
    "Tschechen und Deutsche konnten sich bis heute nicht auf eine gemeinsame Bezeichnung für die Deportationen einigen: Wer über Abschiebung oder Aussiedlung spricht, wird von Deutschen meist als Verharmloser des Vorgangs angesehen; in ihren Augen erscheint ausschließlich der Begriff Vertreibung angemessen. Tschechen beziehen sich hingegen auf die Vorgeschichte des Vorgangs, die vielen von ihnen (zumindest damals) die Entfernung der Deutschen aus der Tschechoslowakei als angemessen erscheinen ließ. Sie wählen daher lieber neutralere Begriffe als den ungerechtfertigte Entfernung und moralische Verurteilung implizierenden Begriff Vertreibung.
    Im Englischen sowie im Potsdamer Abkommen wurde der technische, das tatsächliche Geschehen ausblendende Ausdruck „transfer“ benutzt, der in diesem Kontext im Tschechischen kein entsprechendes Äquivalent hat, – nur ungefähr nähert sich ihm der Ausdruck „přesun“."

    Ich finde den obigen Begriff weder euphemistisch noch unpassend. Zudem habe ich mich zumindest mit den Benes-Dekreten und den deutschen "Vertriebenenverbänden" recht umfassend und intensiv in zwei Hausarbeiten beschäftigt. Teile meiner Familie sind übrigens auch aus dem "deutschen Ostgebieten" vor dem Vorrücken der Roten Armee geflohen. Das revanchistische Etikett "Vertriebenenfamilie" laß ich mir dadurch jedoch nicht anheften. Der revanchistische BDV, in dem weniger als 5% aller "Vertriebenenfamilien" organisiert sind, macht halt mit diesem Etikett seinen ideologischen Feldzug. So gilt sogar eine Erika Steinbach, deren Vater als Besatzungssoldat in Polen stand, als sie dort geboren wurde, als "Vertriebene" – das ist dann schon vollkommen lächerlich!

    * Alles andere wäre jetzt off-topic, also bitte wieder zum eigentlichen Thema. Weiter unten habe ich ja Konkretes zur Zeitung angefragt, vielleicht magst Du dazu ja was beisteuern. *

  116. Ich akzeptiere natürlich deine Meinung und möchte mich für die Unterstellung des Lehrbuchwissens entschuldigen. Vielleicht bin ich bei diesem Thema zu sensibel, wobei ich mich deiner Meinung bezüglich der Neutralität des Begriffs nicht anschließen kann. Ich möchte diesen Offtopicstrang jedoch nicht weiter ausführen.

    Gerne werde ich weiter unten etwas beisteuern.

    Gruß

  117. Anstatt hier die große Welle zu machen, werd doch mal konkret: Wo wurde Jan widerlegt?

    Nenn doch mal ein Beispiel.

    Willst Du etwa immer noch Garbes Traum folgen, dass Arndt kein Rassist war? Oder kein Antisemit? Sind das die "Widerlegungen" von denen Du sprichst?…

    oh man…

    Gesichtsrelativierung pur!

  118. Sind wir wieder am Beginn der Debatte, wo die Gegenseite dauernd "Demagogie" ruft und uns gar "Unwahrheiten" und "Hetze" unterstellt? Ich dachte, diese platte polemische Phase hätten die KritikerInnen an unserer Initiative endlich überwunden.

    Mein Appell an alle: Bitte wieder in die Sachlichkeit wechseln! Ich finde es bescheuert, wenn solche Polemiken kommen, die dann zu ebensolchen spitzen Erwiderungen verleiten. Das dreht sich dann nur im polemischen Kreisel – und Gabriel muß dann am Schluß wieder ganz viel löschen.

    Nur kurz: Der Vortrag von Uni ohne Arndt wurde entgegen Deiner Aussagen nicht "aufs gründlichste widerlegt", sondern es gab in der Runde unterschiedliche Bewertungen von historischen und politischen Erscheinungen, so u.a. zu den "Befreiungskriegen", zur Rolle der französischen Armee in Deutschland oder zur Frage, was Arndts Rolle in der Paulskirche anbelangt. – So etwas gehört zwangsläufig zu einer Diskussion, wo konträre Positionen in der Runde vertreten sind. Mir ist aber nicht zu Ohren gekommen, daß jemand die auf der ESG-Veranstaltung von der Uni ohne Arndt zitierten Arndt-Passagen "widerlegt" habe oder die Echtheit der Zitate angezweifelt hätte. Gestritten wurde dagegen um Deutungen der Geschichte, v.a. Herr Garbe hat dabei auch immerfort versucht, das rassistische und antisemitische Weltbild Arndts peinlicherweise zu relativieren. Um mal ein Beispiel zu bringen: Herr Garbe stellte die These auf, bei Arndt fände sich gar kein rassistisches Denkgebäude; daraufhin wurde ihm (Garbe) dann mittels zweier recht eindeutiger Zitate Arndts dieses rassistische Weltbild unseres Namenspatrons aufgezeigt, woraufhin Herr Garbe weiterhin den Rassismus weiterhin unverzagt abstritt. Ich finde, das ist schlicht ein unredliches Vorgehen gewesen von Herrn Garbe, obwohl er es anhand seiner Textlektüre besser wissen sollte. Natürlich billige ich Herrn Garbe eine gefestigte Meinung zu Arndt zu, aber dann konkret belegte Tatsachen vehement abzustreiten und entsprechende Kritik abzubügeln, weil es nicht ins eigene Welt- bzw. Arndtbild paßt, hat das mit einem wissenschaftlichen Diskurs nicht mehr viel gemein. Wer über Arndt diskutiert, sollte bitte auch die Scheuklappen abnehmen. Wir machen das als Initiative ja auch und haben ein entsprechend differenziertes Bild dargelegt, was jeder und jede auf unserer Internetseite einsehen kann.

  119. Auch man… die Abgründe die die Arndt-Debatte aufreißt sind jedesmal wieder größer.

    Jetzt muss Arndt schon für die Vertriebenen herhalten!

  120. Ich finde den Tapir-Comic in der Urabstimmungszeitung übrigens sehr passend. Ist halt der Tapir, so wie wir ihn alle kennen.
    Kai-Uwe Makowski hat damit mal wieder ins Schwarze getroffen; dank noch einmal für den zeichnerischen Beitrag für unseren redaktionellen Teil!

  121. genau – den Tapir gibts übrigens jetzt auch bei uns online in Farbe !

    http://www.uni-ohne-arndt.de/uniohnearndt/2010/01...

  122. Danke ret_marut für den Aufruf zur Sachlichkeit. Auch ich will wieder dahin zurück kehren.

    Wie ret marut schon schrieb versucht Garbe (vorsichtig) und seine Fans hier auf dem webMoritz recht offensichtlich, Arndts Antisemitismus und Rassismus zu leugnen. Herr Garbe steht mit dieser Interpretation recht allein da. Nur von Herr Alvermann hat er ein wenig Unterstützung bekommen.

    Sollten diese zwei Herren "Recht haben", würden sie den wissenschaftlichen Konsens der Deutschen Geschichtswissenschaft der letzten 40 Jahre umstürzen. Ich habe hier mal zusammengetragen welche Professoren und Wissenschaftler durch den Herrn Dr. und den Uniarchvar widerlegt würden:

    - Prof. Dr. Heinrich August Winkler
    - Prof. Dr. Arno Herzig
    - Prof. Dr. Manfred Wichelhaus
    - Prof. Dr. Helmut Berding
    - Prof. Dr. Buchholz
    - Dr. Leon Poliakov (Forschungsleiter am Centre national de la recherche scientifique in Paris)
    - Prof. Ernst Weymar
    - Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann
    - Prof. Max Braubach Gebhardt (Forschungsschwerpunkte sind das Zeitalter der napoleonischen Herrschaft sowie der moderne Antisemitismus)
    - Prof. Dr. Ute Daniel (Akademie der Wissenschaften zu Göttingen)
    - Historiker Hannes Heer (bundesweit bekannt für die bekannte Ausstellung “Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944″)
    - Prof. Dr. Wolfgang Benz (Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin)
    - Niels Hegewisch und Dirk Mellies (Wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Geschichte in Greifswald)
    - Militärhistoriker Dr. Jörg Echternkamp
    - Historiker Peter Fasel (Hat gerade erst ein Buch veröffentlicht, indem er sich intensiv mit Arndts Rassismus beschäftigt)
    - Friedjof Strauß (Nordist, Universität Greifswald)

    So… Das sind jetzt mal die, die "auf die Schnelle" finden konnte. Wenn ich in die ganzen Standartwerke gucken würde, gäbe es da sicher noch mehr…

    ABER:

    Manchmal kann auch ein bislang unbedeutender Wissenschaftler eine sicher großartige Entdeckung machen (z.B. "Arndt war kein Antisemit"). Das wäre möglich. Komisch ist nur:

    Garbe behauptet dies ja nicht erst seit diesem Jahr oder seit "neustem", sondern schon sehr viel länger. Trotzdem ist es ihm nicht geglückt seine "revolutionären" (!) Erkenntnisse in irgend einer wissenschaftlich anerkannten Zeitung zu veröffentlichen.

    Aber wie wir schon häufig festgestellt haben: Herr Garbe ist nun mal der einzige der Arndt "wirklich" versteht ! Ich beneide ihn um seine "Gabe"… ;)

  123. Du dich als Gesprächspartner für mich selbst ins Abseits gestellt. Es ist sinnlos, mit Polemikern zu reden.

  124. sorry, war vielleicht etwas derbe. Ich denke, wir können uns alle wieder entspannen. Wenn Provokationen und themenfremde Prinzipiendiskurse ausbleiben, haben alle viel mehr von der ganzen Sache.
    Also – ich ruder zurück und bitte, persönliche Verletzungen, die ich in kauf genommen habe, zu entschuldigen!

  125. Am Abend in der ESG hat jan Steyer ein Zitat von Arndt ausgesprochen um zu zeigen wie schlecht Arndt ist. Später kam von Seiten der Pro Arndtler ein weiteres Zitat und danach stellte sich raus, dass Uni ohne Arndt diese Sätze quasi rausgerissen hat um ja nicht zugeben zu müssen das Arndt überwiegend gute Seiten hatte.

    Dieses differenzierte Bild ist leider nur nirgendwo in Euren Veröffentlichungen zu sehen.

  126. Auf die Schnelle finden? Wieder ein Beleg dafür wie schnell Eure Argumente sich drehen. Vor wenigen Wochen war Echternkamp ja mit ganz anderen Worten in Eurer Pressemitteilung beschrieben worden. Und auch er gab ausdrücklich kein Urteil über Arndt ab.

  127. na gut!

  128. Mir gefällt das Heft auch – toll, dass der Tapir dabei ist. Insgesamt ist die Aufmachung professionell, auch wenn ich die Texte der UoA- Gruppe besser finde.
    Danke an beide Gruppen.
    Ich stimm gegen Arndt. :)

  129. Ich bin mit dem Heft zufrieden, meiner Auffassung nach hätte UoA auf die "Flüche und Hassbotschaften" verzichten können, diese Seite halte ich für wenig konstruktiv. Des weiteren sind einige der "populären Irrtümer" selbst Irrtümer: Die Umbennenung würde viel Geld kosten, man kann einen Namen nicht ausschleichen, wenn dann muss es sofort passieren, alles andere wäre inkonsequent.
    Die Arndt AG versucht E.M. Arndt für sich selbst sprechen zu lassen was mMn auch gut gelungen ist. Es wird hier versucht ein differenziertes Bild von Arndt zu zeichnen. Vielleicht hätte man ein wenig mehr Fließtext einbinden können, oder auf das Gedicht verzichten können.
    Alles in allem kann ich jedem Leser nur empfehlen sich selbst ein Bild zu machen und BEIDE Teile der Zeitung aufmerksam zu lesen und BEIDE Teile zu hinterfragen. Anhand der Quellenangaben hat man ja die Möglichkeit sich weitergehend zu belesen.

    Gruß

  130. Überwiegend gute Seiten? Ich finde nicht, dass man Rassismus und Antisemitismus in irgendeiner Weise wettmachen kann – nicht mit Kirchenliedern, nicht mit Gedichten, nicht mit Schriften zu nationalen Einigung (die heut, in einer globalisierten Welt eh keinen mehr interessiert), nicht mit Schwärmereien über heimische Wälder.

  131. [...] und Gegnerinnen des umstrittenen Namenspatrons gestaltet und steht natürlich zum Download auf dem webMoritz zur [...]

  132. [...] Die Evangelische Studentengemeinde (ESG) hatte den Kirchenhistoriker und Arndt-Befürworter Dr. Irmfried Garbe und den Studenten Jan Steyer als Vertreter der Initiative “Uni ohne Arndt” eingeladen. Über den Ablauf und die Erkenntnisse der Diskussionsrunde diskutierten unsere Leser (mehr oder minder konstruktiv) bereits unter diesem Artikel. [...]

  133. Ret Marut hat Recht. Es gilt tatsächlich eine moralische Entscheidung zu fällen.

    Nämlich ob wir Linksextremisten, Stalinverehrern und ewiggestrigen Deutschenhassern die Deutungshoheit über unsere Geschichte überlassen.

    Man muß ja Arndt nicht idealisieren. Aber der Typ hat tausendmal mehr für Deutschland und unsere Freiheit geleistet als die steinzeitkommunistischen Claquere, die ihn vom Dach stoßen wollen.

  134. Es ist mir schleierhaft, was daran verwerflich sein soll, einen Vortrag zu jemandem, der sich immer als Christ verstanden hat, mit einem christlichen Liedtext abzuschließen.
    Wenn wir schon beim Thema Bedenklichkeit sind: Ich finde es bedenklich, dass euch während eures Vortrages gezeigt wurde, dass ihr wissenschaftlich unseriös arbeitet. Belege mir bitte (wortwörtlich) dass deine Vorwürfe gegenüber Dr. Garbe stimmen. Und belege mir ebenfalls, dass ihr euch umfangreich DIREKT mit Arndts Schriften befasst habt. Eure sieben Zitate mögen für eure Zwecke Argumentation halbwegs passen. Eine umfangreiche Beschäftigung mit dem Werk zeigen sie nicht. Desweiteren ist mindestens ein Zitat für eure Zwecke auch noch falsch ausgewählt, um Arndts Antisemitismus zu belegen, genau genommen das dritte im Abschnitt "Arndt und der Antisemitismus". Arndt ruft "diese Juden" dazu auf, sich vorzusehen, weil er die Möglichkeit sieht (denn das drückt der Konjunktiv "könnte" aus), dass "deutsche Bauern" gewalttätig werden könnten. Er fürchtet, dass die "armen in Flecken und Dörfern lebenden Glaubensgenossen" Opfer von Übergriffen werden könnten. In diesem Zitat ruft er nicht im Geringsten zu Gewalt auf. Der wiederholte Mangel an Qualität bei euren Beiträgen führt dazu, dass ich euren Ausführungen in Bezug auf Arndt keinen Glauben schenken kann, da ich nicht sicher sein kann, dass ihr dort nicht ebenso schlecht gearbeitet habt. Ich möchte betonen, dass ich damit nicht eure menschlichen, sondern lediglich eure fachliche Qualität in Frage stelle.

  135. "Wer sich die Drucksache genau durchließt wird feststellen, dass nur bestimmte Historiker zitiert werden…"

    …so zum Beispiel auch Herr Prof. Stamm-Kuhlmann (für die Umbenennung) und Herr Dr. Echternkamp (für die Umbenennung).

  136. Der Verfassungsschutz kennt nur die Kategorie "extremistisch", nicht "extrem". Das hat mit dem zugrundeliegenden seit 1973 benutzten Konstrukt der bundesdeutschen Extremismustheorie zu tun. Letztere ist mittlerweile in der Wissenschaft derart umstritten (weil völlig unsinnige Grundvoraussetzungen bedingend), daß sich dort in den letzten Jahren zunehmend die Theorie der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit durchsetzt. Im Gegensatz zur Extremismustheorie, die von einer demokratischen Mitte und bösen Rändern ausgeht, wird hierbei von klassischen Diskriminierungskategorien ausgegangen, die in gesellschaftlichen Gruppen untersucht werden. Naja, für einen ersten Einstieg einfach mal unter http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppenbezogene_Mens... nachschlagen.

    Eine Überwachung des VS sagt übrigens noch nicht viel aus, weil die Beobachtung ja nicht automatisch läuft, sondern konkreten (partei)politischen Rahmenbedingungen unterliegt. Daher weichen die Objekte der Überwachung der einzelnen Verfassungsschutzbehörden (siehe deren öffentliche VS-Berichte) auch von Behörde zu Behörde ab.
    Im nicht gerade linksliberal verschrieenen Bayern hatte der VS vor einigen Jahren aufgrund öffentlicher Empörung (erinnert sei an den rassistischen Überfall auf einen Griechen) übrigens die Danuben, eure BG-Brüder, überwacht – die sprichwörtlichen Einzelfälle halt.

  137. Sorry, aber in der Drucksache sind lediglich Aufsätze von:
    Tietz, Staats, Garbe, Bach und Alvermann zu finden.
    Wo Du Echternkamp und Stamm-Kuhlmann hernimmst, erschließt sich mir nicht. Oder gibt es mittlerweile eine erweiterte Drucksache?

  138. uups.. lies doch einfach Marcos Kommentar nochmal und versuch wenigstens mal einen Zusammenhang zu verstehen… ;)

    Stamm-Kuhlmann taucht gleich mehrfach auf…

  139. Kommentare sind ja erwünscht, dem komme ich gerne nach.
    Gut, dass beide Seiten zusammengearbeitet haben und Respekt vor dem Einsatz, die ihr hineingesteckt habt.
    Aller Einsatz der UoA nicht dazu geführt, dass ihr Beitrag kritiklos stehengelassen werden kann.
    Er hat – losgelöst davon, ob man ihre Meinung teilt – einige wissenschaftliche Schwächen.

    Zunächst einmal ist ihr 3. Arndtzitat im Abschnitt "Arndt und der Antisemitismus" (leider fehlen dem gesamten Heft Seitenzahlen, deshalb diese umständliche Art der Ortsangabe) sonderbar gewählt. Da auf eine Darstellung des Zitatsumfeldes verzichtet wurde, schließe ich daraus, dass UoA es für aussagekräftig genug hält, damit einen Aufruf Arndts zur Gewalt gegen Juden zu belegen. Dieses Zitat alleine reicht dafür nicht aus. Man beachte, dass Arndt bei der Schilderung der Gewalt der Bauern gegen die Juden im Konjunktiv spricht, was eine Möglichkeit ausspricht und nicht imperativisch verstanden werden kann. Wenn Arndt sogar noch schreibt "mögen sich vorsehen" sieht das eher nach Sorge um die jüdische Bevölkerung aus. Arndt formuliert hier keinen Aufruf zur Gewalt, er warnt davor, dass es dazu kommen könnte. Hier einen Aufruf zur Gewalt sehen zu wollen ist eine schlichte, aber wirkungsvolle Verkennung der sprachlichen Gegebenheiten. Ihr werdet nun vermutlich einwenden, die "Hepp-Hepp-Krawalle" gingen auf seine Formulierung "Hepp, Hepp" zurück. Dass es zu Progromen gekommen ist will ich euch glauben, auch wenn ihr keine Quellenangabe macht (1. wissenschaftliche Schwäche). Gewalt gegen andere Menschen ist nicht zu rechtfertigen, dies gilt insbesondere für Pogrome. Die kann und darf man nicht beschönigen. Dafür jedoch Arndt mit genau dieser Stelle verantwortlich zu machen offenbart jedoch einen erschreckenden Mangel an Sprachkenntnis. Wie gesagt: Konjunktiv, nicht Imperativ. Leider habt ihr auch nicht angegeben, wann die Bezeichnung "Hepp-Hepp-Krawalle" aufkam und ich habe keine Zeit, eure wissenschaftlichen Schwächen auszubügeln. Die Verwendung "Hepp-Hepp" rechtfertigt meiner Meinung nach dennoch nicht, Arndt mit dieser Stelle für Gewalt gegen Juden verantwortlich zu machen. Die mangelnde wissenschaftliche Qualität an dieser Stelle weckt in mir die Befürchtung, dass ihr an den anderen Stellen (selbst wenn sie inhaltlich auf den ersten Blick passen) mit ebensowenig wissenschaft-licher Sorgfalt gearbeitet habt.
    Der Mangel an Qualität ist auch daran ersichtlich, dass ihr nicht durchgängig eure Zitatsquellen zeigt. Beispiele dafür sind die Zitate in "Ein kurzer Abriss zur Namensgeschichte" und das Zitat zu Beginn von "Arndt und sein Rassismus".

  140. *Kopf -> Tischplatte, Kopf -> Tischplatte*

  141. Der Abdruck des Tapirs ist meiner Meinung nach mindestens an der Grenze der Hetze gegen Arndtbefürworter. Ihr sagt zwar in Debatten, nicht jeder, der für Arndt sei, sei ein Nazi oder gar ein "Unmensch". Mit dieser Karikatur handelt ihr jedoch entgegen eurer Äußerung und geht das Risiko ein, Arndtbefürworter weit in die rechte Ecke zu stellen. Dies ist umso schlimmer, weil ihr selbst zu Beginn des Heftes "zu einer sachlicher(en) und stärker an Argumenten orientierten Debatte" aufruft (auf der Seite mit der Überschrift "Eine moralische Entscheidung auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse"). Das Photo neben dem Artikel "20 Jahre Arndt-Debatte: Uni schweigt – Über Arndt diskutieren nur seine Kritiker" ist aufschlussreich. Leider gebt ihr auch hier keine ausführliche Quelle an, ich weiß zwar, dass es mal auf eurer Seite stand und die Fotografin wird erwähnt, aber leider nicht, wann es entstanden ist. Wenn es unmittelbar vor der "1200-Leute-VV" entstanden ist, verstärkt das noch den Eindruck, den ich von euch habe. Denn wenn das so gewesen sein sollte, wurden die Studenten mindestens vor Beginn der VV bereits manipuliert. Leider konnte ich die VV nicht mitverfolgen, ich vermute aber, ihr habt den Studenten in eurer gewohnten Art und Qualität erklärt warum man Arndt ablehnen muss. Wie ich dazu stehen würde, wenn es so war, könnt ihr euch denken. Sollte dem nicht so gewesen sein, entschuldige ich mich an dieser Stelle schon jetzt dafür. Aber zurück zum Heft. Eine weitere Überschrift lautet "20 Jahre Arndt Debatte: Uni schweigt – Über Arndt diskutieren nur seine Kritiker". Es ist schon seltsam, dass ihr in der Überschrift von 20 Jahren Arndt-Debatte schreibt und gleich der erste Satz des Beitrages lautet "Eigentlich beginnt die Debatte direkt nach dem 2. Weltkrieg". Später schreibt ihr "Die erste "echte" inhaltliche Debatte über den Namenspatron im Senat findet tatsächlich erst im Juli 2009 statt". Also noch ein Debattenbeginn. Soll das darauf folgende Datum 1991 etwa "euer Beginn" der Debatte sein? "Dabei gab es schon 1991, 1993 und auch später im AStA die Idee einer Umbenennung". Selbst wenn man sich – wohlwollend – für das 1991-Datum entscheidet und damit den Beginn eures Artikels ignoriert, landet man nicht bei 20, sondern 19 Jahren Arndtdebatte. Ihr mögt einwenden, dass es ja auf ein Jahr nicht ankommt. Ich finde jedoch, gerade in einer solchen Debatte sollte man keine "geschichtliche Aufrundung betreiben, sondern bei den Fakten bleiben. Und eine Bitte: Zeigt mir gerne, wenn ich mit den genannten Fakten Unrecht haben sollte. Aber beruft euch nicht auf "Wir hatten ja nicht soviel Zeit" "du bist zu kleinkariert" oder Ähnlichem. Belegt mir, in welchen Punkten ich euch möglicherweise Unrecht getan habe. Ich akzeptiere kein Ausweichen in Vorwürfe wie "du willst Antisemitismus verharmlosen", Auflistungen von Wissenschaftlern, die doch angeblich eurer Meinung sind etc. Von Antisemitismus distanziere ich mich ausdrücklich. Ich erwarte von euch lediglich die wissenschaftliche Sorgfalt, die bei solch einem Heft selbstverständlich sein sollte. Denn soweit ich das sehe, weist der Beitrag der Arndt-AG diese Sorgfalt an diskussionsrelevanten Punkten auf, so könnte ich z. B. bei ihnen jedes einzelne Zitat, das sie in der Diskussion verwenden, nachprüfen. Nur beim Schlusswort fehlt leider eine ganz genaue Quellenangabe, was jedoch für die Diskussion unerheblich ist. Unterm Strich bleibt, dass ihr wissenschaftlich ungenau(er) arbeitet. Am Schluss nun noch eine Bemerkung was eure so oft betonte Nutzung von Arndttexten als Argumentationsgrundlage angeht: Pro-Arndt bezieht sich nach meiner Zählung 10 Mal auf Arndtzitate, ihr 7 Mal. Da ich bereits sagte, dass sie auch wissenschaftlich sauberer arbeiten als ihr bedeutet das: Euer Beitrag ist in Qualität und Quantität schlechter. Ich weiß, dass ihr (vermutlich wenigstens) viel Arbeit in den Beitrag gesteckt habt und für die Arbeitszeit und habt ihr meinen Respekt, nicht jedoch für das Ergebnis. Nun möge jeder selbst entscheiden, wie er euren Beitrag angesichts der wissenschaftlichen Mängel bewertet und ob es angesichts der aufgezeigten wissenschaftlichen Mängel (fehlende Quellenangaben, falsche Verwendung mindestens eines Zitates und mindestens eine Ungenauigkeit bei geschichtlichen Daten) glauben kann, dass er nach der Lektüre eures Beitrages tatsächlich "eine moralische Entscheidung auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse" treffen kann.

  142. Der Abdruck des Tapirs ist meiner Meinung nach mindestens an der Grenze der Hetze gegen Arndt-befürworter. Ihr sagt zwar in Debatten, nicht jeder, der für Arndt sei, sei ein Nazi oder gar ein "Unmensch". Mit dieser Karikatur handelt ihr jedoch entgegen eurer Äußerung und geht das Risiko ein, Arndt-befürworter weit in die rechte Ecke zu stellen. Dies ist um so schlimmer, weil ihr selbst zu Beginn des Heftes "zu einer sachlicher(en) und stärker an Argumenten orientierten Debatte" aufruft (auf der Seite mit der Überschrift "Eine moralische Entscheidung auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse"). Das Photo neben dem Artikel "20 Jahre Arndt-Debatte: Uni schweigt – Über Arndt diskutieren nur seine Kritiker" ist aufschlussreich. Leider gebt ihr auch hier keine ausführliche Quelle an, ich weiß zwar, dass es mal auf eurer Seite stand und die Fotografin wird erwähnt (oder steht es noch mit dieser Angabe auf euer Seite? gesehen habe ich es jetzt nicht mehr, muss vielleicht genauer gucken), aber leider nicht, wann es entstanden ist. Wenn es unmittelbar vor der "1200-Leute-VV" entstanden ist, verstärkt das noch den Eindruck, den ich von euch habe. Denn wenn das so gewesen sein sollte, wurden die Studenten mindestens vor Beginn der VV bereits manipuliert. Leider konnte ich die VV nicht mitverfolgen, ich vermute aber, ihr habt den Studenten in eurer gewohnten Qualität erklärt warum man Arndt ablehnen muss. Wie ich dazu stehen würde, wenn es so war, könnt ihr euch denken. Sollte dem nicht so gewesen sein, entschuldige ich mich an dieser Stelle schon jetzt dafür. Aber zurück zum Heft. Eine weitere Überschrift lautet "20 Jahre Arndt Debatte: Uni schweigt – Über Arndt diskutieren nur seine Kritiker". Es ist schon seltsam, dass ihr in der Überschrift von 20 Jahren Arndt-Debatte schreibt und gleich der erste Satz des Beitrages lautet "Eigentlich beginnt die Debatte direkt nach dem 2. Weltkrieg". Später schreibt ihr "Die erste "echte" inhaltliche Debatte über den Namenspatron im Senat findet tatsächlich erst im Juli 2009 statt". Also noch ein Debattenbeginn. Soll das darauffolgende Datum 1991 etwa "euer Beginn" der Debatte sein? "Dabei gab es schon 1991, 1993 und auch später im AStA die Idee einer Umbenennung". Selbst wenn man sich – wohlwollend – für das 1991-Datum entscheidet und damit den Beginn eures Artikels ignoriert, landet man nicht bei 20, sondern 19 Jahren Arndtdebatte. Ihr mögt einwenden, dass es ja auf ein Jahr nicht ankommt. Ich finde jedoch, gerade in einer solchen Debatte sollte man keine "geschichtliche Aufrundung betreiben, sondern bei den Fakten bleiben. Und eine Bitte: Zeigt mir gerne, wenn ich mit den genannten Fakten Unrecht haben sollte. Aber beruft euch nicht auf "Wir hatten ja nicht soviel Zeit" "du bist zu kleinkariert" oder Ähnlichem. Belegt mir, in welchen Punkten ich euch möglicherweise Unrecht getan habe. Ich akzeptiere kein Ausweichen in Vorwürfe wie "du willst Antisemitismus verharmlosen", Auflistungen von Wissenschaftlern, die doch angeblich eurer Meinung sind etc. Von Antisemitismus distanziere ich mich ausdrücklich. Ich erwarte von euch lediglich die wissenschaftliche Sorgfalt, die bei solch einem Heft selbstverständlich sein sollte. Denn soweit ich das sehe, weist der Beitrag der Arndt-AG diese Sorgfalt an diskussionsrelevanten Punkten auf, so könnte ich z. B. bei ihnen jedes einzelne Zitat, das sie in der Diskussion verwenden, nachprüfen. Nur beim Schlusswort fehlt leider eine ganz genaue Quellenangabe, was jedoch für die Diskussion unerheblich ist. Unterm Strich bleibt, dass ihr wissenschaftlich ungenau(er) arbeitet. Am Schluss nun noch eine Bemerkung was eure so oft betonte Nutzung von Arndttexten als Argumentationsgrundlage angeht: Pro-Arndt bezieht sich nach meiner Zählung 10 Mal auf Arndtzitate, ihr 7 Mal. Da ich bereits sagte, dass sie auch wissenschaftlich sauberer arbeiten als ihr bedeutet das: Euer Beitrag ist in Qualität und Quantität schlechter. Ich weiß, dass ihr (vermutlich wenigstens) viel Arbeit in den Beitrag gesteckt habt und für die Arbeitszeit und habt ihr meinen Respekt, nicht jedoch für das Ergebnis. Nun möge jeder selbst entscheiden, wie er euren Beitrag angesichts der wissenschaftlichen Mängel be-wertet und ob es angesichts der aufgezeigten wissenschaftlichen Mängel (fehlende Quellenangaben, falsche Verwendung mindestens eines Zitates und mindestens eine Ungenauigkeit bei geschichtlichen Daten) glauben kann, dass er nach der Lektüre eures Beitrages tatsächlich "eine moralische Entscheidung auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse" teffen kann.

  143. Aha, die übliche, gut qualifizierte Form deiner Auseinandersetzung. Hinweis: DIES WAR IRONIE (bei dir kann man ja nie wissen, wie du so etwas sonst verstehst oder dir zurechtbiegst. Naja, du hast letztlich nur mein Bild von dir bestätigt, mit sachlich fundierter Kritik nicht umgehen zu können.

    So, das musste mal sein.
    Gabriel, sollte ich ihn jetzt deiner Meinung nach beleidigt haben (könnte ja sein), dann lösch gerne diesen Kommentar (nicht meine beiden längeren), dann jedoch gleich mit seinem, der nichts zur Debatte beiträgt. Seine Niveaulosigkeit nervt.

  144. Danke erst einmal für das Feedback!
    Vorangestellt: Wir hatten insg. (ohne Titelseite und Selbstdarstellung) nur 8 Seiten a 4.500 Zeichen. Du kannst Dir also sicher vorstellen, daß wir a) nicht allumfassend und b) nicht in epischer Breite auf alle Themen eingehen konnten. Die Beiträge sind entsprechend kurz und prägnant, damit sie z.B. während des Mensaessens oder Zwischendurch in einer Pause zwischen zwei Veranstaltungen "mal eben" gelesen werden können. Außerdem war das Ziel, v.a. auch die zu erreichen, die sich nicht 30-Seiten-Aufsätze mit unzähligen Fußnoten zu dem Thema durchschmökern würden. Deswegen haben wir auch einen Zeitschriftenstil gewählt und keinen einer wissenschaftlichen Arbeit – da wären wir dann auch mit den 8 Seiten beiweitem nicht ausgekommen.
    Daß es keine Seitenzahlen gibt, liegt nicht in unserer Verantwortung, sondern beim (gemeinsamen) Layouter. Ich vermute, er hat auf Seitenzahlen verzichtet, weil die Broschüre von zwei Seiten aus gelesen werden kann. – An den Seitenzahlen soll es aber nicht scheitern, denn die Zeitung ist mit 20 Seiten ja einigermaßen übersichtlich.

    Jetzt zu den konkreten Fragen:
    1. Hepp-Hepp-Krawalle begannen am 02.08.1819 in Würzburg und wurden danach in verschiedenen anderen deutschen Städten "aufgegriffen". Es handelt sich also um eine antijüdische Pogromwelle in Deutschland. – Arndt wußte sehr genau um diese Pogromwelle, die vor 30 Jahren durch deutsche Lande schwappte und dann in den 1840ern erneut über die jüdische Bevölkerung hereinbrach.
    Wie Prof. Helmut Berding in seinem Aufsatz "Volksbegriff und Frühantisemitismus" (in: EMAU, Gedenkveranstaltung "Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus" 27. Januar 2003, Reihe Greifswalder Universitätsreden, Neue Folge Nr. 104, dort S. 7): "Wichtiger [als damalige Mißernten] sind, schließlich, die judenfeindlichen Schriften, die in den Jahren vor dem Ausbruch der blutigen Unruhen das Land überschwemmten. Allein in den Jahren zwischen 1813 und 1815 erschienen mehr als tausend antijüdische Traktate, Broschüren und Flugblätter. Sie trugen das ihre dazu bei, die latente Aversion gegen Juden in akute Aggressionen zu verwandeln und die Pogrome hervorzurufen. [...] Die Juden, hieß es, bildeten eine international verzweigte Gemeinschaft – solidarisch allenfalls mit den Juden in aller Welt, aber nicht mit den Deutschen. Niemand vertrat diese Auffassung mit so großer Überzeugungskraft wie Ernst Moritz Arndt. Er, der populärste Publizist und Lyriker der Befreiungskriege, betrachtete die Juden als nationale Feinde und Verräter der Deutschen."
    2. Zum Konjunktiv II, ohne tief in linguistische Analysen zu gehen: "Mögest Du mir bloß nicht im Morgengrauen auf der Straße begegnen!" – Von der Funktion her ist das ja schon ein zukünftige Aussage, die nicht unbedingt Gutes verheißen läßt, v.a. wenn im Vorfeld eindeutig pejorativ Stellung bezogen wurde; "mögen sich wohl vorsehen" – Aussage dürfte klar sein, spätestens aus dem Kontext (siehe "Reden und Glossen"); eine "Sorge um die jüdische Bevölkerung" rauszulesen, finde ich jedenfalls höchst gewagt.
    3. Die Quellenangabe im Rassismusbeitrag ist tatsächlich irgendwo in der Endkorrektur (bzw. -Kürzung) im digitalen Nirvana verlorengegangen. Ich schätze mal, das Zitat stammt aus "Über den Volkshaß und den Gebrauch einer fremden Sprache" (1814), müßte ich allerdings nachschlagen.
    4. Die Zitate aus dem kurzen Abriß zur Namensgeschichte sind Originaldokumenten der Protokolle des Senats bzw. den entsprechenden Briefwechseln entnommen. Die Dokumente sind alle in der Alten Bibliothek der Uni einsehbar. Wir wollten sowieso morgen einen etwas längeren Text zur Namensgebung auf unsere Internetseite stellen, auf den ich hiermit schon einmal vorausblickend verweise.

  145. Dank auch für dieses weitere Feedback.

    1. Der Tapir ist der Tapir. Daß sich die Leute am Tapir reiben, liegt in der Natur dieser Comic-Figur. Ich finde den Tapir von Kai-Uwe Makowski für unseren Redaktionsteil sehr gelungen.
    2. Das besagte Foto stammt von der VV am 17.06.2009. Das Foto liegt, glaube ich, hier im Webmoritz-Fotoarchiv auch vor.
    3. Klar, wir haben auf der VV 1.200 arme studentische Schäfchen demagogisch indoktriniert. ;) – Mal im Ernst: Wer auf der VV war (immerhin 10% aller Studierenden; schade, daß Du nicht anwesend warst), weiß wie sachlich die Diskussion dort gelaufen ist. Es gab Änderungsanträge zum vorgelegten Antragstext und Ivo Sieder vom RCDS hat einen längeren Redebeitrag gegen den Antrag/zur Namensbeibehaltung gehalten. An den offenen Mikrofonen gab es sowohl Pro- als auch Contra-Beiträge zum Antragstext, wobei natürlich die Pro-Argumente überwogen (entsprechend dem folgenden Abstimmungsergebnis). Auf Youtube findest Du meines Wissens zwei Beiträge über die VV, wenn ich mich nicht irre von G-TV und Moritz-TV. Kannst Dir die ja mal anschauen, um ein reelles Bild von dem Ablauf damals zu erhalten.
    4. Einleitung "Arndt-Debatte": In 1945 wird der Name abgelegt aufgrund der grundsätzlichen Richtlinien der Alliierten zur Entfernung nationalsozialistischer und militaristischer Erscheinungen. Dementsprechend auch die Einleitung des Textes mit der Jahreszahl 1945, wo der Name EMAU erstmalig abgelegt wird – meiner Meinung nach aus gutem Grunde. :)
    5. Mit "20 Jahre" wollten wir zeigen, daß die eigentliche Debatte erst nach 1989/90, als nach der Wendezeit eingesetzt hat. Die ersten Belege für einen solchen Versuch, den Namen zu thematisieren, fanden wir 1991. Unter http://ow.ly/L0jN (wie in der Zeitung angegeben) findest Du eine (unvollständige) Zeitleiste, die wir erstellt haben. Die erste Debatte mit einer gewissen Breitenwirkung begann dann jedoch 1998 durch den ZEIT-Artikel. Danach wurde es entsprechend wieder ruhiger, weil (Arndt-)kritische Geister unter der Professorenschaft sich wegen der massiven Diffamierungen (v.a. aus der OZ) wieder aus der Debatte zurückzogen. Startpunkt für die aktuelle "Etappe" dürfte die (nicht beschlußfähige) Winter-VV 2008 gewesen sein, wo ein entsprechender Antrag zur Ablegung mehrheitlich angenommen wurde. Nach der Uni-VV vom Juni hat sich dann unsere Initiatve offiziell konstituiert.
    6. Klar können wir jetzt alle die verwendeten Arndt-Zitate zählen, die Frage ist halt nur, was das aussagt. Wir haben offenbar (ich habe es nicht nachgezählt) weniger – Du sagst damit sei unsere "Quantität" schlechter. Hätten wir mehr gehabt, hätte mensch uns wahrscheinlich vorgeworfen, wir würden hier statt eigenem Inhalt "mit Arndt-Zitaten um uns werfen". Wer nicht genug Arndt-Zitate gefunden hat, möge doch bitte eines der vielen Bücher Arndts aufschlagen (bzw. im Internet online lesen), da gibt es dann 100% Arndt.

    Was die Kategorie Qualität anbelangt, ist das natürlich immer auch eine subjektive Ermessenssache. Ich hoffe, wir haben die Argumentationslinien verständlich rübergebracht und konnten den historischen Kontext von Arndt und seiner Rezeption auch allgemeinverständlich beleuchten, denn das war Ziel unseres redaktionellen Teils. Das ist uns bei solch einer Zeitung jedenfalls wichtiger als Seitenzahlen in kleingedruckte Fußnoten zu schreiben. – Wer mehr Infos (über die Zeitung hinaus) haben möchte, sei übrigens wärmstens auf unserer Webseite verwiesen.

  146. "In 1945 wird der Name abgelegt aufgrund der grundsätzlichen Richtlinien der Alliierten zur Entfernung nationalsozialistischer und militaristischer Erscheinungen. Dementsprechend auch die Einleitung des Textes mit der Jahreszahl 1945, wo der Name EMAU erstmalig abgelegt wird -[...]"
    Bitte einen Quellenbeleg für die Entscheidung über die Ablegung des Namens, in der Zeitschrift findet man dazu ja leider keinen Verweis.
    Nach meinen Informationen wurde nach 1945 der Name lediglich nicht verwendet, jedoch nicht abgelegt, was mMn schon einen Unterschied darstellt.

    Gruß

  147. "schade, daß Du nicht anwesend warst), weiß wie sachlich die Diskussion dort gelaufen ist"

    Schön wäre es gewesen. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass Ivo Sieder für seinen Redebeitrag ausgebuht und ausgepfiffen wurde.

  148. Der Name Ernst Moritz Arndt Universität wurde zwischen 1933 und heute kein einziges Mal abgelegt.
    Er wurde lediglich zwischen 1945 und 1954 auf offiziellen Dokumenten nicht mehr verwendet. Eine offizielle Ablegung erfolgte aber nicht.
    Das ist schon ein – wenn auch nur kleiner, aber feiner – Unterschied.

  149. Noch etwas zum Tapir:

    Durch den Tapir-Comic wird suggeriert, dass, wenn man für Arndt sei, für den "Führer", also Hitler sei und damit ein Nazi oder zumindest Naziakzeptant sei.
    Es wurde außerdem auf eurer Internetseite immer wieder, wenn über Arndt-Befürworter berichtet wurde, fast ausschließlich darüber berichtet, dass es Nazis seien, die sich für Arndt aussprächen.
    Damit wurde das Bild "Arndt-Befürworter=Rechtsextrem(istisch)" gezeichnet.
    Aufgrund der Reaktionen auf diese Kritik meinerseits kann ich aber davon ausgehen, dass ihr euch der psychologischen Beeinflussung nicht bewusst seid.

    Also kurz: Der Umgang mit den Arndt-Befürwortern von eurer Seite war und ist schon nicht immer ganz nett oder gar fair. (Darauf hatte ich aber auch bereits mehrfach hingewiesen)

  150. Schön, dass sich jemand von euch auch sachlich zu meinem Beitrag äußern kann :)
    1. Zum Tapir: der Tapir ist der Tapir und soll dazu bringen, dass man sich an ihm reibt. Leider bist du mit keinem Wort auf meinen begründeten Vorwurf der Hetze eingegangen. Für eure Zwecke ist er (vordergründig) selbstverständlich gelungen. Vordergründig deshalb, weil er zwar in eure gesamte Vorgehensweise passt. Spätestens die Existenz des Tapirs in eurem Heftabschnitt beseitigt jedoch die wissenschaftliche Korrektheit eures Abschnittes (so sie denn je gegeben war) und ist somit vom wissenschaftlichen Standpunkt her gesehen kontraproduktiv.
    2. Danke für die Info bezüglich des Potos.
    3. Danke für den Hinvweis auf die Youtubevideos. Von demagogischer Indoktrination habe ich an dieser Stelle nicht gesprochen (es kann ja sein, dass ihr hier nicht demagogisch agiert habt), sondern von Manipulation. Man kann auch bei Anhörung der Gegenseite manipulieren. Widerlegt hast du meine Aussage damit nicht.

  151. 4. und 5. Danke für die Erklärungen. Zumindest erklärst du, warum ihr so begonnen habt und es wird klar, welches Jahr ihr für den Beginn der "richtigen Debatte" haltet. Es bleibt jedoch bei der historisch falschen Dauer der "richtigen Debatte" in der Überschrift wegen der eigenen Entscheidung der Darstellung. Deine Ausführungen zum Debattenverlauf sind inhaltlich interessant, argumentativ jedoch nichtssagend. Du hast begründet, warum ihr so gehandelt habt, jedoch nicht den Fakt widerlegt, dass ihr so gehandelt habt.
    6. Meine Aussage zu eurer Arndtquantität ist keine einfache Behauptung, sondern Fakt.. Denn die Anzahl der Zitate kann sich nur erhöhen, wenn ich mich verzählt haben sollte. Das hast du mir nicht nachgewiesen. Du hast (wie schon bei den Punkten 4&5) erklärt, warum ihr so gehandelt habt und erklärt, wie man selbst für sich diesen Fakt verändern kann, nicht jedoch den Fakt als solchen widerlegt.

  152. 7. (ich habe mir mal erlaubt, die Zählung eigenmächtig zu ergänzen ;) )
    Ich habe lediglich zwei Mal im Beitrag "Qualität" alleine verwendet. Hier habe ich das "wissenschaftlich" vergessen. Jedoch weise ich bereits im ersten Satz darauf hin, dass es mir um wissenschaftliche Schwächen geht, damit erschließt sich, dass es immer um wissenschaftliche Qualität geht, zumal das der Rote Faden des gesamten Beitrages ist. Bis auf die angesprochenen Stellen habe ich immer auf den Mangel an "wissenschaftlicher Qualität" bzw. auf "wissenschaftliche Mängel" hingewiesen. Wissenschaftliche Qualität bzw. Mängel sind nicht subjektiv, sondern können sich u.a. festmachen lassen am korrekten Umgang mit Zitaten und Daten. Du konntest mir nicht belegen, dass ich mich in meinen Ausführungen was eure wissenschaftliche Korrektheit angeht, geirrt habe, sondern hast dich darauf beschränkt, die Fakten zu rechtfertigen.

  153. Übrigens habe ich mit keinem Wort die fehlenden Seitenzahlen als Kriterium für mangelnde wissenschaftliche Qualität angeführt, selbst wenn sie es streng genommen wären. Der Hinweis auf die fehlenden Seitenzahlen sollte nur erklären, warum ich so umständliche Ortsangaben für die Zitate machen musste. Die Begründung, die du mir in der Mail für die fehlenden Seitenzahlen gabst (obwohl ich garnicht danach verlangt habe ;) ) finde ich ok.
    Ich zitiere mich ungern selber und möchte dich deshalb nur auf meinen letzten Satz im Kommentar verweisen, wo alle Kritikpunkte hinsichtlich eurer wissenschaftlichen Qualität aufgeführt sind, abgesehen von der Hetze durch den Tapir.
    Danke für deinen Beitrag, inhaltlich hast du mich jedoch nicht überzeugt. Mit dir diskutier ich gerne weiter, da du bisher im Gegensatz zur Mehrheit der UoA-Vertreter einen sachlichen, allerhöchstens positiv-emotionalen Ton anschlägst. Gefällt mir :) Ich hoffe, wir können auf dieser angenehmen Ebene bleiben.

    Zu guter Letzt: Sorry, dass sich meine Antwort deinen Beitrag etwas leserunfreundlich auf so viele kleine Beiträge erstreckt, aber anders war er nicht unterzubringen :)

  154. Hallo Steffen,

    du hast dich bezüglich der Anzahl der Arndtzitate tatsächlich verzählt.
    Von unserer Seite her wird Arndt 12 mal zitiert, von der Initiative "Uni-ohne-Arndt" nur sechs mal.
    Die Initiative "Uni-ohne-Arndt" hat aus folgenden Werken zitiert:
    - Blick aus der Zeit auf die Zeit (1814)
    - Reden und Glossen (1848)
    - "Über den Volkshass und Gebrauch einer fremden Sprache" – interessant ist, dass nur derjenige, der den Volkshass gelesen hat, überhaupt weiß, dass das Arndt Zitat unter "Arndt und sein Rassismus" aus dieser Schrift stammt, weil jeglicher Quellenverweis an dieser Stelle fehlt (das werte ich hier mal als Ausversehen im "Eifer des Gefechts").

  155. Unsere Initiative hat sich auf folgende Werke bezogen:

    - Versuch einer Geschichte der Leibeigenschaft in Pommern und Rügen (über Sekundärliteratur)
    - Der Bauernstand, politisch betrachtet (über Sekundärliteratur)
    - Katechismus für den Teutschen Kriegs- und Landwehrmann
    - Beherzigungen vor dem Wiener Kongress
    - Reden und Glossen
    - Gedichte (im Schlusswort das Gedicht "Lebensmut" – da haben wir keinen Literaturverweis gesetzt)

  156. Danke für die Korrektur :) Mit falschen Zahlen will ich natürlich nicht aufwarten. Mir ist doch tatsächlich ein Zitat von euch entgangen, hab's jetzt auch selbst noch gefunden. Dass ich bei UoA auf sieben Zitate komme, liegt glaube ich daran, dass ich das Zitat zu Beginn von "Arndt und sein Rassismus (…)" dazugezählt habe, obwohl es mangels Quellenangabe nicht eindeutig als solches erkennbar ist. Da es jedoch dem Vorgehen von UoA entspricht, mit Arndtzitaten zu beginnen, habe ich davon abgesehen, es nicht zu den Zitaten von Arndt zu rechnen.
    Der veränderte Befund ändert nichts an meiner Aussage, dass Pro-Arndt mehr Arndtzitate bringt.
    Es ist übrigens interessant zu sehen, dass ihr auch was die Quellenanzahl angeht, quantitativ überlegen seid. Spricht für eine wesentlich breitere Rezeption Arndts, was dem wissenschaftlichen Niveau nur gut tun kann.

  157. [...] zu Ernst Moritz Arndt erregt die Gemüter – sogar über den Kreis der Studierenden hinaus. Neben der Infozeitung zu Arndt, die von der StuPa-AG zum Uni-Namen herausgegeben wurde, publizierte der Greifswalder [...]

  158. Sachlich fundierte Kritik?
    Den Abdruck des Tapirs als Verunglimpfung der Arndt- Befürworter zu bezeichnen ist einfach nur geistiger Dünnschiss, entschuldige bitte.
    Aber klar, jetzt auf einmal war es Ironie…. oder einfach Kommentar löschen. Is klar

  159. Ich erinner mich, das UoA- Leute Drohbriefe bekommen haben, als Kulturbolschewisten, Nestbeschmutzer, Kommunistenschweine, faules Studentenpack etc. bezeichnet wurden.

  160. Ich konnte Ivo sehr gut hören, niedergepfiffen oder ähnliches wurde er definitiv nicht. Daß es an einigen Stellen seines längeren Redebeitrags Unmutsäußerungen gab – wie übrigens auch bei anderen Redebeiträgen – dürfte bei einem kontroversen Thema und 1.200 Anwesenden nicht verwundern. Auch auf der letzten VV im Dezember gab es solche Unmutsäußerungen aus dem Publikum, trotzdem war die Sitzung konstruktiv und hat zu – aus meiner Sicht – ganz guten Empfehlungsvorlagen fürs StuPa geführt, die dann ja auch alle, wie ich im Webmoritz lesen konnte, fast wörtlich in StuPa-Beschlüssen umgesetzt werden konnten.

    Ehrlich gesagt finde ich es ziemlich unredlich, die VV vom Juni 2009 hier im nachhinein zu verzehren und zu relativieren. Wer sich über die VV und ihren Ablauf informieren will, sei auf die beiden Beiträge von Moritz-TV und G-TV verwiesen, die sich u.a. auf Youtube finden. Wären RednerInnen massiv ausgebuht oder am Sprechen gehindert worden, dann hätten die beiden Redaktionen das sicher dokumentiert. Beim G-TV-Beitrag ist Ivo ja auch bei seiner Grundsatzrede zu sehen, an der ihn niemand gehindert hat – anders als Du hier suggerierst.
    Siehe:
    http://www.youtube.com/watch?v=7wxERm-w2jk
    http://www.youtube.com/watch?v=6lfV-robnm0&fe...

  161. Du redest das ganze gerade wieder einmal schön, das ändert aber nichts an den Pfiffen und dem Buhen die Ivo Rieders Wortmeldung begleiteten.

    "seines längeren Redebeitrags" Das kannst Du nicht wirklich ernst meinen, im Vegleich zu manch anderer Wortmeldung oder der Rede von Herrn Buchholz (die sich mehr mit Hermann Göring etc. als Ernst Moritz Arndt beschäftigte) war Ivo Rieders Wortmeldung sehr rezipientenfreundlich.

  162. "Zu guter Letzt: Sorry, dass sich meine Antwort deinen Beitrag etwas leserunfreundlich auf so viele kleine Beiträge erstreckt, aber anders war er nicht unterzubringen" – Kein Ding, das Problem liegt ja nicht bei Dir, sondern bei intensedebate, wo es eine maximale Zeichenlänge gibt.

    Ich fand es jedenfalls gut, daß Du hier Dein Feedback gegeben hast – wir haben ja auch einige Sachfragen so umgehend klären können. Andere seien also ermutigt, gerne auch entsprechende Rückmeldungen zu geben.
    Bei einigen von Dir angesprochenen Punkten hab ich nicht so recht (s.o.) verstanden, was eigentlich die dahinterliegende Intention ist, aber das müssen wir, glaube ich, auch nicht in aller Ausführlichkeit aufdröseln.

    Wer übrigens kein Druckexemplar mehr abbekommen haben sollte (die allermeisten der 4.500 Expl. sind ja mittlerweile verteilt, muß wohl mit der pdf-Version (siehe dieser Webmoritz-Artikel) vorlieb nehmen. Evtl. sind im Uni-Laden und in der Stadtinfo noch von uns hinterlegte Exemplare zu haben, ein paar dürften auch noch in einzelnen Instituten und am UB-Eingang liegen.

  163. 1. Zur Zeitung: Die Zeitung war ja seitens der StuPa AG, an der sich die Pro-Arndt AG und die Initiative Uni ohne Arndt gemeinsam beteiligt haben, als Mobilisierungszeitung zur Urabstimmung und nicht als weiteres wissenschaftliches Traktat angelegt. Gemeinsames Ziel war es (und ist offenbar auch erreicht worden), das Gros der Studierenden, die sich bisher nicht in die Debatte aktiv eingebracht haben, kurz und knackig auf insg. 20 Seiten über die wichtigesten Pro- und Contra-Argumente zur Umbenennung zu informieren. Ziel war es dabei, auch diejenigen zu erreichen, die (anders als Du) noch nicht interessiert und informiert waren. – Beide Gruppen haben zudem auf ihre jeweiligen Internetpräsenzen hingewiesen, wo es weiterführendes Infomaterial gibt: http://www.uni-ohne-arndt.de und http://www.pro-emau.de.

    2. Die VV im Juni 2009 wurde ja nicht von uns geleitet, sondern vom AStA bzw. als Redeleitung vom StuPa-Präsidenten Korbinian. Korbinian ist selber vom RCDS und hat sich in der VV-Abstimmung auch gegen den Umbenennungsantrag ausgesprochen. Korbinian schätze ich als sehr fairen Tagungsleiter. Er wird Dir sicher bestätigen können, daß eine durchschnittliche StuPa-Sitzung einen höheren Lärmpegel und mehr Zwischenrufe beinhaltet als die VV vom 17.06.2009. Da wir weder in der Organisation der VV noch an der Redeleitung beteiligt waren, wo hätten wir denn da manipulativ in das Geschehen eingreifen können?

    3. Die Uni ohne Arndt hat noch nie Demagogie betrieben, ich finde den Vorwurf auch hanebüchend, da wir es waren, die hier immer wieder zu einer sachlichen Diskussion aufgerufen haben. Wir wollen aufklären (über Arndt und die Geschichte der Namensgebung) und haben in der Vergangenheit verschiedene Medien dafür genutzt: Flugblätter, Internetseite, Podiumsdiskussionen, Redebeiträge, Interviews, LeserInnenbriefe, öffentliche Arndt-Lesungen, Sammeln für Urabstimmungsunterschriften, 24-Stunden-Uni-Aufführung, Plakate, Mobilisierungszeitung.

    Ich möchte Steffens Beitrag auch noch einmal als Anlaß nehmen, alle zu bitten, die VV und ihre Beschlüsse auch einfach mal zu akzeptieren und nicht im nachhinein die VV als "gelenkt", "manipuliert", "demagogisch" oder "falsch ausgezählt" darzustellen (was hier einzelne im Kommentarbereich in den letzten Wochen immer wieder versucht haben). Jede und jeder hat gewußt, um was es bei dem Antrag ging; jeder und jeder konnte sich ungehindert an der Debatte um den Antrag beteiligen und – was ja auch getan wurde – Gegenanträge bzw. Änderungsanträge stellen. Wer meine Angaben anzweifelt möge bitte Korbinian oder Scarlett fragen, die ja als OrganisatorInnen der VV von der Bühne aus den Verlauf der VV am besten verfolgt haben.

  164. Noch einmal ich.

    1. "jedoch nicht den Fakt widerlegt, dass ihr so gehandelt habt" – wie (und v.a. warum?) sollte ich widerlegen, daß wir so gehandelt haben? Mir wird leider nicht so ganz klar, um was es Dir hintergründig geht.

    2. Nein, ich habe ja selber nicht die Zitatanzahl nachgezählt und habe ja klar gesagt, daß ich Dir gern die entsprechenden Zahlenverhältnisse glaube. Mir ist ehrlich gesagt relativ egal, ob da nun 7 oder 10 oder 15 Zitate von Arndt auftauchen, schließlich ist das ja kein Wettbewerb "Wer schafft die meisten Zitate!". ;) – Auch hier weiß ich nicht so recht, worauf Du eigentlich hintergründig hinaus willst.

  165. Offenkundig ist dir entgangen, dass mein Beitrag unten wieder auftaucht. Ich wollte noch mal was korrigieren und das ging nicht, weil er schon kommentiert war. Nicht meine Äußerung über den Tapir waren Ironie, die waren absolut ernst gemeint. Dass ich deinen Kopf-Tischplatte als gut qualifiziert bezeichnet habe, war Ironie. Sowas, du findest doch immer noch einen Weg, um etwas falsch darzustellen. Das grenzt ja fast an einer eigenen Kunstform…

  166. Noch all der Zahlenhuberei mag ich noch mal nachfragen:

    a) Was sagt denn die Anzahl von Arndt-Zitaten über einen Text aus?
    Ich dachte immer, Zitate sollen getroffene Aussagen wissenschaftlich belegen, nicht einen Text als solchen strukturieren.

    b) Woran mißt Du die Qualität von (Arndt-)Zitaten?
    Ich nahm bisher an, entscheidend sei – neben der formalen Kriterien – bei der Zitatwahl die Relevanz einer Aussage.

    Wir haben 4 Artikel zu Arndts Werk in unserer Zeitung (2,5 Seiten), darin (laut Deinen Angaben, die ich hier ungeprüft übernehme) 7 Arndt-Zitate. Das sind dann (wenn ich mich nicht verrechnet habe) 2,8 Arndt-Zitate pro Seite (eine Seite ca. 4.500 Zeichen). Spaßeshalber mal als Vergleich die Texte von Tietz, Staats und Garbe in den "Wortmeldungen" (ich hoffe, mich nicht verzählt zu haben, denn nicht immer wurden Arndt-Zitate eindeutig gekennzeichnet):
    Tietz: 1 Arndt-Zitat auf 3 1/4 Seiten (anhand der Fußnoten)
    Staats: 6 Arndt-Ziate auf knapp 3 Seiten (ohne die Titelhinweise, die Staats anführt)
    Garbe: 15 Arndt-Ziate auf knapp 2 Seiten (anhand der Fußnoten)

    Was sagt das jetzt beispielsweise über den Text von Garbe oder Tietz aus??
    - Wie gesagt: Mir nicht ganz klar, was Du mit Deinem Zitatezählen eigentlich aussagen willst. Ein relevantes Kritierium sehe ich darin nicht.

  167. Haben wir irgendwo ein Zitat verfemdet oder sinnentstellt? – Wenn ja, bitte ich um einen kurzen Nachweis, danke.

  168. 1. Prof. Buchholz war an Länge nicht zu toppen, ohne Frage!

    2. Ich rede übrigens gar nichts schön, schau Dir einfach mal die Video-Beiträge an oder frag ein paar Leute, die auf der VV waren (war ja etwa jede/r Zehnte).

    3. Ich bin's aber mittlerweile auch leid, alle paar Wochen hier im Kommentarbereich irgendwelche abstrusen Relativierungen und Verzerrungen der VV lesen zu müssen. Der Ablauf der VV ist dokumentiert, die Beschlüsse der Studierendenschaft sind umgesetzt.
    Wer den VV-Beschluß zu Arndt verändern will, möge das doch bitte per entsprechendem neuen VV-Antrag tun, statt hier immer wieder zu versuchen, den demokratischen Beschluß der VV vom 17.06.2009 zu relativieren.

  169. Ich werde keinesfalls deine Falschdarstellungen, maßlos überzogenen Kommentare gegen UoA oder ähnliches einfach so im Raum stehen lassen.
    Wenn man sich in der Blogosphäre bewegt, muss man lernen, die Dinge nicht allzu persönlich zu nehmen. Wir führen ja hier keinen Dialog, jeder kann lesen, was du für "Argumente" anführst. Und da lass ich es mir nicht nehmen, meinen Senf dazu zu geben!
    Ich denke, ich bin auch nicht der einzige, der deinen Tapir- Einwand – mit Verlaub – blödsinnig fand. Du stimmst mich nicht mehr um, ich dich nicht. Trotzdem muss ja jetzt hier kein Schweigepakt beschlossen werden… Demokratie und so

  170. Der Name ist 1945 von den Alliierten (in diesem Falle der SU) gestrichen worden, als Maßnahme gegen die bisherigen nationalsozialistischen und militaristischen Symbole im befreiten Deutschland.
    Nachdem der Senat unserer Uni das Status der Uni mit dem Hinweis auf den Namen "Ernst Moritz Arndt Universität" offiziell eingereicht hatte, antwortete das DDR-Staatsekretariat ihm 1954 wie folgt:
    "Das Statut der Universität Greifswald wurde akzeptiert. Der Name Ernst Moritz Arndt Universität wurde jedoch gestrichen. Der Ministerrat wird nunmehr über die Namensgebung [!!!] entscheiden."
    Sprich: Damals wurde noch davon ausgegangen, daß der von den Nazis verliehene Name nicht mehr bestehe.

    Am 13.08.1954 teilte das DDR-Staatssekretariat für Hochschulwesen dem Senat der Uni Greifswald dann abschließend mit:
    “Da vonseiten der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik [!!!] der Name ihrer Universität nicht aufgehoben wurde, erheben wir unsererseits keinen Einwand. Den gegebenen Umständen entsprechend bedarf es also keiner feierlichen Namensverleihung.”
    - Der Name war also schon 1945 abgeschafft worden, d.h. 4 Jahre vor der Gründung der DDR.
    Soviel zu den kleinen, aber feinen Spitzfindigkeiten, wie sie in diesem Fall auch von staatlichen Stellen der DDR getroffen wurden.

  171. Na dann bezieht sich doch unser jetziger Name "Ernst Moritz Arndt" Universität nicht auf die Namensverleihung von 1933, sondern eher auf die Wiederaufnahme des Namens 1954.
    Denn hätte es nach 1945 keine Bestrebungen gegeben, den Namen wieder aufzunehmen, dann hießen wir heute "Universität Greifswald".
    Entscheidend dafür, dass der Name "Ernst Moritz Arndt" heute noch oder wieder als Patron der Uni dasteht, ist die Namensgebung von 1954.
    Somit stehen wir ja dann, genau genommen, nicht in der Tradition von '33 sondern in der von '54.

  172. Hallo Marco,
    du hast sicherlich Recht, wenn du auf diese Weise begründest dass die Argumentation, die Nationalsozialisten hätten damals den Namen verliehen, schlichtweg falsch wäre nach dem was Jan Steyer da behauptet. Gleichzeitig war aber die DDR ebenfalls ein Unrechtsstaat auf dessen Propagandamaßnahmen man genauso wenig stolz sein kann, wie auf die der Nationalsozialisten. Vielmehr zählt, dass diese beiden totalitären Systeme noch immer meinten, sie könnten Arndt für sich vereinnahmen, denn seine aussagen waren bei der freiheitsliebenden Bevölkerung beliebt. Dass diese Schreckensregime jeweils so ihre Greueltaten verschleiert haben ist nicht die Schuld Arndts. Soviel erstmal dazu. Festzuhalten bleibt: Arndt hätte in keines dieser Terrorregime hineingepasst, wurde aber Mißbraucht um dem Volk Freiheit vorzuspiegeln, die sie längst nicht mehr hatten.

  173. Oje, Rabulistik. ;)
    Fassen wir noch einmal zusammen:
    1. Der Name wurde erstmalig 1933 vergeben. (Stahlhelm, NSDAP)
    2. 1945 wurde der Name durch die Alliierten aufgehoben und bis 1954 auch nicht mehr verwendet.
    3. 1954 entdeckt der Senat der Uni Greifswald wieder sein Herz für Arndt und ihn, ins Statut geschmuggelt, wieder als Namen reaktivieren.
    4. Die staatlichen Stellen der DDR lassen sich den Namen nicht einfach so unterschieben; die Sache kommt vor die höchsten Gremien, also den Ministerrat.
    5. Der Senat erhält von den staatlichen Stellen die Information, daß die DDR den Namen nicht abgelegt habe, somit also ihrer Meinung nach ein Weiterbestehen des Namens (also zwischen 1945 und 1954 hätte der Name lediglich "geruht") von 1933 vorliege.
    6. Seitdem wird der Name EMAU wieder geführt – über die Frage, ob und wie die Uni zu ihrem Namen gekommen ist, hat den Senat und das Rektorat seitdem nicht mehr interessiert. Erst 2009 kommt es, aufgrund der Uni-VV und weil studentische VertreterInnen eine Diskussion im Senat darüber angekündigt hatten, zu einem offiziellen Text der Uni zur Namensgebung. Dieser Abschnitt ist so schwammig, wie auch der Rest des online gestellten Textes:
    "1933 beantragte der Senat auf Initiative des 'Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten' bei der preußischen Staatsregierung, Arndts Namen tragen zu dürfen. An dieser Stelle war das nationalistische Motiv zweifellos ausschlaggebend. 1954 wurde der Name, als Symbol nationaler Einheit und progressiven Erbes in den Zeiten der Zweistaatlichkeit, offiziell wieder in den Universitätstitel aufgenommen." – Hier also der Terminus der "Wiederaufnahme" des Namens. (Interessant übrigens, daß in dem offiziellen Text der Uni nicht vermerkt wird, warum der Name 1945 abgelegt und bis 1954 nicht mehr verwendet wurde – Begriffe wie Entnazifizierung und Bruch mit dem NS-Erbe sollten in dem Text wohl bewußt vermieden werden.

  174. Lieber Jan, diese VV war die ausnahmslos Einzige in der Geschichte der VVen die je eine beschlussfähige Masse erreicht hat. Dieser Umstand ist zweifelsohne dem fragwürdigen Umstand der Auslosung eines Preisgeldes zu verdanken.
    Nur ein kleiner gern verschwiegener Fakt. Mal sehen was die Urabstimmung bringt.

  175. denkt dran auch die "Wortmeldungen zu Ernst Moritz Arndt" zu lesen…
    dort wird mit vielen Texten Arndts aufgezeigt, dass Uni ohne Arndt eine einseitige verklärte Sichtweise vertritt…

  176. Vielleicht sollte zuerst einmal der Herausgeber, Prof. Garbe, die "Wortmeldungen" lesen (und nicht nur seinen eigenen Beitrag dort). Dort wird ja sehr deutlich aufgezeigt, daß Arndt in der Tat rassistische Ideologie vertrat. Ich verweise da beispielsweise auf den Text von Herrn Tietz.

    Die Texte sollte mensch sich wirklich durchlesen – kritisch lesen, weil da auch viel Spökes drinsteht. Z.B. bei Staats, weil ich das symptomatisch finde, mangelnde Kenntnis über die deutsche ArbeiterInnenbewegung – wenn er sich seinen "Reim" auf die Verwendung des Namens im Sozialismus macht. Wenn Staats schreibt: "Der Antiimperialismus wurde in Deutschland auch in der politischen Linken ein Erbe aus den Freiheitskriegen, und wurde bekanntlich auch zur kommunistischen Parole gegen Kolonialismus und Befreiung der Völker." kann ich ihm nur mal empfehlen, sich Lenins "Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus" ( http://www.mlwerke.de/le/le22/le22_189.htm ) durchzulesen oder auch "Die Akkumulation des Kapitals" von Rosa Luxemburg ( http://www.marxists.org/deutsch/archiv/luxemburg/... ), letztlich auch die IV. Konferenz der Kommunistischen Internationalen 1922 zum Thema Antiimperialismus und nationale Befreiung(sbewegungen). Dann wäre er nicht zu solch abstrusen Kurzschlüssen gekommen.
    Auch in anderen Bereichen einiges an Absurditäten – aber ein kritisches Gegenlesen lohnt sich. – Schade halt, daß lediglich die Pro-Arndt-Beiträge aus der Anhörung in den "Wortmeldungen" auftauchen, nicht aber die kritischen Beiträge, und somit bewußt eine einseitige Position verbreitet wird. – Auch deswegen sollte mensch am besten parallel auch kritische Beiträge aus der Geschichtswissenschaft zu Arndt (z.B. zu finden auf der Seite http://www.uni-ohne-arndt.de) durchlesen.

  177. Vielleicht sollte zuerst einmal der Herausgeber, Prof. Garbe, die "Wortmeldungen" lesen (und nicht nur seinen eigenen Beitrag dort). Dort wird ja sehr deutlich aufgezeigt, daß Arndt in der Tat rassistische Ideologie vertrat. Ich verweise da beispielsweise auf den Text von Herrn Tietz.

    Die Texte sollte mensch sich wirklich durchlesen – kritisch lesen, weil da auch viel Spökes drinsteht. Z.B. bei Staats, weil ich das symptomatisch finde, mangelnde Kenntnis über die deutsche ArbeiterInnenbewegung – wenn er sich seinen "Reim" auf die Verwendung des Namens im Sozialismus macht. Wenn Staats schreibt: "Der Antiimperialismus wurde in Deutschland auch in der politischen Linken ein Erbe aus den Freiheitskriegen, und wurde bekanntlich auch zur kommunistischen Parole gegen Kolonialismus und Befreiung der Völker." kann ich ihm nur mal empfehlen, sich Lenins "Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus" ( http://www.mlwerke.de/le/le22/le22_189.htm ) durchzulesen oder auch "Die Akkumulation des Kapitals" von Rosa Luxemburg ( http://www.marxists.org/deutsch/archiv/luxemburg/... ), letztlich auch die IV. Konferenz der Kommunistischen Internationalen 1922 zum Thema Antiimperialismus und nationale Befreiung(sbewegungen). Dann wäre er nicht zu solch abstrusen Kurzschlüssen gekommen.
    Auch in anderen Bereichen einiges an Absurditäten – aber ein kritisches Gegenlesen lohnt sich. – Schade halt, daß lediglich die Pro-Arndt-Beiträge aus der Anhörung in den "Wortmeldungen" auftauchen, nicht aber die kritischen Beiträge, und somit bewußt eine einseitige Position verbreitet wird. – Auch deswegen sollte mensch am besten parallel auch kritische Beiträge aus der Geschichtswissenschaft zu Arndt (z.B. zu finden auf der Seite <a href="http://www.uni-ohne-arndt.de)” target=”_blank”>www.uni-ohne-arndt.de) durchlesen.

  178. und es wird weiter geleugnet, was das Zeug hält…
    Natürlich war es eine Mischung aus allem: Das tolle Sonnenwetter, die angekündigte Suppe, die Bologna-Party danach, die 500 Euro Preisgeld (für das Gewinnspiel waren übrigens am Ende nur noch ~ 300 Leute da, so verlockend kann es also nicht gewesen sein) und eben das spannende Thema Ernst Moritz Arndt, für das die Grünen und Jusos schon im StuPa-Wahlkampf im Januar 2009 mobilisiert hatten und das seit dem "Arndt des Monats" im moritz seit 2005 für Aufsehen sorgt.

    Aber klar – die Vollversammlung gabs gar nicht ! Und das rund 300 – 500 Leute direkt nach der Arndt-Abstimmung gingen hat natürlich gar nichts damit zu tun, dass sich die Leute für genau dieses Thema interessierten?!

  179. Wenn Du Dir mal den G-TV-Beitrag anschaust, sagt dort die damalige AStA-Vorsitzende Scarlett Faist, daß sie es schade findet, daß nach der Arndt-Debatte so viele Studierende die VV verlassen haben. – Zu dem Zeitpunkt waren die 564 EUR noch gar nicht ausgelost.
    Sprich: Das Gros der Leute ist ganz bewußt WEGEN der Debatte um die Namensablegung gekommen und ein Teil von denen ist auch nach diesem wichtigen Tagesordnungspunkt wieder gegangen – ohne am Gewinnspiel aktiv teilzunehmen.

    Ich bin die substanzlosen VV-Relativierungen langsam echt leid.

  180. Ach je, schon wieder totalitaristische Geschichtsklitterung… Das hatten wir doch schon so oft – jetzt also mal zur Abwechslung zur Reinwaschung Arndts, der ach so mißbrauchte Namenspatron. :'(

  181. dann ist wohl das fehlende Sonnenwetter verantwortlich für die geringe Teilnehmerzahl der letzten VV…

  182. Ach Jan, sei doch ehrlich… ;)
    Die waren ALLE wegen dem stadtbekannten Nazi Arndt da… ;)
    Keiner hat da an den Gewinn von 564,- Talern gedacht… ;)
    Und Bier gabs auch nicht ;)

  183. ohh richtig muss es natürlich lauten:
    Arndt war Semant und nationaler Völkischer oder so ;)

  184. *vote for Schließung der Kommentarfunktion*

  185. Wenn Du nicht bereit oder in der Lage bist, inhaltlich zu diskutieren, dann spar Dir bitte lieber Deine Webmoritzkommentierungen. Vielen geht es hier um eine sachliche Diskussion, ich bitte das zu respektieren.

  186. Finde ich nicht okay. Nur weil hier (aufgrund mangelnder Argumente?) von einzelnen mit Bewertungsgrad -47 (Stand 09.01.2010, 19:18) blöd rumgetrollt wird, darf mensch doch nicht die anderen, die sich vor der Urabstimmung noch konkret informieren wollen und ggf. Nachfragen zur Abstimmungszeitung haben, durch Schließung des Kommentarbereichs benachteiligen.

  187. [...] zur Urabstimmung könnt ihr euch auf den Internetseiten der jeweiligen Initiative oder in der „Infozeitung zur Urabstimmung“ [...]

  188. Mir fällt grade auf, dass ich auf deinen nun schon älteren Beitrag noch nicht reagiert habe. Keine Sorge, ein Schweigepakt wollte ich nicht vorschlagen. Wenn du dich vernünfitg (d.h. ohne Beleidigungen, durch die sich deine Beiträge sonst so häufig "auszeichnen") äußerst, schreibe und kommentiere nur fleißig. Wie ernst man dich nimmt, ist dann ja Sache des Lesers. Dass du meine Kommentare maßlos überzogen findest, ist deine Sache. Deine Verleumdung, ich würde Dinge falsch darstellen, weise ich jedoch zurück. Sie sind haltlos.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass du nicht der einzige bist, der meine Meinung zum Tapir "mit Verlaub (mein Kommentar: Siehe da, er kann ja doch höflich sein) – blödsinnig fand". Das würde ich an eurer Stelle ebenso äußern, da es nicht sehr angenehm ist, mit solchen Äußerungen konfrontiert zu werden. Meine Meinung bleibt jedoch bestehen. In einem Punkt stimmen wir sogar mal überein (nicht, dass ich Wert darauf lege, mit dir übereinzustimmen, aber offensichtliches kann man ja ruhig aussprechen): Du stimmst mich nicht mehr um, ich dich nicht.

  189. [...] zu Ernst Moritz Arndt erregt die Gemüter – sogar über den Kreis der Studierenden hinaus. Neben der Infozeitung zu Arndt, die von der StuPa-AG zum Uni-Namen herausgegeben wurde, publizierte der Greifswalder [...]

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