Ein erster Blick in die Wahl-Broschüre

4. Januar 2010 | Von Carsten Schönebeck | Kategorie: Aktuell, Gremienwahl, Top-Themen, Uni-Politik, Wahlen

In der kommenden Woche finden die Wahlen der studentischen Senatoren, der Fakultätsräte und des Studierendenparlaments statt. Bereits seit einigen Tagen kursiert im Internet die Broschüre zu den Gremienwahlen 2010 an der Greifswalder Universität. In gedruckter Form wird das 52 Seiten starke Heft ab Dienstag, dem 5. Januar aus liegen. Wir wir heute vom Wahlleiter Michael Seifert erfuhren, werden in diesem Jahr “nur” 2000 Exemplare verteilt. Durch den sprunghaften Anstieg der Kandidatenzahlen, ist das Heft umfangreicher geworden als ursprünglich gedacht. Der Druckerei geht allerdings das Papier aus, sodass die Auflage darunter leiden muss.

Simulierte StuPa-Sitzung mit den Bewerbern am Mittwoch

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Klickt auf das Bild um zur PDF zu gelangen.

Wer sich darüber hinaus über Kandidaten für das Studierendenparlament informieren möchte, hat am kommenden Mittwoch Gelegenheit dazu. Der Allgemeine Studierendenausschuss organisiert ab 20 Uhr eine “simulierte Parlamentssitzung” im Konferenzsaal des Uni-Hauptgebäudes. Ab etwa 19 Uhr wird es eine allgemeine Einführung in die Formalien der Sitzung geben. In dieser sollen die Kandidaten die Möglichkeiten haben, ihre Souveränität im Umgang mit Satzung und Geschäftsordnung und ihre rhetorische Kompetenz unter Beweis zu stellen. Die geplante Tagesordnung beinhaltet dabei auch einige Ziele, die von Kandidaten für die Wahlbroschüre angegeben wurden. Der AStA verspricht sich davon, dass deutlich wird, wie die Kandidaten gedenken, sich für ihre Ziele einzusetzen. Auf eine gesonderte Podiumsdiskussion wird ob der Vielzahl der Kandidaten in diesem Jahr verzichtet.

Deutlich mehr Studenten kandidieren

Der webMoritz hat für euch einmal einen Blick auf Zahlen und Fakten aus dem Heft geworfen. Wie wir bereits im Dezember mitteilten, bewerben sich in diesem Jahr 52 Kandidaten für einen Platz im Studierendenparlament (StuPa). Das sind elf mehr als im vergangenen Jahr, die Anzahl der Sitze liegt weiterhin bei 27.

Sie könnte sich jedoch im Laufe des Jahres noch um den ein oder anderen Platz erhöhen: Da ein Mandat im StuPa und die Mitgliedschaft im Allgemeinen Studierendenauschuss (AStA) sich ausschließen, könnte es dazu kommen, dass die AStA-Referenten Solvejg Jenssen (Vorsitz), Maike Schneider (Hochschulpolitik)  und Martin Hackbarth (Politische Bildung) ihr Mandat erst ruhen lassen müssen, bis sie aus dem AStA-Amt auscheiden. Danach rücken sie ins StuPa auf, wodurch sich die Anzahl der Sitze erhöhen würde. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass sie gewählt werden.

Für den akademischen Senat konkurrieren in der kommenden Woche 46 Kandidaten um zwölf Sitze, und damit mehr als doppelt so viele wie 2009. Einige Verwirrungen hatte es Ende Dezember herauskam, dass einzelne Kandidaten beim Einschreiben einige ihrer Konkurrenten aus den Listen gestrichen hatten.

Auch für die Fakultätsräte treten in diesem Jahr insgesamt deutlich mehr Kandidaten an, allerdings sind die Entwicklungen an den einzelnen Fakultäten sehr unterschiedlich. Bei den Theologen steht allein Knud Henryk Boysen zur Wahl, obwohl dort zwei Studenten im Fakultätsrat sitzen sollten. Bei den Medizinern bewerben sich immerhin sechs Kandidaten um vier Plätze. Verlieren diese beiden Fakultäten jeweils einen Kandidaten, so gehen die Zahlen der drei anderen Bereiche deutlich nach oben, wie aus unten stehender Grafik ersichtlich ist.

fakultaetsraeteDas Studierendenparlament musste sich in den letzten Jahren die Kritik gefallen lassen, immer parteipolitischer zu werden. Untrügliches Anzeichen dafür war die immer stärkere Dominanz der hochschulpolitischen Gruppierungen gegenüber freien Kandidaten. Dieser Trend setzt sich auch in diesem Jahr fort. Waren es 2009 noch ein gutes Drittel der Kandidaten, die sich keiner Gruppe zuordnen ließen, so sind es diese Jahr nur noch ein Viertel. Die absolute Zahl blieb jedoch gleich. Aufregung hatte es in diesem Zusammenhang um die Kandidatur der AStA-Vorsitzenden Solvejg Jenssen gegeben, die ihre Mitgleidschaft in der LHG zunächst nicht angegeben hatte. Nach dem der CDU-nahe RCDS sich zunächst an sie und dann an den Wahlleiter wandte, wurde die Information noch eingefügt.

Konservative und Liberale stellen größte Kandidatengruppen

In diesem Jaht treten besonders der konservative RCDS (13) und die Liberale Hochschulgruppe (7) mit einer Vielzahl von Kandidaten an. Die Hochschulpiraten bringen es aus dem Stand auf fünf Bewerber. Einen genauen Vergleich zwischen 2009 und 2010 haben wir für euch grafisch aufbereitet:

hochschulgruppen_stuPa_2010

Wie bereits berichtet, fiel in diesem Jahr die Frauenquote mit 23 Prozent deutlich geringer aus als im letzten Jahr. Mit 13 Kandidatinnen hatte man es 2009 noch auf 32 Prozent gebracht, auch die Wahl änderte an dieser Verteilung nur geringfügig etwas. Auffällig ist zudem, dass nur wenige der derzeitigen Parlamentarier einen weiteren Anlauf wagen. Unter anderem die Wahlsiegerin 2009 Anne Klatt, sowie Greifswalds wohl bekanntester Hochschulpolitiker Sebastian Jabbusch treten in diesem Jahr nicht mehr für das Studierendenparlament an. Die altgedienten Parlamentarier Frederic Beeskow, Thomas Schattschneider und Alexander Schulz-Klingauf bewerben sich erneut.

Kein Bewerber aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät

fakultaeten_stupa_2010Was die Fakultätszugehörigkeiten der Bewerber angeht, scheint das Monopol der Philosphischen Fakultät gebrochen. So kandidieren immerhin 23 Mitglieder der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät für das StuPa. Die Beteiligung der anderen drei Fakultäten bleibt allerdings gering. Aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät hat sich in diesem Jahr niemand aufgestellt.

Aufgrund der höheren Kandidatenzahl und der zeitgleich stattfindenden Urabstimmung über den Universitätsnamen rechnen einige Beobachter mit einer höheren Wahlbeteiligung als vergangenes Jahr. 2009 hatten sich, je nach Wahl 10 – 12 Prozent der Studenten beteiligt. Für einen Sitz im Parlament hatten zunächst 69 Stimmen gereicht. Im Laufe des Jahres waren alle Kandidaten nachgerückt.

Durch zahlreiche Rücktritte reduzierte sich in den vergangenen Monaten die Anzahl der StuPisten von 29 auf 24. Nicht alle potentiellen Nachrücker waren bereit mit so deutlicher Verspätung noch ein Mandat anzunehmen. Besonders die Juso-Gruppe, ursprüngliche stärkste Fraktion im anfangs bejubelten “linken StuPa”, schrumpfte seit dem Sommer massiv. Doch mangels eigener Nachrücker konnten RCDS und LHG aus der Vielzahl an Rücktritten kaum Kapital schlagen.

derzeitige_sitzverteilung_2010

Wahlwerbung auf dem webMoritz

Wie in den vergangenen Jahren wollen wir auch diesmal unseren Lesern Gelegenheit geben, über die Wahlkampfmaterialien der Bewerber zu diskutieren. WIr bitten daher alle Kandidaten (und auch sonstige fleißige Leser) darum, uns ihre Materialien (z.B. Flyer, Poster, Broschüren) zuzusenden. Wir veröffentlichen diese dann schnellstmöglich in unserem Forum. Schickt eure Unterlagen einfach an web[ät]moritz-medien.de

Statistische Grafiken: Carsten Schönebeck

Foto Startseite: Sebastian Wieschowski via jugendfotos.de

Grafik Startseite: Jakob Pallus

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116 Kommentare
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  1. "Einige Verwirrungen hatte es Ende Dezember herauskam, dass einzelne Kandidaten beim Einschreiben einige ihrer Konkurrenten aus den Listen gestrichen hatten."

    Bitte um korrekte Ausformulierung und Erläuterung! Soweit ich weiß, hat der Senator Thomas Schattschneider den ihm ungeliebten aber sehr populären Senator Sebastian Jabbusch gestrichen.

  2. "Einige Verwirrungen hatte es Ende Dezember herauskam, dass einzelne Kandidaten beim Einschreiben einige ihrer Konkurrenten aus den Listen gestrichen hatten."

  3. "Der Allgemeine Studierendenausschuss organisiert ab 20 Uhr eine 'simulierte Parlamentssitzung' im Konferenzsaal des Uni-Hauptgebäudes." – Ich hoffe, die geht dann nicht auch bis 24h plus X. B)

    Gibt es denn dann auch eine Liveberichterstattung vom Webmoritz? – Vielleicht kann das Webmoritz-Team das (natürlich nur falls Kapazitäten frei sind) ihren LeserInnen zuliebe umsetzen.

  4. Mit zwölf KandidatInnen (sowie zwei RCDS-nahen Markomannen, die sowieso 95% aller RCDS-Anträge zustimmen werden) scheint der RCDS diesmal voll auf potentielle NachrückerInnen zu setzen. Ich hoffe, die Juso-KandidatInnen sind diesmal schlauer und verbleiben nach Erringung von Mandaten auch ein ganzes Jahr lang im StuPa, statt dem RCDS durch die Hintertür Mehrheiten zu eröffnen.

  5. Zunächstmal: Toller Artikel! Schön aufgemacht und schöne Übersicht!

    Wie im Artikel schon erwähnt werde ich selbst nicht noch mal antreten. Das liegt u.a. daran, dass ich meine Hauptziele realiert sehen: Es gibt durch den StuPa-Info-Blog, ähm… webMoritz jetzt genau die tranparente Plattform, die ich mir immer gewünscht habe.

    Die Vollversammlungen werden inzwischen vom StuPa ernster genommen. Sogar der RCDS stellt dort jetzt Anträge (wenn auch mit wenig Erfolg, aber immerhin!). Und vor allem: Es gibt inzwischen sehr viel Leute, die sich für Hochschulpolitik interessieren, kandidieren und wahrscheinlich auch wählen gehen. Und diese politische Sensibilität hat beim Bildungsstreik gemerkt. Während in Rostock noch gepennt wurde, wurde in Greifswald schon gehandelt… In meinen über sechs Jahren an der Universität habe ich noch nie so viel Debatte über Hochschulpolitik gesehen. Klasse !

    Da ich nicht fürs StuPa kandidiere, stehe ich nun hoffentlich nicht mehr im Verdacht irgendwie „Stimmen“ für mich zu sammeln und ich kann zum eigentlichen Anlass für diesen Kommentar kommen. Ich möchte meine kleine persönliche Empfehlungsliste für die StuPa-Wahl hier veröffentlichen.

    Das kann den Leuten dienen, die selbst nicht so aktiv die HoPo verfolgen, aber auf mein Werturteil wert legen. Und es kann denen dienen, die mich sonst gerne gewählt hätten.

    Sicher gibt’s nach diesem Post gleich die üblichen Flames, aber das ist mir fast wurscht. Das ist ja zum Glück ein freies Land. Wenn mein Einschätzung nicht interessiert, lese sie bitte einfach nicht. Soviel zum Vorwort.

    Wie bin ich vorgegangen?

    Mein Wunsch – und Ziel meiner Empfehlung ist – auch im nächsten Semester – ein konstruktives StuPa zu erreichen. Und da wir glücklicherweise Personen und nicht Parteien wählen, kann ich da über Parteigrenzen hinweg empfehlen. Klar ist aber auch: Ich kann nur empfehlen, wen ich in den letzten Jahren im StuPa kennen gelernt habe oder persönlich kenne!!

  6. Da ich Pirat bin, empfehle ich zunächst meine jungen Kollegen:

    -Martin Hackbarth: Aktiv und mutig; zuletzt beim Bildungsstreik und jetzt im AStA.
    -Tristan Varbelow: Ruhig und reflektiert. Organisierte für Piraten in Greifswald glorreichen Wahlkampf.
    -Außerdem wählen: Matthias Bahner, Paul Wild, Martin Gülzow. =)

    Jusos*:

    -Eric von Malottki: denkt mit dem Herz UND Kopf. Gute Arbeit als stellv. StuPa-Präsident, oft im richtigen Moment bereit für Kompromisse, lernt schnell.
    -Christopher Denda: Zeigte sein persönliches Engagement beim Bildungsstreik
    -Timo Schönfeld: fällt durch kluge Kommentare im webMortz & Twitter auf

    Freie:

    -Frederic Beeskow: eigentlich schon viel zu alt(klug) für den Laden. Und außerdem übertönt er gerne alle anderen. Aber der Ex-StuPa-Vorsitzende macht das durch seine engagierte Arbeit und vermittelnde Gespräche mehr als gut.
    -Jens Pickenhahn: Ex-AStA. Das Herz am richtigen Fleck.

    SDS:

    -Diana Treiber: Mutige, selbstbewusste Frau. Bekommt den Mund auf – klasse!
    -Lars Novak. Engagiert, ehrlich, klug.

    Grüne:
    -Tatjana Kennedy: Muss sich erst noch beweisen. In persönlichen Gespräch aber kompetent, frech und neugierig. Alles was man braucht!
    -Florian Geyder: klug & engagiert.

    RCDS**:
    -Korbinian Geiger: Kenne ich seit meinem ersten Semester. Unglaublich gebildet, wahrscheinlich der einzige konsumkritische Konservative, guter StuPa-Präsident!
    -Konrad Ulbricht: Trotz grund-soliden konservativen Ansichten, sehr konstruktiv. Mit Konrad kann man – wie bei Korbinian – über Parteigrenzen hinweg zusammenarbeiten.

    LHG**:

    -Kenne ich zu wenig, um jemanden zu empfehlen

    == Nicht wählen! ==

    Die deutschnationalen Burschenschaften Markomannia mit ihren Vertretern Jens Boye Volquartz und Christoph Böhm sollten an einer weltoffenen Universität nicht im StuPa sitzen. Vielleicht können sie erstmal in ihrer eigenen Organisation die liberalen Positionen durchsetzen, für die sie angeblich stehen…

    ==

    * Ein Wort zu den Jusos: Die Rücktritte im letzten Semester waren unklug und kurzsichtig. Gute Leute wie Erik, der nicht zurücktrat sondern weitermacht und die neuen Jusos sollten jetzt jedoch nicht dafür abgestraft werden! Keiner der damals zurück getretenen ist wieder neue angetreten. Die Geschichte ist Geschichte und ich denke die Jusos haben daraus gelernt.

    ** Grundsätzlich habe ich mit beiden Gruppen so meine Bauchschmerzen (Studiengebühren, Populismus, (oft) fehlendes eigenes Engagement, Populismus (z.B. ggü dem Bildungsstreik) und würde sie nicht unbedingt empfehlen. Wer aber unbedingt will… ;)

  7. Wer mich besser kennt, weiß, dass ich Dinge nicht unüberlegt und überstürzt angehe.

    Sebastian hat mich gefragt, ob er mit auf die Liste kann, die ich als Wahlvorschlagsvertreter einbringe. Das habe ich befürwortet. Dass ich ihn zwischenzeitlich für eine Stunde von der Liste genommen hatte und im Anschluss wieder draufgenommen, hat einen Grund, der tiefgreifender ist als "Ungeliebtheit". Die Sache ist zwischen Sebastian und mir ausführlich geklärt worden und er ist unmittelbar danach wieder auf die Liste gekommen. Das wird Sebastian bestätigen können.

  8. Besten Dank, lieber Sebastian für Deine ausführlichen Beschreibungen.

    Dennoch gibt es etwas worauf ich Dich DRINGEND hinweisen muss – nämlich, dass Deine Darlegung gegen die LHG Greifswald schlichtweg falsch ist. Dein persönliches Unwohlsein in allen Ehren, aber dennoch sehe ich eine Ehrenrettung von Nöten.

    1. Studiengebühren lehnen wir ab. Dies wirst Du in meinem Interview nach meiner Wahl hier auf dem Webmoritz schon gesagt sehen.

    2. Bildungsstreik. Ich kann mich an einen twitter-Eintrag von Erik von Malottki erinnern, der sinngemäß lautete "LHG prüft Teilnahme an Bildungsstreik und ist für den Master für alle". Von einer Weiterverfolgung sahen wir aus zwei Gründen ab. Zum einen fanden wir die Methode unangemessen, worüber sich nun aber trefflichst streiten lässt. Hauptsächlich aber aufgrund von Unterstützern des Bildungsstreikes (auf Bundesebene), vor denen Liberale auf gemeinsamen Demonstrationen unter Polizeischutz stehen. Tut mir leid, aber ich setze meine Mitglieder keiner körperlichen Bedrohung aus! Nichtsdestotrotz gab es durchaus Ziele des Bildungsstreikes, mit denen wir sympathisieren und wir erkennen an, dass der Streik eine Debatte angestoßen hat.

    3. Die Arndtdebatte wurde bei uns kontrovers diskutiert. Jedoch haben wir andere Themen, sodass wir nie auf eine Entscheidung oder Stellungnahme zu dem Thema gedrängt haben. Wir haben drüber gesprochen und das Thema für zweitrangig befunden. Prügelt ihr euch mit dem RCDS – wir wünschen viel Spaß. Mangels eine öffentlichen Stellungnahme kam es logischerweise nicht zu einer "populistischen Stimmungsmache" unsererseits.

    4. Semesterticket. Wird von uns kategorisch abgelehnt. Seit wann subventionieren Liberale, wenn es nicht unumgänglich ist? Und Umverteilung von den Studierendenschaft in die Stadtwerke? Also bitte. Ich hatte da eigentlich Zustimmung aus ganz anderen Lagern erwartet.

    5. Eigenes Engagement. Die liberalen Jugendorganisationen befanden sich im Umbruch und Neuaufbau – dies wird bei der Betrachtung des Personals deutlich auffallen. Du räumst ja selbst ein, dass Du keinen von uns kennst.

    Ich bitte Dich daher in Zukunft zwischen dem RCDS und uns zu unterscheiden. Mich interessiert nicht was die FDP macht, aber es jahrelanger Konsens für JuLis und LHG, dass die Konservativen nicht ein natürlicher Bündnispartner sind. Wir arbeiten mit jeder demokratischen Kraft zusammen, bei der wir Schnittmengen sehen. Politische Farbenlehre ist uns egal – was Dir sowohl JuSos, GJ und JU bestätigen können, da wir bei allen schon zu Besuch waren. Ich halte es da mit Hans Jagenow vom Liberalen Campus der Viadrina Frankfurt Oder, der mit dem sds zusammen gegen die JuSos arbeitete, weil einfach die Gemeinsamkeit da war.

    Beste Grüße

    Patrick J. Kaatz

  9. Schöne Ausführung Patrick, ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Arbeit.

  10. Hi Patrick,

    1. Der Bundesverband ist aber für Studiengebühren. Bisher könnt ihr Euch da nicht mit Eurer Position durchsetzen.

    2. Ich beziehe mich vor allem auf Eure Taten. Und da sticht besonders die "Leistung" Eurer AStA-Vorsitzenden Solvejg Jenssen hervor, die zusammen mit der (ebenfalls LHG) Referentin für Hochschulpolitik eine völlig unnötige Pressemitteilung des AStA gegen den Bildungsstreik-Aktion (Hörsaal-Besetzung) verfasst hat.

    Die Besetzung des Audimax ist zweifellos nicht perfekt gelaufen, das ist aber kein Grund den Kommilitonen, die sich für bessere Studienbedingungen in MV einsetzen, derart öffentlichkeitswirksam in den Rücken zu fallen. Die einwöchtige Audimax-Besetung hat mehr Debatten angestoßen und Mediendruck erzeugt, als alle Pressemitteilungen des AStA des letzten Jahres zusammen…

    Das ist aber alles unter den entsprechenden News damals diskutiert worden. Will und kann ich hier heute nicht wiederholen.

    3.) Fakt ist, dass sich David Wurlf (LHG) damals gegen eine Urabstimmung im StuPa ausgesprochen hat und meines Wissens nach auch dagegen gestimmt hat. Das die LHG zur Arndt-Debatte verschiedene Positionen vertritt, finde ich völlig i.O.

    4.) Semesterticket bezog sich auf RCDS.

    Grundsätzlich finde ich die Liberale Hochschulgruppe nicht "böse" oder ähnliches. Die Welt grundsätzlich bzw. primär nach ökonomischen Aspekten zu betrachten läuft mir nur zuwieder. Es ist also schlicht nicht meine politische Ausrichtung. Das darf ich doch noch sagen dürfen?

  11. "Seit wann subventionieren Liberale, wenn es nicht unumgänglich ist?" – frag das mal Guido & Co. bezüglich der Steuersenkungen für Hotels…
    Sry, leicht OT, aber wollte die Frage nicht so allein im Raum stehen lassen ;-)

  12. Hallo Sebastian,

    zu 1. Der einzelnen Gruppen der LHG sind unabhängig in ihrer Beschlussfassung. Die Beschlusslage der LHG Greifswald lehnt Studiengebühren ab. Soweit dazu.

    Jedoch bitte ich Dich endlich Deine Falschaussagen zu unterlassen:
    "Die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen und die strukturellen Probleme lassen sich nicht durch die Einführung von Studiengebühren lösen. [..] Wir lehnen deshalb Studiengebühren und Studienkontenmodelle an öffentlichen Hochschulen strikt ab."
    http://www.lhg-umzug.de/programm/programm.asp
    Soweit zur Bundesbeschlusslage.

    zu 2. Wie schon gesagt, haben wir die Besetzung an sich abgelehnt, daher steht Solvejgs Handeln nicht im Widerspruch zu uns. Wir versuchen unsere Ziele im konstruktiven Dialog durchzuführen. Die Ziele des Bildungsstreikes haben wir zu ungefähr 50:50 geteilt – zu wenig, um eine wirkliche Unterstützung zu gewährleisten.
    Ich möchte jedoch hervorheben, dass Solvejg ihre Tätigkeit im AStA komplett unabhängig von ihrer Mitgliedschaft macht und wir uns eine Einmischung auch verbieten.

    zu 3. Wie Du sicherlich genauso gut wie ich weißt, steht David Wulff für das freie Mandat und erteilt Fraktionszwängen eine unbedingte Absage. Kurz: Er ist in seinem Abstimmungsverhalten ungebunden.

    zu 4. Wurde im Zusammenhang mit uns genannt.

    Ich weiß nicht, ob die soziale Marktwirtschaft primär nach ökonomischen Aspekten sucht – mir klang das mehr nach Symbiose. Es gibt durchaus noch Liberale, die sich in einer Tradition der FDP vor '82 sehen.

    "Das darf ich doch noch sagen dürfen?" "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen."
    Gegen Deine Meinung hab ich nichts, aber wenn Du Unwahrheiten als Tatsachen verkaufst, stört mich das sehr wohl. Da Du hier ungeschönt Wahlwerbung betreibst (ich könnte unsere Kandidaten jetzt auch vorstellen), ist zumindest eine faktisch richtige Darstellung angemessen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Patrick

  13. touché – ich verstehe beileibe auch nicht alles, was die da ganz oben machen…
    (Man könnte sich jetzt über die Begrifflichkeit streiten, ob denn eine Steuersenkung eine Subvention ist, aber da ich das irgendwie auch unverständlich finde, lasse ich diesen Aspekt)

  14. Hallo Konrad,

    wie Du vielleicht in Erinnerung hast, habe ich die LHG im Sommer 2009 übernommen – damals selbst noch im 1. Semester. Meine Aufgabe damals und bis heute bestand darin, den Verband inhaltlich neu auszurichten und strukturell zu reorganisieren. Um dieser Aufgabe, aber auch meinen Verpflichtungen innerhalb anderer Ämter, nachzukommen, lege ich den Schwerpunkt mehr in den administrativen Bereich. Aufgrund der personellen Situation können wir uns momentan diesen Luxus erlauben.

    Viele Grüße

    Patrick

  15. Oh hat da jemand den WebMoritz mal wieder mit seinen PrivatBlog verwechselt? Deine krude subjektive Meinung interessiert doch längst keinen mehr, Herr Piratenvorsteher. ;-)

  16. [...] Wie der Webmoritz berichtet soll den Kandidaten die Möglichkeiten gegeben werden, ihre Souveränität im Umgang mit Satzung und Geschäftsordnung und ihre rhetorische Kompetenz unter Beweis zu stellen. Klar, dass die alten Haudegen wie z.B. Frederic Beeskow große Vorteile haben und ihre Karten  zum eigenen Vorteil ausspielen werden, verfügen sie doch über die jahrelange Routine und ein gewisses Hintergrundwissen zu den universtitären Polit-Strukturen. [...]

  17. "Die deutschnationalen Burschenschaften Markomannia mit ihren Vertretern Jens Boye Volquartz und Christoph Böhm sollten an einer weltoffenen Universität nicht im StuPa sitzen. Vielleicht können sie erstmal in ihrer eigenen Organisationen die liberalen Positionen durchsetzen, für die sie angeblich "persönlich" stehen…"

    Du hast es schon bei der Diskussion um die Position von C. Böhm zum Polenmarkt nicht verstehen wollen: Unser nationales Bekenntnis oder auch unser volkstumsbezogener Vaterlandsbegriff bedeuten keinesfalls, dass wir Markomannen Ausländern oder fremden Kulturen feindlich oder auch nur ablehnend gegenüber stehen. Insofern ist nicht nachvollziehbar, warum wir Markomannen nicht in dem StuPa einer weltoffenen Uni sitzen sollten.

    Aber trotz allen Beharrens auf unwahren Fakten bzw. nur mehr nicht haltbaren Thesen hast Du in einem Punkt Recht:
    "Sicher gibt’s nach diesem Beitrag gleich die üblichen Flames, aber das ist mir fast wurscht. Das ist ja zum Glück ein freies Land. Wen mein Einschätzung nicht interessiert, lese sie bitte einfach nicht."

    Gruß, Klaus

  18. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von webMoritz, Webmoritz Greifswald erwähnt. Webmoritz Greifswald sagte: Ein erster Blick in die Wahl-Broschüre http://bit.ly/8J4Q35 [...]

  19. Soweit ich sehe gibt es keine Angaben in der Wahlzeitung, welche Einstellung die Kandidaten gegenüber Arndt hegen. Wenn ich mich nicht irre ist dies doch von äußerster Wichtigkeit für die Abstimmung über den Uni-Namen oder findet diese noch in der jetzigen Legislatur statt??

  20. Versucht doch einfach mal ein bisschen Euch zu ändern. Setzt doch mal nen Zeichen für Toleranz & Offenheit.

    Die ersten Schritte in Richtung Abrenzung zur Burschenschaft Rugia sind doch getan. Solange ich jedoch solche Zeichen der Veränderung nicht sehe, gelten die alten Beschlüsse und Positionen der Burschenschaft für mich fort. Und davor werde ich auch in Zukunft warnen. Gerade vor Wahlen.

  21. Jetzt fassen wir uns alle an den Händen und bilden einen Schleimkreis. Sebastian setzt sich in die Mitte spielt Häschen in der Grube.

    Was schert mich mein Geschwätz von gestern? Ich soll von der Neuen Rechten schwadroniert haben? Niemals…. Wenn wir alle lieb zueinander sind, können wir das ja aus dem Gedächtnis streichen. Warum rechtes Gedankengut entsteht, interessiert mich ohnehin nicht, den Fragesteller bezeichne mal gleich als deutsch-national und jeder, der meine Annäherungsversuche oder mein verbogenes Rückgrat kritisiert, fällt auch in diese Schublade. Ich hänge meine Fahne schließlich dort in den Wind, wo ich dafür Anerkennung bekommen, denn ich bin der Gremienkönig von Greifswald. Warum ich einen Standpunkt vertrete, ist nur so lange wichtig, wie ich Aufmerksamkeit dafür bekomme.

  22. Das StuPa und die anderen Gremien haben größtenteils durch Ablegung des Namens in ihrem Schriftverkehr/Satzungen/Selbstverständnis das getan, was sie momentan tun können. Unabhängig davon findet die Urabstimmung (die erste Überhaupt) ab, die ggf. das Meinungsbild der Studierendenschaft nach den entsprechenden Vollversammlungsbeschlüssen nochmals stark nach außen manifestieren wird und damit Druck auf Uni/Senat und Land macht.
    Die letzendliche Entscheidung wird nach meinem Kenntnisstand beim Senat liegen, da wohl nach der ggw. Rechtslage der Namenspatron auch ohne das Land geregelt werden kann.
    So wichtig ist das ganze für den Prozess zwar nicht, aber wenn es für den betreffenden Wahlentscheidend ist, machen die entsprechenden Kanidaten und Gruppen ihre Meinung im Wahlkampf ja durchaus deutlich.

  23. Ach Sebastian, nicht schon wieder…

  24. Da ich sowieso gerade die Wahlzeitung durchsehe, sind mir etliche klare Statements zur Namensdebatte aufgefallen:

    Für den Namen "Ernst Moritz Arndt" sprechen sich explizit aus:
    Martin Borchert, Gunnar Meiselbach, Johannes Radtke, Juliana Rudschinzki, Ivo Sieder, Konrad Ulbrich, Thorben Vierkant, Jens Boye Volquartz

    Für einen (aus seiner Sicht wohl besonders "kreativen") Vorschlag spricht sich Alexander Lex aus: Otto-von-Bismarck-Universität [ob sich dann in den Ersti-Tüten künftig Heringe finden werden??]

    Bei vielen anderen KandidatInnen, u.a. derzeitigen StuPa-Mitgliedern, ist ja relativ klar, wie sie zum Namen stehen, auch wenn das in der offiziellen Wahlzeitung nicht von ihnen explizit benannt wird. Ansonsten: Frag einfach "Deine" KandidatInnen, wie sie dazu stehen! Wer Deine Stimme haben will, sollte dazu schon bereitwillig Auskunft geben können.

    Zur Formalia der Entscheidung über den Namen: Vom 11.-15. Januar findet eine Urabstimmung unter den Studierenden statt. Diese dient dazu, ein Votum von möglichst vielen Studierenden zu erhalten, wie sie zu dem jetzigen Namen stehen. Der Abstimmungstext lautet: "Der Senat wird aufgefordert, §1 I der Grundordnung der Universität so zu ändern, daß unsere Hochschule fortan nur noch den Namen 'Universität Greifswald' trägt." Letztlich ist das zwar nur eine "symbolische" Entscheidung, weil einzig der Senat über den Namen der Universität endgültig beschließen kann, aber das Abstimmungsergebnis soll den Senatsmitgliedern zeigen, was die Studierendenschaft zu dem Thema mehrheitlich denkt. Daher ist es wichtig, daß sich wirklich viele Studierende an der Urabstimmung beteiligen, denn dann kann der Senat dieses Votum nicht einfach so untern Teppich kehren. Da sich auch im Senat etliche Mitglieder noch nicht klar festgelegt haben, dürfte das studentische Votum dort schon einen gewissen Einfluß auf die Meinungsbildung haben.

    Egal ob ihr nun für oder gegen den bisherigen Interimsnamen seid, beteiligt euch an der Urabstimmung! Eure Stimme hat Gewicht! Verschenkt nicht eure Stimme!

  25. oh ok – das ist eine gute Frage!

  26. Mit der Urabstimmung ist das Thema eigentlich entschieden. Es müsste eine zweite Urabstimmung durchgeführt werden, um das noch zu kippen. Daran zweifel ich jetzt einfach mal, dass das je passiert !

    Übrigens:

    Für die Umbenennung:

    - SDS
    - Grüne
    - Jusos

    Gegen die Umbenennung:

    - RCDS

    Unentschlossen / unters. Meinungen:

    - LHG
    - Piraten (wollen Basisdemokratisches Votum der Vollversammlung & der Urabstimmung aber als Grundlage für Ihre Politik nehmen)

  27. Wie ich hörte, hat auch der hiesige RCDS kein Interesse an einer Unterwanderung durch Verbindungen und entsprechend einen Aufnahmeantrag eines Markomannen in den RCDS abgelehnt.

    Ich schätze mal, daß die beiden Kandidaten der Markomannia auch nicht direkt ins Parlament gewählt werden, sondern mal wieder auf hinteren Nachrückerplätzen landen. Eine Aufklärung über die Markomannia und ihr rechtsextremes Weltbild, wie Sebastian das hier kurz angerissen hatte, ist natürlich trotzdem sinnvoll. Es sind ja nicht nur Erstis, die die Markomannia politisch vielleicht nicht einordnen können und sich von einigen weichgespülten Aussagen dieser Burschenschaft täuschen lassen. Der rechtsextreme Charakter der Markomannia und Rugia ist hier im Webmoritz ja schon recht viel und recht tiefgehend durchdekliniert worden, das will ich an dieser Stelle nicht alles wiederholen.

  28. Was will uns der Autor damit sagen?
    a) ich hab Frust -aus welchen peinlich- persönlichen Gründen auch immer – und lass hier mal Dampf ab

    b) mein beschränkter Horizont regt mich grad selbst so sehr auf, dass wieder a) zutrifft

    c) ich wollt einfach mal was schreiben, wusste aber nicht so genau, was und pöbel deshalb einfach mal.

    Und nu?

  29. Ist das eine Anspielung auf mich?
    Da ich nie einen Aufnahmeantrag bzgl. des RCDS gestellt habe, konnte dieser auch nicht abgelehnt werden…
    Darf ich jetzt auch Deinen Aussagen die denen zugrundeliegende Ehrlichkeit absprechen?
    Und Endergebnis der Diskussion war irgendwie doch eher, dass die andere Burschenschaft am Ort mal zwei NPD-Mitglieder als Mitglied hatte und trotz des von manchen gefühlten Wiederwillens an der Markomannia nur Gerüchte, Vermutungen und 'strukturelle' Vorwürfe übrig blieben?
    Ich bin es langsam wirklich leid mich so stoisch und diskussionsresistent als Neonazi hinstellen zu lassen…

  30. Solange ich webmoritz lese und die Burschenschaft Markomannia sich nicht substanziell von ihren alten Positionen distanziert, immer wieder…

    Rassismus, Gewalt und nähe zur rechtsextreme Szene sind für mich nicht diskutierbar.

  31. Wenn du einige Diskussionen in den letzten Monaten hier verfolgt hast und insbesondere Sebastians Äußerungen gelesen hättest, würdest du vielleicht den tieferen Sinn verstehen.

  32. Ich habe nie behauptet, die Markomannia sei neonazistisch. Ich habe stets gesagt, und durch diverse Quellen belegt, daß es sich bei der Burschenschaft Markomannia um eine rechtsextreme Verbindung handelt. Daß Dir das gegen den Strich geht, kann ich mir vorstellen, ändert aber nichts an den vorliegenen Tatsachen.

    Ich habe zudem lediglich gesagt, daß mir zu Ohren kam, daß einem Markomannen die Aufnahme in den RCDS versagt wurde, weil die sich mit solchen Problemfällen nicht belasten wollen. Da ich selbst nicht dem RCDS angehöre, kann ich auch nur das wiedergeben, was ich gehört habe. Entsprechend habe ich den Beitrag ja auch eingeleitet (""Wie ich hörte").

    Es wäre übrigens nicht das erste mal, daß sich einzelne RCDS-Gruppen gegen Unterwanderungstendenzen von rechtsextremen Verbindungsstudenten durch präventive Nichtaufnahme bzw. Auschluß wehren. (In manch anderen RCDS-Gruppen sieht das leider nicht so rosig aus – das ist aber ein RCDS-internes Problem.)

    Und um Deinen (an solchen Stellen öfters auftretenden) "Mißverständnissen" gleich vorzubeugen: Ich rede hier nicht über die vielen konservativen, sondern allein über die deutlich rechtsextremen Verbindungen. Zwischen den einzelnen Verbindungen läßt sich nämlich durchaus politisch differenzieren. Verbindungen der Burschenschaftlichen Gemeinschaft haben den konservativen Rahmen jedenfalls schon weit hinter sich gelassen.

  33. ich vergaß das zu erwähnen: ich bezog mich nur auf den Senat, was tatsächlich nicht aus meinem kommentar hervogeht

  34. Versucht doch einfach mal ein bisschen Euch zu ändern. Setzt doch mal nen Zeichen für Toleranz & Offenheit.

    Die ersten Schritte in Richtung Abrenzung zur Burschenschaft Rugia sind doch getan. Solange ich jedoch solche Zeichen der Veränderung nicht sehe, gelten die alten Beschlüsse und Positionen der Burschenschaft für mich fort. Und davor werde ich auch in Zukunft warnen. Gerade vor Wahlen.

  35. Versucht doch einfach mal ein bisschen Euch zu ändern. Setzt doch mal nen Zeichen für Toleranz & Offenheit.

    Die ersten Schritte in Richtung Abrenzung zur Burschenschaft Rugia sind doch getan. Solange ich jedoch solche Zeichen der Veränderung nicht sehe, gelten die alten Beschlüsse und Positionen der Burschenschaft für mich fort. Und davor werde ich auch in Zukunft warnen. Gerade vor Wahlen.

  36. Da ich sowieso gerade die Wahlzeitung durchsehe, sind mir etliche klare Statements zur Namensdebatte aufgefallen:

    Für den Namen "Ernst Moritz Arndt" sprechen sich explizit aus:
    Martin Borchert, Gunnar Meiselbach, Johannes Radtke, Juliana Rudschinzki, Ivo Sieder, Konrad Ulbrich, Thorben Vierkant, Jens Boye Volquartz

    Für einen (aus seiner Sicht wohl besonders "kreativen") Vorschlag spricht sich Alexander Lex aus: Otto-von-Bismarck-Universität [ob sich dann in den Ersti-Tüten künftig Heringe finden werden??]

    Bei vielen anderen KandidatInnen, u.a. derzeitigen StuPa-Mitgliedern, ist ja relativ klar, wie sie zum Namen stehen, auch wenn das in der offiziellen Wahlzeitung nicht von ihnen explizit benannt wird. Ansonsten: Frag einfach "Deine" KandidatInnen, wie sie dazu stehen! Wer Deine Stimme haben will, sollte dazu schon bereitwillig Auskunft geben können.

    Zur Formalia der Entscheidung über den Namen: Vom 11.-15. Januar findet eine Urabstimmung unter den Studierenden statt. Diese dient dazu, ein Votum von möglichst vielen Studierenden zu erhalten, wie sie zu dem jetzigen Namen stehen. Der Abstimmungstext lautet: "Der Senat wird aufgefordert, §1 I der Grundordnung der Universität so zu ändern, daß unsere Hochschule fortan nur noch den Namen 'Universität Greifswald' trägt." Letztlich ist das zwar nur eine "symbolische" Entscheidung, weil einzig der Senat über den Namen der Universität endgültig beschließen kann, aber das Abstimmungsergebnis soll den Senatsmitgliedern zeigen, was die Studierendenschaft zu dem Thema mehrheitlich denkt. Daher ist es wichtig, daß sich wirklich viele Studierende an der Urabstimmung beteiligen, denn dann kann der Senat dieses Votum nicht einfach so untern Teppich kehren. Da sich auch im Senat etliche Mitglieder noch nicht klar festgelegt haben, dürfte das studentische Votum dort schon einen gewissen Einfluß auf die Meinungsbildung haben.

    Egal ob ihr nun für oder gegen den bisherigen Interimsnamen seid, beteiligt euch an der Urabstimmung! Eure Stimme hat Gewicht! Verschenkt nicht eure Stimme!

  37. "Ich hänge meine Fahne schließlich dort in den Wind, wo ich dafür Anerkennung bekomme" – Nun, die öffentliche "Anerkennung" für die Debatte um die Ablege des bisherigen Universitätsnamen bestand für Sebastian (und für all die anderen MitstreiterInnen der Initiative Uni ohne Arndt) wohl eher in einem scharfen und polemischen Gegenwind, wo gerne auch mal von außen verbal unter die Gürtellinie getreten wurde. Ein paar Blüten dieser "Anerkennung" haben wir in der aktuellen Zeitung zur Urabstimmung abgedruckt. Ohne klare Positionen und ohne Rückgrat ließ sich eine Position pro Ablegung des Universitätsnamens (gerade in der Anfangsphase, als in der OZ der "pommersche Volkszorn" zelebriert wurde) wohl kaum vertreten. (Wir sind ja keine MasochistInnen.)

  38. Wie frage ich denn die Kandidaten?
    Ich seh da keine Kontaktmöglichkeit, AUSSER die an den richtigen Stellen abzupassen.
    Also wer meine Stimme(n) für die Senatswahl will soll öffentlich (oder nur mir) bekannt machen, dass er für die Ablegung des Uni-Namens ist.

  39. Vielleicht kann der webMoritz ja mal alle Kandidaten anschreiben? (Gerade von der Liste Pro-Geisteswissenschaften können leicht erreicht werden, da es dort einen E-Mail Verteiler gibt. Wenn der webMoritz möchte, würde ich eine entsprechende Anfrage an alle Kandidaten weiterleiten). Bis Dienstag, wo die Senats-Wahl beginnt, ist ja noch genug Zeit.

    ich gebe hiermit bekannt, dass ich für die Ablegung des Namens bin.

  40. Entschuldige, es geht doch gar nicht um Arndt. Selbstverständlich gehört der Name Arndt besser heute als morgen weg, nur ist das meiner Meinung nach ein oberflächlicher Diskurs, der nichts am Zustand der Gesellschaft ändert. Das Problem ist doch, dass Sebastian nach aussen als eine Art Gallionsfigur wahrgenommen wird und wenn genau diese bei ein paar netten Worten einknickt, reduziert sich das ganze auf einen Witz. Die Tritte unter die Gürtellinie muss wohl der jenige erdulden, der sich selbst in die Schussbahn stellt. Es geht darum, dass die Sch***e in der Mitte der Gesellschaft entsteht, dort wo bei Sebastian Händchen halten angesagt ist.

  41. Ich kenne deren aktuelle Einstellung zur Frage nicht, aber bei einigen kann ich Dir sagen, daß folgende KandidatInnen auf der VV gegen den mit breiter Mehrheit angenommenen Antrag zur Namensablegung gestimmt haben:
    Frederic Beskow, Korbinian Geiger, Jaana-Leena Rode, Thomas Schattschneider, Ivo Sieder, David Stoffel, Konrad Ulbrich.

    Eindeutig für die Namensablegung haben sich jedenfalls Sebastian Jabbusch und Juliane Hille ausgesprochen.

    Und der schon oben erwähnte Alexander Lex will eine Umbenennung zugunsten von Bismarck, wodurch dann ein reaktionärer Monarchist durch einen anderen reaktionären Monarchisten ersetzt würde. – Wohl auch nicht in Deinem Sinne.

    Vielleicht hilft das soweit ein bißchen bei der Entscheidung.

  42. Der aktuelle Senat wird voraussichtlich im März über die Namensfrage abstimmen. Ich werde gegen den Namen stimmen.

  43. Korrektur: Juliane steht der Namensablegung neutral gegenüber.

    Beste Grüße

    Patrick

  44. Eine super Nachricht Thomas! Tritts Du an? Meine Stimme haste damit!

  45. Ja, ich trete nochmal an. In der nächsten Senatslegislatur stehen die Verhandlungen zu den Zielvereinbarungen an, Prorektoren werden gewählt, die Lehrerbildung wird neu gestaltet und auch Bologna reformiert werden daneben muss Druck gemacht werden, dass endlich auch die Geistes- und Sozialwissenschaften in annehmbare Räumlichkeiten kommen.
    vgl. http://senathgw.wordpress.com

  46. Okay, hab ich dann falsch interpretiert. Jedenfalls hat sie ja eine recht kritische Darstellung zu Arndt abgefaßt, was ich als konkrete Kritik am bisherigen Uni-Namen verstanden hatte: http://jabbusch.tose.de/uniohnearndt/2009/07/asta...

    Wenn sie sich als neutral versteht, wollte ich ihr da jetzt keine andere Position unterstellen. Sie steht dem Namen jedenfalls kritisch gegenüber, wie aus dem Text ersichtlich wird.

  47. Der genaue Termin der Senatssitzung steht aber noch nicht, oder?
    Gibt es eigentlich noch eine zweite Anhörung der Senatskommission?

  48. Die Senatssitzung findet immer am dritten Mittwoch im Monat statt. Wäre dann der 17.03.2010.

    Die zweite Anhörung wird am 20.01.2010, ab 18:00 Uhr, im St. Spiritus stattfinden. Die Öffentlichkeitsarbeit dazu läuf an.

  49. Ich liebe das. Erst wird über meinen Verband gelogen (und keine Stellung zu den eigenen falschen Aussagen bezogen), jetzt über eine gute Freundin. Juliane Hille steht vollkommen neutral zur Arndt-Debatte. Macht ihr das mit Absicht oder aus Unwissenheit?

    Beste Grüße

    Patrick

  50. Ich habe ja auch nicht gesagt, daß die o.g. SenatskandidatInnen ein Votum der Studierendenschaft nicht respektieren. Die Frage war ja, wie sie zur Namensablegung grundsätzlich stehen.

    Korbinian z.B. gehört zu denen, die auf jeden Fall einen solch grundsätzlichen Beschluß der Studierendenschaft umsetzen, auch wenn er persönlich vielleicht eine andere Position vertritt.

  51. Ach Z, auch wenn ich deine Motiviation schätze…wieso glaubst du, dass T. Schattschneiders Äußerung mehr als ein Manöver ist? Wirklich niemand kann es überprüfen, was er schließlich wirklich meint. Welchem Frieden traust du da?

  52. Korbinian Geiger hat auf der StuPa-Sitzung den Vollversammlungsbeschluss der Namensablegung bestätigt. Dies tat er sicherlich aus Respekt vor der Vollversammlung und den vielen dort abgegebenen Stimmen.
    Bei entsprechender Wahlbeteiligung und entsprechendem Votum zur Urabstimmung sollte er und hoffentlich die anderen (studentischen)Senatoren im Sinne der Mehrheit der Studiereden entscheiden.
    * und wenn nicht gibts RIOTS*

  53. Du hast recht. Es ist wirklich lustig, dass es offenbar noch immer Leute gibt, die du mit einem selbstgerechten Verhalten a'la Gerhard Schröder blenden kannst, die anscheinend wirklich glauben, dass du das personifizierte Gute bist und dich deshalb blind verteidigen.

  54. haha – sehr gut :)

  55. in Zorros Antwort ging es um dich, nicht um mich…

  56. dann lass uns doch mit der Umbenennung anfangen…

    ich glaube, dass Symbole solche politischen Symbole gegen Rassismus und gegen Antisemitismus durchaus wichtig sind, erst recht, wenn sie von der breiten Gesellschaft kommen !

  57. Mit deinen äußerst dürftigen und unsererseits entkräfteten Argumenten hast du das also 'belegt', interessant…
    Und ja, es geht mir gegen den Strich als Rechtsextremist bezeichnet zu werden, insbesondere nachdem ich meine Meinung zu NPD, Rechtsextremismus, etc. nun schon oft genug deutlich gemacht habe und dadurch zB auf altermedia als 'BRD-Judenfreundschwuchtel' als Feindbild gelte.

  58. Ja und in meiner Antwort ging es um deine Jünger und Sockenpuppen…

  59. Die diesbezügliche Position des RCDS läßt an dieser Stelle vielleicht Rückschlüsse auf den RCDS zu – für die Burschenschaft Markomannia hingegen ist das wohl kaum aussagekräftig.
    Die Referenz ist allerdings insofern interessant, als ich bislang nicht sonderlich viel Wertschätzung für die Positionen des RCDS bei Dir&Konsorten verorten konnte.

    Verständlich hingegen ist, dass Du die bisherigen Diskussionen zu Markomannia nicht wiederholen willst, ist doch am Ende zuletzt über Deine eigene Einstufung aus der extrem linken Ecke heraus kein in Eurem Sinne bemerkenswertes Ergebnis dabei heraus gekommen. Und auch das hier von Sebastian kurz angerissene Weltbild, nämlich die Einstufung als deutschnational ist nur auf Dein eigenes Weltbild rechtsextrem.

    Gruß, Klaus

  60. "Ich rede hier nicht über die vielen konservativen, sondern allein über die deutlich rechtsextremen Verbindungen. Zwischen den einzelnen Verbindungen läßt sich nämlich durchaus politisch differenzieren."

    Das ist an und für sich richtig. Aber z.B. die Diskussion im Webmoritz-Forum um die Bücherverbrennung unter den Nationalsozialisten zeigt sehr deutlich, dass hier beim Webmoritz kaum differenziert wurde und dass eine differenzierte Betrachtung auch gar nicht gewünscht wurde.
    Und es wurde auch nicht differenziert bei dem Studenten, der vermeintlich den neuesten Antrag zur Beibehaltung des Uni-Namens eingebrachte: Der wurde im Corps (und eben nicht in der Burschenschaft) verortet und direkt in die böse Ecke gestellt.

    Gruß, Klaus

  61. "Es wäre übrigens nicht das erste mal, daß sich einzelne RCDS-Gruppen gegen Unterwanderungstendenzen von rechtsextremen Verbindungsstudenten durch präventive Nichtaufnahme bzw. Auschluß wehren. (In manch anderen RCDS-Gruppen sieht das leider nicht so rosig aus – das ist aber ein RCDS-internes Problem.)"

    Diesbezüglich ein großes Lob an die Uni-ohne-Arndt-Initiative. Wie ich hörte toleriert diese die Mitarbeit eines Herrn Steyer, der als Sprecher in der Roten Hilfe ausgwiesen wird und somit in einer als durch den Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften Organisation tätig ist, die sich den Kampf gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu eigen gemacht hat.

    Ihr geht irgendwie viel lässiger mit Euren Problemfällen um als der RCDS.

    Gruß, Klaus

  62. Wir wollen uns gar nicht ändern, vor allem nicht infolge des von Dir&Konsorten ausgeübten Druckes. Deine "Argumente" reichen immer nur bis zum ersten Widerspruch und Deine Messlatte gilt nur für uns Markomannen, nicht aber für Dich und Deinesgleichen gilt – das kannst Du gerne fortführen, aber weder wir noch sonst jemand muss etwas darauf geben.

    BTW: Gelten für Dich die alten Beschlüsse und Positionen als Thesen oder als Fakten weiter?

    Gruß, Klaus

  63. "Lieber Leierkastenmann, fang nochmal von vorne an" Immer wieder das gleiche Gesülze um die Rote Hilfe, Jan Steyer und den VS – es interessiert niemanden, Klaus. Der VS beobachtet so einiges, hat selbst Nazis in den eigenen Reihen und bedinet sich auch sonst fragwürdiger Methoden. Damit will ich nix beschönigen, nur sagen, dass man hier ein Fass ohne Boden aufmachen würde. Es geht um Arndt, nicht im Steyer, nicht um Geheimdienste, nicht um Verschwörung, nicht um linke Solidaritätsorganisationen. Danke!

  64. "Wir wollen uns gar nicht ändern"

    << das hatte ich mir fast gedacht… daher ist dann meine Skepsis.

    Gelten für Dich die alten Beschlüsse und Positionen als Thesen oder als Fakten weiter?

    << Solange ihr z.B. das "Heldendenkmal für die Deutschen Soldaten" in Eurem Garten nicht abgerissen habt, ist das wohl auch weiterhin ein Fakt. Ich vermute, dass ihr auch keine Zeitmaschiene habt und die Einladung von Historikern rückgängig machen könnt, die den Holocaust relativieren? etc.

  65. Langsam kommt es sehr weit weg vom Thema. Lasst es bitte auf sich beruhen.

  66. Jawohl! Eine Sache gebe ich nur noch zu bedenken: wieso nimmt die Pro- Arndt- Gruppe einen Beitrag des "Blog- Lesers Klaus" mit in ihren Teil der Info- Broschüre auf?
    Mir wäre das ehrlich gesagt ein bisschen zu heikel! Dass Klaus Mitglied er Markomannen ist, ist ja hinlänglich bekannt – und dass die Abgrenzung zu gewissen politischen Spektren da nicht so eindeutig verfolgt wird, ist auch klar….. Hmm.
    Oder war ein anderer Klaus gemeint??

  67. Man erlaube mir noch die Korrektur, dass ein Denkmal für Gefallene sicher kein 'Heldendenkmal' ist…

  68. 1. Da daß mit dem eigentlichen Artikel nur begrenzt zu tun hat, will ich die Diskussion hier auch nicht neu aufrollen. "Entkräftet" wurde jedenfalls keines der Argumente. Weder zur Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) noch zu den dokumentierten rechtsextremen Aktivitäten von BG-Gruppen (Germania Hamburg, Danuben München etc.) gab es eine irgendwie greifbare Stellungnahme der Markomannia. Stattdessen wurde sich hin und her gewunden oder wieder in abseitige Polemik verfallen. Gleiches gilt für den Kubitschekvortrag und den völkischen Nationenbegriff der Markomannia, um nur zwei Stichwörter zu nennen, wo die Markomannia herumeiert. – Wie gesagt, das ginge jetzt arg off topic und würde dann zurecht von Gabriel und Carsten gelöscht. Die Diskussion über die Markomannia und ihre Ideologie läßt sich – für alle Interessierten – hier im Webmoritz ja in diversen Kommentarthreads nachlesen. Leider nicht gebündelt, aber hängt ja auch damit zusammen, daß ihr die Diskussion gerne auf abseitige Gleise hievt.
    2. Daß sich auf Altermedia eher eine der Dummpfosten-Fraktionen aus der neuen Rechten herumtreibt, die intellektuell tief unterm Nullpunkt kraxelt, setze ich mal als bekannt voraus. Wenn Du vor die besagte "BRD-Judenfreundschwuchtel" noch ein "rote"/"bolschewistische"/"antideutsche" setzt, hast Du in etwa das, was wir als Initiative in regelmäßigen Abständen als Haßmails erhalten. Du stehst also nicht alleine da, wenn Dich das beruhigt.

  69. Dazu habe ich oben gegenüber Christoph Böhm schon was gesagt, auf das ich hier entsprechend verweise.
    Die Kriterien, was Konservativismus und was extreme Rechte ist, hab ich mir ja nicht aus den Fingern gesogen und ist ja auch keine Erfindung aus der "extrem linken Ecke".

    Weder der RCDS noch ich nehmen an, daß ich denen bei Lebzeiten noch eintrete. ;)
    Meine grundsätzliche Kritik am RCDS (also Gesamtorganisation, einzelne rechtsextreme Vorfälle wie in Aachen, Kiel oder Göttingen mal ausgeklammert) beruht auf dessen Konservativismus, seinem platt-antimarxistischem Weltbild und v.a. seiner entsolidarisierenden Äußerungen innerhalb der Studierendenschaft (Stichworte: für Studiengebühren, gegen studentische Protestbewegungen von unten). – Deswegen wähle ich ja auch nicht RCDS. :*

  70. Lies bitte nochmal von vorne an und versuche auch, es zu verstehen – es geht in diesem Faden nicht um Arndt, der liefert hier maximal Stichworte.

    Gruß, Klaus

  71. Das kann ich leider nicht auf sich beruhen lassen:

    Bei uns steht kein "Heldendenkmal für die Deutschen Soldaten" im Garten und wir haben auch keine Historiker eingeladen, die den Holocaust relativieren.

    Soviel zu Deinen "Fakten" bzw. dann doch wohl eher nur – wenn überhaupt – Thesen.

    Gruß, Klaus

  72. Die ganzen 'Argumente' die Du hier nicht mehr anbringst, scheinen ja nicht mehr zu funktionieren. Stattdessen sollen wir uns jetzt plötzlich für Hamburger und Münchner rechtfertigen, wo mir einfach nicht einlechten will, wofür und warum ich da Stellung beziehen soll. Über Herrn Kubitschek und sein Streitgespräch mit einem freiheitlichen Gegenpart haben wir auch oft genug geredet.
    Wir haben keinen völkischen Nationenbegriff, sondern einen staatenlosen volktstumsbezogenen Vaterlandsbegriff.
    Und uns Diskussionsverschachtlung vorzuwerfen… ist naja… witzlos, wenn Du ml auf Dein Eigenes Kommentarverhalten achtest.

  73. Die Abgrenzung der Markomannia gegenüber wem oder was auch immer ist völlig ausreichend.

    Allerdings bin ich gar nicht der angeführte Klaus – aber schön, dass Dein Beiss-Reflex funktioniert.

    Gruß, Klaus

  74. So schlimm kann unser Herumgeeier nicht sein, hat sich doch S. Jabbusch vor wenigen Tagen erst bei C. Böhm für die Klarstellung der Positionen hier beim Webmoritz bedankt.

    Und hinsichtlich Deiner zwei Stichwörter sind wir auf unseren volkstumsbezogenen Vaterlandsbegiff entgegen Deiner Darstellung immer wieder sehr ausführlich eingegangen und haben uns auch zum ´Kubitschekvortrag mehrfach ausgelassen Du hast allerdings Ersteres nicht verstehen wollen und bei Zweitem nach Referenzierung des Brodkorbschen Standpunktes (durch C. Böhm) auf weiteres Beharren verzichtet.

    Gruß, Klaus

  75. Ja, nee, ist klar… eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus… So lange der Schein-Antifaschismus eines Jabbuschs im Vordergrund steht, kommt die Verbindungstätigkeit eines Carsten Schönebeck nicht auf die Tagesordnung. Selbstverständlich ist jegliche Kritik im Webmoritz an seiner Heilichkeit Sebastian J. eine Provokation, so ist es heute und so ist seit Wochen, ob der Sinnzusammenhang verloren geht, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Hauptsache Jabbuschs Fassade wird nicht angekratzt…

  76. Aus meiner Tätigkeit als Katholischer Verbindungsstudent kann ich in jedem Fall sagen, dass es "Heiligkeit" heißt.

  77. Was ist denn "Schein- Antifaschismus"???

  78. Nö, ist ja kein Beiss-Reflex (Ist das eigentlich auch so nen beliebter Fascho- Terminus wie z.B. "Gutmensch"??)
    Hab ja extra nochma gefragt, ob du gemeint warst. Eigentlich doof, dass die Quelle da nicht näher beschrieben wird… blogleser Klaus kann ja jeder sein

  79. Der Begriff "Gutmensch" ist doch kein "Facho-Terminus".

  80. Als "Gutmensch" bezeichnen Leute, die klar der rechtsextremen Szene zugeordnet werden können, gern Menschen, die sich für Deomkratie, Toleranz, Gerechtigkeit unter den Menschen, ökologische Belange u.v.m. einsetzen – kurzum Engagement, dass den Faschos nicht in den Kram passt. Für nähere Informationen kann man sich beim rechtsextremen ARNDT- Verlag gern ein Buch dazu bestellen. Untertitel "Gutmenschen – wie sie uns nerven, wie wir sie loswerden" oder so ähnlich.

  81. Guck doch mal im Duden – Deutsches Universal Wörterbuch oder einem vergleichbaren Buch nach was "Gutmensch" bedeutet. Gutmensch ist bestimmt kein originärer "Fascho-Terminus".

  82. Ich sprach ja auch nicht von einem originären Fascho- Terminus!
    Aber das die Nazis selbst nix gebacken bekommen und deshalb auf vorhandene Vokabeln, Symbole, Gestiken etc. zurückgreifen ist ja hinlänglich bekannt. Als Strategie werden auch Bedeutungen von Wörtern ausgehöhlt, ich erinnere nur mal an "Bombenholocaust" – ähnlich verhält es sich mit Gutmensch.
    PS. ich bin gerne Gutmensch, was ist verwerflich daran, ein guter Mensch zu sein? Und weitergehend, wie bezeichnen sich die Nazis dann selbst? Blödmensch? Schlechtmensch? Miesmensch?

  83. Was ich zum Ausdruck bringen will ist, dass der Begriff "Gutmensch" eben keinen Rückschluss auf einen Faschisten als Äußerer lässt, weil er von vielen vielseitig verwendet wird. Begriffe wie "Zeckenpack" dagegen lassen schon auf einen Rechtsextremen als Benutzer schließen.

  84. was wählst Du dann lieber Jan? ;)

  85. Steyer

  86. Die Argumente sind die gleichen geblieben – und auf die wurde eurerseits damals nur am Rande überhaupt eingegangen, stattdessen viel Abseitiges. Die BG, Danuben und Germania sind auch nicht neu, sondern hatte ich vor Wochen schon in der entsprechenden Diskussion angeführt. Außer einer Räuberpistole über ein "Mißverständnis" in München kam von eurer Seite auch da nicht viel. Die Markomannen sitzen Kritik wohl lieber aus.

    Über Kubitschek haben wir auf dem Webmoritz in der Tat "viel geredet", aber leider habt ihr inhaltlich nicht wirklich Stellung genommen. Will ich hier aber nicht aufwärmen, läßt sich über die Suchfunktion im Webmoritz ja schnell rausfischen.

    Euer "volkstumsbezogener Vaterlandsbegriff" ist und bleibt völkischer Nationalismus. Wem wollt ihr denn da eigentlich Sand in die Augen streuen?
    "Im Mittelpunkt burschenschaftlichen Selbstverständnisses steht das völkische Menschen- und Weltbild, wie es im Zusammenhang der deutschen 'Befreiungskriege' gegen die Heere Napoleons entworfen wurde. Basierend auf den Schriften von Fichte, Jahn, Fries und Arndt und in militanter Opposition zur aufgeklärten Idee der Nation als politischer Willensgemeinschaft, wurde das 'Volk' zur 'natürlichen Gemeinschaft' erhoben. Schon die Gründerväter der burschenschaftlichen Bewegung definierten ihr 'deutsches Volk' in Abgrenzung zum 'Judentum'. Ausgestattet mit kollektiven Eigenschaften und Interessen, wurde das 'Volk' daneben gegen das Individuum als politisches Subjekt konstruiert. Der völkische Antiliberalismus ordnet die irrationale Kategorie des 'Volkes' jedem politischen Denken und Handeln über. Damit verbunden ist eine Geringschätzung des Individuums, welches sich voll und ganz den 'volklichen Interessen' zu unterwerfen habe.
    Die völkischen Burschenschaften lehnten schon lange vor dem Nationalsozialismus die Gleichsetzung von Staats- und Volksgrenzen, von Staatsbürgern und Angehörigen eines 'Volkes' (später 'Volksgenossen') ab. Im 'volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff', in welchem die 'deutsche Nation unabhängig von staatlichen Grenzen (existiert)' [...] lebt diese Anschauung bis heute fort. Unter den gegenwärtigen politischen und rechtlichen Bedingungen ist der völkische Nationalismus nicht mehr unmittelbar in Forderungen nach einer neuerlichen 'Wiedervereinigung' des 'deutschen Volkes' übersetzbar. Das Ziel burschenschaftlichen Engagements in Österreich wird heute kryptisch damit umschrieben, 'den Gedanken an die deutsche Einheit wachzuhalten' [...]. Die Ablehnung der österreichischen Nation paart sich grundsätzlich mit einem Bekenntnis zur Eigenstaatlichkeit Österreichs. Gleichzeitig wird versucht, mit Hinweisen auf ein 'Selbstbestimmungsrecht' und die Willkürlichkeit der gegenwärtigen Grenzen, die großdeutsche Idee wachzuhalten." (aus: Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands, http://www.doew.at/thema/thema_alt/rechts/bursche... )

  87. Siehe oben, zum Kollegen Böhm.

  88. Fehlendes Differenzieren kannst Du mir wohl kaum vorwerfen.

    Natürlich habe ich auch eine grundsätzliche Kritik an studentischen Korporationen, unter die fallen Markomannia und Rugia natürlich auch. Bei diesen beiden Greifswalder Burschenschaften kommt halt noch unangenehm hinzu, daß sie ihr rechtsextremes Gedankengut pflegen. Der Unterschied zwischen Rugia und Markomannia dabei ist halt, daß die Rugia eh schon ihren Ruf gesellschaftlich derart versaut hat, daß ihr sowieso niemand mehr abnähme, daß sie liberales oder konservatives Denken pflege, während die Markomannia durch Abwiegeln und Kritikaussitzen immer noch versucht, sich das Mäntelchen des liberalen Verbandes umzuhängen.
    Wer sich allerdings mal eure BG-Verflechtungen und eure Aktivitäten genauer anschaut, sieht recht bald, wo des Pudels Kern zu finden ist.
    Es ist ja auch kein Wunder, daß diejenigen, die das IKuWo mit Flaschen bewerfen, anschließend bei der Markomannia einen Schoppen trinken gehen – wohlwissend, daß die Markomannia auch für solche Korporatierte eine Politik der offenen Tür pflegt.

    PS: Stammt das Vorwort zur "2009/10 posthum[en] Hinrichtung des Namens Ernst Moritz Arndt" im Pro-Arndt-Teil der Urabstimmungszeitung eigentlich von Dir, dem "Blogleser Klaus"?

  89. Inwiefern eine linke Rechtshilfe- und Solidaritätsorganisation wie die Rote Hilfe e.V. gegen die FDGO verstoßen soll, bleibt wohl Dein sahniges Markomannengeheimnis. Die Rote Hilfe will weder die föderale Ordnung, den Völkerfrieden, die in der Verfassung verankerten Grund- und Menschenrechte, das Mehrparteiensystem, Rechts- und Sozialstaatlichkeit angreifen oder gar abschaffen. Wo soll der Verstoß gegen die FDGO denn konkret vorliegen?
    Die Satzung der Roten Hilfe findest Du hier http://rotehilfegreifswald.blogsport.de/images/Sa...
    und hier ihre Selbstdarstellung http://rotehilfegreifswald.blogsport.de/images/Ge...

    Vielleicht vorher informieren und erst danach rumbloggen.

  90. Hier ein Auszug der Selbstdarstelllung:

    "Durch das Herausgreifen Einzelner
    wollen Staat und Reaktion exemplarisch gegen linke Politik
    vorgehen. Dieser Strategie liegt die Isolierung bestimmter
    Personen/Gruppen von anderen Teilen der Linken und der
    Gesellschaft zugrunde. … Der von den Herrschenden betriebenen Spaltung
    und Einschüchterung wollen wir gemeinsam (jenseits aller
    innerlinken Differenzen hinsichtlich politischer Theorie und
    Praxis) entgegentreten und damit alle ermutigen, weiterhin
    für ihre politischen Ziele zu kämpfen."

    "Fast alle Mitglieder
    der Roten Hilfe arbeiten und kämpfen noch in anderen
    Gruppen und Organisationen."

  91. Ja, schön zitiert – und worauf willst Du jetzt hinaus?

  92. Wie würdest Du es bewerten wenn z.B. die Markomannen öffentlich
    den Kampf für politische Ziele proklamiert?

    Mich erschreckt der Terminus : "Kampf".

  93. Das ist nicht "mein sahniges Markomannengeheimnis" sondern mehr oder weniger explizites Urteil aus diversen VS-Berichten über die Rote Hilfe als eine linksextremistische Organisation. Wenn Dich das Urteil näher interessiert, dann lies selber – http://www.verfassungsschutz.de bietet da diverse Publikationen an.

    Der Verweis auf die Selbstdarstellung der Roten Hilfe ist allerdings hilfreich – ich finde unsere Selbstdarstellung auch wesentlich aussagekräftiger und besser gelungen, als die gesammelten Bewertungen anderer, die Deine eingeschlossen.

    Gruß, Klaus

  94. Nochmal: es geht in diesem Artikel um die Gremienwahl und ihre Kandidaten nicht um Götz Kubitscheck, die Angliederung Österreichs, das für und wider des Verfassungsschutzes, Markommanen, Rote Hilfe etc.

    Kehrt bitte zurück zum Thema sonst werden die Kommentare gesperrt.

  95. Stimmt, Dir werfe ich eher Ungenauigkeit in der Sache bis hin zur (bewußten) Tatsachenverdrehung vor.
    Insofern bräuchten wir an dieser Stelle die Diskussion nicht weiter treiben – ich lasse uns von Dir einfach keine rechtsextreme Position unterjubeln und sehe auch nicht, dass Du dies irgendwo durchschlagend verargumentieren konntest.

    Und, um es nochmal (!) deutlich zu machen: Anwender von Gewalt, egal ob gegen Gebäude oder gegen Personen gerichtet, kriegen bei uns keinen Schoppen – man kann aber diesbezüglich wenig ausrichten, wenn einem solches Handeln zum Zeitpunkt des Schoppennehmens nicht bekannt ist.

    Gruß, Klaus

    P.S.: Nein, das Vorwort im Pro-Arndt-Teil der Urabstimmungszeitung stammt nicht von mir und ich bin auch nicht der "Blogleser Klaus". Welches Blog ist da eigentlich gemeint?

  96. Was erschreckt Dich an dem Terminus???
    Wer für eigene Positionen gesellschaftlich eintritt, kämpft folglich für diese Positionen.
    Sind Dir die folgenden Begriffe bekannt?
    * Wahlkampf
    * Meinungsstreit
    * Kampagne
    * politischer Gegner
    * Arbeitskampf
    * …

  97. Schade das Du nicht auf die Frage antwortest…

  98. 1. Warum sollten wir Kritik aussitzen, die nicht gegen uns selbst gerichtet ist?! Konzentriere Dich doch wieder auf Markomannia und eröffne keine weiteren Nebenkriegsschauplätze, nur weil Du direkt nicht weiter kommst.
    2. Über Kubitschek haben wir zwar immer wieder geredet, aber nicht sonderlich viel: Wesentlich war hier Deine Feststellung, dass Kubitschek rechtsextrem ist und unsere Erwiderung, dass wir das nicht so sehen und damit, erinnere Dich an die Referenz auf Brodkorb, auch nicht so ganz allein stehen.
    3. Die Qualität der Publikationen des DÖW stufe ich – nimm es mir bitte nicht übel – nicht höher ein als Deine Kommentare. Wenn Du zitierst, dann bitte nicht solche billigen Sekundärquellen zumal eine Begründung des Zitierten komplett aussteht.

    Gruß, Klaus

  99. Korrekt müßtest Du wohl darum bitten, nicht immer wieder das hiesige Lieblingsthema zu bedienen, wenn es nicht das jeweilige Schwerpunktthema ist.

    Ich sehe aber nicht, wie man Jabbusch&Konsorten davon abbringen will, an jeder Stelle und zu jeder Zeit gegen uns vermeintlich böse Markomannen zu hetzen – da kommen wir leider nur durch, wenn wir "denen" das Gesagte an keiner Stelle ohne Widerrede durchgehen lassen.

    Gruß, Klaus

  100. Mensch könnte auch Pseudo-Antifaschismus sagen…

    Es ist doch so, dass wenn ich was gegen eine entsprechende Tendenz tun will, muss ich mir die Frage stellen, was einen Jugendlichen dazu treibt nach rechts abzugleiten und entsprechendes Gedankengut zu vertreten. Es gibt sicher eine ganze Menge von Faktoren, die gruppendynamisch bzw. durch die Sozialisierung bedingt sind, aber es müssen weitere gesellschaftlich bedingte Faktoren dazu kommen, dass wirklich eine solche Entscheidung reift. Spontan fallen mir z.B. Minderwertigkeitskomplexe ein, die kompensiert werden wollen und durch die zunehmende Prekarisierung der Bevölkerung bedingt sind, als nächstes fällt mir der Mythos von den Hebeln der Macht ein, die irgendwie das Geschick lenken und wenn die richtigen Konzepte da sind, müssen sie nur noch durchgesetzt werden, was bei einigen Leuten natürlich den Ruf nach dem starken Mann laut werden lässt, damit alles besser wird und als drittes ist natürlich das Vorhandensein und die Verbreitung einer entsprechenden Ideologie Voraussetzung.

    Wenn ich also von der Ursachenbekämpfung für rechtes Gedankengut rede, dann meine ich die Bekämpfung der Voraussetzungen also der Prekarisierung, der Mythenbildung und der Ideologie. Dieses bildet meiner Meinung nach eine Einheit und nur wenn dieser Komplex insgesamt angegangen wird, ist der Begriff Antifaschismus in meinen Augen berechtigt. Sebastian ist sicher medienaktiv und tut seinen Teil, dass die Verbreitung der Ideologie nicht ausufert, aber gerade im Bereich der Mythenbildung halte ich seine gesamte Argumentation und sein Verhalten für kontraproduktiv.

  101. Ja sorry, ich wollte die nur eine Steilvorlage liefern. :-p

  102. [...] Sie hatte ihre Mitgliedschaft zuerst nicht einmal angegeben, das dann allerdings noch nachgeholt: Wie der webMoritz bereits berichtete, war diese auf Druck des RCDS noch eingefügt worden. Alexander Schmidt zeigte sich von dieser [...]

  103. "Zum Kampf gegen "rechts" gehört, dass rechts, rechtsradikal und rechtsextrem als dasselbe zu gelten haben. Wenn alle Kämpfer gegen "rechts" auf echte Neonazis verteilt würden, sie müssten busladungsweise bei jedem Einzelnen anreisen. Aber um die tatsächlichen Neonazis kümmern sich ja die wenigsten davon. Tatsächliche Neonazis sind nicht nur selten, sondern intellektuell viel zu unterbelichtet und unappetitlich, aus einer Distanzierung von denen lässt sich wenig moralisches Kapital schlagen, und außerdem ist der Direktkontakt nicht ungefährlich. Lieber kämpft man symbolisch gegen ihre "Hintermänner", gegen den vermeintlichen "Extremismus der Mitte", den "Stammtisch" und ähnliche Windmühlen. "Wie begierig der Mainstream das rechtsradikale Rinnsal zu vergrößern sucht", konnte sich bereits 1993 der Dichter Botho Strauß wundern, und prompt wurde Strauß dann vom Mainstream dem Rinnsal zugeschlagen. So wird aus einem Polizeiproblem am Rande der Gesellschaft ein Problem der Gesellschaft schlechthin, für das jeder haftet."
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politische...

  104. Mein Beitrag sollte in keiner Weise eine Verharmlosung rechter Strukturen sein, wie das Zitat des Focus-Redakteurs vermuten lässt, obgleich ich in dem Punkt mit ihm übereinstimme, dass nicht alles Antifaschismus ist was sich Antifaschismus nennt.
    Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Neonazis tickende Zeitbomben sind. Mir ging es also nicht darum irgendwelche Trittbrettfahrer in Schutz zu nehmen, sondern es ging mir um die Frage, wo eine wirksame Bekämpfung ansetzen muss…

  105. Um es noch mal klar zu sagen: Angenommen wir hätten morgen eine andere Gesellschaft, wo nicht mehr Kapital und Staatsgewalt herrschen, sondern wo Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstentfaltung die obersten Maximen sind, dann wären die Neonazis ja nicht von heute auf morgen verschwunden. Wir müssten auch weiterhin mit ihnen umgehen, deshalb sehe ich wenig Sinn im Kampf gegen Personen und möchte, dass wie einen Weg finden, die Probleme ohne Kriege und das Eingreifen einer höheren Gewalt lösen zu können.

  106. [...] (Man kann die Publikation, in der sich die Kandidaten und Kandidatinnen in Kurzform vorstellten, hier herunterladen und sich selbst ein Bild von den möglichen Günstlingen seines Votums machen). In einem Artikel [...]

  107. Ihr Neonazis seit schon ne lustige Truppe…

    mal gucken wie viele webmoritz spams ihr hier noch posten wollt!

    Falls Du mich für den Begriff "Neonazi" wegen Verleumdung anklagen willst, würde ich mich freuen, denn darüber würde man wenigtens Deinen Realnamen erfahren…

    Aber relativere doch noch mal ein bisschen für uns. ^^

  108. Und wir lassen Euren Deutsch-nationalen Relativismus Kram nicht unkommentiert… lustiges Spiel! ^^

  109. Die Sache ist tatsächlich geklärt. Ich will aber auch nicht verheimlichen, dass ich die Methode nicht in Ordnung fand. Eine Stunde vor Abgabe der Listen bekomme ich eine SMS, dass ich gestrichen wäre. Das gehört sich nicht.

    Hintergrund war Thomas Verärgerung einer Pressemitteilung der Initiative "Uni ohne Arndt", an der ich zwar mitgewirkt habe, für dich ich aber nicht allein verantwortlich bin.

    Frederic Beeskow sprang kurzfristig als Vermittler ein. Wäre er nicht zufällig im AStA gewesen und, stünde ich nun auf der Liste der Mediziner…

    Aber wie gesagt – die Sache ist gegessen und ich will das nicht breittreten.

  110. Sebastian unter den Medizinern. ;)
    Wäre auch lustig gewesen. Sebastians Stimmergebnis (das war ja letztes mal überdurchschnittlich) hätte die Medizinerliste dann möglicherweise recht weit nach vorne katapultiert bei der Senatswahl.

  111. vielleicht auch ein Motiv ^^ ;)

  112. Ja genau, das lieben "WIR" so an dir. Fragt sich nur wer "wir" sind.

    /* Jabbusch-Schublade auf *
    RCDS, Nazis, Burschenschaften, Anarchos, Autonome, Linksradikale, Liberale… egal was … alles rein
    * Schublade zu */

    Bei Sebastian gehört alles in die gleiche Schublade… Kritiker sind automatisch Feindbild und damit rechte Spinner, weil Sebastian ja angeblich so links ist.

  113. .
    Du glaubst ernsthaft ich packe Liberale und Nazis in eine Schublade?

    RCDSler vertreten zwar häufig unsolidarische Einstellungen, sind aber deshalb nicht diskriminierend.

    Das sind Antisemiten und Rassisten hingegen schon…

  114. "Soweit ich weiß, hat der sich um Mehrheiten sorgende Senator Thomas Schattschneider den ihm ungeliebten aber sehr populären Senator Sebastian Jabbusch aus der gemeinsamen Liste gestrichen."

    Eigenlob stinkt. B)

  115. "sehr populären Senator" – vgl. Stimmergebnis 2009. B)

  116. [...] Vorsitzender der Senatskommission zum Namenspatron, hat im Onlineportal webMoritz.de öffentlich angekündigt, für die Ablegung des Namens zu stimmen. Schattschneider: „Der aktuelle Senat wird [...]

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